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Heiße Milch mit Honig. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung zum Thema Bienen

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Impulsgestützte Kurzaktivierungen bieten besonders im Rahmen der Biografiearbeit mit älteren Menschen eine gute Möglichkeit, Erinnerungen bei den Senioren zu wecken und sie zum Erzählen zu animieren. Und genau dies sind auch die vordergründigen Ziele, die im Mittelpunkt der Aktivierung stehen sollten.
Neben einer kurzen Geschichte, die sich an den Erlebnissen der persönlichen Biografie der Zuhörenden orientiert, werden verschiedene Wahrnehmungselemente bereit gestellt, die die Erinnerungen an früher unterstützen sollen. In dieser Geschichte zu dem Thema Bienen dreht sich alles rund um den süßen Honig. Hier bieten sich zum Beispiel Fotos von Bienen, Bienenwaben und verschiedenen Honigsorten an. Gerne können Sie den Senioren auch Honig zum Probieren anbieten – roh, auf Quark, in warmer Milch oder auf einem Stück Brot bzw. Brötchen.
Die Wahrnehmungsmaterialien dürfen vor, während und nach dem Vorlesen der Kurzgeschichte gerne angeschaut, in die Hand genommen und probiert werden. Im Anschluss an die Geschichte ist Zeit für Gespräche, einige mögliche Themen haben wir unten aufgelistet. Diese Themen sind aber nur beispielhaft gedacht, es sollte individuell darüber gesprochen werden, was die Senioren bewegt und was die Geschichte an Erinnerungen hervorruft…

Materialien zur visuellen und haptischen Unterstützung

Bilder von Bienen, Bienenwaben, Bienenstöcken…
verschiedene Honigsorten, evtl. mit der Möglichkeit, sie zu probieren (pur, auf Quark, auf Brot, in heißer Milch…)
Honiglöffel
Leere Honiggläser mit Schraubverschluss

Kurzgeschichte

Ich erinnere mich noch ganz genau an die Honigbrote, die meine Oma immer für mich geschmiert hat. Meine Oma meinte es da besonders gut mit mir und bestrich die Graubrot-Scheiben dick mit guter Butter. Darauf ließ sie dann mit dem Honiglöffel ganz langsam und sorgfältig den goldenen Honig fließen. Wenn wir dann anschließend den Tisch abräumten, durfte ich den Honiglöffel ablecken. Ich weiß noch, dass ich den süßen, klebrigen Honig ganz langsam auf meiner Zunge zergehen ließ. Noch Minuten später hatte ich den typischen Honiggeschmack in meinem Mund.
Meine Oma machte sich immer ein wenig Honig in ihre Quarkspeise. „Für die leichte Süße“, hatte sie mir einmal erklärt. Das sah zwar gut aus, war mir aber als Kind nicht süß genug. Ich aß lieber mein Honigbrot. Was ich allerdings mochte, war heiße Milch mit Honig. Wenn ich erkältet war und starken Husten hatte, bekam ich von meiner Mutter heiße Milch mit einem Löffel Honig ans Bett gebracht. Das mache ich bei meinen eigenen Kindern heute noch, denn auch sie mögen Honig sehr gerne.
Wenn ich heute ein Honigbrot für meine eigenen Kinder schmiere, und den Honig langsam vom Löffel herunterlaufen lassen, dann denke ich sehr oft an meine Oma. Und wenn ich meinen Kindern eine heiße Tasse Milch mit Honig ans Bett bringe, erinnere ich mich daran, wie gut es sich als Kind angefühlt hat, umsorgt zu werden. Dieses Gefühl möchte ich meinen Kindern sehr gerne weitergeben…



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Mögliche Themen für sich anschließende Gespräche

Beliebte Honigsorten
Wie mögen die Senioren Honig am Liebsten?
Kleine Rituale, wie z.B. das langsame Abschlecken eines Honiglöffels
Erinnerungen an die Kindheit bei der Oma
Hausmittel gegen Erkältungen oder andere Beschwerden
Welche Hausmittel von früher wurden auch an die eigenen Kinder weitergegeben?

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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