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Das etwas andere Weihnachten. Eine kurze Weihnachtsgeschichte

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Dies ist eine kurze Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen für Senioren oder in der Begleitung von Menschen mit Demenz. Gedichte zum Vorlesen und Mitsprechen finden Sie in unserer Übersicht **besinnliche Weihnachtsgedichte => besinnliche Weihnachtsgedichte .

Das etwas andere Weihnachten. Eine kurze Weihnachtsgeschichte

Bettina sitzt am großen Fenster in der Stube und schaut aus dem Fenster. Es schneit. Nichts als weiße, dicke Flocken ist zu sehen. Der Garten ist in eine gleichmäßige Schneedecke gehüllt. Doch anstatt sich über den lang ersehnten Schnee zu freuen, zieht Bettina ein trauriges Gesicht und brummt missmutig vor sich hin. Warum nur?
Ihre Mutter kommt, kniet sich neben sie und streicht ihr übers Haar. Bettinas lange blonde Haare sind zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, an den Seiten glitzern silberne Haarspangen. Sie trägt ein rot-schwarz kariertes Kleid und weiße Kniestrümpfe. Das hat sie extra augesucht, um es heute ihren Großeltern zu zeigen. Die können aber nicht zum Weihnachtsessen kommen weil die Straßen über und über mit Schnee bedeckt sind. „Dieser blöde Schnee!“ murmelt Bettina. „Ach, meine Kleine.“, ihre Mutter nimmt sie in den Arm, „den Tag holen wir ganz bestimmt nach. Sobald der Schnee weniger wird, kommen Oma und Opa uns besuchen. Möchtest du nicht mit deiner neuen Puppenstube spielen? Oder draußen einen Schneemann bauen?“ Bettina schaut auf ihre neue Puppenstube, die unter dem festlich erleuchteten Weihnachtsbaum steht. Eigentlich wollte sie mit Oma heute damit spielen. Wieder guckt sie aus dem Fenster, es schneit immernoch. „Nein…“ brummt es aus ihr heraus.
Als ihre Mutter gerade aufstehen will, klingelt es an der Haustür. Die beiden schauen sich verdutzt an. Bei dem Wetter haben sie nun wirklich niemanden erwartet. Bettina stürzt zur Tür und öffnet. Sie traut ihren Augen nicht – dick eingemummelt und über und über mit Schnee bedeckt stehen Oma und Opa vor der Tür. Opa steht auf Skiern und Oma hat die Leine von einem Schlitten in der Hand. Bettina springt ihnen in die Arme. „Wie kommt ihr den hierher?“, fragt ihre Mutter völlig verblüfft. Opa grinst: „Na das siehst du doch. Ich habe meine alte Skiausrüstung wieder aus dem Keller geholt und Mutti ist ein gutes Stück des Weges gerodelt. Zu euch gehts es ja hauptsächlich bergab!“, und er zwinkert Bettina zu. „Na, nun kommt aber erstmal rein in die gute Stube, ihr müsst ja halb erfroren sein!“.
Nach einer heißen Tasse Kakao sind alle aufgewärmt und bester Laune. Bettina räumt noch schnell ihre Puppenstube auf. Als sie gerade fertig ist, kniet sich Oma zu ihr hin und fragt geheimnisvoll: „Dieses wunderschöne Haus hast du also von Christkind geschenkt bekommen?“ Bettina grinst über beide Wangen und antwortet ganz stolz: „Jaha! Möchtest du mit mir spielen?“. „Aber natürlich!“, antwortet Oma und setzt sich neben sie. Sie spielen den ganzen Nachmittag. Und als Bettina am Abend erschöpft und glücklich in ihrem Bett liegt, sagt sie kurz vor dem Einschlafen noch: „So ein Weihnachten möchte ich nächstes Jahr nochmal feiern…“



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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