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Egons Lieblingskuchen. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Backzutaten

In Janas Küche sieht es aus wie in einer Backstube. Auf der Arbeitsplatte liegen Backbleche, Mehlreste, Zucker, Eierschalen, die Dose mit dem Puderzucker, Rührbesen, das große Nudelholz, und, und, und…
Morgen kommen ihre Freundinnen zum Kaffeeklatsch. Dafür backt sie Kuchen. Gleich zwei Stück. Jana backt gerne und sie kann sich immer nie entscheiden, welchen Kuchen sie nun machen soll. Deshalb sucht sie sich meist zwei Rezepte aus ihrem dicken Ordner aus. Den ersten Kuchen – einen Erdbeerkuchen – hat sie bereits fertig gebacken und belegt. Er steht zum fest werden auf dem Balkon.
Nun macht sie sich an das zweite Rezept.
Jana wiegt Butter und Zucker ab und gibt beides mitsamt Eiern und einer Prise Salz in die Rührschüssel. Dann schlägt sie die Masse schaumig auf. Bevor sie das Mehl abwiegt, macht sie den Ofen an, damit der schon vorheizen kann. Nun wiegt sie aber wirklich das Mehl ab, vermengt es mit zwei Teelöffeln Backpulver und gibt die Zutaten ebenfalls in die Rührschüssel. Als sie gerade mit dem Vermengen der Zutaten fortfahren möchte, kommt ihr Mann Egon in die Küche. Er reckt seinen Hals und schnuppert ganz interessiert in Richtung Arbeitsplatte. „Ist der Kuchen schon fertig?“, fragt er neugierig. Jana schmunzelt: „Nein, du Schleckermaul, aber du darfst mir gerne beim Rühren helfen…“ und hält ihm den Handmixer hin. Egon zögert kurz, tritt dann aber in Aktion. Am Ende ist ein glatter, geschmeidiger Teig entstanden, den Jana in die gefettete Form geben kann. Allerdings nur zur Hälfte.
Die andere Hälfte des Teiges vermischt sie mit zwei zusätzlichen Zutaten und gibt ihn erst dann darauf. Anschließend wirbelt Jana ein paar Male mit einer Gabel durch den Teig und schiebt ihn in den Ofen.
Egon ist schon ganz gespannt, es ist sein Lieblingskuchen. Und er fragt sich, ob die Damen ihm morgen wohl ein Stück davon übrig lassen werden…
Jana liest in seinen Augen ab, worüber er gerade nachdenkt und schmunzelt. „Es bleibt bestimmt etwas für dich übrig!“, sagt sie im Vorbeigehen und legt ihre Hand auf seine Schulter. Dann beginnt sie mit dem Abwasch…

Welchen Kuchen hat Jana hier für ihre Freundinnen gebacken?
Lösung: Einen Marmorkuchen

Welche beiden Zutaten hat Jana zum Schluss in die zweite Hälfte des Teiges gegeben?
Lösung: Kakaopulver und Milch

Schöne Ideen für das Backen mit Senioren und Tipps, wie Sie Beschäftigungsmaterialien selber machen finden Sie in unserer Übersicht Salzteig backen.



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Unsere 50er-Jahre

Heitere Vorlesegeschichten für Senioren

Autor: Uli Zeller
Verlag: Schlütersche

Inhalt

ist ein Buch mit Vorlesegeschichten über Ereignisse und Erlebnisse rund um die 50er Jahre. Für das Schreiben der Geschichten ist Uli Zeller mit vielen Senioren selbst ins Gespräche gekommen und durfte einen ganz persönlichen Einblick in das Leben der Befragten haben.
Herausgekommen sind 34 Geschichten, die jeweils mit passenden Aktivierungsvorschlägen und Hintergrundwissen zu den Ereignissen in den 50er Jahren ergänzt worden sind.

Höhen und Tiefen

Die Kurzgeschichten wurden in folgende Kapitel eingeteilt:
Zeitgeschehen
Unterhaltung
Mobilität
Freizeit und Urlaub
Gesellschaft und Kultur
Alltag und Haushalt

Das Buch wirkt in sich rund und gut durchdacht. Die einzelnen Geschichten nimmt man beim Lesen als sehr authentisch wahr und der Schreibstil ermöglicht es dem Zuhörer, voll und ganz in die Handlung einzutauchen. Viele Geschichten berühren sowohl beim Lesen als auch beim Vorlesen – auch jüngere Leser, die die 50er nicht mehr (bewusst) miterlebt haben.
Die Länge der Texte eignet sich für das Vorlesen in Seniorengruppen, aber auch für demenziell veränderte Menschen. Da die 50er neben den Wirtschaftswunderjahren auch noch die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren, ist es sinnvoll, die Texte vor dem Vorlesen in Gruppenangeboten oder Einzelbetreuungen einmal selbst zu lesen. Danach kann man gut einschätzen, wem man welche Geschichten vorlesen kann! Und das Lesen der Geschichte hat uns persönlich auch wirklich Freude bereitet – wir haben noch einiges dazugelernt :-).
Was in dem Zusammenhang rund um die 50er Jahre noch hervorzuheben ist, sind die Hintergrundinformationen, die Gesprächsimpulse und die Aktivierungsideen in Form von Rätseln, Spielen, Bewegungsideen und vielem mehr, die die meist heiteren Vorlesegeschichten ergänzen.
Auch dieses Buch von Uli Zeller profitiert wieder von den jahrelangen Erfahrungen des Autors, von seiner Wertschätzung den Senioren gegenüber und seinem Engagement in der Begleitung von Senioren und Menschen mit Demenz.
„Unsere 50er-Jahre“ ist zur Zeit für 14,95 € im Handel erhältlich.

Fazit

„Unsere 50er-Jahre“ ist ein tolles Buch mit Vorlesegeschichten und passenden Aktivierungsideen rund um das Leben, die großen Ereignisse und viele persönliche Erlebnisse aus den 50er Jahren. Die Kurzgeschichten eignen sich sehr gut für das Vorlesen in der Seniorenarbeit. Die Geschichten sind meist heiter geschrieben und sehr authentisch – nicht zuletzt, weil der Autor für dieses Buch mit vielen Zeitzeugen gesprochen hat.
Mit den passenden Aktivierungsideen, Gesprächsimpulsen und Hintergrundinformationen bietet das Buch eine hilfreiche und umfassende Grundlage für unterhaltsame und biografieorientierte Aktivierungsstunden.

Das Buch jetzt bei Amazon bestellen.*

Kennen Sie das Buch? Wie gefällt es Ihnen? Hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar.

Der Laden in der Torgasse. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Schmuck

Rudi läuft nervös durch die Fußgängerzone. Morgen ist Hannas Geburtstag und er hat immer noch kein Geschenk für seine Angetraute. Er weiß wohl, was es sein soll. Aber das Richtige hat er noch nicht gefunden.
Hanna hat ihm im letzten Jahr ganz oft beim Schaufensterbummeln Dinge gezeigt, die ihr gefallen haben. Er hat sich alles mit Argusaugen angeschaut und sich für das kommende Geburtstagsgeschenk ziemlich sicher gefühlt. Aber nun… wenn er durch die Schaufensterscheibe sieht, findet er einfach nichts, was ihren Wünschen auch nur ähnlich sieht. Oder etwas, das ihm selbst für Hanna gefallen würde.
Rudis Schritte werden langsamer. Er weiß nicht, wo er noch gucken könnte. Zu Hannas neuem Schal sollten sie passen. Und zu ihrer Kette…
Ratlos steuert er das nächste Café an und bestellt eine Tasse kräftigen Bohnenkaffee. Vielleicht bringt der ihn auf andere Gedanken. Rudi trinkt seinen Kaffee und beobachtet das Treiben in der Fußgängerzone. Es ist Freitag. Auf dem Kirchplatz ist der Wochenmarkt aufgebaut. Dort herrscht reges Treiben. In den Nebengassen aber ist es ruhig. Ein paar Geschäftsmänner treten gerade ihre Mittagspause an. Andere sehen aus, als hätten sie jetzt am Freitag Mittag schon Feierabend. In Gedanken wandert Rudis Blick über den Marktplatz. Da fällt ihm plötzlich auf, dass er den kleinen Schmuckladen in der Torgasse ja ganz vergessen hat. Wie vom Blitz getroffen steht er auf, trinkt den letzten Schluck aus seiner Kaffeetasse, legt großzügig Trinkgeld auf die Untertasse und geht geradewegs zum Schaufenster. Es dauert nicht lange, und er hat das perfekte Geburtstagsgeschenk für Hanna gefunden. Roségold mit kleinen Kristallen. So wie ihre Kette. Und passend zu ihrem hellen, rosafarbenen Schal.
Rudi kann sein Glück kaum fassen und geht in den Laden. Die Verkäuferin ist von seiner Entschlossenheit verblüfft und zeigt ihm die beiden Schmuckstücke aus dem Schaufenster. Rudi ist begeistert. Ja, das sind die Richtigen für Hanna. Er lässt sich das Paar in schönem Geschenkpapier einpacken und schlendert erleichtert und überglücklich über den Marktplatz. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen überlegt er, wie wohl Hannas Gesicht morgen aussehen wird…

Welches Geschenk hat Rudi für seine Hanna in dem Schmuckladen gekauft?
Lösung: Ein Paar Ohrringe

Schauen Sie sich auch unsere spannenden Rätsel in unserer Kategorie Um die Ecke gedacht an. Für ein anregendes und unterhaltsames Gedächtnistraining.



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Muschelbotschaften. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Nehmen Sie ein paar Muscheln mit, lesen Sie unsere Kurzgeschichte vor und lassen Sie die Senioren von ihren eigenen Erlebnissen und Erfahrungen erzählen: So einfach ist eine Kurzaktivierung!

Material

Muscheln

Kurzgeschichte

Entspannung – das heißt für mich Strand. Strand – das heißt für mich spazieren gehen und Muscheln sammeln. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit meiner Schwester und meiner Mutter früher stundenlange Strandspaziergänge unternommen habe. Meine Schwester und ich waren dabei immer mit einem Eimer bewaffnet. Wer findet die meisten Muscheln? Wer findet die schönsten Muscheln? Das waren die beiden Fragen, die wir uns dabei jedes Mal stellten. Die kleinsten Muscheln waren mir am liebsten. Doch von den kleinen Muscheln brauchte man auch am meisten, damit der Eimer voll wurde. Wie schön es war, den Sand zwischen den Zehen zu spüren und den Wind durch die Haare pusten zu fühlen. Wenn wir nach dem Strandspaziergang wieder zu Hause ankamen, verglichen und sortierten wir unsere Muscheln. Dann fingen wir an zu basteln. Mit den kleinen Muscheln konnte man wunderbare Botschaften schreiben. Wir holten uns große Bögen farbigen Karton und klebten Botschaften aus Muscheln darauf. Die Muscheln formten die Buchstaben. „Schön, dass es dich gibt!“ schrieben wir oder „Für die beste Mama der Welt!“ oder „Friede, Freude, Glück und Strand!“. Die Muschelbotschaften, die wir schrieben, verschenkten wir anschließend und verbreiteten damit viel Freude. Eine Muschelbotschaft hängt bis heute eingerahmt in meiner Küche. Auf dem blauen Bogen Pappe steht mit Muscheln geschrieben „Wer die Muschel nicht ehrt, ist des Strandes nicht wert!“

Ich ehre die Muschel und deswegen gehe ich auch heute noch, so oft es meine Zeit erlaubt, am Strand spazieren. Die Spaziergänge werden meistens ein bisschen länger, als ich das vorher plane. Alle paar Meter muss ich mich bücken und eine kleine oder große Muschel aufheben.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Spaziergänge

Geschenke von Kindern

Muscheln

Aktivitäten mit Geschwistern

Bastelarbeiten

 



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Fast ein ganzer Apfelkuchen… Eine Rechengeschichte zu dem Thema Schule

Die Pausenklingel ertönt. Die Schüler versammeln sich auf dem Schulhof. Anna, Jochen, Sarah, Jens und Volker treffen sich unter der alten Eiche um zusammen ihre Pausenbrote zu essen. Das Wetter ist herrlich. Die Kinder sitzen mit leichten Jacken auf den Bänken unter dem Baum und genießen die Sonne.
Ein paar Meter neben ihnen spielen ein paar ihrer Klassenkameraden mit Knickern (Murmeln). Anna bewundert die vielen bunten Farben der kleinen Glaskugeln. Die Einfarbigen, das sind die ganz Besonderen. Anna hat nur drei Einfarbige in ihrem Beutel zuhause: eine dunkelblaue, eine grüne und eine weiße. Die drei hütet sie wie ihren Augapfel. Tauschen würde sie sie nie. Und auch beim Spielen bleiben diese ganz besonderen Kugeln in dem Beutel. Sie hat ja noch die anderen. Anna schaut dem Spiel noch ein paar Minuten zu. Dann öffnet sie ihre Brotdose. Sie lächelt. Ihre Mutter hat ihr Äpfel mitgegeben. Vier Stücke von den Süßen. Genüsslich beißt sie in das Erste hinein. Der Apfel schmeckt wunderbar! Jochen hat auch gerade einen Apfel im Mund. Er hat nur zwei Stücke in seiner Dose – dafür aber sehr große. Verträumt schaut er den größeren Jungen beim Fußball-Spielen zu. Er wünscht sich sehr, irgendwann auch dazuzugehören.
Anna hat schon die Hälfte ihrer Apfelstücke aufgegessen, als ihr auffällt, dass Sarah und Jens auch Äpfel in ihren Dosen haben. Sie grinst: „Schaut mal, mit den vielen Äpfeln könnten wir einen leckeren Apfelkuchen belegen!“. Die Kinder schauen sich an. Und es stimmt. Bisher war es den anderen noch nicht aufgefallen. Sie alle haben neben den belegten Broten Äpfel in ihren Dosen. Sarah und Jens haben jeweils vier Apfelstücke. Volker zählt sechs schmale Stücke. Seine Mutter meint es immer gut mit ihm. Wenn sie die Stücke schmaler schneidet, habe er mehr davon. Volker ist das egal, er mag sowohl große als auch kleine Apfelstücke.
Die fünf essen ihre Pausenbrote und ihre Apfelstücke auf und stellen ihre Brotdosen auf die Mauer neben dem Zaun. Bevor es wieder in die Klassen geht, spielen sie noch eine Runde Fangen. Jens ist der erste Fänger…

Wie viele Apfelstücke haben die Kinder insgesamt in ihren Brotdosen? ( 20 Apfelstücke)
Wie oft kommt das Wort Apfelstücke in der Geschichte vor? (Vier Mal)

Passende Übungen zur Förderung der Konzentration finden Sie in unseren Konzentrationsspielen.



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Unser Gewinnspiel im Juni! Sitztanz-Geschichten für Senioren

Der Preis

Zu gewinnen gibt es im Juni unser Buch .
Die 20 Sitztanz-Geschichten regen zum Mitmachen an und fördern mit viel Freude die Bewegungsfähigkeit. In jede Kurzgeschichte ist ein Sitztanz zu einem kurzen bekannten (Volks-) Lied eingebunden, der an mehreren Stellen wiederholt wird und das Geschehen in der Geschichte untermalt.
Bereiten Sie Ihren Seniorengruppen Freude an Bewegung, am Singen und beim Zuhören!

Die ausführliche Buchvorstellung können Sie sich hier noch einmal ansehen: Sitztanz-Geschichten für Senioren. Geschichten zum Mitmachen, Mitsingen und Bewegen.

Mitmachen!

Bewegungsangebote für Senioren fördern die Beweglichkeit, die Ausdauer, das Gleichgewicht und regen die Durchblutung der Gehirns an – was widerum zu einer höheren kognitiven Leistungsfähigkeit führen kann. Wir alle wissen aber auch, dass es mitunter nicht immer ganz leicht ist, ältere Menschen zu dieser Art Angebote zu motivieren.
Mit Musik geht das leichter! Musik und Gesang werden in der Seniorenarbeit gerne eingesetzt um die Angebote biografieorentiert zu gestalten und die Bereitschaft zum Mitmachen zu fördern. Besonders in der Sitzgymnastik können damit gute Erfolge erzielt werden.
Wir möchten zu diesem Thema an ihren Erfahrungen aus der Praxis teilhaben!

Um an unserem Gewinnspiel teilzunehmen, hinterlassen Sie einen Kommentar…

… und beantworten Sie eine oder mehrere der folgenden Fragen:

Womit motivieren Sie Ihre Seniorengruppen in Bewegungsangeboten?

Welchen guten Erfahrungen haben Sie in der Seniorenarbeit mit Musik gemacht? Wie und wann setzen Sie Musik und/oder Gesang ein?

Welche drei Lieder singen die Senioren, die Sie zur Zeit begleiten, momentan am Liebsten?

Ihren Kommentar können Sie direkt unter diesem Beitrag hinterlassen. Nutzen Sie dafür den Button „Hinterlasse einen Kommentar“ oder das Textfeld unter den schon veröffentlichten Kommentaren. Hier können Sie ganz einfach Ihre Nachricht mit den Antworten zum Gewinnspiel an uns schicken. Kommentare, die uns als eMail erreichen, können leider nicht an der Auslosung teilnehmen.
Bitte geben Sie unbedingt eine korrekte E-mail-Adresse an (die E-mail-Adresse wird zu keinem anderen Zweck verwendet) und achten Sie darauf, dass Ihr Postfach nicht überfüllt ist. Nur so können wir Sie im Falle eines Gewinns kontaktieren.

So geht es weiter…

Das Gewinnspiel läuft bis zum 15. Juni 2019. Alle bis zu diesem Datum eingegangenen, sinnvollen Kommentare nehmen an der Verlosung teil (wobei nur ein Kommentar pro Person an dem Gewinnspiel teilnimmt). Den Kommentaren wird eine Nummer zugeordnet und der Gewinner wird mittels eines Zufallsgenerators ermittelt. Bis Ende Juni wird der Gewinner per E-mail kontaktiert und der Preis verschickt.

Viel Glück!!!

Sonnenblumen am Wegesrand. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Das Ziel dieser Kurzaktivierung ist das Wecken von Erinnerungen an vergangene Sommertage in der Kindheit und Jugend der Zuhörenden. Lesen Sie die Geschichte in gemütlicher Runde vor und bringen Sie eine oder mehrere Sonnenblumen mit.

Sonnenblumen am Wegesrand. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine Sonnenblume

Kurzgeschichte

Wenn ich eine Sonnenblume sehe, muss ich immer an die Sommer meiner Jugend denken. Damals trafen wir uns oft auf dem Kirchplatz oder gingen zusammen in den Feldern spazieren. Wer „wir“ waren? Wir waren eine kleine Gruppe junger Schülerinnen und Schüler, die sich damals schon im Kindergarten kennengelernt hatten. Gemeinsam besuchten wir danach auch die Schule und verbrachten unsere Freizeit zusammen.

Die Sommerzeit war eigentlich die schönste Zeit. Wir machten viele Unternehmungen an der frischen Luft. An den Feldwegen, durch die wir oft spazierten, standen zu dieser Jahreszeit immer große Sonnenblumen. Die Sonnenblumen waren allesamt größer als ich. Aber nicht nur deshalb haben sie mich fasziniert. Ich mochte den warmen Gelbton ihrer Blütenblätter. Und auch den dunkelbraunen Stempel, der manchmal wie Bernstein in der Sonne glitzerte, zog mich in seinen Bann.

Ich weiß noch, wie wir mit den Getreidehalmen zwischen unseren Fingern am Wegesrand saßen und einfach die Sonne genossen. Wenn wir Hunger hatten, aßen wir die Sonnenblumenkerne aus den kürbisgroßen Blütenköpfen. Es machte Spaß, sie dort Kern für Kern herauszupicken und einzeln zu knabbern. Stundenlang konnten wir uns so die Zeit vertreiben.

Heute blühen in meinem Garten im Sommer viele Sonnenblumen. Große und kleine, dicke und ganz zarte. In jedem Sommer sähe ich neue Kerne ein, die dann im Folgejahr zu wunderschönen Blumen heranwachsen. Meine Sonnenblumen besuche ich täglich. An lauen Sommerabenden sitzen mein Mann und ich oft auf der Terrasse und genießen die zarten Kerne, die wir wie früher aus den Stempeln picken. Dann denken wir oft an unsere Jugend zurück. Und an damals, als wir frisch verliebt zusammen unter den Sonnenblumen am Wegesrand saßen…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Freizeitgestaltung in der Kindheit und Jugend

Sonnenblumen im eigenen Garten

Die (erste) Jugendliebe

Freunde von früher

Erinnerungen an glückliche Sommertage



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Großreinemachen. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Werkzeuge

Greta putzt heute das Haus. „Großreinemachen“ sagt sie dazu. Schon als sie Hans gestern von ihrem Plan erzählt hat, bekam der ein mulmiges Gefühl im Bauch und sagte zu sich: „Da störe ich ja doch nur. Ich muss mir schleunigst etwas einfallen lassen, damit ich ihr bloß nicht in die Quere komme… Oder sie noch daran denkt, mich mit einzubinden“.
Er überlegte. Nach drei Minuten hatte er die Lösung. „Keller!“, rief er. Greta schaute ihn fragend an. „Ich räume den Keller auf. Der hat es bitternötig. Kein Werkzeug liegt mehr an seinem Platz.“ Greta guckte zuerst etwas misstrauisch. Dann lächelte sie. „Und du weißt, worauf du dich da einlässt? Der Keller ist wirklich sehr unaufgeräumt…“. „Ja, ja,“, antwortete er ihr und war schon auf dem Weg nach unten. Als er vor dem Chaos stand, wurde Hans kurzerhand wirklich etwas komisch im Bauch. Er fing sich jedoch schnell wieder.
Über Nacht hat er sich ein paar Gedanken gemacht, wie er an das Aufräumen herangehen soll. Jetzt sitzt er am Frühstückstisch und ist voller Tatendrang. Zwei Schluck Kaffee und die letzte Seite der Tageszeitung fehlen noch, dann möchte er sich ans Werk machen. Genauer gesagt ans Werkzeug. Im Hintergrund füllt Greta gerade ihren ersten Eimer mit Wasser.
Im Keller angekommen, stolpert er kurzerhand über die Astschere. Das laute Fluchen verkneift er sich. Er wäre ja ohnehin selbst Schuld an der Misere. Hans schlängelt sich an Brettern und Kisten vorbei zu seiner Werkbank. Hier fühlt er sich immer wohl. Da er aber schon lange nichts mehr gewerkelt hat, hat er es mit der Ordnung auch nicht so genau genommen. Er streicht über seine Werkzeugkiste und legt den Schlosserhammer hinein, die Beißzange und die drei Schraubendreher. Außerdem den Messschieber, den Seitenschneider, den Spannungsprüfer und das scharfe Messer. Er schaut sich um. Die Tischplatte kann man nun wieder sehen. Auch drei Zollstöcke kommen noch zum Vorschein. Zufrieden legt er sie an den ihnen zugewiesenen Platz.
Dann sind die Bretter an der Reihe. Hans schaut sich alle an und entscheidet, dass er sie noch gebrauchen kann. Allerdings sortiert er sie nach Größe und lehnt sie an die Wand. So hat er gleich mehr Platz auf dem Fußboden.
Nach drei Stunden sieht der Keller schon viel besser aus als vorher. Und das Werkzeug ist ordentlich aufgeräumt. Hans ist sogar ein wenig stolz auf sich und findet, er habe ein Bier verdient. Zufrieden steigt er die Kellertreppe hinauf. Er möchte gerade in Richtung Küche gehen, als Greta ihm entgegenkommt: „Ach wunderbar, du bist schon fertig? Die Teppiche hängen über der Stange im Garten. Bist du so lieb?“, und ihm den Teppichklopfer in die Hand drückt…

Wie viele Werkzeuge werden in der Geschichte genannt? (Dreizehn Werkzeuge, inklusive der drei Zollstöcke)
Wie oft kommt das Wort Werkzeug in der Geschichte vor? (Drei Mal)

Schöne und beliebte Ideen für das Gedächtnistraining mit fitteren Gruppen finden Sie auch in unseren Rätseln der Reihe Um die Ecke gedacht.



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Der größte Wunsch. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Haustiere

Suchen Sie sich eine der Aufgaben unter der Rechengeschichte aus und bitten Sie die Senioren, während des Vorlesens ganz genau hinzuhören, damit sie die Frage am Ende der Geschichte beantworten können. Lesen Sie die für die Aufgabe wichtigen Stellen besonders betont vor.
Besonders fitten Gruppen können Sie die Aufgaben auch erst nach dem Vorlesen stellen. Für diese Gruppen eignen sich im Gedächtnistraining zusätzlich die Rätsel aus unserer Reihe Um die Ecke gedacht.

Der größte Wunsch. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Haustiere

Judith wünscht sich schon sehr lange ein Haustier. Am liebsten einen Hund. Oder eine Katze. Einen Stall voller Kaninchen könnte sie sich aber auch gut vorstellen.
Ständig versuchen die Eltern ihrer Tochter zu erklären, dass ein Haustier auch mit viel Arbeit verbunden ist. Ein Hund muss öfter am Tag Gassi gehen. Eine Katze zu halten bedeutet, regelmäßig das Katzenklo sauber zu machen und darauf zu achten, dass sie sich mit ihren Krallen nicht in den Vorhängen verfängt oder am Sofa kratzt. Und Kaninchen brauchen immer einen Käfig mit frischem Heu und Stroh.
Judith findet das gar nicht schlimm. Sie ist davon überzeugt, dass sie sich gut um ihr Haustier sorgen wird. Und so lässt sie nicht locker und fragt fast jede Woche einmal, wann sie denn endlich ein Haustier bekommen darf.
Ein paar Tage vor ihrem siebten Geburtstag ist es dann endlich soweit: Ihre Eltern gehen mit ihr in eine Tierhandlung. Judith darf sich ein Tier aussuchen, das in einem Käfig gehalten werden kann. Ein Hund wäre ihr zwar lieber gewesen, aber sie versucht, sich das nicht anmerken zu lassen. Hinterher überlegen ihre Eltern es sich noch anders…
Als sie die Tierhandlung betreten, kommt Judith aus dem Staunen nicht mehr heraus. So viele Tiere! Fische gibt es dort, Vögel und sogar Schlangen. In einem großen Kleintiergehege sitzen Kaninchen und Meerschweinchen. In einem Käfig daneben flitzen Mäuse um die Wette. Und in einem weiteren Käfig schlafen zwei Hamster. Judith kann sich gar nicht sattsehen. Ihre Eltern stehen lächelnd daneben. Obwohl ihre Mutter ehrlich gesagt ein wenig unsicher ist, für welches Tier sich Judith entscheiden wird.
Am Ende ist die Entscheidung getroffen. Es sollen Kaninchen sein. Judith bekommt zwei: ein Braunes und ein Schwarz-weiß geflecktes. Dazu kaufen sie einen Futternapf und eine Flasche, aus denen die beiden trinken können. Einen Käfig brauchen sie nicht. Bei Oma und Opa steht noch ein Käfig, den Opa damals selbst gebaut hatte – für die Kaninchen ihrer Mutter. Da war sie ungefähr so alt wie Judith heute. Darin können die Kaninchen wohnen. Judith kann es gar nicht abwarten, den beiden ihr neues Zuhause zu zeigen…

Wie viele verschiedene Tierarten sieht Judith in der Tierhandlung? (Sieben verschiedene)
Wie viele Hamster schlafen in ihrem Käfig? (Zwei Hamster)
Wie viele Kaninchen bekommt Judith zu ihrem siebten Geburtstag geschenkt? (Zwei Kaninchen)
Wie oft taucht das Wort Haustier in der Geschichte auf? (Vier Mal)



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Eine Rose zum Hochzeitstag. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Gestalten Sie mit Hilfe unserer kleinen Geschichte und einer Rose eine anregende Kurzaktivierung zu dem Thema Rosen. Unter dem Beitrag finden Sie außerdem ein paar Ideen für Themen, um die sich schöne Biografiegespräche drehen könnten.

Eine Rose zum Hochzeitstag. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine rote Rose

Kurzgeschichte

Rosen sind meine Lieblingsblumen. Meine Eltern erzählen mir heute noch oft, dass ich damals als Kind schon ganz in diese Blumen vernarrt war. Von meiner Oma hatte ich gelernt, dass die meisten Rosen im Juni anfangen zu blühen. Also setzte ich mich pünktlich in den ersten Junitagen in den Garten und wartete, dass unsere Rosen anfingen, zu blühen.

Meist klappte das natürlich. Und da wir verschiedene Rosen im Garten stehen hatten, blühten diese zu unterschiedlichen Zeiten. Die eine fing sehr früh an, die anderen eben ein wenig später. Ich weiß noch, wie weich ihre Blüten waren, und wie vorsichtig ich immer darüberstrich, um sie auch ja nicht zu verletzen. Mit der Zeit lernte ich von meinen Eltern, wie ich die vertrockneten Blüten von den Stielen abschneiden musste, damit neue nachkommen konnten. Als ich alt genug war, übernahm ich also die Rosenpflege in unserem Garten. Und es machte mir viel Freude.

Die Zeit verging. Ich heiratete, zog aus und wir bauten ein Haus. Ich bin sehr froh, dass ich mir den Traum von einem eigenen Rosengarten erfüllen durfte. Sie blühen in den herrlichsten Farben. Wahrlich ja, es ist viel Arbeit, aber ich mache es so gerne! Und schließlich habe ich es auch von der Pike aus von meinen Eltern gelernt.

Wer mich jedes Jahr immer wieder aufs Neue überrascht, ist mein Mann. Von ihm bekomme ich zu jedem Hochzeittag einen wunderschönen Blumenstrauß mit dunkelroten Rosen. Und es kommt mir so vor, als würden die Rosen in jedem Jahr immer schöner. Ich genieße ihren Duft sehr. Sie erinnern mich immer daran, wie unbeschwert ich es als Kind in unserem Garten damals hatte. Und daran, welch ereignisreiches und schönes Jahr wieder hinter mir und meinem Mann liegt…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Rosen im Garten

Rosenpflege

Zu welchen Anlässen wurden Rosen geschenkt

Die Bedeutung von Blumen in der Kindheit und im Erwachsenenalter

Hochzeitstage



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