19. Dezember: Im Winterwald. Das Wildschwein

In dem heutigen Kapitel der Adventskalendergeschichte „Im Winterwald“ lernen wir das Wildschwein kennen.

Im Winterwald. Das Wildschwein

Grunzend und schmatzend trabte das Wildschwein davon. Es hatte ein Eichelversteck gefunden. Das verdankte es seiner guten Nase. Wahrscheinlich hatte der Eichelhäher die Eicheln unter dem Baum versteckt. Aber das war dem Wildschwein egal. Hauptsache es hatte selber etwas zu futtern entdeckt.

Der Tag war klirrend kalt. Der Wind fegte eisig durch die Baumstämme. Die Schneedecke war schon ziemlich hoch, fest und gefroren. Das Wildschwein fror mit seinen dichten, schwarzen Borsten nicht, aber Futter zu finden fiel selbst ihm schwer. Doch es war ein Allesfresser – es mochte Nüsse, Heu, Insekten und Aas. Doch in diesem Winter war es selbst für das Wildschwein schwer, immer etwas zu fressen zu finden – vor allem, weil es auch immer großen Appetit hatte. Die Eicheln waren ein Leckerbissen und es schleckte sich nochmal über die Schnauze.

Die Bache trottete weiter durch den Winterwald und suchte nach Futter. Dabei verließ sie sich mehr auf ihre gute Nase als auf ihre kleinen schwarzen Augen, die von langen schwarzen Wimpern umrandet waren. Sie stellte ihre kleinen Ohren hoch, hörte aber nur den Schrei des Mäusebussards über ihr.

Als sie auf der Lichtung angekommen war, sah sie die Rehe an der Futterkrippe äsen. Als die Rehe das Wildschwein bemerkten, stoben sie davon. Das Schwein futterte etwas Heu. Das schmeckte nicht so gut wie die Eicheln, aber füllte den Magen. Ein Schneehase hoppelte heran, gesellte sich zu der Bache und knabberte auch etwas Heu. „Hallo Wildschwein, du tust mir doch nichts? Ich hab so einen Hunger! Du könntest mir etwas Schutz vor dem Fuchs bieten.“ „Ja, ja, hmm, hmm. Solange ich hier bin, kannst du ruhig fressen, Hase“, grummelte die Bache.





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Nach einer Weile zottelte das Wildschwein weiter. Es ging durch die Fichtenschonung und gelangte zum Buchenwald. Ein interessanter Duft nach Bucheckern stieg in seine Nase und es begann, den festgefrorenen Schnee aufzuwühlen. Auf einmal sprangen ihm zwei Mäuschen – ein braunes und ein graues – entgegen. „Danke, liebes Wildschwein, du hast uns gerettet!“ Mit diesen Worten liefen sie davon.

 

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1. Dezember: Im Winterwald. Hans und Grete
2. Dezember: Im Winterwald. Die Vögel
3. Dezember: Im Winterwald. Der Christstollen
4. Dezember: Im Winterwald. Barbaratag
5. Dezember: Im Winterwald. Die Eule
6. Dezember: Im Winterwald. Nikolaustag
7. Dezember: Im Winterwald. Das Mäuschen
8. Dezember: Im Winterwald. Die Rehe
9. Dezember: Im Winterwald. Wieder zurück im Mauseloch
10. Dezember: Im Winterwald. Im Holzhaus
11. Dezember: Im Winterwald. Der Mäusebussard
12. Dezember: Im Winterwald. Der Schneehase
13. Dezember: Im Winterwald. Schneesturm
14. Dezember: Im Winterwald. Der Fuchs
15. Dezember: Im Winterwald. Wieder kein Glück
16. Dezember: Im Winterwald. Wieder zu Hause
17. Dezember: Im Winterwald. Weihnachtsschmuck für den Tannenbaum
18. Dezember: Im Winterwald. Der Eichelhäher

 


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Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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