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Sonnenblumen am Wegesrand. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Das Ziel dieser Kurzaktivierung ist das Wecken von Erinnerungen an vergangene Sommertage in der Kindheit und Jugend der Zuhörenden. Lesen Sie die Geschichte in gemütlicher Runde vor und bringen Sie eine oder mehrere Sonnenblumen mit.

Sonnenblumen am Wegesrand. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine Sonnenblume

Kurzgeschichte

Wenn ich eine Sonnenblume sehe, muss ich immer an die Sommer meiner Jugend denken. Damals trafen wir uns oft auf dem Kirchplatz oder gingen zusammen in den Feldern spazieren. Wer „wir“ waren? Wir waren eine kleine Gruppe junger Schülerinnen und Schüler, die sich damals schon im Kindergarten kennengelernt hatten. Gemeinsam besuchten wir danach auch die Schule und verbrachten unsere Freizeit zusammen.

Die Sommerzeit war eigentlich die schönste Zeit. Wir machten viele Unternehmungen an der frischen Luft. An den Feldwegen, durch die wir oft spazierten, standen zu dieser Jahreszeit immer große Sonnenblumen. Die Sonnenblumen waren allesamt größer als ich. Aber nicht nur deshalb haben sie mich fasziniert. Ich mochte den warmen Gelbton ihrer Blütenblätter. Und auch den dunkelbraunen Stempel, der manchmal wie Bernstein in der Sonne glitzerte, zog mich in seinen Bann.

Ich weiß noch, wie wir mit den Getreidehalmen zwischen unseren Fingern am Wegesrand saßen und einfach die Sonne genossen. Wenn wir Hunger hatten, aßen wir die Sonnenblumenkerne aus den kürbisgroßen Blütenköpfen. Es machte Spaß, sie dort Kern für Kern herauszupicken und einzeln zu knabbern. Stundenlang konnten wir uns so die Zeit vertreiben.

Heute blühen in meinem Garten im Sommer viele Sonnenblumen. Große und kleine, dicke und ganz zarte. In jedem Sommer sähe ich neue Kerne ein, die dann im Folgejahr zu wunderschönen Blumen heranwachsen. Meine Sonnenblumen besuche ich täglich. An lauen Sommerabenden sitzen mein Mann und ich oft auf der Terrasse und genießen die zarten Kerne, die wir wie früher aus den Stempeln picken. Dann denken wir oft an unsere Jugend zurück. Und an damals, als wir frisch verliebt zusammen unter den Sonnenblumen am Wegesrand saßen…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Freizeitgestaltung in der Kindheit und Jugend

Sonnenblumen im eigenen Garten

Die (erste) Jugendliebe

Freunde von früher

Erinnerungen an glückliche Sommertage



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Großreinemachen. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Werkzeuge

Greta putzt heute das Haus. „Großreinemachen“ sagt sie dazu. Schon als sie Hans gestern von ihrem Plan erzählt hat, bekam der ein mulmiges Gefühl im Bauch und sagte zu sich: „Da störe ich ja doch nur. Ich muss mir schleunigst etwas einfallen lassen, damit ich ihr bloß nicht in die Quere komme… Oder sie noch daran denkt, mich mit einzubinden“.
Er überlegte. Nach drei Minuten hatte er die Lösung. „Keller!“, rief er. Greta schaute ihn fragend an. „Ich räume den Keller auf. Der hat es bitternötig. Kein Werkzeug liegt mehr an seinem Platz.“ Greta guckte zuerst etwas misstrauisch. Dann lächelte sie. „Und du weißt, worauf du dich da einlässt? Der Keller ist wirklich sehr unaufgeräumt…“. „Ja, ja,“, antwortete er ihr und war schon auf dem Weg nach unten. Als er vor dem Chaos stand, wurde Hans kurzerhand wirklich etwas komisch im Bauch. Er fing sich jedoch schnell wieder.
Über Nacht hat er sich ein paar Gedanken gemacht, wie er an das Aufräumen herangehen soll. Jetzt sitzt er am Frühstückstisch und ist voller Tatendrang. Zwei Schluck Kaffee und die letzte Seite der Tageszeitung fehlen noch, dann möchte er sich ans Werk machen. Genauer gesagt ans Werkzeug. Im Hintergrund füllt Greta gerade ihren ersten Eimer mit Wasser.
Im Keller angekommen, stolpert er kurzerhand über die Astschere. Das laute Fluchen verkneift er sich. Er wäre ja ohnehin selbst Schuld an der Misere. Hans schlängelt sich an Brettern und Kisten vorbei zu seiner Werkbank. Hier fühlt er sich immer wohl. Da er aber schon lange nichts mehr gewerkelt hat, hat er es mit der Ordnung auch nicht so genau genommen. Er streicht über seine Werkzeugkiste und legt den Schlosserhammer hinein, die Beißzange und die drei Schraubendreher. Außerdem den Messschieber, den Seitenschneider, den Spannungsprüfer und das scharfe Messer. Er schaut sich um. Die Tischplatte kann man nun wieder sehen. Auch drei Zollstöcke kommen noch zum Vorschein. Zufrieden legt er sie an den ihnen zugewiesenen Platz.
Dann sind die Bretter an der Reihe. Hans schaut sich alle an und entscheidet, dass er sie noch gebrauchen kann. Allerdings sortiert er sie nach Größe und lehnt sie an die Wand. So hat er gleich mehr Platz auf dem Fußboden.
Nach drei Stunden sieht der Keller schon viel besser aus als vorher. Und das Werkzeug ist ordentlich aufgeräumt. Hans ist sogar ein wenig stolz auf sich und findet, er habe ein Bier verdient. Zufrieden steigt er die Kellertreppe hinauf. Er möchte gerade in Richtung Küche gehen, als Greta ihm entgegenkommt: „Ach wunderbar, du bist schon fertig? Die Teppiche hängen über der Stange im Garten. Bist du so lieb?“, und ihm den Teppichklopfer in die Hand drückt…

Wie viele Werkzeuge werden in der Geschichte genannt? (Dreizehn Werkzeuge, inklusive der drei Zollstöcke)
Wie oft kommt das Wort Werkzeug in der Geschichte vor? (Drei Mal)

Schöne und beliebte Ideen für das Gedächtnistraining mit fitteren Gruppen finden Sie auch in unseren Rätseln der Reihe Um die Ecke gedacht.



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Der größte Wunsch. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Haustiere

Suchen Sie sich eine der Aufgaben unter der Rechengeschichte aus und bitten Sie die Senioren, während des Vorlesens ganz genau hinzuhören, damit sie die Frage am Ende der Geschichte beantworten können. Lesen Sie die für die Aufgabe wichtigen Stellen besonders betont vor.
Besonders fitten Gruppen können Sie die Aufgaben auch erst nach dem Vorlesen stellen. Für diese Gruppen eignen sich im Gedächtnistraining zusätzlich die Rätsel aus unserer Reihe Um die Ecke gedacht.

Der größte Wunsch. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Haustiere

Judith wünscht sich schon sehr lange ein Haustier. Am liebsten einen Hund. Oder eine Katze. Einen Stall voller Kaninchen könnte sie sich aber auch gut vorstellen.
Ständig versuchen die Eltern ihrer Tochter zu erklären, dass ein Haustier auch mit viel Arbeit verbunden ist. Ein Hund muss öfter am Tag Gassi gehen. Eine Katze zu halten bedeutet, regelmäßig das Katzenklo sauber zu machen und darauf zu achten, dass sie sich mit ihren Krallen nicht in den Vorhängen verfängt oder am Sofa kratzt. Und Kaninchen brauchen immer einen Käfig mit frischem Heu und Stroh.
Judith findet das gar nicht schlimm. Sie ist davon überzeugt, dass sie sich gut um ihr Haustier sorgen wird. Und so lässt sie nicht locker und fragt fast jede Woche einmal, wann sie denn endlich ein Haustier bekommen darf.
Ein paar Tage vor ihrem siebten Geburtstag ist es dann endlich soweit: Ihre Eltern gehen mit ihr in eine Tierhandlung. Judith darf sich ein Tier aussuchen, das in einem Käfig gehalten werden kann. Ein Hund wäre ihr zwar lieber gewesen, aber sie versucht, sich das nicht anmerken zu lassen. Hinterher überlegen ihre Eltern es sich noch anders…
Als sie die Tierhandlung betreten, kommt Judith aus dem Staunen nicht mehr heraus. So viele Tiere! Fische gibt es dort, Vögel und sogar Schlangen. In einem großen Kleintiergehege sitzen Kaninchen und Meerschweinchen. In einem Käfig daneben flitzen Mäuse um die Wette. Und in einem weiteren Käfig schlafen zwei Hamster. Judith kann sich gar nicht sattsehen. Ihre Eltern stehen lächelnd daneben. Obwohl ihre Mutter ehrlich gesagt ein wenig unsicher ist, für welches Tier sich Judith entscheiden wird.
Am Ende ist die Entscheidung getroffen. Es sollen Kaninchen sein. Judith bekommt zwei: ein Braunes und ein Schwarz-weiß geflecktes. Dazu kaufen sie einen Futternapf und eine Flasche, aus denen die beiden trinken können. Einen Käfig brauchen sie nicht. Bei Oma und Opa steht noch ein Käfig, den Opa damals selbst gebaut hatte – für die Kaninchen ihrer Mutter. Da war sie ungefähr so alt wie Judith heute. Darin können die Kaninchen wohnen. Judith kann es gar nicht abwarten, den beiden ihr neues Zuhause zu zeigen…

Wie viele verschiedene Tierarten sieht Judith in der Tierhandlung? (Sieben verschiedene)
Wie viele Hamster schlafen in ihrem Käfig? (Zwei Hamster)
Wie viele Kaninchen bekommt Judith zu ihrem siebten Geburtstag geschenkt? (Zwei Kaninchen)
Wie oft taucht das Wort Haustier in der Geschichte auf? (Vier Mal)



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Eine Rose zum Hochzeitstag. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Gestalten Sie mit Hilfe unserer kleinen Geschichte und einer Rose eine anregende Kurzaktivierung zu dem Thema Rosen. Unter dem Beitrag finden Sie außerdem ein paar Ideen für Themen, um die sich schöne Biografiegespräche drehen könnten.

Eine Rose zum Hochzeitstag. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine rote Rose

Kurzgeschichte

Rosen sind meine Lieblingsblumen. Meine Eltern erzählen mir heute noch oft, dass ich damals als Kind schon ganz in diese Blumen vernarrt war. Von meiner Oma hatte ich gelernt, dass die meisten Rosen im Juni anfangen zu blühen. Also setzte ich mich pünktlich in den ersten Junitagen in den Garten und wartete, dass unsere Rosen anfingen, zu blühen.

Meist klappte das natürlich. Und da wir verschiedene Rosen im Garten stehen hatten, blühten diese zu unterschiedlichen Zeiten. Die eine fing sehr früh an, die anderen eben ein wenig später. Ich weiß noch, wie weich ihre Blüten waren, und wie vorsichtig ich immer darüberstrich, um sie auch ja nicht zu verletzen. Mit der Zeit lernte ich von meinen Eltern, wie ich die vertrockneten Blüten von den Stielen abschneiden musste, damit neue nachkommen konnten. Als ich alt genug war, übernahm ich also die Rosenpflege in unserem Garten. Und es machte mir viel Freude.

Die Zeit verging. Ich heiratete, zog aus und wir bauten ein Haus. Ich bin sehr froh, dass ich mir den Traum von einem eigenen Rosengarten erfüllen durfte. Sie blühen in den herrlichsten Farben. Wahrlich ja, es ist viel Arbeit, aber ich mache es so gerne! Und schließlich habe ich es auch von der Pike aus von meinen Eltern gelernt.

Wer mich jedes Jahr immer wieder aufs Neue überrascht, ist mein Mann. Von ihm bekomme ich zu jedem Hochzeittag einen wunderschönen Blumenstrauß mit dunkelroten Rosen. Und es kommt mir so vor, als würden die Rosen in jedem Jahr immer schöner. Ich genieße ihren Duft sehr. Sie erinnern mich immer daran, wie unbeschwert ich es als Kind in unserem Garten damals hatte. Und daran, welch ereignisreiches und schönes Jahr wieder hinter mir und meinem Mann liegt…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Rosen im Garten

Rosenpflege

Zu welchen Anlässen wurden Rosen geschenkt

Die Bedeutung von Blumen in der Kindheit und im Erwachsenenalter

Hochzeitstage



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Auf Gleis 11 fährt ein… Eine Rechengeschichte zu dem Thema Züge

Lesen Sie die Geschichte im Gedächtnistraining vor. Betonen Sie die entsprechenden Stellen, auf die es bei der Beantwortung der Frage ankommt, besonders deutlich.
Die Konzentrationsübung wird leichter, wenn Sie sich nur auf eine Aufgabe beziehen und wenn Sie diese bereits vor dem Vorlesen stellen.

Auf Gleis 11 fährt ein… Eine Rechengeschichte zu dem Thema Züge

Mit einem kräftigen Windstoß fährt ein ICE in den Bahnhof ein. Kalle weicht einen Schritt zurück. Der Zug wird langsamer, bis er endlich zum Stehen kommt. Fahrgäste steigen mit ihren Koffern aus ihren Abteilen aus. Und neue steigen dazu. Nach fünf Minuten fährt der ICE wieder ab.
Kalle wartet auf seinen Bruder Lutz und seine Schwägerin Anna. Die beiden kommen Lore und ihn über das lange Wochenende besuchen. Da der Zug der beiden verspätet ist, hat Kalle Zeit, das Treiben im Bahnhof und an den Bahnsteigen ein wenig zu beobachten. Er ist gerne an Bahnhöfen. So gerne, wie er auch mit dem Zug verreist…
Es dauert nicht lange und dem ICE von vorhin folgen zwei Regionalbahnen, die fast zeitgleich auf seinem und dem Nachbargleis ankommen. Kalle bekommt eine leichte Gänsehaut. Schön sieht’s aus, wie die Züge einfahren.
Eine Durchsage ertönt. Die vertraute Frauenstimme informiert die Reisenden über ihre Anschlussmöglichkeiten. Nach wenigen Minuten fahren die Regionalbahnen weiter. Diesmal allerdings nicht parallel. Kalle schaut sich die Fahrgäste an. Einige werden von Freunden oder ihren Familien am Bahnsteig abgeholt. Andere rauschen gleich mit ihren Koffern weiter, um die Anschlusszüge zu erreichen. Er guckt auf seine Armbanduhr. „Langsam könnte der Zug aber eintreffen…“, murmelt er.
Da ertönt eine weitere Ansage. Allerdings nicht die erhoffte. Die Durchfahrt eines Güterzuges wird bekannt gegeben. Wieder tritt Kalle einen Schritt zurück. Schon bald spürt er einen heftigen Luftstrom. Mit unzähligen Waggons rauscht der Güterzug an ihm vorbei.
Danach herrscht für einen Moment lang Ruhe. Die meisten Reisenden sind weitergezogen. Noch etwa ein Dutzend warten jetzt auf den langersehnten ICE. Und da, tatsächlich, ertönt die Ansage. Schon bald darauf fährt der beeindruckende ICE in den Bahnhof ein. Es dauert ein wenig, bis Kalle seinen Bruder und seine Schwägerin entdeckt. Doch auf einmal sieht er ein aufgeregtes Winken. Da sind sie!
Noch während sie sich begrüßen, fährt der ICE auch schon wieder weiter…

Wie viele Züge sieht Kalle während seines Aufenthalts am Bahnhof? (Fünf Züge)
Wie oft kommt das Wort ICE in der Geschichte vor? (Sechs Mal)
Wie oft ertönt die Ansage auf dem Bahnsteig? (Drei Mal)



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Mit dem Fahrrad zum Eissalon. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Eis

Suchen Sie sich zu Beginn eine der unten stehenden Aufgaben aus und bitten Sie die Senioren, auf die jeweiligen Details zu achten. Lesen Sie die Rechengeschichte langsam vor. Betonen Sie die Wörter, auf die es ankommt, besonders deutlich.
Fitteren Gruppen können Sie erst die Geschichte vorlesen und im Anschluss die Frage stellen, wie viele Kugeln Eis die Damen insgesamt bestellt haben…

Mit dem Fahrrad zum Eissalon. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Eis

Sieglinde, Claudia und Renate kennen sich schon seit fast fünfzig Jahren. Die drei sind früher zusammen in die Schule gegangen und haben sich seitdem nie aus den Augen verloren. Regelmäßig treffen sich die drei. Dann gehen sie in der Stadt zusammen bummeln, unternehmen Ausflüge oder verabreden sich zum Klönen bei Kaffee und Kuchen in der Konditorei.
Heute sind die Schulfreundinnen mit dem Fahrrad unterwegs. Das Wetter ist herrlich. Die Sonne scheint und die Luft wird von einer lauen Brise erfrischt. Renate kennt eine schöne Strecke durch die Felder. Gemütlich radeln sie so durchs Grüne, bis sie die Eisdiele im Ortskern zwei Dörfer weiter erreichen. Schon beim Anblick der großen, gut gefüllten Eiswaffel über dem Eingang des Eissalons läuft Claudia das Wasser im Mund zusammen. „Jetzt kommt so eine zuckersüße Stärkung aber gerade recht!“, sagt sie schmunzelnd. Die anderen beiden nicken zustimmend, während sie ihre Fahrräder zusammenschließen.
Sieglinde ist die Erste an der Eistheke. Sie mag es, dort die Eissorten zu studieren. Sieglinde probiert mit Vorliebe immer andere Eissorten aus und findet schnell etwas, was ihr heute schmecken könnte. Während sie zum gemeinsamen Tisch geht, schauen Claudia und Renate schon gebannt in die Eiskarte. Sieglinde setzt sich zu ihnen und schwärmt: „Ich weiß schon, was ich nehme. Hier gibt es selbstgemachtes Walnusseis mit großen Nussstücken…“
Die Bedienung kommt. Die drei schauen sich zustimmend an – ja, sie wissen, was sie bestellen wollen. Claudia bestellt einen Schwarzwaldbecher. Renate hat Lust auf einen Eiskaffee mit Vanilleeis. Sieglinde möchte eine Kugel Pfirsicheis, eine Kugel Waldfrucht und zwei Kugeln von dem verlockenden Walnusseis haben – mit Sahne.
Keine zehn Minuten später stehen drei traumhaft verzierte Eisbecher auf dem Tisch. In Renates Eiskaffee schwimmen zwei große Kugeln Vanilleeis. Und auch der Schwarzwaldbecher sieht verlockend aus. Claudia probiert sich durch eine Kugel Vanilleeis, zwei Kugeln Schokoladeneis und eine Kugel Stracciatella. Es schmeckt großartig!
Noch lange sitzen sie in der Sonne und genießen das schöne Wetter… Und sie sind sich einig: hierher kommen sie bestimmt nochmal wieder!

Wie viele Eiskugeln haben die drei insgesamt gegessen? (Zehn Kugeln)
Wie oft kam das Wort „Eis“ in der Geschichte vor? (16 Mal)
Wie viele Kugeln Vanilleeis haben Claudia und Renate zusammen gegessen? (Drei Kugeln Vanilleeis)

Mehr Material für das Gedächtnistraining mit Senioren finden Sie in unseren Rätselfragen.



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Unsere Bibel. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Bringen Sie eine Bibel mit in dieses Aktivierungsangebot. Die kurze Vorlesegeschichte kann gut als Einstieg in Gespräche genutzt werden. Wir lesen sie gerne im Rahmen der Erinnerungsarbeit vor. Ergänzend dazu können Sie sich unser großes Bibelquiz ansehen, das man im Anschluss an die Unterhaltungen als kleine Gedächtnisübung mit in das Angebot einfließen lassen kann.

Unsere Bibel. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine Bibel

Kurzgeschichte

Bei uns war immer eine Bibel im Haus. Sie stand in unserem Bücherregel, wo jeder sie gut sehen konnte. Bei meiner Oma lag sie sogar auf dem Nachttischchen. Sie las oft zum Einschlafen in der Bibel oder betete einen Psalm.

Ich kannte schon als Kind viele Geschichten aus der Bibel, wusste, wer die Evangelisten waren und kannte alle Wunder, die Jesus vollbracht hatte. In der Kirche hörte ich stets gut zu. Und auch in der Schule lasen wir viel in der Bibel. Aber dann auch noch zuhause in der Bibel lesen… das war mir damals zu viel des Guten. Meine Oma verstand mich, obwohl sie diejenige in der Familie war, die am häufigsten in die Kirche gegangen ist. Meine Oma ging sowohl in den Sonntagsgottesdienst als auch in die Frühmessen unter der Woche. Es war ihr wichtig.

Trotzdem verstand sie, dass mir die Texte der Bibel manchmal langweilig vorkamen. Und so setzte sie sich hin und wieder mit mir hin, und erzählte mir die Geschichten, die die Evangelisten aufgeschrieben hatten. Ich hörte ihr gerne zu. Wenn meine Oma mir die Geschichten erzählte, kam es mir ganz oft vor, als sei sie dabei gewesen. Ihre Bibel lag währenddessen die ganze Zeit neben ihr.

Irgendwann, als ich älter wurde, fing ich dann doch an, die Geschichten, die mich interessierten selbst in der Bibel nachzulesen. Und trotzdem, obwohl mir die meisten Texte daraus bekannt sind, und ich sie regelmäßig in der Kirche höre – habe ich heute noch ganz oft die Erzählungen meiner Oma im Ohr. Und dann höre ich ihr wieder zu, wie sie mir die Worte der Bibel auf ihre ganz eigene Art und Weise näher bringt…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Die Bibel der Familie zuhause

Der Glaube an Gott

Wie wurde der christliche Glaube in den verschiedenen Generationen gelebt?

Erinnerungen an Erzählungen der Oma

Welche Rolle spielen der Glaube an Gott und die Kirche im Leben der Senioren



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Der erste Theaterbesuch. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Ein Theaterbesuch ist für viele Menschen ein besonderes Erlebnis. Auch die heutigen Senioren erzählen oft von solchen Ereignissen. Nutzen Sie diese kurze Geschichte zum Vorlesen als Anstoß, um alte Erinnerungen neu zu beleben.

Der erste Theaterbesuch. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Materialien

Eine Theaterkarte

Kurzgeschichte

Oh ja, Theaterabende waren bei uns etwas ganz Besonderes. Zum einen, weil meine Eltern sich freuten, einen Abend zu zweit zu verbringen und zum anderen, weil wir Kinder uns freuten, dass unsere Oma uns ins Bett brachte.

Schon am späten Nachmittag machten unsere Eltern sich für das Theater fein. Meine Oma sagte immer: „Sie werfen sich in Schale.“ Vati zog seinen guten Anzug an. Meine Mutter war meist in einen schicken Rock gehüllt. Dazu trug sie eine farblich passende Bluse. Manchmal zog sie auch ein Kleid an.

Überall im Haus duftete es nach dem Rasierwasser meines Vaters und dem Parfüm meiner Mutter. Fein herausgeputzt und mit glänzenden Schuhen machten sie sich auf den Weg. Meist saßen Oma, meine Geschwister und ich dann schon am Abendbrottisch. Bevor sie losfuhren bat ich meine Mutter immer sich alles was sie sah, bis ins kleinste Detail zu merken und es mir am Tag darauf zu erzählen.

Und das tat sie. Sie erzählte mir von der schicken Abendgarderobe der anderen Theaterbesucher. Von den Kleidern der Darstellerinnen und den vielen Lichtern im Theater. Wirklich bis ins kleinste Detail beschrieb sie mir das Bühnenbild, das ich immer sofort nachmalen wollte.

Es dauerte, bis ich das erste Mal mit ihnen ins Theater ging. Ich weiß noch, dass ich den Tag zuvor so aufgeregt war, dass ich kaum einen Bissen essen konnte. Ich zog mein schönstes Kleid an und durfte mir sogar eine kleine, schicke Handtasche von meiner Mutter ausleihen. Die vielen Lichter in der Empfangshalle waren an diesem Abend überwältigend. Und ich erinnere mich noch ganz genau, dass mein Vater mir in der Pause ein Glas Limonade spendierte. Es war ein großartiger Abend, an den ich noch heute jedes Mal denke, wenn ich ins Theater gehe…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Theaterbesuche – früher und heute

Die Eltern gehen aus

Erinnerungen an den ersten Theaterbesuch

Theaterstücke, die in guter (oder schlechter) Erinnerung geblieben sind

Das gab es nur an besonderen Anlässen (Limonade, Eis, heiße Schokolade…)



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Der neue Klopapierhut. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Für das heutige Aktivierungsangebot benötigen Sie einen alten Klopapierhut und diese kurze Geschichte zum Vorlesen. Nutzen Sie den Klopapiehut und die Geschichte als Grundlage für gemeinsame Gepräche und nehmen Sie die Senioren mit auf eine kleine Reise in die Vergangenheit…

Der neue Klopapierhut. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Ein gehäkelter Klopapierhut

Kurzgeschichte

Im Auto meiner Großeltern fuhr hinten auf der Hutablage immer ein Klopapierhut mit. Für uns Kinder gehörte der einfach zum Auto mit dazu, wir kannten es gar nicht anders. Unsere Eltern hatten keinen Klopapierhut im Auto liegen. Dort gab es noch nicht einmal eine Hutablage.

Und so war dieser Klopapierhut auf eine gewisse Art und Weise etwas Besonderes für uns. Meine Oma hatte ihn aus ziemlich dicker Wolle selbst gehäkelt. Sie kratzte ein wenig, wenn ich sie berührte. Und das tat ich gewiss jedes Mal, wenn ich hinten in Opas Auto stieg. Schließlich sah ich den Hut ja nicht so oft. Mein Bruder tat übrigens das Gleiche. Es war förmlich ein kleines Ritual von uns beiden, beim Einsteigen auf die Rückbank einmal über den Klopapierhut zu streichen.

Eines Tages war der Klopapierhut zu unserer großen Verwunderung auf einmal weg. Wir schauten ganz schön erstaunt aus der Wäsche als wir auf die leere Hutablage sahen. Nichtsahnend, warum wir so große Augen machten, schaute Oma in unsere verdutzten Gesichter. Dann fiel es ihr ein: „Ach, ihr beiden sucht den Klopapierhut? Den habe ich gewaschen, das war dringend nötig. Leider ist mir allerdings dabei die Wolle eingelaufen. So passt er keines Falls mehr auf die Klopapierrolle. Ich häkle aber einen neuen. Vielleicht helft ihr mir, die Wolle dafür auszusuchen?“

Das wollten wir auf jeden Fall. Und so fuhren wir gemeinsam in die Stadt um neue Wolle zu kaufen. Es dauerte ein wenig, bis mein Bruder, meine Oma und ich uns auf die Farben geeinigt hatten. Mein Opa stand wortlos daneben und wartete. Am Ende waren aber alle zufrieden. Schon bald stand ein neuer selbst gehäkelter Klopapierhut auf der Hutablage im Auto meiner Großeltern. Und den wusch meine Oma von da an mit der Hand…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Klopapierhüte im Auto

Häkeln

Kleidungsstücke, die schonmal beim Waschen eingelaufen sind

Wolle, die kratzt

Sich innerhalb der Familie auf etwas einigen

Ausflüge mit den Großeltern



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Omas Perlenkette. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Bieten Sie den Senioren mit dieser Kurzgeschichte und einer Perlenkette eine Reise in die eigenen Erinnerungen an. Mit der Geschichte kann man auch Gespräche anregen, in denen die Senioren sich in einem gemütlichen und sicheren Rahmen austauschen können.

Omas Perlenkette. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Materialien

Perlenkette

Kurzgeschichte

Meine weiße Perlenkette. Immer wenn ich sie umlege, muss ich an meine Oma denken. Sie hat sie mir vor vielen Jahren geschenkt. Es war einst ihre gewesen, die sie früher immer zu ganz besonderen Anlässen getragen hat. Ich weiß noch, dass ich die Kette als Kind immer bewundert habe. Auch die passenden Ohrringe und das Armband, das ganz locker um ihr Handgelenk lag, haben mich immer fasziniert.

Wenn meine Oma ihre Perlenkette trug, dann wusste ich, dass es ein ganz besonderer Tag war. Sie trug ihre weiße Perlenkette nur an Geburtstagen, an Weihnachten, Ostern, und an anderen Familienfesten. Zum Beispiel bei der Taufe meiner Cousine. Nach dem Kaffeetrinken saß ich oft auf ihrem Schoß und habe die hübsche Perlenkette bewundert. Ich habe mir jede Perle einzeln angeschaut und sie zwischen meinen Fingerspitzen hin- und hergedreht. Sie waren ganz glatt. Und haben so schön im Licht geglänzt…

Meine Mama hat mich damals zwischendurch immer daran erinnert, doch ja vorsichtig mit der Perlenkette zu sein. Aber meine Oma sah das nicht so eng. Sie hat mich immer geduldig die Kette bewundern lassen. In der Woche vor meiner Hochzeit kam sie mich eines Abends besuchen. In der Hand hielt sie das Schmuckkästchen mit ihrem Perlenschmuck – es war für mich! Nach kurzem Zögern – ein in jeder Hinsicht so wertvolles Geschenk konnte ich schließlich nicht so leicht annehmen – nahm ich das Kästchen dankbar entgegen. Es war meiner Oma wirklich wichtig gewesen, dass ich die Kette bekam. Und von da an habe ich die Kette, die Ohrringe und das elegante Armband zu jedem besonderen Anlass und an jede Familienfeier getragen. Wenn ich heute über die Perlen streiche, denke ich immer an die vielen kleinen besonderen Momente mit meiner Oma…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Besonderer Schmuck

Erinnerungen an Familienfeste

Welche Rollen haben die eigenen Großeltern in der Familie gespielt

Meine Oma war…

Sich schön machen

Wichtige und enge Bezugspersonen in der Kindheit



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