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Auf dem Weg zur Krippe. Eine Liedergeschichte rund um den Heiligen Abend

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Diese Liedergeschichte ist Teil unserer Geschichten für Senioren – stöbern Sie auch in unseren anderen, kostenlosen Geschichten. Singen Sie in dieser Liedergeschichte mit bekannten Weihnachtsliedern an den entsprechenden Stellen jeweils die erste Strophe der Lieder “Zu Bethlehem geboren“, “Stille Nacht” und “O du Fröhliche“.

Auf dem Weg zur Krippe

Jonas und seine Familie gingen wie an jedem Heiligen Abend am späten Nachmittag in die Kirche. Seine kleine Schwester Thea und er waren an diesem Nachmitag besonders aufgeregt. Nicht nur, dass sie in jedem Moment das Christkind zuhause erwarteten – sie durften in diesem Jahr auch beim Krippenspiel mitspielen. Thea hatte die dankbare und begehrte Rolle der Maria bekommen und Jonas fühlte sich in dem Hirtenkostüm pudelwohl. Eifrig und durchaus konzentriert hatten sie an den Proben teilgenommen.
Während sie sich für die Kirche schick anzogen gingen sie noch einmal die einzelnen Szenen und ihren, wenn auch nur kurzen, Text durch. Eigentlich konnte nichts schief gehen, ihre kleinen Herzchen klopften trotzdem ganz schnell und laut. Als Jonas und Thea dann aber in der Kirche waren und den festlich geschmückten Weihnachtsbaum sahen, war die Aufregung verflogen. Es sah so wunderschön aus – die vielen Lichter, die liebevolle Dekoration, der Stall mit Ochs und Esel (die beiden waren gewiss aus Pappe) und die kleine Krippe mit Stroh, in der später das Jesuskind liegen sollte.
Thea und Jonas schauten, wo ihre Eltern sich hinsetzten und gingen dann zu den anderen Kindern in die Sakristei, wo sie sich gemeinsam für das Krippenspiel umzogen. Die Orgel spielte das Eingangslied…

Zu Bethlehem geboren,
ist uns ein Kindelein,
das hab’ ich auserkoren,
sein eigen will ich sein.
Eia, eia, sein eigen will ich sein.

… und das Krippenspiel begann. Der Priester las die Weihnachtsgeschichte vor und die Kinder spielten, wie Maria und Josef nach Bethlehem aufbrachen, um sich zählen zu lassen. Wie sie keine Herberge fanden und das neugeborene Jesuskind in Windeln wickelten und in eine Futterkrippe gelegt haben. Als Theas Freundin Johanna mit ihren langen blonden Haaren als Engel schwebend von der Decke herunter gelassen wurde, war das für viele ein ganz besonderer Moment. Da waren nicht nur Johannas Eltern entzückt.
Der Engel verkündete den Hirten die frohe Botschaft, woraufhin sie sofort aufbrachen, ihren neuen König zu begrüßen. Und damit hatte Jonas dann seinen großen Auftritt: er war nämlich der erste Hirte, der das Jesuskind auf den Arm nehmen durfte.
Die Kinder ernteten kräftigen Applaus, und Thea und Jonas stand deutlich ins Gesicht geschrieben, dass sie sehr sehr stolz waren, an diesem Heiligen Abend ein Teil der Weihnachtsgeschichte sein durften…

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hoch heilige Paar.
“Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh’,
schlaf in himmlischer Ruh’!”

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Als das letzte Lied zuende war konnten die Beiden an nichts anderes mehr denken als an ihren Weihnachtsbaum zuhause. Ob das Christkind schon da gewesen war? Ob es ihnen Geschenke gebracht hatte? Ob es auch die richtigen Geschenke unter den Baum gelegt hatte?
Das Haus duftete nach frischer Tanne, alles war weihnachtlich geschmückt und kurz bevor sie das Weihnachtszimmer betraten lag immer etwas Geheimnisvolles in der Luft.
Dann ging endlich die Tür auf und Jonas und Thea standen vor einem wunderschönen Weihnachtsbaum, der vor kleinen Lichtern und glänzenden Kugeln von oben bis unten nur so glitzerte. Sie brauchte einen Moment, bis sich ihre Blicke vom Baum lösen konnten…

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ward geboren:
Freue, freue dich, O Christenheit!

Thea bekam endlich die Puppe, die sie sich schon so lange sehnlichst gewünscht hatte. Jonas hatte sich ein Steckenpferd gewünscht, mit dem er Ritter spielen konnte – und auch sein Wunsch wurde erfüllt. Die Eltern schauten mit stolzen und glücklichen Augen ihren Kindern beim Spielen zu. Thea und Jonas schliefen später ganz schnell ein. Es war in jeder Hinsicht ein aufregender Tag für sie gewesen – ein ganz besonderer Heiliger Abend.
Frohe Weihnachten!

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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