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Durch den Wald… Eine Entspannungsgeschichte

Ziel dieser Fantasiereise ist es, dass sich die Zuhörenden einen Moment lang entspannen können. In der Geschichte geht es auf einen Waldspaziergang.

Durch den Wald…

Heinz setzt sich auf einen Baumstumpf und streckt seine Beine aus. „Dafür, dass der Baum nicht gepolstert ist, sitzt es sich hier recht bequem…“ denkt er sich und muss innerlich schmunzeln. Dann streckt er einmal alle Viere von sich. Er spürt, dass die Bewegungen seinem Körper guttun. Seine Muskeln in den Armen und Beinen fangen an, sich zu entspannen. Heinz atmet langsam ein und aus. Um ihn herum ist es mucksmäuschenstill. Man hört lediglich ein paar Vögel zwitschern, die oben in den grünen Baumkronen sitzen. Heinz schaut hinauf, kann aber keins der Tiere sehen.
Es duftet nach Laub, feucht aber noch nicht modrig. Die Blätter der Bäume bewegen sich ganz leicht im seichten Wind. An einigen Spitzen kann man erkennen, dass es langsam Herbst wird. Heinz schaut sich um. Er fühlt sich sehr wohl an diesem ruhigen Plätzchen. Und obwohl rings um ihn herum Bäume stehen, hat er gerade das Gefühl, unendlich frei zu sein. Noch einmal atmet er die frische Waldesluft ganz bewusst ein. Es fühlt sich gut an. Heinz spürt, dass sein Körper dadurch neue Kraft bekommt.
Er steht auf und geht ein paar Schritte. Das Laub raschelt unter seinen Füßen. Wenn man genau hinhört, klingt jeder Schritt dabei etwas anders. Heinz konzentriert sich auf seine Schritte. Mit jedem Schritt fällt eine kleine Last von ihm ab, die ihn sonst tagtäglich – mal mehr und mal weniger – begleiten. Die Sorgen des Alltags scheinen völlig vergessen. Heinz spürt eine große Erleichterung auf seinen Schultern. Es fühlt sich an, als würden die Bäume des Waldes ihm einen Teil seiner Sorgen abnehmen. Gleichmäßig und ganz ruhig atmet er ein und aus. Seine Schultern werden lockerer und er spürt, wie sich ein leichtes, befreites Lächeln über sein Gesicht legt.
Seine Arme sind nun ganz leicht. Gemütlich schlendert er den Waldweg entlang, schaut sich das satte Grün der Bäume und Sträucher an und genießt die frische Waldluft. Er fühlt sich so wohl, dass er gar nicht bemerkt, als er beginnt, leise sein Lieblingslied zu summen. Er hört erst auf zu summen, als er in einigen Metern Entfernung einen Igel entdeckt. Der Igel ist gerade auf Futtersuche und läuft gemächlich durch die Blätter, die am Boden liegen. Mit seiner Nase schnüffelt er zielgerichtet nach etwas Essbarem und lässt sich dabei von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Heinz muss schon wieder schmunzeln und denkt: „Der kleine Kerl macht es richtig…“. Ganz langsam und vorsichtig geht er an dem Igel vorbei und verabschiedet sich leise.
Beim nächsten Einatmen schaut Heinz noch einmal in die prächtigen Baumkronen und verharrt einen Moment. Er fühlt sich hier im Wald sicher und geborgen und hat das Gefühl, seine Sorgen des Alltags für einen kurzen Augenblick abgeben zu können. Und er spürt, wie gut ihm das tut. Noch eine Weile lässt er sich die laue, frische Luft um die Nase wehen und macht sich dann gestärkt, zufrieden und entspannt durch das raschelnde Laub auf den Heimweg…



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Geräusche in der Betreuung einsetzen. 2 CDs vom Verlag an der Ruhr

Als ich die Aufstellung der am meisten verkauften Spiele für das letzte Jahr gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass eine CD mit Alltagsgeräuschen bei den Bestellungen ganz vorne mit dabei war. Auch wenn ich das so nicht erwartet hätte, kann ich die Beliebtheit von CDs mit Geräuschen im Nachhinein gut nachvollziehen. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Man kann Geräsche im Gedächtnistraining einsetzen, man kann Geräusche bei kleinen Aktivierungen einsetzen, man kann passende Bilder betrachten, oder, oder, oder.

Die Geräusche-CD mit den meisten Bestellungen war nicht speziell für die Arbeit mit Senioren ausgelegt (Jamosi 1 - Das lustige Geräusche-Raten CD*). Speziell für den Einsatz in der Altenhilfe, gibt es zwei CDs vom Verlag an der Ruhr . Die CDs kommen jeweils in einem Karton mit Bildkarten daher und die Aufnahmen sind sehr hochwertig. Auch ein Begleitheft mit weiteren Anregungen für Einzel- und Gruppenaktivierungen (zum Beispiel passende Lieder, Redensarten und Gedichte ) ist in jedem der beiden Sets enthalten. Es gibt zwei Themen einmal „Der Wald“ und einmal „Tiere in Haus und Garten“.

Geräusche in der Betreuung einsetzen. 2 CDs vom Verlag an der Ruhr

  1. Geräusche und Bildkarten für die Seniorenarbeit. Der Wald*
    Das erste Set widmet sich dem Thema Wald. Von dem Rauschen des Laubs unter den Füßen über den Ruf des Kuckucks bis hin zu dem Rauschen eines Baches ist alles enthalten. Die ausführliche Vorstellung dieses Sets für die Aktivierung von Menschen mit Demenz können Sie sich unter „Der Wald“ ansehen.

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  2. Geräusche und Bildkarten für die Seniorenarbeit. Tiere in Haus und Garten*
    Das Thema des zweiten Sets ist „Tiere in Haus und Garten“. Die CD hält was der Titel verspricht: Von dem Krähen des Hahns ist über das Meckern der Ziege bis hin zu dem Quaken eines Froschs eine große Vielfalt tierischer Geräusche auf der CD zu hören.

    Die CD jetzt bei Amazon ansehen!*

Insgesamt ist das Konzept der beiden CDs gelungen und die Einsatzmöglichkeiten sind umfangreich. Ein Wunsch hätte ich allerdings noch an den Verlag an der Ruhr: Wie wäre es mit einer CD mit Haushaltsgeräuschen und einer mit Geräuschen aus der Werkstatt?

Pärchen gesucht! Thema Natur

Ein Memo-Spiel für Senioren mit extragroßen Karten

Verlag: Redaktionsteam Verlag an der Ruhr

Inhalt

Pärchen gesucht!* ist ein Memo-Spiel mit Naturmotiven für Senioren und Menschen mit Demenz. Das Spiel besteht aus 36 Bildkarten (18 Pärchen). Auf den Spielkarten finden Sie folgende Motive: Bäume im Wald, Fichtenzapfen, eine Seenlandschaft, ein Rotkehlchen, Sonnenblumen, eine Blumenwiese, einen Storch, ein Ahornblatt, eine Ente, Äpfel, einen Kirschbaum, einen Schmetterling, einen Igel, Kastanien, ein Reh, einen Marienkäfer, einen Fliegenpilz und einen Fuchs.
In der beiliegenden Spielanleitung bekommt man einige Anregungen und Tipps für Spielevarianten und Adaptionsmöglichkeiten für demenziell veränderte Menschen.

Höhen und Tiefen

Die Bildkarten sind vom Material her gut für den Einsatz im Seniorenbereich geeignet. Sie bestehen aus festem Material, sind ausreichend groß (ca. 9x9cm) und abwischbar. Im Vergleich zu anderen Karten für Memo-Spiele wirken diese Spielkarten insgesamt sehr wertig. Da die Karten auch noch ausreichend dick sind (ca. 3mm hoch), sind sie für ältere Menschen leichter zu greifen.
Die Motive gefallen uns gut! Durch warme Farben und besondere Kontraste regen sie die visuelle Wahrnehmung an und machen die Motive für Senioren, die Schwierigkeiten im Bereich Sehen haben, leicht erkennbar. Dabei sind sie keineswegs kindlich.
Das Spiel kann sowohl in der ambulanten und stationären Pflege und Betreuung eingesetzt werden, als auch von Angehörigen im häuslichen Bereich genutzt werden.
Im Begleitheft finden Sie einige Anregungen und Tipps für den Einsatz der Karten im Gedächtnistraining oder als Spielidee für den Zeitvertreib zwischendurch. Ob als Zuordnungsspiel, Aktivierungskarten, Sortier- oder Ratespiel, oder als Impuls in Erzählrunden mit Biografiebezug, die Karten zum Thema Natur sind vielseitig und besonders für die Begleitung für demenziell veränderte Menschen geeignet. Der Preis von 19,99 € ist im Vergleich zu anderen Memo-Spielen im Seniorenbereich absolut in Ordnung.

Fazit

„Pärchen gesucht!“ vom Verlag an der Ruhr ist ein schön gestaltetes, variantenreiches Spiel (nicht nur) für die Seniorenarbeit. Insbesondere Menschen mit Demenz lassen sich mit den anregenden und handlichen Spielkarten gut begleiten und aktivieren. Die ausgewählten Motive drehen sich rund um das Thema Natur.

Das Spiel jetzt bei Amazon bestellen.*

Kennen Sie das Spiel? Wie gefällt es Ihnen? Hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar.

Der Wald

Geräusche und Bildkarten für die Seniorenarbeit

Autor: Carola Preuß, Klaus Ruge
Verlag: Verlag an der Ruhr

Inhalt

Der Wald - Geräusche und Bildkarten für die Seniorenarbeit* ist eine Zusammenstellung von Aktivierungsideen, Vorlagen für die Biografiearbeit und das Gedächtnistraining zu dem Thema Wald. Sie besteht aus einer CD mit 20 Waldgeräuschen, großen Bildkarten zu jedem dieser Geräusche und einem Begleitheft mit thematisch passenden Aktivierungsideen.
Einige Beispiele für die Geräusche bzw. Bildkarten sind: ein rauschender Bach, eine Amsel, ein Waldkauz, raschelndes Laub, ein Buntspecht, eine Kettensäge, ein fallender Baum und eine Nachtigall. Das Aktivierungpaket ist im Verlag an der Ruhr erschienen.

Höhen und Tiefen

Die 20 Bildkarten sind aus fester Pappe und zeigen Fotos von Tieren und Momentaufnahmen aus dem Wald. Dabei wurde der Gegenstand, auf den es ankommt, klar fokussiert und nah aufgenommen. Somit eignen sich die Karten auch sehr gut für Menschen mit Demenz. Die Geräusche auf der CD sind klar und deutlich zu hören, so dass auch Menschen, die Probleme mit dem Hören haben, in die Aktivierungen integriert werden können. Das Begleitheft bietet zu jeder Bildkarte umfassendes Material zur Biografiearbeit, passende Sprichwörter, Bauernregeln und Vorschläge zu Gedichten und Liedern. Zusätzlich wird jedes Bild mit allgemeinen Informationen vorgestellt. Hinzu kommen Ideen für sinnesaktivierende Angebote zum selbst herstellen, z.B. Winterfutter für Vögel.
Die Elemente dieser Aktivierungen können zusammen eingesetzt werden, eignen sich aber auch einzeln gut, z.B. zur Wahrnehmungsanregung, zum Gedächtnistraining oder um Themenrunden zu gestalten.

Fazit

Eine individuell einsetzbare und umfangreiche Zusammenstellung von Aktivierungsmaterialien und -ideen für Senioren und demenziell erkrankte Menschen zu dem Thema Wald. Eine schöne Grundlage zum biografisch orientierten und naturverbundenen Thema Wald für Mitarbeiter aus der Pflege und Betreuung und für pflegende Angehörige.

Diese Aktivierungsmaterialien jetzt bei Amazon bestellen.*

Kennen Sie „Der Wald“? Wie gefallen Ihnen diese Aktivierungsmaterialien? Hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar.

Fotos für die Erinnerungen

Im Gespräch mit Christian Fritschle über das Internetportal waldexperten.de

 

Hallo Herr Fritschle, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Mein Name ist Christian Fritschle, geboren am 10. April 1969 in Marburg. Ich bin Diplom-Psychologe und lebe mit meiner Familie in Butzbach.

Mit großem Interesse sind wir auf Ihr Internetportal waldexperten.de aufmerksam geworden. Würden Sie unseren Lesern die Arbeit von waldexperten.de einmal vorstellen?

In Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die Wald erben und nichts damit anfangen. Die Waldstücke sind oft klein, liegen weit weg vom Wohnort und die Erben haben weder Ahnung von der Forstwirtschaft, noch die Zeit, sich damit zu beschäftigen. In Folge wird dieser Wald nicht mehr gepflegt – und damit nicht auf die kommenden klimatischen Bedingungen angepasst, keine Schädlinge mehr bekämpft und Aufträge für die lokale Forstwirtschaft bleiben aus. Das ist schlecht für den Wald, kann gefährlich werden für die Waldbesucher und es gibt weniger Arbeitsplätze in den ländlichen Gebieten. Das wollten wir ändern, indem wir es den Waldbesitzern noch einfacher gemacht haben, sich um ihren Wald zu kümmern: diese können sich jetzt über uns aktuelle Fotos von ihrem Wald besorgen und durch Privatförster beraten lassen – und alles geht online.
Irgendwann kamen dann die Erben von Waldstücken auf uns zu mit dem Hinweis, dass sie nicht nur Wald, sondern auch noch das leerstehende Haus der verstorbenen Großmutter, einen kleinen Garten und etwas landwirtschaftliche Fläche geerbt haben. Folglich haben wir das Fotos machen über den Wald hinaus auf Grundstücke und Immobilien erweitert. Da dann noch weitere Anfragen kamen, haben wir diese Beschränkung dann ganz aufgehoben und mittlerweile kann Jeder deutschlandweit aktuelle Fotos von frei wählbaren Orten erhalten. Frei wählbar bedeutet, dass hierbei natürlich die in Deutschland geltenden Gesetze für das Betreten und Fotografieren von Orten zu beachten sind.
Mittlerweile wird unser Angebot auch von Menschen genutzt, die umgezogen sind und jetzt wissen möchten, wie es an ihrem früheren Wohnort aussieht. Oder Menschen, die mal irgendwo in Deutschland Urlaub gemacht haben oder welche, die wissen möchten, wie es jetzt bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber aussieht.

Im Laufe der Zeit ist die Idee entstanden, die Fotos auch für die Seniorenarbeit zu nutzen. Wie kam es dazu?

Ich komme aus einer Familie mit einer langen Pflegetradition: meine Oma hat ihre Mutter viele Jahre zuhause gepflegt und meine Tante später dann ihre Mutter. Daher ist mir die Pflege nicht fremd und mir war es wichtig, dass wir es kostenlos möglich machen, dass ältere und kranke Menschen ihre Orte wieder besuchen können – und sei es auch nur virtuell.

Wie kann man sich an Sie wenden, wenn man auf der Suche nach einem Foto von einem besonderen Ort ist, den man selbst nur schwer erreichen kann?
Was machen Sie, sobald Sie eine Anfrage bekommen haben?

Wir haben zwei Internetseiten: auf www.waldexperten.de werden die Orte eingegeben – und auf www.waldmelder.de kommen sie wieder als Foto-Aufträge heraus. Daher: einfach eine Mail mit der Ortsangabe an info@waldexperten.de schicken. Wenn historische Aufnahmen davon vorhanden sind, am besten eine Kopie davon mitschicken – dann können wir versuchen, genau das gleiche Foto nochmal fotografieren zu lassen.
Die Ortsbeschreibungen geben wir dann an unsere „Waldmelder“ weiter, so heißen bei uns die Menschen, die in ihrer Freizeit die Fotos machen. Wir veranstalten für die Waldmelder auch ein monatliches Gewinnspiel, viele freuen sich aber einfach, mit den Fotos einem anderen Menschen einen Herzenswunsch erfüllt zu haben. Wer auch gerne Waldmelder werden möchte, ist herzlich eingeladen, sich unter waldmelder.de zu registrieren.

Haben Sie schon Rückmeldungen von Angehörigen, Pflege- und Betreuungskräften bekommen? Wie werden die Fotos angenommen, welche Erinnerungen werden bei den Betroffenen geweckt?

Ja, wir haben schon viele persönliche „Dankeschöns“ erhalten. Teilweise erfahren wir schon vorher, warum dieser Ort für diesen Menschen wichtig war – dann können wir uns schon vorstellen, wie es für ihn ist, wenn er den Ort wiedersieht, an dem er vor langer Zeit mit seiner großen Liebe unterwegs war…

Gibt es bestimmte „Motive“, die besonders gefragt sind?

Ja, Ausflugsziele sind sehr beliebt. Aber auch normale Straßen, die eine besondere Bedeutung haben (Schulwege zum Beispiel).

Würden Sie uns vielleicht eine kleine Geschichte oder Anekdote erzählen, die verdeutlicht, was Sie mit Ihrer Arbeit erreichen können?

Viele der alten Häuser und Wälder werden an Erbengemeinschaften vererbt. Diese Menschen leben oft weit voneinander entfernt. Es ist ziemlich unrealistisch, das für ein altes Haus oder ein kleines Waldstück viele hundert Kilometer zurückgelegt werden. In einem Fall hatte das zur Folge, dass das geerbte Haus dem Verfall preisgegeben war. Unter den Erben entbrannte der Streit, wer mehr Zeit hätte, sich darum zu kümmern. Bis einer der Erben auf die Idee kam, sich über uns aktuelle Fotos von dem Haus zu holen. Die Fotos haben den wirklich schlechten Zustand des Hauses ihrer Kindheit gezeigt – und es ging ein Ruck durch die Erbengemeinschaft, dass zu ändern. Mittlerweile konnte das Haus gerettet und an einen Interessenten vor Ort verkauft werden. Wieder ein leerstehendes Haus weniger – und ein paar Menschen mehr, die mehr miteinander sprechen als vorher.

Was wünschen Sie sich von der Zukunft?

Das wir möglichst vielen Menschen helfen können, ihre Erinnerungen aufzufrischen. Vielen alten Häusern wieder neues Leben und dem Wald den Schutz geben zu können, den er braucht, um auch für kommende Generationen da sein zu können.

Herzlichen Dank, Herr Fritschle!!!

Ich danke Ihnen!

Zur Internetseite: waldexperten.de und waldmelder.de



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Karl und Emil. Eine Liedergeschichte mit Kuckucksliedern

Singen Sie bei dieser Liedergeschichte an den angegebenen Stellen die erste Strophe des entsprechenden Kuckucksliedes. So fern die Gruppe es wünscht, kann auch das gesamte Lied gesungen werden. Stöbern Sie auch in unseren anderen Geschichten für Senioren .

Karl und Emil

Karl kam heute Mittag mit einem finsteren Gesichtsausdruck aus der Schule nach Hause. Als seine Mutter in fragte, was ihn so bedrückte, bekam sie keine Antwort. Karl ging in sein Zimmer und blieb dort einige Zeit. Seine Mutter kannte das schon. Und so wusste sie auch, dass Karl schon zu ihr kommen würde, wenn er ihr etwas erzählen wollte. Meist brauchte er nur ein wenig Zeit, um seine Gedanken zu ordnen.
Und so war es auch. Als seine Mutter gerade damit beschäftigt war, den Garten für die bevorstehenden ersten Frühlingstage vorzubereiten, kam Karl raus und setzte sich auf seinen Lieblingsplatz im alten Apfelbaum. Da dieser noch keine Blätter hatte, konnte er sich bequem auf den unteren Ast setzen. Er war der Dickste und Stärkste von allen. Wenn Karl nur so im Garten war, wenn er nachdenken musste oder er sich über etwas besonders freute, saß er immer dort und konnte in Ruhe seinen Gedanken nachgehen…

Auf einem Baum ein Kuckuck,
simsaladim bamba saladusaladim,
auf einem Baum ein Kuckuck saß.

Ohne dass seine Mutter ihn danach fragte, begann Karl zu erzählen. Sie hielt mit der Gartenarbeit inne und hörte ihm zu. Er hatte sich in der Schule furchtbar mit Emil gestritten. Emil war Karls bester Freund. Schon seit dem Kindergarten waren die beiden unzertrennlich, gingen durch dick und dünn. Nun war wohl wieder so ein Moment, in dem ihre feste Freundschaft auf die Probe gestellt wurde:
In der Schule gab es die Mathematik-Arbeiten zurück. Karl hatte eine bessere Zensur bekommen als Emil. Obwohl Emil den Unterrichtsstoff viel besser verstanden hatte als Karl. Karl sagte wohl so etwas wie, er habe Glück im Unglück gehabt, ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn usw… Er erzählte weiter, dass er wohl erst zu spät bemerkt habe, dass Emil über seine eigene Zensur sehr enttäuscht und ihm gar nicht nach Scherzen zumute war. Doch da war es leider schon zu spät. Mit einem Mal flogen die Fetzen, und es wurden von beiden Dinge gesagt, die Karl für seine Mutter lieber nicht wiederholen wollte. Im Streit sind sie dann auseinander gegangen. Seie Mutter sah, wie Karls Augen feucht wurden, und er tat ihr in diesem Moment schrecklich Leid…

Der Kuckuck und der Esel,
die hatten einen Streit:
Wer wohl am besten sänge,
wer wohl am besten sänge
zur schönen Maienzeit,
zur schönen Maienzeit.

Sie überlegte dann und hatte einen Vorschlag: „Warum gehst Du nicht noch einmal zu Emil, und erzählst ihm das, was Du mir gerade erzählt hast – dass es Dir sehr Leid tut und dass Du in der Freude über Deine gute Zensur zu spät bemerkt hast, wie schlecht es Emil geht“. Karl brummelte etwas wie: er habe es doch schon versucht und das habe ja sowieso keinen Zweck mehr…
Doch schließlich überredete ihn seine Mutter, es noch einmal zu versuchen. Schließlich habe Emil nun auch ein wenig Zeit zum Nachdenken gehabt. Sie bereitete einen Rucksack mit Apfelschorle, Plätzchen und einer Picknickdecke für die Beiden vor. Ihrer Idee, mit Emil in den Wald zu gehen und ein Picknick zu machen, kam er gerne nach. Ein bisschen mulmig war ihm aber dennoch zumute. Er hoffte so sehr, dass Emil ihm verzeihen würde…

Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen –
Frühling, Frühling wird es nun bald!

Am Abend kam Karl mit einem glücklichen Grinsen zurück nach Hause. Er umarmte seine Mutter fest und dankte ihr für das leckere Picknick. Dann erzählte er ihr, dass auch Emil sich bei ihm entschuldigt hatte und die Sache wohl schnell wieder gut gewesen und vergessen war. Im Wald hatten sie einen neuen Baum gefunden, auf dem sie wunderbar klettern konnten. Er sollte von nun an ihr Lieblingsbaum sein. Die Freude über die Freundschaft der Beiden überwiegte Gott sein Dank, sonst hätte sich Karls Mutter wahrscheinlich wieder Sorgen um die beiden gemacht. Tief im Inneren sagte sie sich aber: „Die beiden geben schon aufeinander acht! Und sie werden auch in diesem Jahr wieder gemeinsam einen wunderschönen, aufregenden Frühling erleben!“



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Der kleine Igel – Ein Herbstgedicht für Senioren zum Mitsprechen

Der kleine Igel – so heißt dieses Herbstgedicht zum Mitsprechen. Darin belgleiten wir einen kleinen Igel, der sich auf den Weg in den Winterschlaf macht. Viele der Senioren, die einen eigenen Garten gehabt haben, oder noch haben, erinnern sich bestimmt an eine Begegnung mit einem Igel. Besonders im Herbst und Winter werden oft Igel in den Gärten oder auch am Wegesrand gefunden, die es nicht in den Winterschaf geschafft haben oder zu früh aufgewacht sind. Was tun?
Schließen Sie eine Gesprächsrunde an dieses Mitsprechgedicht an, und lassen Sie die Senioren von Ihren Begegnungen mit Igeln erzählen. Begleitend dazu kann man einen oder mehrere Igel aus Stoff, Holz etc. mit in die Runde bringen, das regt die Wahrnehmung zusätzlich an und lässt alte Erinnerungen aufblühen.

Der kleine Igel

Tief im Laub steckt seine Nase,
es ist nicht der kleine … Hase.
Mit den Stacheln auch kein Beagle,
nein, es ist ein kleiner … Igel.

Hat sich vor dem Dachs versteckt,
wurd zum Glück auch nicht ent … deckt.
Langsam krabbelt er hinaus,
schnappt sich schnell noch eine … Laus.

Gut gestärkt kriecht er durchs Laub,
denkt sich: „Bin ich etwa … taub?
So leis‘ war’s doch noch nie im Wald!
Hm – vielleicht werd ich auch … alt.“

Doch da fällt’s ihm wieder ein,
ja, das muss es wahrhaft … sein!
Der Specht hat’s in den Wald gehallt:
„Freunde, es wird langsam … kalt.“

Die Tiere sind auf Futtersuche,
unter Haselstrauch und … Buche.
Es ist Herbst, der Winter naht,
ohne Futter wird es … hart.

Der kleine Igel ganz geschwind,
macht sich auf, schnell wie der … Wind.
Und am Abend unter Bäumen,
sucht er Ruh‘, fängt an zu … Träumen.

Mehr kostenlose Herbstgedichte haben wir unter dem Link Herbstgedichte für Sie zusammengestellt. Dort finden Sie sowohl klassische Vorlesegedichte als auch herbstliche Mitsprechgedichte oder Reimrätsel. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern!



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Spaziergang im Wald – Ein Herbstgedicht zum Mitsprechen für die Seniorenarbeit

Spaziergang im Wald – Ein Herbstgedicht zum Mitsprechen

Die Sonne blitzt durch viele Zweige,
die Sommerzeit geht nun zu … neige.
Die Blätter bunt, die Luft ist kalt,
wie wunderschön ist’s hier im … Wald.

Am Boden knistert’s, Zweige knacken,
manches Blatt hat ein paar … Macken.
Eichhörnchen, die Nüsse suchen,
spring’n von Eichen zu den … Buchen.

Leises Rascheln in der Ferne,
ach ich hör‘ den Wald so … gerne!
Hinterm Baum ein kleines Bein –
Wird das wohl ein Wildschwein … sein?

Wie’s hier duftet, frisch und klar,
ist es nicht gar wunder … bar?
Kommt doch mit! Wir gehen bald,
mal gemeinsam in den … Wald.

Dieses Herbstgedicht rund um einen Waldspaziergang im Herbst kann man als Mitsprechgedicht im Gedächtnistraining mit Senioren und Menschen mit Demenz einsetzen oder aber in gemütlicher Runde einfach vorlesen.
Für Aktivierungen rund um Gedichte für Senioren im Herbst eignen sich passende Wahrnehmungsmaterialien zum Anfassen und Riechen. Diese bekommt man im Herbst am besten in der freien Natur. Auf Spaziergängen im Wald und rund um unsere Felder findet man zur Zeit Kastanien, Eicheln, Bucheckern, Blätter in den verschiedensten Farben, Herbstblumen wie den Krokus oder die Chrysantheme, kleine Äste und Zweige und die ersten Haselnüsse. Legen Sie die gesammelten Gegenstände auf ein schönes Tuch in die Mitte eines Tisches oder Stuhlkreises und geben Sie die Dinge den Senioren auch gerne in die Hand.
Noch mehr Herbstgedichte für die Seniorenarbeit haben wir unter dem Link Herbstgedichte für Sie zusammengestellt. Dort finden Sie klassische Gedichte zum Vorlesen, herbstliche Mitsprechgedichte und Reimrätsel, die sich rund um den Herbst drehen. Stöbern Sie in Ruhe in unserem kostenlosen Angebot, es ist bestimmt etwas für Sie dabei!



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Das Herbstfest. Eine Liedergeschichte zu „Bunt sind schon die Wälder“

Singen Sie an den entsprechenden Stellen die angegebene Strophe des Liedes „Bunt sind schon die Wälder“. Hier finden Sie weitere: Geschichten für Senioren .

Das Herbstfest

Julia und ihre Freundinnen Lea und Agathe machten sich heute besonders hübsch. Schon am späten Nachmittag trafen sich die Mädchen bei Julia zuhause um gemeinsam zu überlegen, was sie am Abend anziehen sollten. Kleider sollten es sein, das war sicher. Und so brachte jede ihre schönsten Kleider mit. Bei Apfelschorle und einem Stück selbst gebackenem Birnenkuchen veranstalteten sie eine kleine Modenschau. Die Mädchen fühlten sich wie berühmte Mannequins.
An diesem Abend sollte, wie schon lange ersehnt, endlich das große alljährliche Herbstfest im Dorf stattfinden. Das Herbstfest war für die Drei das schönste Fest im Jahr. Wenn die Tage kürzer wurden, die Luft ein wenig frischer und die ersten Blätter sich verfärbten war es dann so weit. Auch die Menschen aus den umliegenden Nachbardörfern kamen, um mit ihnen allen gemeinsam zu feiern…

Bunt sind schon die Wälder,
gelb die Stoppelfelder,
und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen,
graue Nebel wallen,
kühler weht der Wind.

Julia, Lea und Agathe wollten sich in diesem Jahr so fein machen wie noch nie. Schließlich kamen auch die Jungen aus dem Nachbargymnasium zum Feiern. Ja, man konnte sagen, das jede von ihnen einen Schwarm hatte, für den sie sich besonders zurecht machte. Um Punkt sieben waren die Mädchen fertig. Aufgeregt tranken Sie ihre Schorle aus und machten sich auf den Weg zum Dorfplatz.
Da es doch ein wenig frisch war zogen sie sich ihre Strickjacken an, knöpften sie aber nicht zu, damit man ihre Kleider noch genug sehen konnte. Die Luft war klar und es duftete nach frischer Ernte. Der Dorfplatz war wunderschön geschmückt. Überall standen Tische und Bänke, die mit rotem Weinlaub verziert waren. Laternen mit sanftem Licht tauchten den Platz in eine angenehme Atmosphäre. Als sie eintrafen probte gerade eine Musikgruppe für das Eröffnungskonzert…

Wie die volle Traube
aus dem Rebenlaube
purpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifen
Pfirsiche, mit Streifen
rot und weiß bemalt.

Am Rand standen Fässer mit verschiedenen Weinsorten und Traubensaft. Nach der Eröffnungsrede des Bürgermeisters, die gefühlt in jedem Jahr länger wurde, besorgte Julia für die Drei Traubensaft und Zwiebelkuchen. Die Bänke füllten sich mehr und mehr, und die Musikgruppe fing an zu spielen. Immer wieder schauten sich Julia, Lea und Agathe nach den jungen Männern um, sahen aber niemanden. Und so fassten sie sich ein Herz und gingen schließlich alleine auf die Tanzfläche. Sie wurden von ein paar Klassenkameradinnen begrüßt, die ihnen freundlich zuwinkten. Zusammen tanzten die Mädchen einen bunten Reigen…

Flinke Träger springen,
und die Mädchen singen,
alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben
zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh.

Zuerst wurden die Mädchen ein wenig traurig, dass sie doch nicht ihrem Schwarm begegneten. Mit der Zeit vergaßen sie aber ihren Kummer bei der ausgelassenen Stimmung und genossen einfach das fröhliche Fest. Ihre Eltern hatten ihnen sogar erlaubt, sich in diesem Jahr ein halbes Glas Wein teilen zu dürfen, was sie natürlich gerne taten. Nach zwei Schlücken hatten sie jedoch genug und wandten sich wieder dem süßen Traubensaft zu. Die Sonne war mittlerweile schon untergegangen und der Mond strahlte in einem hellen Glanz. Zu später Stunde entschieden die Mädchen nach einem letzten Tanz nach Hause zu gehen. Sie waren müde und, trotzdem sie einen schönen Abend hatten, ein wenig enttäuscht. Nein – eigentlich waren sie doch sehr enttäuscht – so richtig wollte es aber keine von ihnen zugeben. Ihren letzten Tanz wollten sie dennoch genießen! Sie tanzten so ausgelassen, dass ihre schönen Kleider nur so in der Luft herumwirbelten und es machte ihnen sichtlich Freude.
Knapp vor Ende des Liedes sah Julia in ihrem Augenwinkel auf einmal jemanden auf sich zukommen. Sie drehte sich überrascht um. Es waren die Jungen vom Nachbargymnasium, die geradewegs auf die Drei zukamen…

Geige tönt und Flöte
bei der Abendröte
und im Mondesglanz;
junge Winzerinnen
winken und beginnen
frohen Erntetanz.



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