4. Kapitel. Im Sommerwald. Das Abenteuer geht weiter

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Die fünf Füchslein sind noch alleine im Wald unterwegs und suchen Beute für ihre hungrigen Bäuchlein. Ob sie wohl Erfolg haben werden? Lesen Sie heute das nächste Kapitel der Geschichte für Senioren „Im Sommerwald“.

Das Abenteuer geht weiter

Die fünf Fuchsjungen hatten irgendwann genug von der aufgeblasenen alten Kröte, die sie doch nicht erreichen konnten. Sie setzten ihre Erkundungstour im Wald fort. Die jungen Füchse sprangen und tobten durch den Wald. Der Eichelhäher sah die übermütigen Füchslein und stieß einen Warnruf aus. Sofort wurde es still im Wald. Das fröhliche Tirilieren und Tschilpen der Vögel in den Bäumen verstummte. Das merkten aber die jungen Füchse gar nicht. Sie rannten rüber zur Lichtung und sahen nur noch die Spiegel der Rehe, die vorsichtshalber davon sprangen. Aber die Rehe wären auch keine passende Beute für die kleinen Fuchskinder gewesen.

Die Füchslein legten sich in das hohe Gras, ließen die Sonnenstrahlen ihren Pelz wärmen und beobachteten die Bienen und Hummeln, die den süßen Nektar aus den Kleeblüten sogen. Auf einmal tauchten zwischen den hohen Grashalmen zwei lange Ohren auf. Neugierig schauten die Füchse zu, wie die Ohren immer näher kamen. Sollte da nun endlich das ersehnte Frühstück auftauchen? Die Jäger legten sich auf die Lauer. Sie duckten sich tief ins Gras und warteten auf den passenden Augenblick, um sich auf die Beute zu stürzen. So hatten sie es von den Eltern gelernt und schon hundertmal im Spiel geübt.

Jetzt waren die Ohren ganz nah. Die Füchse sausten darauf los. Der junge Hase, zum dem die Ohren gehörten, stellte sich vor Schreck auf. Er sah die Jäger auf sich zu rennen. Blitzschnell kehrte er um. Im Zickzack hoppelte er Richtung Wald. Die Füchse hinterher. Aber weil sie zu fünft waren und sich nicht aufgeteilt hatten, behinderten sie sich gegenseitig bei der Verfolgungsjagd. Der Hase gewann an Vorsprung und verschwand im Wald. Die Fuchskinder gaben die Jagd auf. Sie japsten und keuchten und konnten nicht mehr.

Nachdem sie eine Weile verschnauft hatten, setzten sie ihre Erkundungstour fort. Sie kamen zur großen Tanne. Ganz in der Nähe wohnten die Zweibeiner mit dem alten Hund. Hier musste man aufpassen. Aber neben dem Bau der Zweibeiner konnten die kleinen Füchse Hühner und Küken erkennen. Das wäre doch mal ein Festschmaus! Die Beute konnte nicht wegrennen, weil ein Zaun um den Hühnerhof angebracht war. Aber die Füchse konnten wegen dieses Zaunes auch nicht in den Hühnerhof. Und außerdem lag dieser große, schwarze, strubbelige Hund vor der Hütte. An dem kamen sie so ohne Weiteres nicht vorbei.



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Da! Da huschte doch etwas über die Wurzeln der Tanne! Die Füchse duckten sich und beobachteten den Baum. Da wieder! Der Geruch, der zu ihnen herüberwehte, kam ihnen bekannt vor. Da mussten Mäuse sein. Vorsichtig schlichen sie sich heran. Als wieder ein Schatten am Fuß der Tanne auftauchte, stürzten alle fünf Jäger darauf zu. Und wirklich! Mit vereinten Kräften fingen sie ein kleines braunes Mäuschen. Das zappelte und piepste. Aber ein Fuchs hielt es fest in der Schnauze gepackt.

Der Hund bellte laut los, als er die Füchse bemerkte. Diese kriegten einen Schreck und rannten mit ihrer Beute zurück in den Wald. Als die fünf zu Hause ankamen, waren die Eltern gerade wach geworden und staunten nicht schlecht, als ihre Kinder mit dem Mäuschen ankamen. Sie waren sehr stolz auf ihre Jungen, die das erste Mal selbständig ihr Frühstück erbeutet hatten.

Diese Sommergeschichten von Hans und Grete sind bisher bei Mal-alt-werden.de erschienen:

  1. Ein warmer Sommerabend
  2. Die Buche und ihre Mieter
  3. Die Fuchsjungen erkunden den Wald

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Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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