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Mathilde auf dem Wochenmarkt. Eine Bewegungsgeschichte mit Tüchern

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Für diese Bewegungsgeschichte benötigen Sie für jeden Teilnehmer ein farbiges Tuch. Diese Farben sollte Sie zur Hand haben: gelb, rot, grün, violett und braun. Wenn Sie nicht alle Farben als Tücher da haben, können Sie auch gut Servietten in der Runde verteilen, oder Sie basteln farbige Karten aus Tonkarton.
Wird in der Geschichte eine der Farben vorgelesen, halten diejenigen, die ein Tuch in dieser Farbe in der Hand haben, ihr Tuch hoch. Bei bunt halten alle ihre Tücher gemeinsam hoch.

Mathilde auf dem Wochenmarkt. Eine Bewegungsgeschichte mit Tüchern

Mathilde nahm ihren hellbraunen Einkaufskorb von der Anrichte. Im Vorbeigehen schaute sie sich noch einmal im Spiegel an und zupfte ihr violettes Halstuch zurecht. Dann machte sie sich auf den Weg.
Ihr Weg führte sie wie jeden Dienstag auf den Wochenmarkt, wo sie sich mit ihrer Freundin Rita traf. Rita hatte ihren senfgelben Mantel an, und so konnte Mathilde sie schon von Weitem sehen. Mathilde winkte ihrer Freundin. Rita winkte freudig zurück. „Grüß dich, Rita!“, sagte Mathilde, als sie bei Rita ankam, „Wenn du deinen gelben Mantel anhast, brauch ich wirklich nicht mehr zu schauen, wo du bist. Der sticht sofort ins Auge!“. Rita grinste:“Ja, ich dachte, es sei mal wieder an der Zeit, das gute Stück aus dem Schrank zu nehmen. Bei dem herrlichen Wetter kommt ein Farbtupfer gerade recht. Wo gehen wir zuerst hin?“
Die beiden entschieden sich für den Gemüsestand. Die Waren dufteten wie an jedem Dienstag frisch. Mathilde entschied sich für rote und grüne Paprika, ein halbes Pfund rote Strauchtomaten, einen Kopf Blumenkohl und eine grüne Gurke. Sie bezahlte und legte das Gemüse in ihren hellbraunen Korb. Rita brauchte Rosenkohl. Der war wirklich frisch: hellgrün und nicht eine einzige braune Stelle war an den kleinen Kohlköpfchen. Dann fiel ihr Blick noch auf die Aubergine – tief violett war sie. „Da kann ich nicht widerstehen…“, schwärmte sie und legte den Rosenkohl in ihre Tasche.
Am Obststand wurden ihnen frische rote Erdbeeren vom Feld zum Probieren angeboten. Die kleinen Früchte waren wirklich köstlich – süß, saftig und mit ein klein wenig Säure. Mathilde und Rita kauften jeweils ein Pfund. Da die gelben Bananen auch verlockend ausschauten, nahm sich Rita auch davon gleich noch zwei mit. Mathilde kaufte grüne Äpfel und braune Kiwis. Als die beiden schon fast auf dem Weg zum Fisschstand waren, entdeckte Rita noch die violetten Trauben, die hinter den gelb-grünen Birnen lagen. Auch davon ließ sie sich welche einpacken.
„Nun aber zum Fischstand,“, sagte sie, „ich habe Hunger auf Fischbrötchen!“. Und wie jeden Dienstag kaufte sich Rita auf dem Markt ihr geliebtes Fischbrötchen. Der Verkäufer reichte ihr das Brötchen über die braune Theke und Rita bezahlte. Sie aß es aber nicht sofort. Mathilde war eher für Süßes, sie liebte gelbgolden gebackene Waffeln. Mit Waffel und Fischbrötchen in der Hand setzen die beiden sich auf eine freie Bank und schauten dem bunten Treiben auf dem Markt zu…

Ein Tipp: Wenn Sie mit fitteren Gruppen arbeiten, dann lassen Sie doch die Farben vor dem Obst und Gemüse weg. Hier müssen die Senioren dann selbst gut aufpassen und ihre Tücher bei den Produkten, die es in ihrer Farbe gibt, hochhalten. Noch mehr Spiele für das Gedächtnistraining mit Senioren finden Sie unter dem Stichwort Konzentrationsspiele .



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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