Ein warmer Sommerabend. Kapitel 1 “Im Sommerwald”

Die Geschichten mit Hans und Grete gehen weiter. Es ist mittlerweile Sommer geworden und was in dieser Jahreszeit im Wald alles so passieren kann, und wie es den beiden Alten und den Tieren ergeht, erfahren Sie in den nächsten vierundzwanzig Tagen mit jeweils einer Geschichte zum Vorlesen.

Ein warmer Sommerabend

„Hans, möchtest du auch ein kühles Glas Himbeersaft?“, Grete hatte eine Karaffe mit kaltem Wasser gefüllt und einen Schuss Himbeersirup hineingetan, den sie letztes Jahr gemacht hatte. „Ja gerne.“, antwortete Hans. „Komm, setz dich ein wenig zu mir in die Sonne.“ Grete stellte ein Tablett mit der Karaffe und zwei Gläsern zwischen sich und Hans auf die Bank vor dem kleinen Holzhaus und setzte sich.

Es war ein warmer Sommertag, die Sonne schien von einem blauen Himmel, an dem vereinzelt weiße Wölkchen zu sehen waren. Ein leichtes Lüftchen machte die Wärme erträglich. Die Vögel zwitscherten und die Bienen und Hummeln summten von Blüte zu Blüte. Die beiden alten Leute streckten ihre Gesichter der Sonne entgegen und genossen die Wärme. Morle, der schwarze Kater, hatte es sich wie immer auf dem Schoß von Hans bequem gemacht und ließ sich kraulen. Laut schnurrte er dabei. Bello, der Hund, lag auf der Türschwelle im Schatten und schlug ab und zu mit der Rute, wenn ihm eine Fliege lästig wurde.

Hans war Köhler. Er baute für gewöhnlich am Rande der Lichtung in der Nähe des Baches den Kohlenmeiler auf. Bald wäre das auch wieder soweit, denn der Förster ließ die Waldarbeiter Holz schlagen, das Hans dann zu Holzkohle verarbeitete.
Grete kannte sich gut mit Kräutern, Heilpflanzen und überhaupt mit Pflanzen aus. Sie sammelte die Kräuter und trocknete sie oder stellte Salben daraus her. Grete sagte immer: „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen.“ Die Leute aus dem Dorf glaubten ihr das auf Anhieb, denn Grete hatte ihnen schon oft mit einem guten Tee helfen können.

 
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Nebenan im Hühnerhof scharrten die Hühner im Dreck und gluckten und gurrten.
„Der Hühnerstall ist ganz schön eng geworden für all die Hühner“, überlegte Hans. „Ja, Trudels Küken sind schon groß geworden. Vielleicht sollten wir einen Teil verkaufen.“, antwortete Grete.
Hans und Grete hatten sich im Frühjahr drei braune Hennen und einen Hahn zugelegt. Ein Huhn, die Trudel, hatte dann sage und schreibe neun Küken bekommen.
„Wir warten noch etwas bis sie älter geworden sind. Dann könnten wir sie auf dem Markt verkaufen.“ „Ja, das ist eine gute Idee. Aber zwei oder drei behalten wir.“
„Und die Eier verkaufen wir dann auch auf dem Markt oder an unsere Nachbarn.“

So besprachen sich die beiden alten Leute, während langsam die goldene Sonne hinter den grünen Baumwipfeln unterging.

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Monika

© by Monika Kaiser. Buchhändlerin, Betreuungskraft, Autorin bei Mal-alt-werden.de

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