12. Dezember: Im Winterwald. Der Schneehase

Gestern hatte der Bussard das Mäuschen gefangen. Was passiert heute mit der kleinen braunen Maus? Öffnen Sie das nächste Kapitel unserer Adventsgeschichte “Im Winterwald”.

Im Winterwald. Der Schneehase

Die kleine braune Maus hatte sich aus den Fängen des Bussards befreien können und war weich in das Heu der Futterkrippe gefallen. Dabei hatte sie in die großen, braunen Augen eines Rehs geschaut. Vor Schreck blieb sie erst einmal einen Moment liegen. Dann krabbelte sie aus dem Heu, kletterte an der Krippe herunter und sprang auf den Boden. Dieser war weich und kalt vom frisch gefallenen Schnee. Das Mäuschen flitzte zum Stamm einer großen Buche und versteckte sich unter einer Wurzel. Hier fand sie sogar noch ein paar Bucheckern, die sie knabberte. Dabei dachte sie: „Oh je, oh je, wie komme ich denn jetzt bloß nach Hause! Ich weiß gar nicht, wo ich bin! Und es ist so kalt! Und wenn mich der Bussard noch einmal erwischt? Oh je, oh je, was mache ich bloß?“

Ein Schneehase hoppelte vorbei, er hatte noch Heu in seinen Backen stecken. „Na, du hast aber eine tolle Landung hingelegt. Glückwunsch, dass du dem Bussard entkommen bist. Aber der wird wütend und hungrig sein. Da muss man jetzt noch mehr aufpassen.“ Der Schneehase mümmelte auf einem Grashalm herum. „Kannst du mir bitte sagen, wie ich nach Hause komme?“, das Mäuschen zitterte, „ich wohne in der Nähe der Zweibeiner, unten in der großen Tanne.“ „Na, mal überlegen,“ der Hase setzte sich auf seine Hinterläufe und putzte sich mit den Vorderpfoten das Näschen. „Die Zweibeiner wohnen gar nicht so weit von hier entfernt. Du hoppelst einfach Richtung Süden, vorbei an dem großen Gebüsch am Rande der Lichtung. Dann kommen rechter Hand ein paar köstliche Heidepflanzen, und wenn du dann weiterspringst, gelangst du zu der Fichtenschonung. Die musst du durchqueren. Ich verrate dir nicht, wo ich meinen Geheimvorrat an Fichtenzapfen versteckt habe. Ein bisschen weiter stehen linker Hand ein paar junge Buchen – hmm, deren Rinde schmeckt gut – und nur ein paar Sprünge entfernt, dann siehst du auch schon die große Tanne.“ Der Hase putzte sich das weiße Fell, „Pass auf dich auf, kleine Maus! Denk an den Bussard!“ mit diesem Satz hoppelte er weiter und war durch sein weißes Fell im Schnee bald nicht mehr zu sehen.

Das kleine Mäuschen knabberte noch ein paar Bucheckern und machte sich dann auf den langen Weg nach Hause.

 
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Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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