1. Dezember: Im Winterwald. Hans und Grete

Dieses Jahr haben wir wieder eine Adventsgeschichte für Ihre Senioren eingestellt. Jeden Tag können Sie nun ein Türchen öffnen und Ihren Senioren ein neues Kapitel der Geschichte „Im Winterwald“ vorlesen.

Im Winterwald. Hans und Grete

Die alten Leutchen Hans und Grete wohnten im tiefen Wald. Sie lebten vom Köhlerhandwerk, welches Hans schon als Bub ausübte, und von der Heilpflanzenkunde Gretes, mit der sie den Dörflern schon oft geholfen hatte, wenn diese krank waren. Sie wohnten mitten im Wald in einem kleinen Holzhaus. Dieses bestand aus zwei Räumen: unten war der große Ofen, der Spülstein und ein Arbeitstisch. Darüber befand sich ein Regal mit Geschirr. Auf der anderen Seite des Raumes waren unterhalb des Fensters ein Tisch, eine Bank und Stühle. Am Kopfende des Raumes stand eine große Holztruhe und eine steile, schmale Treppe führte nach oben. Dort war unter der Dachschräge das Schlafzimmer der beiden. Es standen dort zwei Betten und eine Nachtkonsole. Unter der Decke hingen Trockensträuße aus Heilpflanzen: Kamille, Schafgarbe, Pfefferminze, Johanniskraut, Hopfen und Baldrian. Im Wohnraum war noch eine Luke im Boden. Im Kriechkeller bewahrten Hans und Grete ihre Vorräte auf. Das Häuschen war zwar klein, aber sauber und gemütlich. Auf der Ofenbank lag ein alter schwarzer Kater – Morle – der schlief und unter dem Küchentisch wartete Bello, der alte Hund, auf sein Frühstück.

Am Morgen des ersten Dezembers war es klirrend kalt. Nachdem Hans Holz im Ofen nachgelegt hatte, kochte Grete ein Topf Haferschleim zum Frühstück und goss zwei Becher mit Tee ein. „Der Boden ist gefroren und es ist sehr kalt draußen. Wir werden wohl bald Schnee bekommen. Ich werde nach dem Frühstück in den Wald gehen und Holz schlagen. Später könnte ich ein Futterhäuschen für die Vögel bauen.“ „Ich habe noch Sonnenblumenkerne, darüber würden sich die Vögel freuen.“ überlegte Grete.

Hans nahm den Handwagen und die Axt mit, als er zum Holzschlagen in den Wald ging. Bello trottete hinterher. Während Hans im Wald war, kochte Grete eine gute Kartoffelsuppe. Dafür holte sie aus dem Vorratskeller Kartoffeln, Möhren und Porree und nahm auch ein Stück Speck mit. Während die Suppe auf dem Herd kochte, strickte sie an den warmen Strümpfen für Hans weiter. Die alten waren doch schon oft gestopft worden.





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Am Nachmittag baute Hans ein Futterhäuschen. Er hobelte dafür ein Holzbrett glatt und der alte Kater Morle spielte mit den Spänen. Abends saßen Hans und Grete beim Schein einer Petroleumlampe am Tisch. Hans las Grete eine Geschichte vor und Grete hatte das Strickzeug im Schoß. Der Wind blies kalt um die Hütte und kündigte den ersten Schnee an.

Morgen geht es weiter mit unserem Adventskalender, Hans, Grete und dem Winterwald. Sie wollen informiert werden, sobald auf Mal-alt-werden.de eine neue Adventskalendergeschichte erscheint? Hier können Sie unseren Adventskalender-Newsletter bestellen.

 


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Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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