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Sinnesspiele für Senioren – Tasten. Warm oder Kalt?

In diesem Sinnesspiel für Senioren möchten wir die Aufmerksamkeit auf das Temperaturempfinden der Mitspielenden legen. Bitte achten Sie bei diesem Spiel ganz besonders auf die Sicherheit der Senioren. Das Spiel kann in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gespielt werden.

Sinnesspiele für Senioren – Tasten. Warm oder Kalt?

Materialien
Schüsseln oder Töpfe
Wasser
Ein Thermometer

Vorbereitungen und Spielaufbau
Befüllen Sie die Schüsseln und Töpfe mit unterschiedlich temperiertem Wasser. Bitte seien Sie vorsichtig, sonst besteht Verbrühungsgefahr! Testen Sie die Wassertemperatur in jedem Gefäß unbedingt einmal selbst, bevor sie es den Senioren geben. Eiswürfel bieten bei diesem Spiel immer ein besonderes Sinneserlebnis. Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzmöglichkeiten vor. Berücksichtigen Sie wie immer auch Plätze für die Rollstuhlfahrer.

So wird gespielt
Stellen Sie jedem Mitspieler zunächst zwei Gefäße mit Wasser hin und lassen Sie sie oder ihn die Temperatur des Wassers fühlen. Dafür können die Finger oder die ganze Hand in das Wasser gehalten werden. Fragen Sie die Senioren, wie sich das Wasser anfühlt und welche Temperatur der beiden Sie lieber mögen. Dann bitten Sie sie, zu sagen, welches Wasser wärmer und welches kälter ist. Wenn der erste in der Runde die Temperaturen des Wassers gefühlt hat, ist der nächste Mitspieler an der Reihe. Für diesen können Sie zwei beliebig neue Töpfe oder Schüsseln nehmen.

Varianten
Können die fitteren Mitspieler vielleicht sogar die Wassertemperatur schätzen? Lassen Sie alle Senioren nacheinander die Hände in eine Schüssel halten. Dann bitten Sie sie, einen Schätzwert abzugeben und schreiben die Werte in eine Tabelle. Anschließend wird die richtige Temperatur mit dem Thermometer gemessen.
Je nach Gruppenzusammensetzung können Sie in einer einfacheren Variante zwei Schüsseln rumgehen lassen, ohne sie zwischendurch auszutauschen. In der einen befindet sich warmes, in der anderen kaltes Wasser. Die Senioren sollen sagen, in welcher Schüssel das wärmere Wasser ist.
Fitte Gruppen können drei Schüsseln (eine mit Eiswasser, eine weitere mit kaltem und eine dritte mit warmem Wasser) der Reihe nach sortieren – von kalt nach warm. Schaffen Sie es auch, vier Schüsseln der Temperatur nach aufsteigend zu sortieren?

In unserem Übersichtsbeitrag Basale Stimulation bei Demenz findenSie viele weitere Ideen zur Wahrnehmungsanregung bei Menschen mit Demenz.



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Petticoat und Nierentisch. Biografische Fragen zum Thema 50er Jahre

Im Rahmen der Biografiearbeit im Bereich Altenpflege möchten wir Sie und vor allem die Senioren mit auf eine Reise in die 50er Jahre nehmen. Anfang der 50er Jahre waren hier und da noch die Folgen des Zweiten Weltkrieges und des Wiederaufbaus zu spüren. Doch die Wirtschaft erlang schnell an Aufschwung, die Arbeitslosigkeit sank und viele Betriebe erholten sich von ihrer schlechten finanziellen Lage. Das sogenannte „Wirtschaftswunder“ in Verbindung mit der Einführung der D-Mark im Jahr 1948 machte den Menschen Mut und verlieh ihnen wieder mehr Selbstbewusstsein.
Zu Beginn der 50er Jahre erlebte zudem das Fernsehen einen Aufschwung. An Weihnachten 1952 nahm das Erste Deutsche Fernsehen seinen Betrieb auf. Von da an wurde das Fernsehprogramm immer mehr und mehr erweitert. Die Anzahl der Haushalte mit einem eigenen Fernseher stieg rasant. Die ersten wichtigen Großereignisse, die dort die Massen bewegten, waren die Krönung Elizabeths der II. im Jahr 1953 und das Wunder von Bern im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 1954.
Gerne erinnern wir uns an die Milchbars, Cocktailsessel und Nierentisch, den Petticoat, Besuche am Pilzkiosk, gekonnte Bewegungen mit dem Hula Hoop Reifen, ein schmackhaftes Toast Hawaii, Tulpen- und Tütenlampen, den Genuss von Ischler Törtchen, die Anfänge des Rock ’n‘ Roll, vielleicht die ein oder anderen Fahrt auf einem Motorroller, und, und, und…
Wir haben einige biografische Fragen und Informationen vorbereitet, mit denen Sie gut mit den Senioren über die 50er Jahre ins Gespräch kommen können.

Petticoat und Nierentisch. Biografische Fragen zum Thema 50er Jahre

Wenn Sie an die 50er Jahre denken, was kommt Ihnen zuerst in den Sinn?

Wie alt waren Sie zu Beginn der 1950er Jahre?

Erinnern Sie sich an Kleidungsstücke, die Sie gerne getragen haben? Vielleicht auch an die Kleidung Ihrer Eltern, Kinder und Freunde?

Wie sah das Wohnzimmer in Ihrem Zuhause aus? Wo haben Sie gewohnt?

Besaß Ihre Familie einen Fernseher?
Wenn ja: Welche Fernsehsendungen haben Sie geschaut? Über welche Sendungen, Filme oder Serien haben sich mit Ihren Eltern, Freunde, etc. unterhalten?
Durften Ihre Kinder fernsehen?

Welche Musik hat Ihnen in den 1950er Jahren gefallen?

In den 50er Jahren waren unter anderem Heinz Rühmann, Romy Schneider, Johannes Heesters, Hildegard Knef, Audrey Hepburn, James Dean und Marlon Brando über die deutschen Grenzen hinweg berühmt. Welche Schauspieler haben Sie gerne gesehen?

Haben Sie das Wunder von Bern verfolgt? Wissen Sie noch, wo und mit wem Sie das Spiel geschaut haben? An welche Fußballspieler erinnern Sie sich noch?

Fallen Ihnen noch Lieder von Peter Kraus, Frank Sinatra, Elvis Presley oder Bing Crosby ein?

Gab es bei Ihnen zuhause Toast Hawaii? Wenn ja, wie haben Sie die Speise zubereitet?

Hatten Sie ein eigenes Auto? Wenn ja, was war das für ein Auto und welche Farbe hatte es? Wissen Sie noch, wie teuer das Auto damals war?

Welche dieser Filme haben Sie gesehen: „Zwölf Uhr mittags“, „Das Fenster zum Hof“, „Der Frosch mit der Maske“, „Manche mögen’s heiß“, „Bettgeflüster“, „Grün ist die Heide“, „Buddenbrooks“, „In 80 Tagen um die Welt“ oder „Die Brücke am Kwai“?
An welche Filme aus den 50er Jahren erinnern Sie sich noch?



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Beiß nicht gleich in jeden Apfel. Schlager zu dem Thema Essen und Trinken

Hier finden Sie eine kleine Sammlung mit Schlagern zu dem Thema Essen und Trinken. Den Senioren fallen bestimmt noch einige weitere Titel ein. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Liste unter dem Beitrag mit Ihren Kommentaren vervollständigen würden.

Beiß nicht gleich in jeden Apfel. Schlager zu dem Thema Essen und Getränke

  1. Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein (René Carol)
  2. Ich will keine Schokolade (Trude Herr)
  3. Aber bitte mit Sahne (Udo Jürgens)
  4. Ananas aus Caracas (Vico Torriani)
  5. Griechischer Wein (Udo Jürgens)
  6. Himbeereis zum Frühstück (Hoffmann & Hoffmann)
  7. Käsebrot (Helge Schneider)
  8. Die heiße Schlacht am kalten Buffet (Reinhard Mey)
  9. Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär (Willy Schneider)
  10. Schnaps, das war sein letztes Wort (Willy Millowitsch)
  11. Beiß nicht gleich in jeden Apfel (Wencke Myrhe)
  12. Wumba-Tumba Schokoladeneisverkäufer (Bill Ramsey)
  13. Tabak und Rum (Bruce Low)
  14. Schön und Kaffeebraun (Vico Torriani)
  15. Sugar Baby (Peter Kraus)
  16. Es gibt kein Bier auf Hawaii (Paul Kuhn)

Wir machen in der Seniorenarbeit viele gute Erfahrungen mit kleinen Gedächtnisübungen und Rätseln. Suchen Sie mit den Senioren gemeinsam nach Schlagern, die sich um Essen und/oder Trinken drehen und schreiben Sie sie in eine Liste. Wie viele Schlager rund um diese Themen fallen den Senioren ein?
Stimmen Sie den ein oder anderen Schlager gerne an oder spielen ihn in der Gruppe ab. Das gemeinsame Singen bringt eine stimmungsvolle Abwechslung in Ihr Gruppenangebot.

Für alle diejenigen, die sich ein paar Anregungen wünschen, haben wir einen weiteren Vorschlag: Schreiben Sie die Titel in eine Liste auf ein Flipchart oder jeden Titel einzeln und groß auf ein Blatt im Din A4 Format. Lassen Sie die Speisen und Getränke dabei weg und bitten Sie die Senioren die fehlenden Wörter zu ergänzen.
Ein Beispiel: Beiß nicht gleich in jeden _________ . Welches Wort fehlt hier? Richtig, der Apfel!
In der Art können Sie mit allen Schlagertiteln weiterverfahren.

Als Ergänzung und kleine Sinnesaktivierung bietet es sich an, die Lebensmittel und Getränke mitzubringen und auf einem Tisch ansprechend her zu richten. Geben Sie den Senioren ein wenig Zeit, sich die Dinge in Ruhe anzuschauen. Ein Zuordnungsspiel wird daraus, wenn Sie die Senioren die Dinge den Schlagertiteln zuordnen lassen.
Zum Beispiel: Ich will keine _________ . Hier wäre eine Tafel Schokolade der dazugehörige Gegenstand.



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Sinnesspiele für Senioren – Riechen. Es gibt Nachtisch!

In diesem Sinnesspiel für Senioren müssen sich die Mitspielenden voll und ganz auf ihren Geruchssinn verlassen. Gelingt es ihnen, nur durch riechen die richtige Puddingsorte zu erkennen?

Sinnesspiele für Senioren – Riechen. Es gibt Nachtisch!

Materialien
Puddingpulver zum Kochen in verschiedenen Sorten (Schokolade, Vanille, Karamell, Sahne, Grießpudding, usw. …)
Milch
Zucker
Messbecher, Topf, Schneebesen
Puddingschälchen

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bereiten Sie verschiedene Sorten Pudding nach Rezept oder der Packungsanleitung zu und füllen Sie jede Sorte in ein eigenes Schälchen. Lassen Sie den Pudding erkalten. Die Senioren sitzen bei diesem Sinnesspiel an einem großen Tisch, bereiten Sie den Raum vor und stellen Sie die Puddingschälchen unter einem Trockentuch versteckt in die Mitte des Tisches.

So wird gespielt
Bitten Sie die Senioren, die Augen zu schließen und lassen Sie sie an einem Puddingschälchen riechen. Erkennt derjenige, was in dem Schälchen ist? Leichter wird es, wenn Sie zu Beginn sagen, dass sie Pudding gekocht haben, aber nicht mehr wissen, wie die Sorte heißt. Können die Senioren Ihnen (ohne zu gucken!) helfen, das herauszufinden?

Varianten
Die einfache Variante ist die, bei der Sie zwei oder drei Puddingsorten kochen und die Senioren einmal zu Beginn an den Schälchen schnuppern dürfen. Anschließend bitten Sie sie auch hier, die Augen zu schließen und halten den Mitspielenden eines der Schälchen unter die Nase. Welche Sorte Pudding ist in dem Schälchen?
Schwieriger wird es, wenn die Senioren sich den Pudding zu Beginn nicht anschauen und gleich drei Sorten vor die Nase gesetzt bekommen. Können sie riechen, welche Sorten sich in den Schälchen befinden?
Andersherum: Wählen Sie zwei oder drei Sorten Pudding aus. Bitten Sie die Mitspielenden, mit geschlossenen Augen den Schokoladenpudding (oder eine beliebige andere Sorte) zu erkennen.

Schauen Sie sich dazu auch unsere Einkaufen-Spiele an. Darin finden Sie viele Spiele, in beliebte und klassische Lebensmittel integriert werden können.



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Völlig verdreht! Hier geht es drunter und drüber – Das Sprichworträtsel (Teil 2)

Im zweiten Teil unseres Sprichworträtsels finden Sie die Sprichwörter Nr. 51 bis 100. Auch hier haben wir die bekanntesten Sprichwörter in zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen verdreht.
Eine unterhaltsame und beliebte Übung im Gedächtnistraining mit Senioren.

Völlig verdreht! Hier geht es drunter und drüber – Das Sprichworträtsel (Teil 2)

  1. Durch Schaden wird man klug
    Leicht: Durch Schaden wird man dumm
    Schwer: Durch Unglück wird man schlau
  2. Ehrlich währt am Längsten
    Leicht: Gelogen währt am Längsten
    Schwer: Lügen währt am Kürzesten
  3. Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen
    Leicht: Buchen sollst du weichen, Eichen sollst du suchen
    Schwer: Straßen sollst du weichen, Ampeln sollst du suchen
  4. Eigener Herd ist Goldes wert
    Leicht: Eigener Backofen ist Goldes wert
    Schwer: Eigener Topf ist Silbernes wert
  5. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
    Leicht: Ein Bild sagt mehr als tausend Töne
    Schwer: Ein Lied sagt mehr als tausend Küsse
  6. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer
    Leicht: Ein gekühltes Kind scheut das Feuer
    Schwer: Ein durchnässtes Kind scheut das Wasser
  7. Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen
    Leicht: Ein schlechtes Gewissen ist ein hartes Ruhekissen
    Schwer: Ein sanftes Gewissen ist eine weiche Ruhedecke
  8. Ein Küsschen in Ehren kann niemand verwehren
    Leicht: Eine Umarmung in Ehren kann niemand verwehren
    Schwer: Ein Tritt in Gedenken kann niemand bedenken
  9. Ein Schelm, der Böses dabei denkt
    Leicht: Ein Schelm, der Gutes dabei denkt
    Schwer: Ein Geizhals, der Nettes dabei denkt
  10. Ein schöner Rücken kann auch entzücken
    Leicht: Ein freundlicher Rücken kann auch entzücken
    Schwer: Ein schöner Hintern kann auch überwintern
  11. Ein Unglück kommt selten allein
    Leicht: Ein Unglück kommt selten zu zwei‘n
    Schwer: Ein Drama geht selten allein
  12. Ein voller Bauch studiert nicht gern
    Leicht: Ein voller Bauch malt nicht gern
    Schwer: Ein leerer Bauch spielt nicht gern
  13. Eine gebratene Taube fliegt keinem ins Maul
    Leicht: Ein gebratenes Hähnchen fliegt keinem ins Maul
    Schwer: Ein gekochtes Schwein fliegt keinem ans Bein
  14. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
    Leicht: Eine Rose macht noch keinen Sommer
    Schwer: Eine Schneeflocke macht noch keinen Winter
  15. Eine Hand wäscht die andere
    Leicht: Eine Hand badet die andere
    Schwer: Ein Fuß verschmutzt den anderen
  16. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus
    Leicht: Ein Rabe hackt dem anderen kein Auge aus
    Schwer: Ein Tiger kratzt dem anderen keinen Streifen weg
  17. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul
    Leicht: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht unter die Hufe
    Schwer: Einer geliehenen Taube schaut man nicht unter die Haube
  18. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
    Leicht: Erst das Vergnügen, dann die Arbeit
    Schwer: Erst das Werken, dann das Bierchen
  19. Es gibt nichts Gutes außer man tut es
    Leicht: Es gibt nichts Gutes außer man ruft es
    Schwer: Es gibt nichts Schlechtes außer man lässt es
  20. Es ist nicht alles Gold was glänzt
    Leicht: Es ist nicht alles Bronze was glänzt
    Schwer: Alles ist Silber was funkelt
  21. Es ist niemals zu früh und selten zu spät
    Leicht: Es ist niemals zu früh aber immer zu spät
    Schwer: Es ist immer zu früh und regelmäßig zu spät
  22. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
    Leicht: Es ist noch kein Meister auf die Erde gefallen
    Schwer: Es ist noch kein Lehrling auf einen Baum geflogen
  23. Es ist noch nicht aller Tage Abend
    Leicht: Es ist noch nicht aller Tage Morgen
    Schwer: Es ist bald aller Nächte Mitternacht
  24. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird
    Leicht: Es wird nichts so heiß gekocht, wie es gegessen wird
    Schwer: Nichts wird so heiß genascht, wie es gebacken wird
  25. Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen
    Leicht: Brot und Wasser hält Leib und Seele zusammen
    Schwer: Roulade und Wein hält Körper und Herz zusammen
  26. Etwas ist faul im Staate Dänemark
    Leicht: Etwas ist faul im Staate Norwegen
    Schwer: Etwa riecht streng im Lande Österreich
  27. Fleiß ist des Glückes rechte Hand, Sparsamkeit die Linke
    Leicht: Ruhen ist des Glückes rechte Hand, Sparsamkeit die Linke
    Schwer: Urlaub ist des Glückes rechte Hand, Geld ausgeben die Linke
  28. Frisch gewagt ist halb gewonnen
    Leicht: Frisch gewagt ist ganz gewonnen
    Schwer: Beständiges gewagt ist geviertelt gewonnen
  29. Früh übt sich, was ein Meister werden will
    Leicht: Früh übt sich, was ein Lehrling werden will
    Schwer: Spät lehrt sich, was ein Angestellter werden will
  30. Geben ist seliger denn nehmen
    Leicht: Nehmen ist seliger denn geben
    Schwer: Tun ist seliger denn ruh‘n
  31. Gegensätze ziehen sich an
    Leicht: Unterschiede ziehen sich an
    Schwer: Gemeinsamkeiten ziehen sich aus
  32. Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens
    Leicht: Gegen Klugheit kämpfen selbst Götter vergebens
    Schwer: Für Intelligenz kämpfen selbst Göttinnen vergebens
  33. Geteiltes Leid ist halbes Leid
    Leicht: Ganzes Leid ist halbes Leid
    Schwer: Geviertelte Freud ist ganze Freud
  34. Gleich und gleich gesellt sich gern
    Leicht: Mayer und Mayer gesellen sich gern
    Schwer: Katz‘ und Maus gesellt sich nicht
  35. Gottes Mühlen mahlen langsam
    Leicht: Gottes Müller mahlen langsam
    Schwer: Gottes Flüsse fließen schnell
  36. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus
    Leicht: Große Ereignisse werfen ihre Wolken voraus
    Schwer: Kleine Ereignisse fangen ihre Sonnenstrahlen auf
  37. Gut Ding will Weile haben
    Leicht: Gut Ding will Muße haben
    Schwer: Schlecht Ding will Langeweile haben
  38. Handwerk hat goldenen Boden
    Leicht: Denksport hat goldenen Boden
    Schwer: Kunstwerk hat silberfarbenen Boden
  39. Hochmut kommt vor dem Fall
    Leicht: Tiefgang kommt vor dem Fall
    Schwer: Fallen kommt vor dem Flug
  40. Hunde, die bellen, beißen nicht
    Leicht: Katzen, die fauchen, beißen nicht
    Schwer: Hamster, die laufen, kratzen nicht
  41. Hunger ist der beste Koch
    Leicht: Hunger ist der beste Bäcker
    Schwer: Durst ist ein schlechter Sommelier
  42. Im Dunkeln ist gut munkeln
    Leicht: Im Dunkeln ist gut schunkeln
    Schwer: Im Hellen ist gut bellen
  43. In der größten Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot
    Leicht: In der größten Not schmeckt der Käs‘ auch ohne Brot
    Schwer: In der kleinsten Not schmeckt der Wein auch ohne Glas
  44. In der Not frisst der Teufel Fliegen
    Leicht: In der Not isst der Teufel Asche
    Schwer: In der Freude isst der Engel Pralinen
  45. In der Kürze liegt die Würze
    Leicht: In der Würze liegt die Kürze
    Schwer: In der Länge liegt die Enge
  46. In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt
    Leicht: In der Liebe und im Frieden ist alles erlaubt
    Schwer: Im Hass und im Frieden ist nichts verboten
  47. In der Ruhe liegt die Kraft
    Leicht: In der Hast liegt die Kraft
    Schwer: In der Schule liegt das Lernen
  48. In einer rauen Schale steckt oft ein weicher Kern
    Leicht: In einer weichen Schale steckt oft ein rauer Kern
    Schwer: In einer eckigen Hülle steckt oft ein rundes Inneres
  49. Irren ist menschlich
    Leicht: Irren ist göttlich
    Schwer: Wissen ist teuflisch
  50. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert
    Leicht: Ist der Ruf erst ungeniert, lebt es sich oft ruiniert
    Schwer: Ist der Schrei erst ruiniert, lebt es sich ganz unbeirrt

Für die männlichen Senioren gestalten wir regelmäßig ein Fußball-Quiz. Die Rätselkarten können Sie sich unter dem Link kostenlos ausdrucken.



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3 Aktivierungsideen zu dem beliebten Volkslied und Kinderlied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“

Passend zu dem beliebten Volkslied und Kinderlied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ stellen wir Ihnen heute drei kreative Aktivierungsideen vor, die Sie kostenlos und mit wenig Aufwand umsetzen können. Die Kombination von Musik und Gesang mit Bewegungselementen und kleinen Gedächtnisübungen macht erfahrungsgemäß sehr viel Freude und spricht unsere Sinne an. Seien Sie gespannt auf die Reaktionen in den Seniorengruppen!

3 Aktivierungsideen zu dem beliebten Volks- und Kinderlied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“

Bewegung

Während des Singens kann bei „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ gut Bewegung ins Spiel gebracht werden. Verteilen Sie an alle Gruppenteilnehmer Tücher oder Servietten in den Farben, die in den Strophen besungen werden (jeder bekommt ein Tuch oder eine Serviette). Nun singen alle gemeinsam das Lied. Für die musikalische Untermalung finden Sie unten im Beitrag die Melodie, die Sie gerne und kostenlos in Ihren Gruppenangeboten abspielen können.
Alle diejenigen, die zu der besungenen Strophe das passende Tuch in der richtigen Farbe (zum Beispiel grün) in den Händen halten, schwingen es durch die Luft. Bei der nächsten Strophe sind dann die Senioren an der Reihe, die eine andere Farbe in den Händen halten (zum Beispiel schwarz).

Wortsammlungen

Was hat üblicherweise eine grüne Farbe? Mit welchen Dingen verbinden Sie die Farbe rot? Welche drei Gegenstände fallen Ihnen zuerst ein, wenn Sie an etwas schwarzes denken?
Sammeln Sie in dieser kleinen Gedächtnisübung Dinge, die Sie mit verschiedenen Farben verbinden. Als Einstieg für jede Farbe kann man die entsprechende Strophe des beliebten Volksliedes zusammen singen. Die gefundenen Wörter können an ein Flipchart oder auf einen Bogen Tonkarton in der jeweiligen Farbe geschrieben werden.

Kim-Spiele

Bringen Sie etwa zehn kleine Gegenstände in jeder Farbe mit in die Aktivierungseinheit. Legen Sie nach jeder Strophe die Gegenstände in der passenden Farbe in die Tischmitte oder in die Mitte des Stuhlkreises. Schauen Sie sich die Gegenstände zusammen mit den Senioren an und benennen sie nach und nach. Dann legen Sie ein Tuch über die zehn Dinge und nehmen einen Gegenstand weg. Nehmen Sie das Tuch wieder weg. Können die Senioren sich erinnern, welcher Gegenstand vorher noch da gewesen ist?
Bei der Strophe mit den bunten Kleidern legen Sie von jeder Farbe einen oder zwei Gegenstände in die Mitte. Hier könnte man beim Abdecken gut eine Sache gegen eine andere, neue austauschen. Was ist neu dazugekommen?

Der Text zum Lied

Grün
Grün, grün, grün sind alle meine Kleider
Grün, grün, grün ist alles was ich hab
Darum lieb ich alles was so grün ist
Weil mein Schatz ein Jägermeister ist
Darum lieb ich alles was so grün ist
Weil mein Schatz ein Jägermeister ist

Schwarz
Schwarz, schwarz, schwarz sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Schornsteinfeger ist.

Weiß
Weiß, weiß, weiß sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Bäckermeister ist (Müller, Müller)

Blau
Blau, blau, blau sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Färber, Färber ist (Matrose)

Rot
Rot, rot, rot sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Reiter, Reiter ist

Bunt
Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Maler, Maler ist

Den Text von „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ können Sie hier als Großdruck-Liedblatt ausdrucken



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Was raschelt denn da?

Bei diesem Sinnesspiel sollen die Senioren Alltagsgeräusche durch bloßes Hören erkennen. Stellen Sie, wie bei anderen Sinnesübungen für den Gehörsinn sicher, dass das Hörvermögen der Mitspielenden für das Spiel ausreicht. Wenn Sie sich über die Grundlagen und Hintergründe von sinnesangregenden Wahrnehmungsangeboten für Senioren informieren möchten, dann lesen Sie dafür unseren Übersichtsartikel Basale Stimulation bei Demenz .

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Was raschelt denn da?

Materialien
Eine Stellwand oder ein großer Karton

Papier
Aluminiumfolie
Kugelschreiber
Teller
Kaffeetasse mit Untertasse
Eine Schere
Besteck
Ein Buch
Stricknadeln
Plastikfolie
Ein Glas
Eine Wasserflasche (Glas)
Ein Schlüsselbund
Klebefilmrolle
Geldbörse mit Münzen
Raschelndes Bonbonpapier
Ein Locher
… und andere Gegenstände und Materialien, die Geräusche machen

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bauen Sie eine Stellwand auf und ordnen Sie Stühle im Halbkreis davor an. Sollte Ihnen keine Stellwand zur Verfügung stehen, kann man diese gut durch einen großen Karton ersetzen, der einfach auf einen Tisch gestellt wird. Die Anordnung der Stühle bleibt dabei die gleiche. Die kreativen Köpfe unter uns haben auch noch die Möglichkeit, aus den drei zusammenhängenden Seitenteilen des Kartons eine Art Sichtschutz zu gestalten. Dieser kann auch auf einen Tisch gestellt werden.
Legen Sie die mitgebrachten Materialien versteckt hinter die Stellwand, in den Karton oder hinter die Kartonwand.

So wird gespielt
Machen Sie mit den mitgebrachten Gegenständen und Materialien nacheinander typische Geräusche. Die Senioren sollen erkennen, welches Geräusch Sie erzeugt haben und welche Gegenstände Sie dafür benutzt haben.
Geräusche, die von den Senioren gut erkannt werden können, sind zum Beispiel:
– eine Flasche öffnen
– Teller stapeln
– ein Stück Papier zerreißen
– mit einer Schere Papier schneiden
– Papier zerknüllen
– Alufolie zerknittern
– die Mine eines Kugelschreibers herausdrücken
– mit einem Schlüssel klimpern
– Klebefilm von einer Klebefilmrolle abrollen
– ein Glas Wasser einschenken
– mit einem Messer an den Glasrand klimpern
– mit Besteck klappern
– eine Tasse auf eine Untertasse stellen
– Münzen aus einer Geldbörse heraussuchen
– ein Blatt Papier lochen
– mit Bonbonpapier rascheln
– ein Buch umblättern
– …

Wurden die Geräusche erraten, zeigen Sie die Materialien und Gegenstände einmal in die Runde. Dann legen Sie sie wieder zurück zu den anderen. Geben Sie den Senioren die Gegenstände im Anschluss an das Spiel auch einmal in die Hand, das haptische Empfinden unterstützt die Sinnesanregung.

Varianten
Je nach Aufmerksamkeitsspanne der teilnehmenden Senioren nehmen Sie entweder mehr oder weniger Gegenstände. Oft kann man während des Spiels auch ganz gut einschätzen, wie viele Geräusche noch erraten werden können. Das kann man bei diesem Sinnesspiel wirklich gut und flexibel variieren.
Als Variante können Sie zum Beispiel auch gut ein Geräusch vorgeben, dass unter drei vorgemachten erkannt werden soll. Nehmen Sie beispielsweise das Klirren eines Messers an einem Glasrand, dann können Sie das Messer jeweils einmal an ein Glas, an eine Tasse und ein Buch anschlagen. Erraten die Senioren, welches Geräusch das Richtige ist?



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Fortuna Düsseldorf und der Erinnerungskoffer

Im Gespräch mit Klaus Lindemann vom Caritasverband Düsseldorf über ein ganz besonderes „Fan-Projekt“

Hallo Herr Lindemann, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Mein Name ist Klaus Lindemann, ich bin 52 Jahre alt. Seit 1992 arbeite ich in verschiedenen Zusammenhängen mit Menschen mit Demenz. Damals habe ich einen Studentenjob in einer gerontopsychiatrischen Einrichtung angetreten. Die Arbeit mit Menschen mit Demenz hat mich so begeistert, dass der „Studentenjob“ nach kurzer Zeit zu meinem Hauptberuf wurde und ich mich schließlich zu einer Ausbildung zum Krankenpfleger entschloss. Nach beruflichen Stationen in Deutschland und Griechenland habe ich mich dann nochmal zu einem Studium der Psychologie entschieden. Seit 2012 bin ich Standortverantwortlicher Demenz beim Caritasverband Düsseldorf. Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Männer und Demenz, ich leite die Männergruppen „Anpfiff“ und „Halbzeit“, sowie Migration und Demenz, ich bin für den Caritasverband Mitglied im Interkulturellen Demenz-Netzwerk Düsseldorf. Außerdem bin ich Projektmanager eines Projekts auf Ebene des Demenznetzes Düsseldorf: „Prävention im Quartier – Aufmerksam Sorgen Stärken (PiQ-ASS)“, ein Projekt zur Konflikt- und Gewaltprävention in der Häuslichkeit von Menschen mit Demenz und betreuenden Angehörigen.

Vor ein paar Tagen bin ich auf ein tolles Projekt für Menschen mit Demenz gestoßen: Einen sogenannten Erinnerungskoffer vom Fußballverein Fortuna Düsseldorf. Sie begleiten dieses Projekt. Was beinhaltet der Koffer und wie ist es zu der Idee für dieses Projekt gekommen?

Bei der Beschreibung, wie es zu der Idee gekommen ist, muss ich etwas ausholen. Stefan Felix, der Behindertenbeauftragte von Fortuna Düsseldorf, ist in England auf Projekte gestoßen, bei denen sich Fußballvereine um Fans mit Demenz kümmern. Er hat dann überlegt, wie man das auf Deutschland übertragen und wie Fortuna Düsseldorf als Verein sich auf diesem Feld engagieren kann. Mit der Idee des Erinnerungskoffers ist er dann über das Demenz-Servicezentrum der Stadt Düsseldorf an das Demenznetz Düsseldorf herangetreten. So ist auch der Kontakt u. a. zum Caritasverband Düsseldorf entstanden. Wobei er mit dem Projekt natürlich gerade bei den Männergruppen offene Türen eingerannt hat. In der Folge entwickelte sich in der Zusammenarbeit zwischen Fortuna und den Akteuren des Demenznetz Düsseldorf schnell ein Konzept, bei dem es erstmal darum ging, was genau in diesen speziellen Erinnerungskoffer gehört. Außer Fußballbildern und Fotos von bekannten Spielern, Eintrittskarten und Plakaten vergangener Jahre enthält der Koffer auch Fanutensilien, wie Schals, Fahnen und Wimpel. Außerdem befinden sich darin Gegenstände, die direkt mit dem Spiel zu tun haben, z. B. Trikots, Fußballschuhe oder Bälle. Natürlich sind das alles keine originalen Gegenstände der 30er bis 80er Jahre, die musealen Wert haben, sondern Reproduktionen oder neuere Gegenstände, wie die original Fußballschuhe eines Aufstiegshelden von 2012. Einiges, wie Fahnen oder Schals, ist von Fans der Fortuna extra für den Erinnerungskoffer selbst hergestellt worden und mutet an wie vor 40 oder 50 Jahren, als es noch nicht alles zu kaufen gab. Wichtig ist bei der Auswahl der Gegenstände, dass sie geeignet sind Erinnerungen zu aktivieren.

Welcher Grundgedanke für die Begleitung von demenziell veränderten Menschen steckt dahinter?

Stefan Felix ging es zunächst darum, demenziell veränderte Fans von Fortuna Düsseldorf zu unterstützen. Das Projekt Erinnerungskoffer dient in diesem Sinne erst einmal dem Zweck, dass Fans mit Demenz nicht ausgegrenzt werden und aktiv am Vereinsleben teilhaben können. Aufgrund der biographischen Bedeutung, die Fußball haben kann – das Interesse für Fußball und die Anhängerschaft zu einem Verein beginnen meist im Kindesalter und halten dann oft ein Leben lang an – können wir Fußball und gerade lokale Fußballvereine natürlich als Ressource für Menschen mit Demenz nutzen. Das gilt vor allem, wenn man bedenkt, dass ein Verein wie Fortuna Düsseldorf in Düsseldorf einen ganz besonderen Stellenwert hat und viele Ältere sich beispielsweise noch an den Tabakladen von Erich Juskowiak (ehem. Spieler der Fortuna und Nationalspieler der 50er Jahre) erinnern.

Was können die Andenken aus dem Erinnerungskoffer bei den Betroffenen bewirken?

Aufgrund der nicht nur biographischen Bedeutung von Fußball und Fortuna können wir damit bei den Betroffen zunächst Interesse wecken und einen Kontakt zu ihnen herstellen. Darüber hinaus können wir mit den Andenken persönliche Erinnerungen erhalten, teilweise sogar länger verschüttete, z. B. an frühere Stadionbesuche, wieder freigelegen. Durch die Fokussierung auf das Thema Fortuna Düsseldorf können Gespräche und Stimmungen entstehen, in denen die besuchten Menschen mit Demenz sich als gleichwertige Gesprächspartner empfinden, evtl. sogar zu gefragten Experten in Sachen Fußball werden. Dadurch steigen Wohlbefinden und Selbstbewusstsein der Betroffenen, teilweise wird sogar der Erhalt der Persönlichkeit unterstützt.

Die Besuche mit dem Erinnerungskoffer werden von geschulten Ehrenamtlichen in Senioreneinrichtungen durchgeführt. Wie können wir uns diese Besuche vorstellen?

Konkret sieht das so aus, dass wir im Rahmen unserer Demenzcafes, also im Schutz des gewohnten Umfeldes, Besuch von der Fortuna, in Person von ein oder zwei Ehrenamtlern, bekommen. Dieser Besuch von „der Fortuna“ ist gerade in den Männergruppen für viele fast ein offizieller Anlass, auf den sich unsere Gäste sehr freuen. Nach einer kurzen „Schnupperphase“, meistens bei Kaffee und Kuchen, wird dann der Koffer geöffnet und die Erinnerungsgegenstände werden herumgereicht. Dabei können Ehrenamtler und Gäste in einen aktiven Austausch gehen, und wenn es die Kommunikationsfähigkeit zulässt, entsteht in lockerer Atmosphäre ein Gespräch auf Augenhöhe. Manchmal erinnert ein Besuch mit dem Erinnerungskoffer an die lebhaften Diskussionen, die früher montags in der Frühstückspause geführt wurden, wenn die Fußballergebnisse des Wochenendes durchgegangen worden sind. In solchen Momenten können wir die integrative Kraft, die der Fußball haben kann, spüren.

Welche Rückmeldungen bekommen Sie, bzw. Ihre Mitarbeiter, aus der Praxis?

Aus den Männergruppen kann ich berichten, dass durch den Stellenwert, den Fortuna Düsseldorf als lokale Marke und Verein in Düsseldorf hat, die Besuche sehr positiv aufgenommen werden. Für viele Gäste ist ein Besuch mit dem „Fortunakoffer“ ein absolutes Highlight.

Ist Fortuna Düsseldorf der einzige Fußballverein, der ein solches Projekt umgesetzt hat?

Es gibt noch Projekte in Gelsenkirchen und vor allem in Bielefeld, die das Thema Vereinsfußball als Ressource für Menschen mit Demenz nutzen. Die Kooperation von Fortuna Düsseldorf als Fußballverein und Demenznetz Düsseldorf ist allerdings ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Wobei Stefan Felix berichtet, dass das Projekt auf der letzten Fachtagung der Behindertenvertreter der Bundesligavereine mit viel Interesse aufgenommen wurde und auch andere Vereine darüber nachdenken, im Feld Demenz tätig zu werden.

An wen können sich interessierte Einrichtungen wenden? Muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um an dem Projekt teilnehmen zu können?

Interessierte können sich direkt an Fortuna Düsseldorf wenden (erinnerungskoffer@f95.de), dort werden die Einsätze mit dem Erinnerungskoffer koordiniert. Weitere Informationen gibt es bei: https://www.f95.de/aktuell/news/jugend/detail/22696-der-erinnerungskoffer-von-fortuna-duesseldorf/5e2aaec1ac6c4726b46c880ee946ba5b/

Besuchen Sie auch demenziell veränderte Menschen, die noch zuhause leben?

Mittelfristig ist es beabsichtigt, dass geschulte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Fortuna Menschen mit Demenz in ihrem eigenen zu Hause besuchen. Aktuell ist schon die erste Schulungsreihe des Demenznetzes Düsseldorf angelaufen, an der auch Ehrenamtliche von Fortuna Düsseldorf teilnehmen.

Können Sie vielleicht eine kleine Anekdote oder Geschichte erzählen, die verdeutlicht, was Sie mit dem Erinnerungskoffer erreichen können?

Eine interessante Anekdote aus der Männergruppe „Halbzeit“ war, als ein Gast von seinen Stadionbesuchen im alten Stadion am Flinger Broich erzählte. Das war zu einer Zeit, als das Rheinstadion bereits existierte. Was keiner der Anwesenden wusste: Beide Stadien sind in den 70ern einige Zeit parallel benutzt worden. Der Herr konnte sich in der Situation als Experte präsentieren, dessen Fachwissen sogar dem der „offiziellen“ Fortuna-Fans überlegen war. Ein anderes Ereignis aus der Gruppe „Anpfiff“ zeigt besonders gut, wie das Projekt wirken kann. Dort erinnerte sich bei dem Besuch mit dem Erinnerungskoffer einer noch an seine eigenen Spiele als Mittelstürmer in der damaligen vierten Liga. Bei einem Spiel ist er gegen den späteren Trainer von Fortuna Düsseldorf, einen gewissen Otto Rehhagel, angetreten. Er berichtete, dass „der Rehhagel bei TuS Helene eigentlich noch A-Jugend spielen durfte. Aber der war damals schon so gut, dass er in die Seniorenmannschaft hochzogen wurde.“ Jedenfalls war „der Rehhagel“ so gut, dass er keine Chance gegen ihn hatte, und erst eine taktische Umstellung, die er selbst angeregt hatte, sorgte noch für ein Unentschieden.

Was wünschen Sie sich von der Zukunft?

Ich wünsche mir, dass das Beispiel von Fortuna Düsseldorf Schule macht und von anderen Vereinen, auch anderer Sportarten, aufgegriffen wird. So könnten weitere Projekte entstehen, bei denen „lokale Marken“ ihren gesellschaftlichen Stellenwert einbringen, damit einerseits Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen direkte Unterstützung erhalten und andererseits das Thema Demenz stärker in die öffentliche Wahrnehmung gebracht wird. Und zwar so, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sich ernstgenommen fühlen, ihnen Perspektiven aufzeigt werden und Verbindungen zu Unterstützungssystemen entstehen können.

Herzlichen Dank, Herr Lindemann!!!

Zur Internetseite: https://caritas.erzbistum-koeln.de/duesseldorf-cv/betreuung_pflege_senioren/demenz/



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Sinnesspiele für Senioren – Tasten. Welcher Knopf passt?

In diesem Tastspiel aus unserer Reihe „Sinnesspiele für Senioren“ machen wir uns auf eine Reise durch die bunte Vielfalt der Knöpfe. Wir kennen Sie in groß, klein, hell, dunkel, bunt, einfarbig, rau, glatt, mit Struktur, mit Rand, ohne Rand, in Herzchen-Form, aus Kunststoff, Metall, Leder, oder, oder, oder…
Doch wie gut kann man die Knöpfe erkennen, wenn man sich nur auf seinen Tastsinn verlässt? Probieren Sie es hier aus!

Sinnesspiele für Senioren – Tasten. Welcher Knopf passt?

Materialien
Knöpfe in verschiedenen Größen, Formen und mit unterschiedlichen Strukturen

Vorbereitungen und Spielaufbau
Suchen Sie immer zwei gleiche Köpfe aus. Ob die Knöpfe die gleiche Farbe haben, ist bei diesem Spiel nicht wichtig, da die Knöpfe durch bloßes Fühlen einander zugeordnet werden sollen. Bereiten Sie einen Tisch mit Stühlen vor und legen Sie die Knöpfe vor Spielbeginn bunt gemischt in die Tischmitte.

So wird gespielt
Laden Sie die Senioren vor Beginn des Spiels einmal ein, sich alle Knöpfe in Ruhe anzuschauen und zu ertasten, wie sie sich anfühlen. Danach bitten Sie sie, ihre Augen zu schließen. Legen Sie jedem Mitspieler zwei Knopf-Pärchen auf den Tisch und führen Sie die Hände so, dass sie alle vier Knöpfe tasten können. Nun bitten Sie sie, die Knöpfe durch bloßes Tasten einander zuzuordnen. Es entstehen bei dieser Variante zwei Pärchen.

Varianten
Je nach Fähigkeiten der mitspielenden Senioren erhöhen Sie die Pärchen-Zahl, die ertastet werden soll. Beobachten Sie aber gut, ab welcher Knopf-Anzahl es für die Senioren schwierig wird – schließlich soll das Spiel in erster Linie Freude machen!
Sie können den Schwierigkeitsgrad auch gut durch die Größe oder verschiedene Materialien variieren. Ein sehr großer und ein klitzekleiner Knopf sind leichter zu unterscheiden, als zwei, die sich in ihrer Größe ähnlich sind. Auch ein Lederknopf lässt sich durch bloßes Fühlen leichter von einem Knopf aus Kunststoff unterscheiden, als zwei Jeanshosen-Knöpfe, die nur verschieden groß sind.

Knöpfe sind erfahrungsgemäß gute Materialien, mit denen man biografische Gespräche einleiten kann. Themen für Unterhaltungen können zum Beispiel sein:
– Knöpfe annähen
– abgefallene Knöpfe suchen
– welche Kleidungsstücke werden zu welchem Anlass geschlossen oder offen getragen (Hemdkragen, Ärmel, Sakko…)?
– Manschettenknöpfe
– …



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Kinderlieder von früher bis heute. Häschen in der Grube

Das Lied „Häschen in der Grube“ ist wohl eins der bekanntesten und beliebtesten Kinderlieder früherer und heutigen Zeiten. Seine Melodie geht auf eine Vorlage aus dem 18. Jahrhundert zurück, Mitte des 19. Jahrhunderts entstand der bis heute bekannte Text von Friedrich Fröbel, dem Gründer und Namensgeber der Kindergärten.
Zu dem Lied sind allerlei Bewegungsübungen und Bewegungsspiele bekannt. Wir stellen Ihnen heute Ideen für Bewegungen in der Sitzgymnastik mit Senioren vor und haben ein paar Rätselfragen vorbereitet, die Sie im Anschluss an das Singen und die Bewegungsübungen mit den Teilnehmenden lösen können.

Kinderlieder von früher bis heute. Häschen in der Grube

Der Liedtext

Häschen in der Grube, saß und schlief, saß und schlief.
Armes Häschen bist du krank,
dass du nicht mehr hüpfen kannst?
Häschen hüpf, Häschen hüpf, Häschen hüpf!

Die Bewegungen zum Lied

Häschen in der
– mit den beiden ausgestreckten Zeigefingern rechts und links auf dem Kopf lange Ohren andeuten –

Grube,
– mit beiden Händen eine Kuhle formen (wie eine Schale, die oben geöffnet ist)

saß und schlief, saß und schlief.
– bei saß beide Beine parallel kurz vom Boden anheben und wieder abstellen, wer kann darf alternativ das Gesäß kurz anheben
bei schlief beide Handflächen aneinander legen und schräg an die Wange halten –

Armes Häschen bist du krank,
– ein fiktives Häschen auf dem eigenen Schoß streicheln –

dass du nicht mehr hüpfen kannst?
– auf Hüpfen kannst dreimal im Takt klatschen –

Häschen hüpf, Häschen hüpf, Häschen hüpf!
– bei Häschen wieder mit den Zeigefingern Ohren imitieren, auf Hüpf die Arme weit nach oben ausstrecken –

Rätselfragen

Welches Tier gehört zu der sogenannten Ordnung der „Hasenartigen“?
a) das Zappelkaninchen
b) das Wildkaninchen (Lösung)
c) das Lautkaninchen

Nach ungefähr wie vielen Tagen Tragezeit bringen die Hasen ihre Jungen zur Welt?
a) 25 – 50 (Lösung)
b) 50 – 100
c) 100 – 150

Hasen ernähren sich üblicherweise von
a) Algen, Muscheln und Plankton
b) Regenwürmern, Schnecken und Käfern
c) Kräutern, Gräsern und Blättern (Lösung)

Die Spalte, die bei Hasen von der Oberlippe bis zu den beiden Nasenlöchern ragt, erinnert an die Form des Buchstaben
a) X
b) Y (Lösung)
c) Z

Welches Kaninchen gibt es wirklich?
a) das Baumwollschwanzkaninchen (Lösung)
b) das Merinowollohrkaninchen
c) das Schafwollnasenkaninchen

Stimmt diese Aussage?
Bei Angriffen von Fressfeinden verstecken sich Kaninchen in einem Unterschlupf. Hasen hingegen fliehen mit hoher Geschwindigkeit.
Ja, diese Aussage stimmt



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