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Füße im Sand. Eine Bewegungsgeschichte mit Körperteilen zum Thema Urlaub

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In dieser Bewegungsgeschichte für Senioren und Menschen mit Demenz geht es um den Urlaub am Strand.
Die Senioren sitzen in einem Stuhlkreis. Immer, wenn in der Geschichte bewegliche Körperteile, wie z.B. Arme, Hände, Füße, der Kopf, Beine, Zehen, Finger, Augenbrauen, Nase, Stirn… vorkommen, werden diese von den Teilnehmern bewegt.
Auf nicht-bewegliche Köperteile, wie Augen, Mund, Haare, Hals, Ohren…zeigen die Senioren mit dem Finger. Beim Po heben alle das Gesäß einmal kurz an und setzen sich dann wieder.

Füße im Sand

Moni tastete sich langsam voran, erst mit dem rechten Fuß, dann mit dem linken Fuß. Der Sand unter ihren Fußsohlen war warm und weich. Es kitzelte ein wenig, fühlte sich aber schön an. Moni war angekommen. Der mit dem Herzen lang ersehnte Urlaub war endlich da. Wie in jedem Jahr fuhren sie ans Meer um einfach mal alles baumeln zu lassen – die Arme und Beine, Hände und Füße, das Kinn und die Ohren. Moni weiß schon gar nicht mehr, wann sie und Wolfgang ihre Liebe zum Strand entdeckt hatten, irgendwann war sie einfach da. Und es gehörte fortan für sie zu einem erholsamen Urlaub dazu, das Wasser mit eigenen Augen zu sehen, das Meer mit beiden Ohren rauschen zu hören und es mit allen zehn Fingern spüren zu können.
Nach der langen Urlaubsfahrt stieg sie aus dem Auto, streckte und reckte sich. Sie schüttelte ihre Hände, streckte den rechten Arm und den linken Arm und bewegte beide Beine. Langsam spürte sie, wie das Blut wieder durch ihren ganzen Körper floß und auch die Zehenspitzen erreichte. In ihrer Nase machte sich der Duft des Meeres breit und ihre Ohren richteten sich ganz von selbst in Richtung Meer. Ihr erster Gang führte sie immer Richtung Meer. Während Wolfgang mit den schweren Taschen über dem rechten Arm ins Haus ging musste Moni erst mit eigenen Augen sehen, dass das Wasser noch da war. Nun stand sie dort – ihre beiden Füße waren schon fast ganz mit Sand bedeckt und sie spürte die Meeresbrise auf ihren Wangen und an der Stirn. Es war ein herrliches Gefühl. Eine leichte Gänsehaut machte sich auf ihren Unterarmen und ihren Beinen breit. Ihre Füße wurden im Sand gewärmt. Moni ging ein paar Schritte, unter ihren Füßen bewegte sich der Sand langsam auf und ab. Der Wind strich ihr durchs Haar und auf ihren Lippen lag ein bezauberndes Lächeln. Moni nahm ihren Pullover von den Schultern und legte ihn auf den Sand. Sie setzte sich und formte mit ihrem Po eine gemütliche Kuhle an ihrem Platz. Ihre Augen richteten sich auf das Meer und sie hörte mit beiden Ohren entspannt dem Meeresrauschen zu. Ja, sie waren tatsächlich angekommen! Moni umfasste mit den Armen fest ihre Knie und vergrub die Füße im Sand. Aus ihrem rechten Augenwinkel sah sie Wolfang kommen. Als er sich neben sie setzte und seinen linken Arm um sie legte spürte sie seine sanften Lippen auf ihrer Wange… Lange saßen sie so dort und blickten verträumt aufs Meer hinaus.

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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