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Omas Perlenkette. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Bieten Sie den Senioren mit dieser Kurzgeschichte und einer Perlenkette eine Reise in die eigenen Erinnerungen an. Mit der Geschichte kann man auch Gespräche anregen, in denen die Senioren sich in einem gemütlichen und sicheren Rahmen austauschen können.

Omas Perlenkette. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Materialien

Perlenkette

Kurzgeschichte

Meine weiße Perlenkette. Immer wenn ich sie umlege, muss ich an meine Oma denken. Sie hat sie mir vor vielen Jahren geschenkt. Es war einst ihre gewesen, die sie früher immer zu ganz besonderen Anlässen getragen hat. Ich weiß noch, dass ich die Kette als Kind immer bewundert habe. Auch die passenden Ohrringe und das Armband, das ganz locker um ihr Handgelenk lag, haben mich immer fasziniert.

Wenn meine Oma ihre Perlenkette trug, dann wusste ich, dass es ein ganz besonderer Tag war. Sie trug ihre weiße Perlenkette nur an Geburtstagen, an Weihnachten, Ostern, und an anderen Familienfesten. Zum Beispiel bei der Taufe meiner Cousine. Nach dem Kaffeetrinken saß ich oft auf ihrem Schoß und habe die hübsche Perlenkette bewundert. Ich habe mir jede Perle einzeln angeschaut und sie zwischen meinen Fingerspitzen hin- und hergedreht. Sie waren ganz glatt. Und haben so schön im Licht geglänzt…

Meine Mama hat mich damals zwischendurch immer daran erinnert, doch ja vorsichtig mit der Perlenkette zu sein. Aber meine Oma sah das nicht so eng. Sie hat mich immer geduldig die Kette bewundern lassen. In der Woche vor meiner Hochzeit kam sie mich eines Abends besuchen. In der Hand hielt sie das Schmuckkästchen mit ihrem Perlenschmuck – es war für mich! Nach kurzem Zögern – ein in jeder Hinsicht so wertvolles Geschenk konnte ich schließlich nicht so leicht annehmen – nahm ich das Kästchen dankbar entgegen. Es war meiner Oma wirklich wichtig gewesen, dass ich die Kette bekam. Und von da an habe ich die Kette, die Ohrringe und das elegante Armband zu jedem besonderen Anlass und an jede Familienfeier getragen. Wenn ich heute über die Perlen streiche, denke ich immer an die vielen kleinen besonderen Momente mit meiner Oma…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Besonderer Schmuck

Erinnerungen an Familienfeste

Welche Rollen haben die eigenen Großeltern in der Familie gespielt

Meine Oma war…

Sich schön machen

Wichtige und enge Bezugspersonen in der Kindheit



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Mein gut gefüllter Korb. Markttag. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

In dieser impulsgestützten Kurzaktivierung nehmen wir Sie und die Senioren mit auf den Wochenmarkt. Im Mittelpunkt dieser Art der Aktivierung stehen das Wecken von Erinnerungen und das sich anschließende gemeinsame Gespräch. Themen, mit denen Sie Gesprächsimpulse setzen können, finden Sie unten im Beitrag.

Material

Ein großer Einkaufskorb

Kurzgeschichte

Schon als kleines Kind habe ich die Markttage geliebt. Bei uns in der Stadt war der Markttag immer der Donnerstag. Gemeinsam mit meiner Oma besuchte ich den Markt an jedem Donnerstag. Jedes Mal, wenn ich an diese Markttage denken, kommen mir zuerst die vielen Geräusche in den Sinn. Das Knistern der Tüten, die Gespräche der Frauen und das Geschrei der Marktstandbesitzer. Es gab zwei Marktstände, die mir besonders wichtig waren. Der erste Stand, den ich besonders gerne mochte, war der Stand vom Gurken-Heinz. Heinz hatte viele Fässer um sich herumstehen und in diesen Fässern ruhten die herrlichsten Gewürzgurken. Der Gurken-Heinz schenkte mir immer eine extra große Gurke und ich genoss es in das saure Gemüse hinein zu beißen. Beim Hineinbeißen musste man immer gut aufpassen, damit der Gewürz-Sud nicht zu sehr aus den Gurken herausspritzte.

Nach unserem Besuch beim Gurken-Heinz, kaufte meine Oma das Obst und Gemüse, dass sie zum Kochen benötigte. Der Höhepunkt des Marktbesuches kam dann am Ende, wenn wir zum Bäckerstand gingen. Während sich meine Oma mit Brot und Brötchen eindeckte, bekam ich eine ganz frische, warme, rechteckige Waffel. Schon bei dem Duft der Waffel lief einem das Wasser im Mund zusammen. Der buttrige, süße Geschmack der Waffeln aber war das Beste, was ich mir vorstellen konnte. Nach dem Marktbesuch war ich dann satt und zufrieden.

Leider gibt es auf dem Markt in der Stadt, in der ich heute wohne keinen Gurkenstand mehr. Doch einen Bäckerstand gibt es. Am Ende meiner Marktbesuche, muss ich mir immer eine Waffel kaufen und wenn ich sie esse, dann denke ich an früher und die Marktbesuche mit meiner Oma.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Marktbesuche

Gewürzgurken

Waffeln

Dinge, die man heute nicht mehr so gut bekommt wie früher

Rituale mit den Großeltern

 



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Meine Frühlingsboten. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung mit Krokussen

In dieser impulsgestützten Kurzaktivierung geht es um die ersten Frühlingsboten. Sie ist ein schöner Einstieg in Aktivierungen zum Frühlingsbeginn.
Im Mittelpunkt der impulsgestützten Kurzaktivierung steht das Wecken von Erinnerungen mit Hilfe der kurzen Geschichte und die anschließenden Gespräche unter den Senioren. Beispiele für biografieorientierte Fragen finden Sie unter der Geschichte.

Material

Eine oder mehrere blaue Krokuspflanzen im Topf

Kurzgeschichte

Ich mag den Frühling. Wenn die Tage nach einem langen, kalten Winter langsam wieder heller werden, kann man wunderbar beobachten, wie der Natur nach und nach wieder Leben eingehaucht wird. Früher lag oft im März noch Schnee. Ich weiß noch, wie gerne ich die glitzernden Eiskristalle in der schon frühlingshaften Sonne beobachtet habe. Es sah wunderschön aus.

Wenn sich dann die ersten grünen Spitzen der Krokusse durch die dünne Schneedecke geschoben haben, wusste ich, dass der Frühling in greifbarer Nähe war. Es war fast wie ein kleines Wunder, dass diese kleinen blauen Pflänzchen es schafften, sich ihren Weg durch die kalte Schneedecke zu bahnen. Und wie kraftvoll sie aussahen. Bis heute sind Krokusse meine liebsten Frühlingsblumen. Auch wenn mal keine Schneedecke in meinem Garten liegt, sind sie einfach die schönsten Frühlingsboten.

Sie stehen dort immer im Dutzend. Wie eine kleine Krokusfamilie. Meist beginnen ein oder zwei Pflänzchen damit, sich in die Kälte zu wagen. Es scheint so, als wollten sie erst einmal schauen, ob es sich wirklich lohnt, dass sie ihre Köpfchen der Sonne entgegenstrecken. Und dann, innerhalb von ein oder zwei Tagen, steht die ganze Familie dort. Ihre kleinen blauen Blüten wirken wie ein richtiges Feuerwerk in dem sonst noch verschlafenen Garten.

Von da an weiß ich, dass es bis zum Frühlingsbeginn nicht mehr lange dauert. Und ich freue mich. Ja, ich freue mich sehr auf das, was uns die blauen Krokusse für das neue Jahr ankündigen…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Frühlingsanfang

Der verschlafene Garten im Winter

Verschiedene Frühlingboten

Lieblingsblumen

Gartenarbeit im Frühling

Schnee – früher und heute

Eine breite Auswahl an Gedichten für den Frühling finden Sie unter dem Stichwort Frühlingsgedichte.



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Feuerwerk in weiter Ferne. Eine Entspannungsgeschichte

In dieser Entspannungsgeschichte nehmen wir Sie und die Senioren mit in eine Silvesternacht, in der Sie fernab des Trubels mit einem Feuerwerk in weiter Ferne das neue Jahr begrüßen dürfen.
Laden Sie die Senioren auf diese Fantasiereise ein und bitten Sie sie, sich so entspannt und angenehm wie möglich hinzusetzen. Für Entspannungseinheiten ist es immer wichtig, dass man einen möglichst ruhigen und abgetrennten Raum wählt, damit die Teilnehmenden auch wirklich die Möglichkeit haben, ein Stück weit vo Alltag loszulassen.

Feuerwerk in weiter Ferne. Eine Entspannungsgeschichte

Stell dir vor, du bist auf einer kleinen Berghütte. Es ist Silvester und du hast dich bewusst entschieden die Nacht fernab des Trubels zu verbringen. Die Sonne ist schon lange untergegangen und Mitternacht ist nicht mehr weit. Du möchtest das neue Jahr ganz entspannt und in Ruhe begrüßen. In der Hütte steht ein großes, gemütliches Sofa, auf das du dich setzt. Du spürst, wie das weiche Kissen unter dir nachgibt und nimmst dir eine flauschige Decke, in die du dich einkuschelst. Auf deiner Haut fühlst du die samtige Decke und bist froh, dass es hier in der Hütte so schön warm ist. Die Wärme fließt durch deinen Körper und breitet sich in dir aus. Du spürst die Wärme in deinen Füßen, in deinen Beinen, in deinem Bauch und deinem Rücken, in deinen Armen und deinen Händen und du spürst wie die Wärme auch in deine Wangen fließt und dich mit einem ganz besonderen Gefühl der Geborgenheit erfüllt. Draußen vor dem Fenster siehst du einzelne Schneeflocken fallen. Die Schneeflocken sehen ein bisschen so aus wie kleine Wattebäusche, die sich ihren Weg auf die Erde suchen. Ab und zu setzt sich eine kleine Flocke an die Fensterscheibe, durch die du nach draußen schaust. Die Flocke sieht aus wie ein kleiner Stern. Dann ist es auf einmal so weit. Ganz gedämpft, in weiter Ferne, hörst du eine Glocke schlagen: Einmal, zweimal, dreimal, viermal, fünfmal, sechsmal, siebenmal, achtmal, neunmal, zehnmal, elfmal, zwölfmal. Das neue Jahr ist da. Es tritt ganz vorsichtig und unscheinbar seinen Dienst an. Du entschließt dich aufzustehen und zum Fenster zu gehen. Auch im Tal hat das neue Jahr begonnen. Weit weg, siehst du, wie das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßt wird. Ganz gedämpft, hörst du das Zünden der Feuerwerkskörper. Der schwarze Himmel wird in ein Farbenmeer getaucht. Gerade haben sich drei Feuerwerks-Raketen gleichzeitig ihren Weg zum Himmel gesucht. Nun lösen sich die Raketen auf. Sie verwandeln sich in kleine, goldene Glitzerpunkte, die sich kreisförmig verteilen und ihren Glanz ausstrahlen. Du betrachtest die Glitzerpunkte und nimmst genau wahr, als sie sich scheinbar in nichts auflösen. Auf die goldenen Feuerwerks-Raketen folgen eine grüne und eine rote. Der Zündungsort ist so weit weg, dass du kein einziges Geräusch wahrnimmst. Die Feuerwerkskörper lösen sich auf und malen rote und grüne Linien an den schwarzen Himmel. Das Feuerwerk geht weiter, doch du beschließt dich wieder auf das Sofa zu setzen. Du bist froh die Lichter mit etwas Abstand betrachten zu können. Du genießt die Ruhe in der Berghütte. Du kuschelst dich noch einmal in die flauschig, warme Decke ein. Du betrachtest noch einmal die kleinen Schneeflocken, die vom Himmel fallen. Du erfreust dich noch einmal an den bunten Lichtern des Feuerwerks. Du fühlst dich gestärkt und entspannt. Du gehst zuversichtlich in das neue Jahr.



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4 Bücher aus dem Neukirchener Verlagsprogramm in der Kurzvorstellung

In dem heutigen Beitrag stellen wir Ihnen vier Bücher aus dem Neukirchener Verlagsprogramm in einer Kurzvorstellung vor. Wir durften alle Bücher bereits lesen und haben Ihnen alle vier deshalb auch schon ausführlich vorgestellt. Zu den einzelnen Buchvorstellungen bei uns auf Mal-alt-werden.de gelangen Sie über den jeweiligen Link.

4 Bücher aus dem Neukirchener Verlagsprogramm in der Kurzvorstellung

  1. Denk ich an früher... Unvergessliche Erzählungen aus unserer Kindheit*

    Die Beschreibung des Buches verspricht älteren Menschen eine Reise in die eigene Kindheit. Enthalten sind bekannte und beliebte Geschichten aus früheren Tagen von bekannten Autoren wie Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine oder Wilhelm Busch. Es enthält neben Erzählungen auch Gedichte, Balladen und Anekdoten, die sich zum Vorlesen und Selberlesen eignen.
    Die Buchvorstellung können Sie sich hier ansehen
    Das Buch jetzt bei Amazon bestellen!*
  2. 80plus und mittendrin: Aufbruch in eine neue Seniorenarbeit*

    Bei kirchlichen Seniorenkreisen sinken die Teilnehmerzahlen trotz der wachsenden Anzahl alter Menschen? Warum ist das so? Senioren sind anspruchsvoller geworden. Neue Konzepte, die Senioren integrieren anstatt auszugrenzen, die die Senioren in die Mitte rücken und zeitgemäß sind: Nicht weniger verspricht das neue Buch von Susanne Fetzer. Seniorenkreise sind ein Angebot auf das man nicht verzichten möchte. Mit dem Buch „80plus und mittendrin“ hat Susanne Fetzer ein Grundlagenbuch geschrieben in dem man viele Ideen für die Praxis finden soll.
    Auch dieses Buch haben wir bereits ausführlich vorgestellt.
    Jetzt bei Amazon bestellen!*
  3. Mir geht es gut, ich sterbe gerade. Geschichten am Ende des Lebens*

    Das Buch der beiden Pfarrerinnen und Klinikseelsorgerinnen Christiane Bindseil und Karin Lackus beinhaltet 28 Geschichten über respekt- und würdevolle Sterbebegleitungen. In ihrem Buch lassen die beiden Autorinnen uns an ihrer Arbeit teilhaben und vermitteln eine ganz besondere Sicht und Herangehensweise an einen respektvollen Anschied. Die einzelnen, sehr verschiedenen Geschichten erzählen von Angst, Trauer, Verzweiflung, aber auch von Freude auf Erlösung, Glaube, Hoffnung, Zuversicht und Liebe. Für alle, die Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten absolut zu empfehlen.
    Zur Buchvorstellung gelangen Sie über diesen Link.
    Das Buch jetzt bei Amazon ansehen!*.
  4. Von Herzen vergnügt. Neue pfiffige Ideen für die Seniorenarbeit*

    „Von Herzen vergnügt“ enthält eine bunte Mischung an Aktivierungsideen für die Begleitung von Senioren und Menschen mit Demenz. Neben Rätseln, Geschichten, Gedichten udnd Gesprächsimpulsen findet man hier eine breite Auswahl an themenbezogenen Aktivierungen, die sich auch gut für die Beschäftigung von Männern eignen. Das Buch enthält einen kostenlosen Link zu zusätzlichem Download-Material.
    Die kostenlose Buchvorstellung können Sie sich hier ansehen.
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Kostenlose Geschichten zum Vorlesen für Senioren und Menschen mit Demenz finden Sie übrigens auch bei uns auf Mal-alt-werden.de.

Kohlsuppe. Die Zeiten ändern sich: Eine impulsgestützte Kurzaktivierung im Winter

In dieser impulsgestützten Kurzaktivierung beschäftigen wir uns mit dem Winter. Im Mittelpunkt steht Kohlsuppe, an die jeder von uns seine ganz eigenen Erinnerungen hat. Und genaus darum geht es in der Aktivierung: das Wecken von Erinnerungen mit Hilfe der kurzen Geschichte und des Kohlkopfes.
Geben Sie den Senioren im Anschluss an die Kurzgeschichte ausreichend Raum, um von ihren Gedanken und Erinnerungen an Kohlsuppe von früher erzählen zu können.Vielleicht hat sich bei den Zuhörern ja auch der Geschmack im laufe der Zeit verändert?

Material

Einen Kohlkopf

Kurzgeschichte
Als Kind mochte ich Kohlsuppe gar nicht gerne. Wenn ich nach der Schule nach Hause kam und ich im Treppenhaus diesen ganz bestimmten Geruch wahrnahm, dann wusste ich immer schon Bescheid. Kaum stieg mir dieser, unheimlich penetrante, Kohlgeruch in die Nase, hatte ich es plötzlich gar nicht mehr eilig. Ganz, ganz langsam, ließ ich die Tür ins Schloss fallen und schaute ihr in Seelenruhe dabei zu. Dann stieg ich die Treppenstufen im Schneckentempo hinauf. Während ich die sonst immer mehrere Stufen auf einmal hinauf hechtete, ließ ich mir an den Kohlsuppentagen Zeit. Doch ich konnte so langsam machen wie ich wollte, irgendwann, kam ich immer oben an.

Meine Mutter stand dann mit ihrer Schürze am Herd und rührte in einem großen Topf. „Schön, dass du da bist!“, sagte meine Mutter und stellte dann den Topf auf den Tisch an dem auch schon meiner Geschwister Platz genommen hatten. Dann bekam jeder von uns einen Teller mit Kohlsuppe. Meine Mutter schnitt immer Mettwürstchen in die Suppe hinein. Das war das einzige, was ich an der Suppe mochte. Dementsprechend aß ich die Mettwürstchen auch als erstes auf. Nach den Mettwürstchen aß ich die Kartoffeln. Die schmeckten mir zwar nicht besonders gut, ich fand sie aber auch nicht schlimm. Dann waren nach und nach meine Geschwister fertig mit dem Mittagessen und durften spielen gehen. Nur ich nicht. Ich musste sitzen bleiben, bis ich mir den Rest der Suppe hineingezwängt hatte. Endlos zog sich die Zeit am Tisch. Doch dann, dann hatte auch ich es irgendwann geschafft und meine Suppe aufgegessen.

Als ich erwachsen war, habe ich lange Jahre keine Kohlsuppe mehr gegessen. Irgendwann habe ich aber wieder welche probiert. Und was soll ich sagen? Sie hat himmlisch geschmeckt! So kann sich der Geschmack verändern!

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Kohl und Kohlsorten

Geschmacksvorlieben von Kindern

Wie sich Geschmack verändern kann

Rituale rund ums Mittagessen

Erziehung und Essen

 



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Das kleine Schaf. Eine Weihnachtsgeschichte für Senioren zum Vorlesen

Dies ist eine Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen in der Advents- und Weihnachtszeit. Sie eignet sich gut für die Begleitung von Senioren und Menschen mit Demenz. Der Text erzählt die Weihnachtsgeschichte, so wie sie ein kleines Schaf auf den Feldern miterlebt haben könnte…

Das kleine Schaf. Eine Weihnachtsgeschichte für Senioren zum Vorlesen

Das kleine Schaf war müde. Müde von einem langen Tag auf der Weide. Von morgens bis abends Gras fressen, mit den großen Schafen umherziehen und wieder fressen – das ist ganz schön anstrengend. Zumal das kleine Schaf viel, viel kürzere Beine als die anderen hatte. Zufrieden kuschelte es sich an seine Mutter, trank noch einen Schluck warme Milch und döste langsam ein.
Es dauerte gar nicht lange, da schreckte es auf einmal auf. Auch seine Mutter stand kerzengerade im Gras. Das kleine Schaf hatte Mühe, die Augen zu öffnen. Sie waren von einem so hellen Licht umgeben, dass sie es nur ganz langsam schafften, sich an die Helligkeit zu gewöhnen. Das kleine Schaf drängte sich ganz nah an den Bauch seiner Mutter. Dort fühlte es sich geborgen und hatte keine Angst mehr. Auf einmal erklangen schöne Stimmen am Himmel und das kleine Schaf entdeckte wundersame Gestalten in langen weißen Gewändern, die über der Herde schwebten. Aus den Augenwinkeln heraus sah es, dass die Hirten, die am Lagerfeuer wachten, sich verneigten und ihre Hüte abnahmen.
Das kleine Schaf war sich nicht sicher, ob es träumte oder das Alles in Wirklichkeit geschah. Als dann alle Schafe aber auf einmal loszogen und dem hellen Licht hinterherliefen, ahnte es langsam, dass etwas besonderes geschehen sein musste.
Die Gruppe stoppte nach einer Weile, auch das Licht am Himmel bewegte sich plötzlich nicht mehr. Da das kleine Schaf so kurze Beine hatte, konnte es nicht erkennen, was vorne los war. Kurzerhand stellte es sich auf die Hinterbeine und stützte sich auf dem Rücken seiner Mutter ab. Sie standen vor einem Stall! Enttäuscht stellte es sich wieder auf alle Viere. „Ein Stall. Dafür bin ich jetzt die halbe Nacht durch die Gegend gelaufen..?“, murmelte es vor sich hin. Seine Mutter bekam die Enttäuschung mit: „Aber sieh doch, da vorne, die Menschen im Stall. Und siehst du nicht das kleine Wesen in der Futterkrippe?“. Nein, das hatte es nicht gesehen. Seine Mutter stupste das kleine Schaf zaghaft an und schob es in Richtung Stall. Langsam wurschtelte es sich durch die Schafherde nach vorne. Da es so klein war, ging das ziemlich gut. Ganz unerwartet stand das kleine Schaf plötzlich vor dem Stall. Überall standen Laternen mit warmem Kerzenlicht. Dem kleinen Schaf wurde es sofort warm ums Herz und es fühlte sich plötzlich ganz wohl und geborgen. Es schaute in die freundlichen Augen einer Frau, die erschöpft und glücklich neben der Futterkrippe saß. Ihr kleines Baby schlief in Tücher eingehüllt und zufrieden im weichen Stroh. Das kleine Schaf sah beide erstaunt und zugleich ganz vertraut an. Es zögerte einen kurzen Moment. Dann kuschelte es sich ganz eng neben die Frau und legte seinen Kopf in ihren Schoß. Die Frau legte sofort ihren Arm und das kleine Schaf. Die warme Wolle schien ihr gut zu tun. Und nach ein paar Minuten war das Schaf zufrieden eingeschlafen…

Weihnachtsgedichte für Senioren zum Vorlesen und auch Mitmachen in der Advents- und Weihnachtszeit finden Sie unter dem Stichwort Kurze Weihnachtsgedichte.



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Geschichten für Menschen mit Demenz: Die 3 beliebtesten Bücher!

Es gibt immer mehr Bücher mit Geschichten zum Vorlesen für Menschen mit Demenz. Die unterschiedlichsten Verlage haben sich dem Thema angenommen und eigens für die Zielgruppe der Menschen mit Demenz Bücher mit Geschichten herausgegeben. Die Geschichten knüpfen an das Alltagsleben und die Biografie der heutigen Menschen mit Demenz an. Sie sind in der Regel kurz (nicht länger als 5 Minuten) und berücksichtigen somit, dass die Konzentrationsspanne bei demenziellen Erkrankungen nachlässt. Wir haben uns für Sie die Zeit genommen und die drei Bücher mit Geschichten für Menschen mit Demenz heraus gesucht, die bei den Lesern von Mal-alt-werden.de am beliebtesten sind. Hier sind die Top 3:

 

Als die Kaffeemühle streikte: Geschichten zum Vorlesen für Demenzkranke.*
Das Buch von Ulrike Strätling würde ich als das „Urgestein“ unter den Büchern mit Geschichten für Menschen mit Demenz bezeichnen. Es ist schon lange kein Geheimtipp mehr und ist den meisten, die mit Menschen mit Demenz arbeiten, wohl vertraut. Dass es auf Platz 1 unserer Top 3 landet, habe ich eigentlich schon erwartet. Auf Mal-alt-werden.de ist auch schon ein Interview mit Ulrike Strätling erschienen.
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Ein Koffer voller Erinnerungen: 52 kurze Geschichten zum Vorlesen bei Demenz.*
Der zweite Platz auf unserer „Top 3-Liste“ geht an die Autoren Peter Krallmann und Uta Kottmann. Das Buch stammt aus dem Reinhardt-Verlag und weil ich es selbst noch nicht habe, habe ich mir sofort ein Exemplar bestellt. Die Rezensionen, die ich gelesen habe sind auf jeden Fall viel versprechend.

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5-Minuten-Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz: Humoristische Anekdoten.*
Auf den dritten Platz hat es ein Buch aus der Reihe „5-Minuten-Geschichten für Demenzkranke“ von dem Verlag an der Ruhr geschafft. Die Reihe ist mittlerweile so umfangreich, dass ich fast den Überblick verloren habe. Schön finde ich, dass etwas zum Schmunzeln in unserer Top 3 gelandet ist. Lachen ist gesund!

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Fallen Ihnen weitere Bücher mit Geschichten für Menschen mit Demenz ein? Welche kommen bei Ihren Gruppen gut an? Welche gefallen Ihnen? Hinterlassen Sie doch einen Kommentar…

So war das früher bei uns… Eine Weihnachtsgeschichte

In dieser Geschichte aus unserer Rubrik Weihnachtsgeschichten zum Vorlesen geht es um den Heiligen Abend. Schließen Sie eine Erzählrunde an die Geschichte an, in der die Senioren von ihren eigenen Erlebnissen, den Traditionen ihrer Familien und ihren ganz persönlichen Erinnerungen an den Heiligen Abend früher erzählen können…

So war das früher bei uns… Eine Weihnachtsgeschichte

Erinnerst Du dich noch, wie ihr früher den Heiligen Abend verbracht habt? Wer den Baum geschmückt hat? Was es zu essen gab? Wann ihr in die Kirche gegangen seid? Welche Weihnachtslieder und -gedichte ihr gesungen und vorgetragen habt? Ich weiß es noch ganz genau…

Am Heiligen Abend gab es bei uns immer Frühstück in der Küche. Die Stube war schon für den Abend vorbereitet, meine Mutter wollte dort keine Brotkrümel mehr herumliegen haben. Ich weiß noch, dass ich vor Aufregung kaum etwas essen konnte. Während wir mit Mutti später den Tisch abräumten, holte Vati den Tannenbaum aus dem Garten und stellte ihn auf. Es dauerte immer ein wenig bis der Baum wirklich gerade stand und seine schönste Seite nach vorne gerichtet war. Dann durften wir Kinder ihn schmücken. Es gab Strohsterne, Kugeln, kleine Holzfiguren, Lametta und natürlich die Spitze. Die Spitze setzte Vati auf den Baum, da kamen wir Kinder beim besten Willen nicht dran.

Dann mussten wir aus dem Weihnachtszimmer raus. Hinter uns schloss meine Mutter die Tür ab. Die nächsten zwei Stunden waren die langweiligsten des ganzen Tages. Ja, sogar die langweiligsten der ganzen Weihnachtszeit, sagte mein großer Bruder immer. Bis Opa kam…

Mein Opa ging mit uns am Heiligen Abend immer in den Wald. Wir sammelten Stöcke, Steine und schauten uns die kahlen und geheimnisvollen Bäume und Sträucher in der Dämmerung an. Ungefähr bei der Hälfte der Strecke gab es heißen Tee aus der Thermoskanne. Den hatte unsere Großmutter immer für uns vorbereitet. Mein Opa entfachte ein kleines Lagerfeuer und wir wärmten uns daran. Dann erzählte er uns die Weihnachtsgeschichte.
Auf dem Rückweg sangen wir Weihnachtslieder, schwenkten unsere Laternen fröhlich durch die Nacht und konnten es alle gar nicht erwarten, nach Hause zu kommen. Denn immer, wenn wir aus dem Wald nach Hause kamen, war auf geheimnisvolle Weise das Christkind da gewesen. Wir zogen unsere dicken Jacken und Hosen aus und zogen schicke Kleider und festliche Hosen an. Dann war es endlich so weit. Wir durften ins Weihnachtszimmer. Die Spannung war zum Greifen. Und nachdem wir zwei oder drei Weihnachtslieder gesungen hatten, erklang das Glöckchen in der Stube…

Die Bescherung war für uns Kinder natürlich das Schönste des ganzen Tages. Doch je älter ich wurde, desto schöner fand ich auch die Zeit mit meinem Opa im Wald. Er war so ruhig, hatte nicht immer was anderes zu tun und war einfach für uns da.
Nach dem Essen, bei dem wir Kinder natürlich wieder zu sehr aufgeregt waren, um lange still zu sitzen, gingen wir alle in die Christmette. Zufrieden fielen wir in der Nacht mit unserem neuen Spielzeug im Arm in unsere Betten…



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Schokoladentraum: Eine Schmeck-Geschichte für Senioren

In dieser Sinnesgeschichte steht unser Geschmackssinn im Mittelpunkt. Es geht um köstliche Schokolade. Bringen Sie eine kleine Auswahl an verschiedenen Schokoladensorten mit. Wer möchte, darf gerne ein Stück kosten!
Dann lesen Sie die Geschichte vor. Die markierten Stellen im Text werden besonders langsam vorgelesen, damit die Senioren die Möglichkeit haben, die dort beschriebenen Sinneseindrücke gut nachempfinden zu können. Im Anschluss an die Schmeck-Geschichte bieten sich biografische Gespräche zu dem Thema Schokolade an.

Schokoladentraum: Eine Schmeckgeschichte für Senioren

Für den heutigen Tag hat sich Gertrud etwas ganz besonderes vorgenommen: Sie möchte selbst Pralinen herstellen. Gertrud liebt Pralinen, die man auf der Zunge zergehen lassen kann. Ganz alleine ist sie allerdings nicht auf die Idee gekommen Pralinen herzustellen. Ihre Tochter hat Gertrud zum Geburtstag ein Pralinenset geschenkt. In dem Pralinenset ist ein kleiner Topf in dem man die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen kann, eine Gabel zum überziehen der Pralinen mit Schokolade und eine Form in die man Schokolade gießen kann, um kleine rechteckige Pralinen herzustellen, enthalten. Das wird ein süßer, schokoladiger Gaumenschmauß.

Sie hat lange Rezeptbücher gewälzt und sich passende Rezepte heraus gesucht. Trüffel stehen auf ihrem Tagesplan, Rumkugeln und Schokoladenpralinen mit Nougatfüllung. Eingekauft  hat sie schon. Schokolade, Nüsse, Rum und Nougat, warten darauf verarbeitet zu werden. Als erstes zerteilt sie die Schokolade um sie über dem Wasserbad zu schmelzen. Ein kleines Stückchen wandert jetzt schon in Gertruds Mund. Sie kann der braunen Köstlichkeit einfach nicht widerstehen. Die Schokolade schmeckt jetzt schon wunderbar. Wie wird sie erst schmecken, wenn sie sich in herrliche Pralinen verwandelt hat?

Die Schokolade beginnt sich im Topf zu verflüssigen. Aus einem Teil der flüssigen Schokolade, einem Schluck Rum und Kekskrümeln, stellt Gertrud eine Masse her, die sie anschließend zu Kugeln formt. Die Kugeln wälzt sie dann noch in Schokostreuseln. Wunderbar! Die Rumkugeln sind ein Gedicht.

Das Rezept für die Trüffel ähnelt dem Rumkugelrezept. Aus Kekskrümeln, ein bisschen Sahne und einem Schluck Amaretto wird die Masse hergestellt und zu Kugeln geformt. Nun kann Gertrud ihre Pralinengabel ausprobieren. Jede Kugel wird geschickt auf der Gabel balanciert und einmal in die flüssige Schokolade getaucht. Gekrönt werden die Trüffel von ein paar Nussstückchen, die Gertrud darüber streut. Gertrud kann es gar nicht abwarten die Trüffel zu probieren und kostet den ersten, noch bevor die Schokolade getrocknet ist. Einfach nur himmlisch.

Die Königsdisziplin hat sich Gertrud für den Schluss aufgehoben. Sie macht sich daran die rechteckigen Pralinen mit Hilfe der Pralinenform zu gestalten. Dafür muss sie die Form in zuerst mit der Schokolade ausgießen. Damit sie weiterarbeiten kann, stellt sie die Pralinenform mit der Schokolade kurz zum Hartwerden in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit schmilzt sie etwas Nougat und mengt einige Nusssplitter unter die Nougatmasse. Das wird die Füllung für die Pralinen. Sie gießt sie in die Pralinenform. Auch die Füllung muss hart werden und kommt für eine kleine Weile in den Kühlschrank. Dann kommt der letzte Arbeitsschritt. Gertrud gießt noch einmal Schokolade in die Pralinenform um den Boden der Pralinen herzustellen und die Pralinen so zu schließen. Geschafft, die Pralinen müssen nur noch auskühlen.  Wie wunderbar sie aussehen. Wie köstlich sie schmecken! Ein zarter Schmelz auf der Zunge.

Jetzt blickt sich Gertrud in ihrer Küche um. Es sieht ein bisschen so aus, als wäre eine Schokoladenbombe in die Luft gegangen. Sie beginnt aufzuräumen, doch beim Wegräumen der benutzten Löffel, kann sie nicht widerstehen immer mal wieder an den Arbeitsgeräten zu lecken. Ihr Gaumen ist im Schokoladenfieber und im Freudentaumel. Für Gertrud ist Schokolade einfach die schönste und leckerste Nebensache der Welt.

Wenn Sie auf der Suche nach weiteren Ideen für Sinnesaktivierungen sind, dann schauen Sie sich gerne unsere Wahrnehmungsspiele an.



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