18. Im Sommerwald. Ein guter Plan

Die Eule rät zwar dem jungen Fuchs von seinem versuchten Diebstahl ab und lieber ein Mäuschen zu fangen. Aber wird sie selber Glück haben und auf ihrer nächtlichen Jagd Beute erwischen? Lesen Sie heute das nächste Kapitel der Geschichten “Im Sommerwald” den Senioren vor.

Ein guter Plan

„Was für ein dummes kleines Füchslein.“, die Eule glitt lautlos durch die Nacht. „Ich suche mir doch lieber ein fettes, saftiges Mäuschen.“ Ohne ein Geräusch zu machen flog sie durch den Wald. Ihre großen gelben Augen suchten dabei den Waldboden nach Beute ab. Doch nicht nur auf ihre gute Sehkraft konnte sie sich verlassen, auch das kleinste Geräusch entging ihr nicht.

Da! Raschelte dort nicht etwas im Laub? Tatsächlich! Ein Mäuschen versuchte sich unter einem Blatt zu verstecken, aber die Eule hatte es entdeckt. Schnell nahm sie Kurs auf ihr Opfer. Um Fahrt aufzunehmen, schlug sie einmal mit den Flügeln. Aber das musste das Mäuschen auf sie aufmerksam gemacht haben. Es verließ seine Deckung, die nun keine Deckung mehr war und sauste los. Die Eule im Sturzflug hinterher. Das Mäuschen war aber nicht dumm, es lief immer in der Nähe der Baumstämme und -wurzeln. Das erschwerte die Verfolgung der Eule. Jetzt kam das Mäuschen zum Waldrand und versteckte sich zwischen den Heckenrosen, die dort wuchsen. Das machte es der Eule auch nicht leichter, ihre Beute zu erwischen.

„Verflixt, du blöde Maus!“, dachte die Eule. „Mach es mir doch nicht so schwer!“ Das Mäuschen wartete ab, machte sich ganz klein und zitterte.
„Pst! Hallo du!“, flüsterte hinter ihm eine Stimme. Das Mäuschen drehte sich um und schaute in ein paar kleine braune Augen. „Ich kann dir helfen“, sagte die kleine graue Maus. „Ich habe gleich dort drüben unter der großen Tanne mein Mauseloch. Wir lenken die Eule ab. Du rennst hier herum und ich auf der anderen Seite. Dann weiß die Eule nicht, wen sie verfolgen soll und wir schaffen es beide in das Mauseloch.“
„Das ist wirklich sehr lieb von dir, dass du mir helfen willst, aber wenn die Eule sich nun entscheidet, dass sie zum Beispiel dich verfolgt? Dann hast du keine Chance.“
„Ach, die olle Eule kenne ich schon lange. Ich laufe im Zickzack. Das wird schon klappen.“, antwortete zuversichtlich die graue Maus.

Die Eule hatte sich auf einen Zweig der großen Tanne niedergelassen und beobachtete das Gebüsch. Dabei drehte sie kaum merklich ihren runden Kopf, legte ihn schief und stellte ihre kleinen Ohren auf. Die beiden Mäuse schnauften noch einmal gut durch, stellten sich in ihre Startlöcher und auf ein Zeichen sausten sie los. Die eine rechts herum und die andere links.

 
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Das auf einmal zwei Mäuschen unter der Heckenrose auftauchten, verwirrte die Eule tatsächlich. Sie schaute erst nach links, dann nach rechts und dann musste sie sich entscheiden. In dem Moment erschallte fürchterlicher Lärm. Ein Hahn krähte wie verrückt und kurz darauf bellte auch noch der Hund der Zweibeiner. Die Eule erschrak so sehr, dass sie die Jagd auf die Mäuschen abbrach und schnell in den Wald zurückflog.

Die beiden Mäuschen kamen gleichzeitig im Mauseloch unter der großen Tanne an.
„Wow!“, meinte die kleine Maus. “Superplan!“ Und beide Mäuschen krümmten sich vor Lachen.

Diese Sommergeschichten von Hans und Grete sind bisher bei Mal-alt-werden.de erschienen:

  1. Ein warmer Sommerabend
  2. Die Buche und ihre Mieter
  3. Die Fuchsjungen erkunden den Wald
  4. Das Abenteuer geht weiter
  5. Ein Mäuschen ist plötzlich allein
  6. Grete kocht Erdbeermarmelade
  7. Hans baut einen Meiler
  8. Feuer!
  9. Waldspaziergang mit Hund
  10. Das Findelkind
  11. Ein neues Zuhause
  12. Ein Gartenzaun muss her
  13. Buntes Treiben in der Buche
  14. Bienen
  15. Ein süßes Geschenk
  16. Der Retter in der Not
  17. Der Hühnerdieb

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Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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