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Eddas Lieblingsfarbe. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Farben

Edda ist schon ganz aufgeregt. Nachher kommen ihre Freundinnen zu Besuch. Die vier wollen sich endlich mal wieder bei Kaffee und Kuchen unterhalten und Neuigkeiten austauschen. Edda hat einen Johannisbeerkuchen gebacken. Sie mag den säuerlichen Geschmack der Beeren. Mit der leichten Süße im Boden und der frischen Baisermasse ist er einfach ein Gedicht. Edda weiß, dass ihre drei Freundinnen den Kuchen auch sehr gerne essen. Sie hofft, dass sie ihnen damit eine Freude bereiten kann.
Gerade stellt sie das Kaffeeservice auf den Tisch und faltet Servietten. Dann stellt sie die Kerzenhalter an ihre Plätze. Alles Ton in Ton, Edda deckt heute den Tisch in ihrer Lieblingsfarbe ein.
Da sie jetzt im Spätsommer nicht nur Johannisbeeren im Garten gepflückt hat, sondern auch die prall gefüllten Himbeersträucher von ihren Früchten befreit hat, verteilt sie diese passend zu den Servietten und den Kerzen auf dem Tisch. Dazu legt sie ein paar Kirschen. Die Früchte in ihrem Garten sind zwar noch nicht reif, aber den frischen, glänzenden Kirschen an dem Obststand auf dem Wochenmarkt am Freitag konnte sie einfach nicht widerstehen. Neugierig probiert sie eine – sie schmeckt köstlich. Edda ist zufrieden. Sie schaut noch einmal, ob die Gabeln und Löffel richtig liegen und überlegt, ob sie noch etwas vergessen hat. In Gedanken hebt sie den Finger – die Zuckerdose und das Milchkännchen stehen noch nicht auf dem Tisch. Edda eilt zum Schrank und holt Beides heraus. In der Zuckerdose ist noch genug Zucker. Edda stellt sie auf den Tisch. Mit dem Kännchen geht sie in die Küche und füllt es mit Milch. Zufrieden stellt sie es in der Stube neben die Zuckerdose.
Sie lächelt. Der Tisch ist ihr gut gelungen. Die Dekoration ist durch und durch in ihrer Lieblingsfarbe gehalten.

Welche Farbe ist Eddas Lieblingsfarbe?
Lösung: Rot

Spannende Fragen für das Gedächtnistraining mit Senioren sind auch unsere Schätzfragen. Mit diesen Fragen kann gut das Schätzen trainiert werden.



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Blaue Berge, rote Rosen, grüner Kaktus… Ein Seniorenspiel mit Schlagern zu dem Thema Farben. Kostenlos zum Ausdrucken

In diesem Seniorenspiel geht es um beliebte und bekannte Schlager. Wir haben 16 Schlager ausgewählt, in deren Titel Farben vorkommen. Im Spielverlauf sollen die Senioren nun diese Titel den entsprechenden Farben zuordnen. Das Besondere dabei ist, dass die Schlagertitel nicht mehr ganz vollständig sind – Wer erkennt die richtige Farbe, die in dem jeweiligen Schlager besungen wird?
Die vorbereiteten Schlager und Farbkreise können Sie hier kostenlos herunterladen:

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Blaue Berge, rote Rosen, grüner Kaktus… Ein Seniorenspiel mit Schlagern zu dem Thema Farben. Kostenlos zum Ausdrucken

Drucken Sie die Liedtitel und die Farbkreise aus und laminieren Sie die Karten und Kreise wenn möglich. Legen Sie die Farbkreise mit etwas Abstand untereinander auf einen Tisch. Verteilen Sie die Schlagertitel bunt gemischt drum herum.
Nun beginnt das Zuordnen. Bitten Sie die Senioren, den Farben die entsprechenden Schlagertitel zuzuordnen. In dem Titel soll die jeweilige Farbe vorkommen.
Leichter wird das Spiel, wenn Sie die kompletten Schlagertitel auslegen. Schreiben Sie die Titel dafür auf Karteikärtchen oder drucken Sie sie aus. Auch bei dieser Variante sollen die Schlager den in ihrem Titel vorkommenden Farben zugeordnet werden.

Die Schlagertitle in geordnet in der Übersicht

BLAU
Blau blüht der Enzian
Von den blauen Bergen kommen wir
Blaue Nacht am Hafen

WEIß
Weiße Rosen aus Athen
Ganz in Weiß

ROT
Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein
Für mich soll’s rote Rosen regnen
Er hat ein knallrotes Gummiboot
Rote Lippen soll man küssen
Rot sind die Rosen
Rot ist die Liebe
Unter der roten Laterne von St. Pauli

SCHWARZ
Schwarzes Gold

GRÜN
Mein kleiner grüner Kaktus
Grün ist die Heide

GELB
Hoch auf dem gelben Wagen

Noch mehr Spieleideen und kostenlose Materialien für Bewegungsangebote, das Gedächtnistraining oder offene Seniorenrunden finden Sie in unseren Seniorenspielen.



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Ein Kleid in weiß. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

Für diese Wahrnehmungsgeschichte brauchen Sie einige weiße Tücher oder auch etwas weißen Tüll (weiße Servietten erfüllen den Zweck aber auch). Drapieren Sie die Tücher bei dieser Geschichte zum Vorlesen in der Mitte des Tisches oder Stuhlkreises. Betonen Sie die fettgedruckten Wörter und Abschnitte der Geschichte und halten Sie jeweils einen Moment inne.

Ein Kleid in weiß

Hermine geht die lange Treppe zum Dachboden hinauf. Gestern hat ihre Tochter ihr gesagt, dass sie heiraten wird. Hermines ist sehr glücklich darüber. Sie hat schon sehr lange auf diesen Tag gewartet und möchte ihre Tochter mit etwas ganz Besonderem überraschen. Ihr altes, weißes Hochzeitskleid liegt, gut verstaut, in einer alten Truhe auf dem Dachboden. Schon als kleines Mädchen hatte ihre Tochter immer erzählt, dass sie eines Tages das Kleid ihrer Mutter zu ihrer eigenen Hochzeit tragen würde. Nun war es also so weit. Hermine öffnete die Truhe und blickte in einen weißen Stoffhaufen aus Tüll und Spitze.

Langsam entfaltete sie das Kleid und sah vor ihrem inneren Auge ihre Tochter in diesem weißen Traum zum Altar laufen. Die weiße Schleppe zieht sie hinter sich her. Der weiße Schleier verdeckt ihr Gesicht. In den Händen hält sie einen Strauß aus weißen Rosen. Nach der Trauzeremonie wird der Schleier für den Kuss vom Gesicht entfernt und die weißen Zähne ihrer Tochter strahlen in ihrem lächelnden Gesicht. Nach der Kirche läuft sie in dem weißen Kleid durch einen Regen aus weißem Reis. So wie der Reis, wird das Glück auf sie herab rieseln und Hermine sorgt dafür, dass ein paar weiße Tauben im rechten Moment losfliegen um die Treue des frischgebackenen Ehepaares zu symbolisieren. Gemeinsam steigt das frisch getraute Paar in eine weiße Kutsche, die von vier weißen Pferden gezogen wird. Der Himmel strahlt leuchtend blau und nur ein paar einzelne, weiße Watte-Wolken lockern das Bild ein bisschen auf.

Hermine überlegt, ob ihre Tochter das Kleid wohl wirklich noch haben will. Vielleicht möchte sie auch lieber ein moderneres Kleid? Vielleicht möchte sie gar nicht mehr das alte Kleid ihrer Mutter tragen? Sie möchte ihre Tochter auch nicht in Verlegenheit bringen. Am besten zeigt sie ihr das Kleid nochmal ganz in Ruhe und lässt sie dann selbst entscheiden. Es sähe wirklich wunderschön an ihr aus.

Jetzt muss das Kleid aber erst gereinigt und gebügelt werden. Hermine überlegt, ob sie ihrer Tochter auch ihre Perlenkette schenken soll. Die Hochzeit wäre ein guter Anlass. Am Hals ihrer Tochter, würden die weißen Perlen ihren Glanz und ihre Schönheit voll zur Geltung bringen. Voll gepackt steigt Hermine die Treppe hinab. Sie kann vor lauter weißem Tüll fast nichts sehen. Sie ist gerade unten angelangt, da klingelt es an der Tür. Hermine öffnet die Tür und muss erstmal ein bisschen Tüll vor ihrer Nase wegschieben, um zu erkennen, dass ihre Tochter dort steht.

„Oh, Mama!“, sagt diese „das ist ja dein Hochzeitskleid! Ich habe mich gar nicht getraut zu fragen, ob ich es bei meiner Hochzeit tragen darf.“ Die Tochter fällt Hermine um den Hals „Natürlich darfst du“, lächelt Hermine „ich freu mich schon darauf seit du ein kleines Mädchen bist. Das wird ein Traum in Weiß!“ Mutter und Tochter strahlen sich an.



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Die Farbe zählt. Ein Sinnesspiel für Senioren

Materialien

bunte Wäscheklammern
bunter Tonkarton in den Farben der vorhandenen Wäscheklammern

Vorbereitungen und Spielaufbau

Bereiten Sie einen kleinen Korb oder eine kleine Schüssel mit Wäscheklammern in verschiedenen Farben vor. Legen Sie außerdem Tonkarton in den Farben der Wäscheklammern bereit. Besonders schön ist es, wenn der Tonkarton in große Kreise geschnitten wird.

So wird gespielt

Die Teilnehmenden suchen sich immer eine Wäscheklammer heraus und befestigen diese dann an dem Tonkarton in der entsprechenden Farbe. Das Spiel kann auch von vielen Menschen mit Demenz noch lange umgesetzt werden. In fitteren Gruppen kann der Tonkarton in der Mitte liegen und die Teilnehmer tauschen sich darüber aus, wer gerade welchen Tonkarton zum Befestigen der Klammern benötigt.

Varianten

Wer Zeit und Lust zum Basteln hat, kann auch einen großen bunten Tonkartonkreis basteln, an dem die Wäscheklammern befestigt werden. Hierfür wird aus jeder vorhandenen Farbe Tonkarton ein Kreis ausgeschnitten. Die Kreise werden jeweils in so viele Tortenstücke geschnitten, wie es vorhandene Tonkartonfarben gibt. Von diesen Tonkarton-Tortenstücken wird jeweils eins in jeder Farbe auf einen weiteren Tonkartonkreis (Farbe egal) geklebt. Die Wäscheklammern werden beim Sortieren immer an das richtige also an das Tortenstück mit der gleichen Farbe wie die Wäscheklammer geklammert.

Nicht nur Wäscheklammern lassen sich nach Farben sortieren. Auch bunte Knöpfe, Stoffreste, Pompons, Tonkartonstückchen, bunt gemalte Korken, oder, oder, oder eignen sich ganz hervorragend zum Sortieren. Auch bei den Gefäßen, in die man hinein sortiert, kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Eine Muffinform, alte Butterbrotdosen, Gläser, Metalldosen, Eierbecher oder Eierkartons eignen sich für verschiedene Aufgaben zum Farbensortieren.

Es soll ein bisschen näher am Alltag sein? Wie wäre es mit einer lustigen Runde „Socken sortieren“ als Gedächtnisspiel? Ein Spiel, das die meisten schon mehrmals in ihrem Leben gespielt haben. Der Biografiebezug ist also gegeben. In der Gruppe macht es allerdings wesentlich mehr Spaß!



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3 Aktivierungsideen zu dem beliebten Volkslied und Kinderlied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“

Passend zu dem beliebten Volkslied und Kinderlied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ stellen wir Ihnen heute drei kreative Aktivierungsideen vor, die Sie kostenlos und mit wenig Aufwand umsetzen können. Die Kombination von Musik und Gesang mit Bewegungselementen und kleinen Gedächtnisübungen macht erfahrungsgemäß sehr viel Freude und spricht unsere Sinne an. Seien Sie gespannt auf die Reaktionen in den Seniorengruppen!

3 Aktivierungsideen zu dem beliebten Volks- und Kinderlied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“

Bewegung

Während des Singens kann bei „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ gut Bewegung ins Spiel gebracht werden. Verteilen Sie an alle Gruppenteilnehmer Tücher oder Servietten in den Farben, die in den Strophen besungen werden (jeder bekommt ein Tuch oder eine Serviette). Nun singen alle gemeinsam das Lied. Für die musikalische Untermalung finden Sie unten im Beitrag die Melodie, die Sie gerne und kostenlos in Ihren Gruppenangeboten abspielen können.
Alle diejenigen, die zu der besungenen Strophe das passende Tuch in der richtigen Farbe (zum Beispiel grün) in den Händen halten, schwingen es durch die Luft. Bei der nächsten Strophe sind dann die Senioren an der Reihe, die eine andere Farbe in den Händen halten (zum Beispiel schwarz).

Wortsammlungen

Was hat üblicherweise eine grüne Farbe? Mit welchen Dingen verbinden Sie die Farbe rot? Welche drei Gegenstände fallen Ihnen zuerst ein, wenn Sie an etwas schwarzes denken?
Sammeln Sie in dieser kleinen Gedächtnisübung Dinge, die Sie mit verschiedenen Farben verbinden. Als Einstieg für jede Farbe kann man die entsprechende Strophe des beliebten Volksliedes zusammen singen. Die gefundenen Wörter können an ein Flipchart oder auf einen Bogen Tonkarton in der jeweiligen Farbe geschrieben werden.

Kim-Spiele

Bringen Sie etwa zehn kleine Gegenstände in jeder Farbe mit in die Aktivierungseinheit. Legen Sie nach jeder Strophe die Gegenstände in der passenden Farbe in die Tischmitte oder in die Mitte des Stuhlkreises. Schauen Sie sich die Gegenstände zusammen mit den Senioren an und benennen sie nach und nach. Dann legen Sie ein Tuch über die zehn Dinge und nehmen einen Gegenstand weg. Nehmen Sie das Tuch wieder weg. Können die Senioren sich erinnern, welcher Gegenstand vorher noch da gewesen ist?
Bei der Strophe mit den bunten Kleidern legen Sie von jeder Farbe einen oder zwei Gegenstände in die Mitte. Hier könnte man beim Abdecken gut eine Sache gegen eine andere, neue austauschen. Was ist neu dazugekommen?

Der Text zum Lied

Grün
Grün, grün, grün sind alle meine Kleider
Grün, grün, grün ist alles was ich hab
Darum lieb ich alles was so grün ist
Weil mein Schatz ein Jägermeister ist
Darum lieb ich alles was so grün ist
Weil mein Schatz ein Jägermeister ist

Schwarz
Schwarz, schwarz, schwarz sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Schornsteinfeger ist.

Weiß
Weiß, weiß, weiß sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Bäckermeister ist (Müller, Müller)

Blau
Blau, blau, blau sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Färber, Färber ist (Matrose)

Rot
Rot, rot, rot sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Reiter, Reiter ist

Bunt
Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider

Weil mein Schatz ein Maler, Maler ist

Den Text von „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ können Sie hier als Großdruck-Liedblatt ausdrucken



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Trari Trara, die Post ist da… Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen zu der Farbe Gelb

Der Text dieser Wahrnehmungsgeschichte richtet sich an unseren Sehsinn. Im Mittelpunkt steht heute die Farbe gelb. Begleitend zu der Geschichte können Sie Materialien und Gegenstände mit in die Seniorenrunde bringen, die gelb sind. Diese können die Vorstellungskraft der Senioren gut unterstützen.
Lesen Sie die Geschichte so vor, dass alle Zuhörer den Text gut verstehen können. Betonen Sie die markierten Stellen im Text ganz besonders und machen sie danach jeweils eine kurze Lesepause, damit die Senioren sich das beschriebene besser vorstellen können.

Trari Trara, die Post ist da… Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen zu der Farbe Gelb

„Trari Trara, die Post ist da…“, Gabriel saust mit seinem gelben Spielzeugauto über den Küchenfußboden. „Trari Trara…“, so tönt es den ganzen Tag durchs Haus. Was Gabriel einmal werden möchte, wenn er groß ist? Genau: Ein Postbote. Gabriels Lieblingsfarbe ist natürlich gelb. Dass die Postboten eigentlich dunkelblaue Uniformen tragen, stört ihn dabei nicht. Gabriel trägt mit Vorliebe gelbe Hosen und gelbe T-Shirts. Da seine Mutter nicht auf jedes seiner gelben T-Shirts ein schwarzes Posthorn malen möchte, haben sie gemeinsam ein Posthorn aus Pappe gebastelt. Das Posthorn kann sich Gabriel mit Hilfe zweier Sicherheitsnadeln ganz einfach anstecken, wenn er einmal wieder dabei ist, Postbote zu Spielen.

Gabriel hat ein gelbes Fahrrad. Mit seinem Fahrrad fährt er in Windeseile über den Hof und verteilt die vielen Briefe, die er im Laufe der Zeit alle selbst gebastelt hat. Wenn Gabriel Postbote spielt, stehen vier gelbe Pappkartons mit einem Posthorn über den Hof verteilt, die er alle selbst bemalt hat. „Das sind die Briefkästen, in die die Leute ihre Briefe werfen.“, erklärt er immer stolz, wenn jemand zu Besuch auf den Hof kommt und fragt, was denn die vier gelben Pappkartons dort zu bedeuten haben. Gabriel fährt dann mit seinem gelben Fahrrad zu den Briefkästen und leert sie aus. Später schmeißt er die Briefe dann in den Briefkasten am Haus, oder durch den Briefschlitz in der Haustür seiner Großeltern.

Wenn der Postbote kommt, ist das für Gabriel immer ein ganz besonderer Augenblick. Oft steht er schon ungeduldig an der Haustür und wartet darauf, dass endlich der gelbe Handwagen um die Ecke biegt. Der Postbote kennt Gabriel natürlich. Und er lässt sich gerne von ihm helfen. Sobald er den Postboten mit seiner blau-gelben Jacke sieht, eilt er hinaus und begrüßt ihn freudestrahlend. Dieser sucht die Briefe an Gabriels Eltern und auch die Großeltern aus der großen gelben Tasche heraus und überreicht sie seinem stolzen Gehilfen. Mit einem freundlichen „Vielen Dank Gabriel. Bis morgen.“, verabschiedet er sich und zieht weiter.

Gabriel hält die Briefe ganz fest in seiner Hand, sodass sie bloß nicht herunterfallen. Ganz stolz geht er durch den Vorgarten. Im Frühling blühen dort die Osterglocken in wunderschönen warmen Gelbtönen. Die gefallen ihm besonders gut. Allerdings ist er der Meinung, dass die Osterglocken besser „Postblumen“ heißen sollten – schließlich seien sie doch so gelb wie das Postzeichen mit dem Posthorn. Der Name hat sich in der Familie jedoch leider noch nicht durchgesetzt.

Gabriel muss auf die Treppenstufen vor dem Haus steigen, damit er an den Briefkasten herankommt. Wenn er sich auf die Zehenspitzen stellt, gelingt es ihm so gerade. Vorsichtig öffnet er die Klappe und wirft die Briefe hinein. Dann steigt er auf sein gelbes Fahrrad, legt die Briefe in seinen Fahrradkorb und radelt über den Hof zu Oma und Opa. Schon von weitem hört sie das „Trari trara, die Post ist da!“ und öffnet das Küchenfenster. „Na da kommt ja mein Lieblings-Postbote,“, ruft sie ihm lachend entgegen, „hast du einen Moment Zeit, um dich mit warmem Apfelpfannkuchen und Vanillesoße zu stärken?“. Was für eine Frage… Gabriel stellt sein Fahrrad vor dem Haus ab und wirft die Briefe durch den Türschlitz: „Ja klar Omi, gelbe Vanillesoße ist doch das beste Postboten-Essen der Welt!“, erklärt er grinsend, und wartet bis seine Oma die Haustür öffnet…

Weitere Übungen für die Wahrnehmungsanregung finden Sie unter dem Stichwort Wahrnehmungsspiele .



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Schwarz wie die Nacht. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

Dies ist eine Wahrnehmungsgeschichte für Senioren, bei der der Sehsinn aktiviert werden soll. Heute beschäftigen wir uns mit der Farbe schwarz. Bringen Sie begleitend zum Text schwarze Gegenstände oder Stoffe mit, die die Sinneseindrücke beim Zuhören unterstützen können.
Lesen Sie die markierten Stellen im Text besonders langsam und betont vor, damit unterstützen Sie die Senioren bei der Wahrnehmung der Farben.

Schwarz wie die Nacht. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

Heidi schaut aus dem Fenster. Die Sonne ist nun endgültig untergegangen und am Himmel leuchten nur noch ein kleiner weißer Mond und ein paar helle, klare Sterne. Der Mond und die Sterne sind umrahmt von der schwarzen Nacht und Heidi freut sich schon. Heidi freut sich auf diese ganz besondere Nacht. Eine Nacht, die sie schon lange zusammen mit ihrem Mann geplant hat. Heute wollen die beiden tanzen gehen. Sie wollen erst nach Hause kommen, wenn die Sonne wieder aufgeht. So wie früher, als sie noch keine Kinder hatten. Die Kinder sind zwar schon seit einer Weile erwachsen, doch irgendwie haben die beiden es nie wieder geschafft sich aufzuraffen und die Nacht zum Tag zu machen. Das soll sich heute ändern. Heidi dreht sich einmal vor dem Spiegel im Flur. Sie trägt ein wunderschönes, ausgestelltes Kleid aus schwarzem Samt. Ihre Augen hat sie mit schwarzem Kajal umrandet und die Wimpern tiefschwarz und lang getuscht. Sie erkennt sich selbst kaum wieder. Was ein bisschen Schminke und ein Kleid bewirken können. Da kommt Ewald die Treppe herunter. Ewald hat einen schwarzen Anzug angezogen. Wie elegant er aussieht. Heidi ist für einen kurzen Augenblick sprachlos. Ewald braucht keine Worte um auszudrücken, wie er Heidis Aussehen findet. Er pfeift einmal anerkennend und gibt ihr einen langen Kuss. Die Nacht kann beginnen.  Ewald hat sich extra für den Anlass eine kleine, schwarze Limousine ausgeliehen. Gekonnt öffnet er Heidi die Autotür und lässt sie einsteigen. Alles ist perfekt. Die beiden in ihrer schwarzen Garderobe und das glänzend schwarze Auto. Heidi fühlt sich unvorstellbar elegant.

Wenig später schlendern die zwei Hand in Hand zur Stadthalle, die sich für die heutige Nacht in einen Ballsaal verwandelt hat. Alle Besucher des Balls haben sich in Schale geworfen. Die Paare stehen zusammen, schreiten durch den Saal und trinken Champagner. Die Musik kommt am heutigen Abend nicht aus Lautsprechern. Die Tanzmusik wird von einem kleinen Orchester gespielt, das extra für den Abend engagiert wurde. Um sie zum ersten Tanz aufzufordern, verneigt sich Ewald vor seiner Heidi. Diese muss kurz Schmunzeln und an ihre erste Tanzstunde denken, dann nimmt sie die Hand ihres Mannes und die beiden betreten die Tanzfläche. Heidi legt ihre Hand auf Ewalds Schulter und Ewald stützt Heidi den Rücken und Walzertöne erklingen. Die ersten Tanzschritte der beiden wirken ein bisschen eingerostet, doch schon bald, haben sie sich an den Rhythmus gewöhnt. Wie von selbst, bewegen sich ihre Füße und Beine. Der samtene, schwarze Rock dreht sich mit Heidi. 

Es ist ein wunderschöner, gelungener Abend. Auf dem Weg zum Auto, tanzen sie noch eine kleine Ehrenrunde unter dem schwarzen Himmel. Bei einer Sache sind sie sich einig: Wenn wieder ein Ball in der Stadthalle geplant wird, sind sie auf jeden Fall dabei.

Weitere Vorlesegeschichten zum Vorlesen für Senioren und Menschen mit Demenz finden Sie unter unserer Übersicht Geschichten zum Vorlesen .



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Farbenfroh aktivieren

Autorin: Bettina M. Jasper
Verlag: Vincentz

Diese Buchvorstellung wurde von Judith Eble erstellt. Judith arbeitet seit 2012 als zusätzliche Betreuungskraft in einem Altenheim.

Inhalt

Farbenfroh aktivieren*. Das Buch richtet sich an alle, die sich mit alten Menschen beschäftigen, ganz gleich ob aus beruflichem oder ehrenamtlichem Antrieb. Alltagsmaterialien, wie Topfkratzerschwämme, bunte Früchte, Spielkarten oder Haargummis werden zu Aktivierungsmaterial mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Es gibt auf den letzten Seiten des Buches nicht nur eine ausführliche Literatur- und Verlagsspiele-Liste, sondern auch viele hilfreiche Kopiervorlagen.

Autorin

Die Dipl. Sozialpädagogin Bettina M. Jaspers ist unter anderem freiberuflich als Dozentin und als Sport-Übungsleiterin tätig. Sie kann auf zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen wie Hirnleistungs- und Hirnfunktionstraining, Gerontologie, Turnen und Sport zurückblicken und leitet Kurse, Seminare und Therapieeinheiten in Ihrer eigenen Denk-Werkstatt®.

Höhen und Tiefen

Ich war sehr neugierig auf das Buch „Farbenfroh aktivieren“, liegt mir doch das Thema Farbe in den Alltag zu bringen am sehr Herzen – und was soll ich sagen – ich bin wirklich angetan von diesem Werk!
Zu Beginn wird ausführlich zum Thema Farben, deren Geschichte und Wirkung, Farben im Alltag, Farbenlehre etc. eingegangen.
Im Kapitel „Aktivitäten“ gibt Frau Jasper nützliche Hinweise zur Handhabung des Buches. Da dieses als Baukastensystem konzipiert wurde ist diese Gebrauchsanweisung sehr angenehm; auch die methodischen Tipps und die Vorstellung von Hilfsmaterialien (immer mit nachvollziehbaren Erklärungen) sind nützlich und leicht verständlich.
Dann geht es an die Vorstellung der Farben als solche! Eine wunderbare Sammlung aus allen Bereichen, es gibt Grundsätzliches, Redewendungen, Assoziationen, Beispiele (wobei ich mich noch immer frage, wo man blaue Auberginen kaufen kann).
Das von Frau Jaspers Denk-Werkstatt® entwickelte gleichnamige Spiel ist ausführlich für jede Farbe mit entsprechenden Fragen und Antworten ausgearbeitet.
Es schließen sich Spiele und Aufgaben, Gedichte und Märchen an. Dies wird für die Farben Blau, Rot, Grün und Gelb sowie „Bunt gemischt“ angeboten.
Sehr interessant sind die Variationen zu bekannten Verlagsspielen und zur Verwendung von nahezu in jeder Einrichtung vorhandenen Alltagsgegenständen.

Fazit

„Farbenfroh aktivieren“ ist ein wahrer Schatz an Aktivierungsvorschlägen. Nicht unbedingt alles lässt sich mit Gruppen von Demenzkranken (die meine Hauptklientel darstellen) umsetzten, so ist das Denk-Werkstatt® Spiel sicher nur ansatzweise geeignet. Nahezu sämtliche weitere Vorschläge und Variationen jedoch schon.
Allein die Vielfalt und das Schwelgen in Farben, das Hintergrundwissen und die nicht jedem bekannten Geschichten sind auf alle Fälle lesenswert.
Die Sicherheit, sich nicht tagelang vorbereiten zu müssen, sondern spontan agieren zu können, nicht auf teures Material zurückgreifen zu müssen, machen das Buch zu einer Bereicherung in Sachen Arbeiten und Leben mit alten/kranken Menschen. Gerade in diesen Zeiten, in denen Budgets knapp bemessen sind und dennoch ein Maximum an Qualität erwartet wird, sind Ideensammlungen wie die vorliegende wichtig und wertvoll und rechtfertigen durch ihren fundierten Inhalt auch höhere Anschaffungspreise.

Das Buch jetzt direkt auf der Verlagsseite von Vincentz anschauen!*

Kennen Sie das Buch? Wie gefällt es Ihnen? Hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar.

Weiße Rosen aus Athen. Schlager zu dem Thema Farben

Wenn man nach Schlagern nach Aktivierungen für Senioren zu dem Thema Farben sucht, ist das ein recht dankbares Thema. Es gibt viele Texte, in denen eine bestimmte Farbe vermehrt vorkommt. Besonders häufig vertreten sind die Farben weiß und rot. Die hier vorgestellte Auswahl ist mit Sicherheit nicht vollständig. Hinterlassen Sie doch eigene Ideen für Schlager, die man noch zu dem Thema einsetzen könnte, in den Kommentaren unter unserem Beitrag…

Weiße Rosen aus Athen. Schlager zu dem Thema Farben

  1. Ganz in weiß (Roy Black)
  2. Rote Lippen soll man küssen (Cliff Richard)
  3. Blau blüht der Enzian (Heino)
  4. Rot sind die Rosen (Semino Rossi)
  5. Rot ist die Liebe (Vicky Leandros)
  6. Unter der roten Laterne von St. Pauli (Lale Andersen)
  7. Für mich solls rote Rosen regnen (Hildegard Knef)
  8. Weiße Rosen aus Athen (Nana Mouskouri)
  9. Blaue Nacht am Hafen (Lale Andersen)
  10. Mein kleiner grüner Kaktus (Comedian Harmonists)
  11. Schwarzes Gold (Peter Alexander)
  12. Tulpen aus Amsterdam (Mieke Telkamp)

Zu dem Thema Farben lassen sich außerdem kreative Aktivierungseinheiten gestalten. Zwei Ideen stellen wir Ihnen hier kurz vor:

Obst-Durcheinander: Stellen Sie einen bunt gemischten Obstkorb auf den Tisch. Die Senioren sollen das Obst nun nach Farben sortieren. Evtl. kann man im Anschluss noch gemeinsam einen Obstsalat herstellen.

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider: Geben Sie verschiedene Farben vor. Legen Sie dafür farbigen Tonkarton oder Tücher auf einem Tisch bereit. Nun gehen Sie mit Ihrer Gruppe die einzelnen Farben durch und überlegen, welche Berufsgruppen Berufskleidung in dieser Farbe trägt, bzw. welcher Berufsgruppe man üblicherweise diese Farbe zuordnet. Schreiben Sie die Berufe auf Karteikärtchen und legen Sie die Kärtchen zu dem entsprechenden Tuch oder Tonkarton.

Beispiele:
Rot: Fleischer, evtl. Feuerwehrmann
Weiß: Arzt, Apotheker, Drogeriemitarbeiter, Bäcker
Blau: Postbote, Polizist
Grün: evtl. Polizist (früher waren die Uniformen grün), Jäger, OP-Assistent
Schwarz: Feuerwehrmann, Schornsteinfeger
Orange: Müllmann (je nach Stadt/Region sind die Uniformen orange oder gelb), Straßenbauarbeiter

Im Anschluss bietet es sich an, das bekannte Lied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ mit den gesammelten Berufen gemeinsam zu singen.



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Blau? Genau! Ein Reimrätsel rund um Farben

  1. Die schönste Farbe wohl, für wahr,
    oft warnt sie auch vor Gefahr.
    Ist man in der Not,
    sieht man auch mal… rot.
  2. Ist jemand nicht mehr klar,
    ist die Farbe da.
    Dann sagt man? Ganz genau:
    Du bist ja wohl:… Blau.
  3. Im Frühling seh’n wir sie,
    wunderschön wie nie.
    Wenn die Blumen blüh`n,
    ist alles wieder… grün.
  4. Die Farbe hat das Hochzeitskleid,
    für den schönsten Tag zu zweit.
    Wir werfen uns’ren Reis,
    der ist genau so… weiß.



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