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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Was raschelt denn da?

Bei diesem Sinnesspiel sollen die Senioren Alltagsgeräusche durch bloßes Hören erkennen. Stellen Sie, wie bei anderen Sinnesübungen für den Gehörsinn sicher, dass das Hörvermögen der Mitspielenden für das Spiel ausreicht. Wenn Sie sich über die Grundlagen und Hintergründe von sinnesangregenden Wahrnehmungsangeboten für Senioren informieren möchten, dann lesen Sie dafür unseren Übersichtsartikel Basale Stimulation bei Demenz .

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Was raschelt denn da?

Materialien
Eine Stellwand oder ein großer Karton

Papier
Aluminiumfolie
Kugelschreiber
Teller
Kaffeetasse mit Untertasse
Eine Schere
Besteck
Ein Buch
Stricknadeln
Plastikfolie
Ein Glas
Eine Wasserflasche (Glas)
Ein Schlüsselbund
Klebefilmrolle
Geldbörse mit Münzen
Raschelndes Bonbonpapier
Ein Locher
… und andere Gegenstände und Materialien, die Geräusche machen

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bauen Sie eine Stellwand auf und ordnen Sie Stühle im Halbkreis davor an. Sollte Ihnen keine Stellwand zur Verfügung stehen, kann man diese gut durch einen großen Karton ersetzen, der einfach auf einen Tisch gestellt wird. Die Anordnung der Stühle bleibt dabei die gleiche. Die kreativen Köpfe unter uns haben auch noch die Möglichkeit, aus den drei zusammenhängenden Seitenteilen des Kartons eine Art Sichtschutz zu gestalten. Dieser kann auch auf einen Tisch gestellt werden.
Legen Sie die mitgebrachten Materialien versteckt hinter die Stellwand, in den Karton oder hinter die Kartonwand.

So wird gespielt
Machen Sie mit den mitgebrachten Gegenständen und Materialien nacheinander typische Geräusche. Die Senioren sollen erkennen, welches Geräusch Sie erzeugt haben und welche Gegenstände Sie dafür benutzt haben.
Geräusche, die von den Senioren gut erkannt werden können, sind zum Beispiel:
– eine Flasche öffnen
– Teller stapeln
– ein Stück Papier zerreißen
– mit einer Schere Papier schneiden
– Papier zerknüllen
– Alufolie zerknittern
– die Mine eines Kugelschreibers herausdrücken
– mit einem Schlüssel klimpern
– Klebefilm von einer Klebefilmrolle abrollen
– ein Glas Wasser einschenken
– mit einem Messer an den Glasrand klimpern
– mit Besteck klappern
– eine Tasse auf eine Untertasse stellen
– Münzen aus einer Geldbörse heraussuchen
– ein Blatt Papier lochen
– mit Bonbonpapier rascheln
– ein Buch umblättern
– …

Wurden die Geräusche erraten, zeigen Sie die Materialien und Gegenstände einmal in die Runde. Dann legen Sie sie wieder zurück zu den anderen. Geben Sie den Senioren die Gegenstände im Anschluss an das Spiel auch einmal in die Hand, das haptische Empfinden unterstützt die Sinnesanregung.

Varianten
Je nach Aufmerksamkeitsspanne der teilnehmenden Senioren nehmen Sie entweder mehr oder weniger Gegenstände. Oft kann man während des Spiels auch ganz gut einschätzen, wie viele Geräusche noch erraten werden können. Das kann man bei diesem Sinnesspiel wirklich gut und flexibel variieren.
Als Variante können Sie zum Beispiel auch gut ein Geräusch vorgeben, dass unter drei vorgemachten erkannt werden soll. Nehmen Sie beispielsweise das Klirren eines Messers an einem Glasrand, dann können Sie das Messer jeweils einmal an ein Glas, an eine Tasse und ein Buch anschlagen. Erraten die Senioren, welches Geräusch das Richtige ist?



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Sinnesspiele für Senioren. Riech-Kim mit flüssigen Stoffen und ätherischen Ölen

Bei diesem Sinnesspiel steht das Riechen im Mittelpunkt des Geschehens. Ein Seniorenspiel, das Sie ganz leicht selbermachen können und erfahrungsgemäß stets eine beeindruckende Wirkung bei den Senioren erzielt.

Riech-Kim mit Flüssigkeiten und ätherischen Ölen

Materialien
Kleine Marmeladengläser mit Schraubdeckeln, einen Deckel extra
Alufolie oder kleine Papiertüten
Watte
Handbohrer, alternativ einen Dosenstecher (Dosenmilchöffner)

Flüssigkeiten, die einen typischen Geruch haben, wie zum Beispiel
– Waschmittel
– Seife
– Duschgel
– Flüssigwürze
– Säfte
– Bittermandelöl
– Wenn möglich auch gerne Bier, Rum oder Wein
– Essig (Vorsicht! Nicht zu nah mit der Nase herangehen)
– Spülmittel
– Speiseöl
– Duftwasser (z.B. den Duft mit der alten, vierstelligen Kölner Postleitzahl)
– Bodenreiniger
– …

Unbedenkliche, ätherische Öle, die gut erkannt werden können, beispielsweise
– Zitrone
– Melisse
– Pfefferminz
– Vanille
– Orange
– Moschus
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Die Flüssigkeiten werden in die Marmeladengläser gefüllt. Es genügt eine Füllhöhe von ca. einem Zentimeter; bei Essig, der Flüssigwürze und Bittermandelöl reicht auch deutlich weniger. Die ätherischen Öle träufeln Sie auf einen Wattebausch und legen diesen in das Marmeladenglas. Die Gläser werden verschlossen und mit der Alufolie ummantelt, sodass man den Inhalt nicht mehr erkennen kann. Alternativ stellt man die Gläser in kleine Papiertüten und schneidet den überstehenden Rand ab.
Nun bohren oder stechen Sie zum Schluss noch mit dem Handbohrer oder Dosenstecher Löcher in den übrig gebliebenen Deckel. Bereiten Sie einen Tisch mit Stühlen vor und stellen Sie die Gläser in die Mitte.

So wird gespielt
Wählen Sie das erste Glas aus und schrauben sie den durchlöcherten Deckel drauf. Dann geben Sie das Glas durch die Runde und bitten die Senioren zu erschnuppern, was sich in dem Glas befinden könnte. Haben alle an dem Glas gerochen, können die Senioren ihre Vermutungen dazu äußern. Wer möchte, weil er sich zum Beispiel unsicher war, darf selbstverständlich nach der Auflösung noch einmal daran riechen. Im Anschluss wird der nächste Duft in die Runde gegeben.
Geben Sie den Teilnehmenden bitte, bevor Sie den Essig herumreichen, das Signal, besonders vorsichtig an dem entsprechenden Glas zu riechen und nicht zu nah an den Deckel heranzugehen. Starten Sie mit jedem Glas an einer anderen Stelle in der Runde, sodass alle die Möglichkeit haben, auch mal als Erster an einem Glas zu riechen.

Varianten
Wählen Sie jeweils drei verschiedene Flüssigkeiten aus und bitten Sie einzelne Teilnehmer, eine Bestimmte (zum Beispiel das Spülmittel) aus den Dreien herauszusuchen. Der Nächste bekommt drei andere Alternativen. Ob Sie es bei dem zu bestimmenden Duft belassen oder einen anderen aussuchen, bleibt ganz Ihnen überlassen.



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Meine Frühlingsboten. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung mit Krokussen

In dieser impulsgestützten Kurzaktivierung geht es um die ersten Frühlingsboten. Sie ist ein schöner Einstieg in Aktivierungen zum Frühlingsbeginn.
Im Mittelpunkt der impulsgestützten Kurzaktivierung steht das Wecken von Erinnerungen mit Hilfe der kurzen Geschichte und die anschließenden Gespräche unter den Senioren. Beispiele für biografieorientierte Fragen finden Sie unter der Geschichte.

Material

Eine oder mehrere blaue Krokuspflanzen im Topf

Kurzgeschichte

Ich mag den Frühling. Wenn die Tage nach einem langen, kalten Winter langsam wieder heller werden, kann man wunderbar beobachten, wie der Natur nach und nach wieder Leben eingehaucht wird. Früher lag oft im März noch Schnee. Ich weiß noch, wie gerne ich die glitzernden Eiskristalle in der schon frühlingshaften Sonne beobachtet habe. Es sah wunderschön aus.

Wenn sich dann die ersten grünen Spitzen der Krokusse durch die dünne Schneedecke geschoben haben, wusste ich, dass der Frühling in greifbarer Nähe war. Es war fast wie ein kleines Wunder, dass diese kleinen blauen Pflänzchen es schafften, sich ihren Weg durch die kalte Schneedecke zu bahnen. Und wie kraftvoll sie aussahen. Bis heute sind Krokusse meine liebsten Frühlingsblumen. Auch wenn mal keine Schneedecke in meinem Garten liegt, sind sie einfach die schönsten Frühlingsboten.

Sie stehen dort immer im Dutzend. Wie eine kleine Krokusfamilie. Meist beginnen ein oder zwei Pflänzchen damit, sich in die Kälte zu wagen. Es scheint so, als wollten sie erst einmal schauen, ob es sich wirklich lohnt, dass sie ihre Köpfchen der Sonne entgegenstrecken. Und dann, innerhalb von ein oder zwei Tagen, steht die ganze Familie dort. Ihre kleinen blauen Blüten wirken wie ein richtiges Feuerwerk in dem sonst noch verschlafenen Garten.

Von da an weiß ich, dass es bis zum Frühlingsbeginn nicht mehr lange dauert. Und ich freue mich. Ja, ich freue mich sehr auf das, was uns die blauen Krokusse für das neue Jahr ankündigen…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Frühlingsanfang

Der verschlafene Garten im Winter

Verschiedene Frühlingboten

Lieblingsblumen

Gartenarbeit im Frühling

Schnee – früher und heute

Eine breite Auswahl an Gedichten für den Frühling finden Sie unter dem Stichwort Frühlingsgedichte.



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wer kennt das Lied?

In diesem Sinnesspiel steht das Hören im Mittelpunkt. Gesucht werden bekannte Schlager oder Volkslieder, die anhand von kurzen musikalischen Ausschnitten erkannt werden sollen.
Ein Hinweis: Stellen Sie vor Beginn der Übung fest, dass das Hörvermögen der Mitspielenden ausreicht, um die Einspieler zu erkennen. Wenn die Senioren die Musik gar nicht oder zu schlecht hören, wäre das einfach sehr frustrierend…

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wer kennt das Lied?

Materialien
Bekannte Schlager und Volkslieder (auf CD, Mp3, USB-Stick…)
Ein Gerät zum Abspielen der Lieder

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bereiten Sie einen Raum vor, in dessen Umgebung sich die Senioren möglichst gut konzentrieren können. Die Teilnehmer können entweder um einen großen Tisch herum, oder in einem Stuhlkreis sitzen. Platzieren Sie das Abspielgerät so, dass man die Musik an jedem Platz gut hören kann. Bei diesem Sinnesspiel sollte man die Sitzordnung etwas im Auge behalten: Mitspieler, die ein Hörgerät tragen, sollten etwas weiter von den Lautsprechern entfernt sitzen. Senioren, die ein eingeschränktes Hörvermögen haben, jedoch kein Hörgerät tragen, können gerne nah an der Musikquelle sitzen. Machen Sie, bevor Sie mit dem Spiel beginnen, mit einem beliebigen Lied (das nicht Teil der Übung ist) einen Test, ob alle die Musik gut hören können.

So wird gespielt
Spielen Sie jeweils die ersten Takte eines bekannten Volksliedes oder Schlagers an. Je kürzer die Sequenz, desto schwieriger wird das Raten. Fragen Sie die Senioren, ob sie das Lied erkannt haben. Wurde der Titel erraten, spielen Sie die erste Strophe und den Refrain einmal komplett ab. Meist schließen wir noch ein gemeinsames Singen an und singen das Lied in der Gruppe. Das ist mit oder ohne musikalische oder instrumentale Begleitung möglich.

Varianten
Die Länger der musikalischen Sequenzen passen Sie einfach an die Fähigkeiten der teilnehmenden Senioren an. Manchmal ist es auch von Liedtitel zu Liedtitel abhängig, wie schnell das Volkslied oder der Schlager erkannt werden. Das kann zum Beispiel am Bekanntheitsgrad des Titels liegen oder aber auch an der Art des Intros.
Versuchen Sie doch mal, eine beliebige Textzeile aus der Mitte anzuspielen. Oder Sie machen für die etwas fitteren Senioren eine spannende Raterunde aus dem Musikrätsel. Teilen Sie dafür Blätter und Stifte aus uns spielen Sie kurze Ausschnitte von drei bis fünf Titeln hintereinander an. Die Senioren sollen die erkannten Titel aufschreiben. Konnten alle Titel erkannt und notiert werden?

Informieren Sie sich im Rahmen von Wahrnehmungsübungen und Sinnesspielen gerne bei uns auch über Basale Stimulation bei Demenz .



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Endlich wieder im Garten… Eine Tastgeschichte für Senioren mit Erde

In dieser Wahrnehmungsgeschichte steht das Tasten von Gartenerde im Mittelpunkt. Bringen Sie eine Schale mit Gartenerde mit in das Angebot und lassen Sie die Senioren etwas von der Erde tasten.
Dann wird die Geschichte vorgelesen. Die markierten Stellen im Text beschreiben die Sinneswahrnehmungen des Erde-Tastens ganz genau. Lesen Sie diese Stellen besonders betont und langsam vor.
Im Anschluss an die Wahrnehmungsgeschichte bieten sich gemeinsame Gespräche über die Erinnerungen an die Gartenarbeit an. Tipps für die Gestaltung von biografischen Gesprächen finden Sie unter dem Stichwort Biografiearbeit Altenpflege .

Endlich wieder im Garten… Eine Tastgeschichte für Senioren mit Erde

Nach dem langen Winter muss Elena endlich wieder raus in den Garten. Nicht nur, dass ihr die frische Luft, die Bewegung und das Graben in der Erde gefehlt hat. Nein, der Garten sieht einfach furchtbar aus. Alles wächst durcheinander, die Erde ist mit Unkraut übersät und in den Ecken liegt überall noch Laub vom letzten Herbst herum.

Nach den ersten trockenen Tagen macht sie sich eines Morgens an die Gartenarbeit. Es riecht modrig und die Erde ist noch recht feucht. Trotzdem beginnt sie damit, die Erde aufzulockern und Unkraut zu zupfen. Die großen Erdklumpen im Beet sind ziemlich hart, so leicht bekommt sie sie mit ihren Fingern nicht zerdrückt. Und so sehr sie auch drückt, sie bekommt sie nicht klein. Da muss erst noch einmal die Harke herhalten. Es gelingt ihr. Aus der fein geharkten Erde kann sie dann ganz leicht mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger das Unkraut herauslösen und in den Eimer werfen. Behutsam streicht sie nochmal über die Erde um zu sehen, ob sie auch alles erwischt hat.

Elena ist diese farblose Einöde in ihrem Garten leid. Und auch wenn erst in der übernächsten Woche Frühlingsanfang ist, setzt sie trotzdem schonmal ein paar Blühpflanzen in ihre Beete. Sie hat die Erde in den Beeten so gut aufgelockert, dass sie die Löcher dafür ganz leicht mit den Händen graben kann. Außerdem mag Sie das Gefühl von feuchter Erde in ihren Händen. Die Erdklumpen sind jetzt so klein und fein, dass sie sie ganz leicht mit ihren Fingern zerdrücken kann. Elena nimmt ein wenig Erde zwischen die Finger und zerreibt sie. Es duftet nach frischer, feuchter Erde. Ein wenig davon bleibt immer an ihren Fingern, das stört sie jedoch nicht weiter, schließlich ist sie ja bei der Gartenarbeit. Als die Löcher für die Blumen tief genug sind setzt sie sie ein. Mit den Fingern fühlt sie, ob die Blume gut in dem Loch sitzt. Ein wenig drückt sie die Wurzel noch hinein. Dabei spürt sie wie die Erde unter ihren Daumen wieder glatt und fest wird.

Elena nimmt einige Handvoll der aufgelockerten Erde, die sie gerade ausgehoben hat und füllt sie in das Loch. Als die Seiten zu sind, drückt sie von oben noch ein wenig nach, damit die Blume auch fest und sicher sitzt. Sie spürt, wie die Erde immer dichter wird. Dann fährt sie mit ihrer Hand wieder locker über die Erde und verteilt die kleinen Erdklümpchen gleichmäßig auf der Oberfläche. Die Erde fühlt sich jetzt viel feiner an. Elena harkt noch ein wenig nach und schaut sich das Ergebnis ihrer Gartenarbeit an. Sie ist zufrieden. Gut gelaunt hebt sie noch das eine oder andere Blatt auf, das ihr begegnet und räumt die Gartengeräte weg. Dann gönnt sie sich eine heiße Tasse Tee…



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Sinnesspiele für Senioren. Riech-Kim mit echten Lebensmitteln

Aus unserer Reihe Sinnesspiele für Senioren stellen wir Ihnen heute ein Wahrnehmungsspiel vor, das den Geruchssinn fördert. Im Mittelpunkt stehen Lebensmittel, die allen Senioren bekannt und vertraut sind.

Riech-Kim mit echten Lebensmitteln

Materialien
Kleine Papiertüten (Butterbrottüten)
Evtl. kleine Marmeladen- oder Teelichtgläser
Bei Bedarf ein dünnes Tuch oder eine Serviette

Lebensmittel mit einem starken Eigengeruch, zum Beispiel
– Kaffeepulver oder -bohnen
– Loser Tee
– Frisches Brot
– Käse
– Geräucherte Wurstsorten
– Bananen
– Vanillestange
– Marmeladen
– Honig
– Schokolade
– Geschnittene Paprika
– Plätzchen
– Frische Hefe
– Pudding
– Frische Waffeln
– Geschnittener Apfel
– Fruchtjoghurt
– Getrocknete Kräuter
– Frische Kräuter
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Geben Sie die Lebensmittel einzeln in die kleinen Papiertüten. Schneiden Sie dafür das Brot, Obst, Gemüse etc. in kleine Stücke und zupfen die frischen Kräuter klein – so können sie ihren typischen Duft entfalten. Flüssige Lebensmittel, wie zum Beispiel Joghurt, Marmelade oder Honig werden erst in die kleinen Marmeladen- oder Teelichtgläser gefüllt, und anschließend in die Papiertüten hineingestellt.
Bereiten Sie einen großen Tisch mit Stühlen vor und stellen Sie die gefüllten Papiertüten in die Mitte, evtl. auf ein Tablett. Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, dass niemand vorher in die Tüten hineinlugt, decken Sie sie mit einem dünnen Tuch oder einer Serviette ab.

So wird gespielt
Die Tüten werden nacheinander durch die Runde gegeben. Bitten Sie die Senioren zu erraten, welche Lebensmittel sich darin befinden. Diese sollen allein durch Riechen erkannt werden. Wenn möglich schließen die Senioren dabei die Augen.
Geben Sie die Tüten einzeln und an verschiedenen Stellen in die Runde, so hat jeder Teilnehmer einmal die Möglichkeit, als „Erster“ an den Lebensmitteln zu schnuppern. Erst wenn alle einmal an einer Tüte gerochen haben, kommt die nächste Tüte ins Spiel…
Lassen Sie das erkannte Lebensmittel ruhig am Ende noch einmal durch die Runde gehen. Dadurch haben auch diejenigen, die sich vorher unsicher waren noch einmal die Möglichkeit, den Duft „richtig“ wahrzunehmen.

Varianten
In fitten Gruppen kann man aus der Wahrnehmungsübung ein richtiges Quiz machen. Wählen Sie fünf bis zehn Lebensmittel aus. Verteilen Sie Papier und Stifte an die teilnehmenden Senioren. Dann werden die Lebensmittel (in den Tüten) reihum gegeben. Alle schreiben die Lebensmittel, die sie meinen, erkannt zu haben, nummeriert auf den Zettel. Erst, wenn alle fertig sind, werden die Vermutungen verglichen und die richtigen Lebensmittel aufgelöst.
Eine weitere Möglichkeit ist es, gleich drei oder vier stark riechende Lebensmittel in eine Tüte oder auf einen Pappteller zu legen. Bitten Sie die Mitspielenden, die Augen zu schließen. Können die Senioren nur durch Riechen alle Lebensmittel bestimmen?
Generell gilt: je stärker die Düfte, desto leichter ist die Sinnesübung. Auch hier sollte man die Senioren nicht überfordern. Je nach Ressourcen der Mitspieler, wählen Sie der Situation angemessen entweder mehr oder weniger Lebensmittel aus.



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Trari Trara, die Post ist da… Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen zu der Farbe Gelb

Der Text dieser Wahrnehmungsgeschichte richtet sich an unseren Sehsinn. Im Mittelpunkt steht heute die Farbe gelb. Begleitend zu der Geschichte können Sie Materialien und Gegenstände mit in die Seniorenrunde bringen, die gelb sind. Diese können die Vorstellungskraft der Senioren gut unterstützen.
Lesen Sie die Geschichte so vor, dass alle Zuhörer den Text gut verstehen können. Betonen Sie die markierten Stellen im Text ganz besonders und machen sie danach jeweils eine kurze Lesepause, damit die Senioren sich das beschriebene besser vorstellen können.

Trari Trara, die Post ist da… Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen zu der Farbe Gelb

„Trari Trara, die Post ist da…“, Gabriel saust mit seinem gelben Spielzeugauto über den Küchenfußboden. „Trari Trara…“, so tönt es den ganzen Tag durchs Haus. Was Gabriel einmal werden möchte, wenn er groß ist? Genau: Ein Postbote. Gabriels Lieblingsfarbe ist natürlich gelb. Dass die Postboten eigentlich dunkelblaue Uniformen tragen, stört ihn dabei nicht. Gabriel trägt mit Vorliebe gelbe Hosen und gelbe T-Shirts. Da seine Mutter nicht auf jedes seiner gelben T-Shirts ein schwarzes Posthorn malen möchte, haben sie gemeinsam ein Posthorn aus Pappe gebastelt. Das Posthorn kann sich Gabriel mit Hilfe zweier Sicherheitsnadeln ganz einfach anstecken, wenn er einmal wieder dabei ist, Postbote zu Spielen.

Gabriel hat ein gelbes Fahrrad. Mit seinem Fahrrad fährt er in Windeseile über den Hof und verteilt die vielen Briefe, die er im Laufe der Zeit alle selbst gebastelt hat. Wenn Gabriel Postbote spielt, stehen vier gelbe Pappkartons mit einem Posthorn über den Hof verteilt, die er alle selbst bemalt hat. „Das sind die Briefkästen, in die die Leute ihre Briefe werfen.“, erklärt er immer stolz, wenn jemand zu Besuch auf den Hof kommt und fragt, was denn die vier gelben Pappkartons dort zu bedeuten haben. Gabriel fährt dann mit seinem gelben Fahrrad zu den Briefkästen und leert sie aus. Später schmeißt er die Briefe dann in den Briefkasten am Haus, oder durch den Briefschlitz in der Haustür seiner Großeltern.

Wenn der Postbote kommt, ist das für Gabriel immer ein ganz besonderer Augenblick. Oft steht er schon ungeduldig an der Haustür und wartet darauf, dass endlich der gelbe Handwagen um die Ecke biegt. Der Postbote kennt Gabriel natürlich. Und er lässt sich gerne von ihm helfen. Sobald er den Postboten mit seiner blau-gelben Jacke sieht, eilt er hinaus und begrüßt ihn freudestrahlend. Dieser sucht die Briefe an Gabriels Eltern und auch die Großeltern aus der großen gelben Tasche heraus und überreicht sie seinem stolzen Gehilfen. Mit einem freundlichen „Vielen Dank Gabriel. Bis morgen.“, verabschiedet er sich und zieht weiter.

Gabriel hält die Briefe ganz fest in seiner Hand, sodass sie bloß nicht herunterfallen. Ganz stolz geht er durch den Vorgarten. Im Frühling blühen dort die Osterglocken in wunderschönen warmen Gelbtönen. Die gefallen ihm besonders gut. Allerdings ist er der Meinung, dass die Osterglocken besser „Postblumen“ heißen sollten – schließlich seien sie doch so gelb wie das Postzeichen mit dem Posthorn. Der Name hat sich in der Familie jedoch leider noch nicht durchgesetzt.

Gabriel muss auf die Treppenstufen vor dem Haus steigen, damit er an den Briefkasten herankommt. Wenn er sich auf die Zehenspitzen stellt, gelingt es ihm so gerade. Vorsichtig öffnet er die Klappe und wirft die Briefe hinein. Dann steigt er auf sein gelbes Fahrrad, legt die Briefe in seinen Fahrradkorb und radelt über den Hof zu Oma und Opa. Schon von weitem hört sie das „Trari trara, die Post ist da!“ und öffnet das Küchenfenster. „Na da kommt ja mein Lieblings-Postbote,“, ruft sie ihm lachend entgegen, „hast du einen Moment Zeit, um dich mit warmem Apfelpfannkuchen und Vanillesoße zu stärken?“. Was für eine Frage… Gabriel stellt sein Fahrrad vor dem Haus ab und wirft die Briefe durch den Türschlitz: „Ja klar Omi, gelbe Vanillesoße ist doch das beste Postboten-Essen der Welt!“, erklärt er grinsend, und wartet bis seine Oma die Haustür öffnet…

Weitere Übungen für die Wahrnehmungsanregung finden Sie unter dem Stichwort Wahrnehmungsspiele .



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Aus kratziger Wolle. Mütze, Schal und Handschuh: Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Auch mit dieser impulsgestützen Kurzaktivierung möchten wir bei den Senioren Erinnerungen an früher wecken. Im Mittelpunkt dieser Aktivierung steht nicht die Kurzgeschichte, sondern das sich anschließende Gespräch. Geben Sie den Senioren genügend Raum, um von den eigenen Erinnerungen und Gefühlen zu erzählen und sich auszutauschen.

Material

Mütze, Schal und Handschuhe aus Wolle

Kurzgeschichte

Ich bin das vierte von fünf Kindern. Darüber möchte ich mich auch gar nicht beschweren. Ich fand es immer sehr schön mit vielen Geschwistern aufzuwachsen. Nur eine Sache mochte ich gar nicht. Nie bekam ich neue Klamotten zum Anziehen. Ich musste immer die alte Kleidung von meinen Geschwistern auftragen. Da die Sachen schon von drei Kindern vor mir getragen wurden, sahen sie oft auch schon abgetragen aus. Am schlimmsten war das aber, bei den Mützen, den Schals und den Handschuhen. Diese waren irgendwann mal von meiner Mutter mit viel Liebe gestrickt worden. Vielleicht waren die Mützen, Schals und Handschuhe auch mal weich und kuschelig, als sie neu waren. Wenn ich sie bekam, waren sie das nicht mehr. Wie habe ich es verabscheut mir einen kratzigen Schal um den Hals zu legen. Lieber hätte ich ganz darauf verzichtet. Doch das durfte ich nicht. Jeden Morgen musste ich die alten Wollsachen anziehen.

Als ich später in die Schule kam war ich schon ein bisschen schlauer. Ich zog Mütze, Schal und Handschuhe morgens ohne zu murren an. Bestimmt dachte meine Mutter ich sei vernünftig geworden. Ich trug sie allerdings nur bis zur nächsten Straßenecke. Dort zog ich die kratzenden Wollsachen aus und versteckte sie in meinem Schulranzen. Auf dem Nachhauseweg zog ich die Sachen an derselben Straßenecke wieder an. Meine Mutter hat nie etwas davon bemerkt. Schon damals habe ich mir geschworen meine Kinder nie zu zwingen etwas anzuziehen.

Bis heute trage ich nicht gerne Wollsachen, wobei ich mir jetzt vorgenommen habe mir für diesen Winter einen ganz weichen Schal aus reinem Kaschmir zu kaufen.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Wollsachen

Winterkleidung

Kleidung weitervererben

Kratzige Kleidung

Freiheiten für Kinder

Schöne und kostenlose Bastelideen für den Winter mit den verschiedensten Materialien finden Sie in unserer Kategorie Schneemann Basteln.



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Schwarz wie die Nacht. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

Dies ist eine Wahrnehmungsgeschichte für Senioren, bei der der Sehsinn aktiviert werden soll. Heute beschäftigen wir uns mit der Farbe schwarz. Bringen Sie begleitend zum Text schwarze Gegenstände oder Stoffe mit, die die Sinneseindrücke beim Zuhören unterstützen können.
Lesen Sie die markierten Stellen im Text besonders langsam und betont vor, damit unterstützen Sie die Senioren bei der Wahrnehmung der Farben.

Schwarz wie die Nacht. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

Heidi schaut aus dem Fenster. Die Sonne ist nun endgültig untergegangen und am Himmel leuchten nur noch ein kleiner weißer Mond und ein paar helle, klare Sterne. Der Mond und die Sterne sind umrahmt von der schwarzen Nacht und Heidi freut sich schon. Heidi freut sich auf diese ganz besondere Nacht. Eine Nacht, die sie schon lange zusammen mit ihrem Mann geplant hat. Heute wollen die beiden tanzen gehen. Sie wollen erst nach Hause kommen, wenn die Sonne wieder aufgeht. So wie früher, als sie noch keine Kinder hatten. Die Kinder sind zwar schon seit einer Weile erwachsen, doch irgendwie haben die beiden es nie wieder geschafft sich aufzuraffen und die Nacht zum Tag zu machen. Das soll sich heute ändern. Heidi dreht sich einmal vor dem Spiegel im Flur. Sie trägt ein wunderschönes, ausgestelltes Kleid aus schwarzem Samt. Ihre Augen hat sie mit schwarzem Kajal umrandet und die Wimpern tiefschwarz und lang getuscht. Sie erkennt sich selbst kaum wieder. Was ein bisschen Schminke und ein Kleid bewirken können. Da kommt Ewald die Treppe herunter. Ewald hat einen schwarzen Anzug angezogen. Wie elegant er aussieht. Heidi ist für einen kurzen Augenblick sprachlos. Ewald braucht keine Worte um auszudrücken, wie er Heidis Aussehen findet. Er pfeift einmal anerkennend und gibt ihr einen langen Kuss. Die Nacht kann beginnen.  Ewald hat sich extra für den Anlass eine kleine, schwarze Limousine ausgeliehen. Gekonnt öffnet er Heidi die Autotür und lässt sie einsteigen. Alles ist perfekt. Die beiden in ihrer schwarzen Garderobe und das glänzend schwarze Auto. Heidi fühlt sich unvorstellbar elegant.

Wenig später schlendern die zwei Hand in Hand zur Stadthalle, die sich für die heutige Nacht in einen Ballsaal verwandelt hat. Alle Besucher des Balls haben sich in Schale geworfen. Die Paare stehen zusammen, schreiten durch den Saal und trinken Champagner. Die Musik kommt am heutigen Abend nicht aus Lautsprechern. Die Tanzmusik wird von einem kleinen Orchester gespielt, das extra für den Abend engagiert wurde. Um sie zum ersten Tanz aufzufordern, verneigt sich Ewald vor seiner Heidi. Diese muss kurz Schmunzeln und an ihre erste Tanzstunde denken, dann nimmt sie die Hand ihres Mannes und die beiden betreten die Tanzfläche. Heidi legt ihre Hand auf Ewalds Schulter und Ewald stützt Heidi den Rücken und Walzertöne erklingen. Die ersten Tanzschritte der beiden wirken ein bisschen eingerostet, doch schon bald, haben sie sich an den Rhythmus gewöhnt. Wie von selbst, bewegen sich ihre Füße und Beine. Der samtene, schwarze Rock dreht sich mit Heidi. 

Es ist ein wunderschöner, gelungener Abend. Auf dem Weg zum Auto, tanzen sie noch eine kleine Ehrenrunde unter dem schwarzen Himmel. Bei einer Sache sind sie sich einig: Wenn wieder ein Ball in der Stadthalle geplant wird, sind sie auf jeden Fall dabei.

Weitere Vorlesegeschichten zum Vorlesen für Senioren und Menschen mit Demenz finden Sie unter unserer Übersicht Geschichten zum Vorlesen .



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Eine kleine Meise. Impulsgestützte Kurzaktivierung zum Thema Vögelfüttern

In dieser winterlichen impulsgestützten Kurzaktivierung geht es um das Vögel füttern im Winter. Im Mittelpunkt dieses Aktivierungsangebotes sollte nicht die Geschichte an sich stehen, sondern die Erinnerungen, die beim Vorlesen geweckt werden. Sprechen Sie im Anschluss an die Kurzgeschichte mit den Senioren über ihre eigenen Erfahrungen und Erinnerungen. Mögliche Themen für Gespräche haben wir unter dem Text aufgeführt.

Eine kleine Meise. Impulsgestützte Kurzaktivierung zum Thema Vögelfüttern

Material
Vogelfutter

Kurzgeschichte

Wenn die kalte Jahreszeit angebrochen ist, finden die Vögel aus der Nachbarschaft ein kleines Vogelparadies in meinem Garten. Aus ein paar Brettern und ein paar Schrauben, habe ich ein Vogelhaus zusammengezimmert. In den Bäumen und an den Sträuchern, habe ich Meisenknödel und Futterglocken aufgehängt. Die Meisenknödel habe ich alle selbst gemacht. Dass habe ich von meiner Mutter gelernt.

Schon als ich klein war, hat sie mir beigebracht, dass wir nicht nur auf uns und andere Menschen, sondern auch auf Vögel acht geben müssen. Sie hat sich vom Metzger immer eine große Portion Rindertalg geben lassen. Der Rindertalg wurde dann zu Hause in dem großen Topf mit den braunen Griffen und dem Blümchenmuster geschmolzen. Meine Mutter gab acht darauf, dass das schmelzende Fett nicht zu heiß wurde. Passierte es doch mal, dass das Fett zu heiß wurde, stank die ganze Küche danach. Meine Aufgabe war es die Körnermischung in das geschmolzene Fett zu geben. Es durften nicht zu viele Körner werden, dann konnte man die Fettmasse hinterher nicht mehr richtig formen. Das Formen der Meisenknödel bereitete mir viel Freude. In jeden Meisenknödel steckten wir ein Stück Seil. An diesem Seil wurden die Meisenknödel dann im Garten aufgehängt.

Genauso, wie ich es früher gemeinsam mit meiner Mutter gemacht habe, so mache ich es bis heute. Im Winter freue ich mich dann über die vielen Vögel, die den Weg in meinen Garten finden und sich bei mir satt essen. In diesem Jahr fühlt sich eine kleine Kohlmeise besonders wohl bei mir. Jeden Morgen, wenn ich die Rollos hoch mache, sehe ich sie an einem der Meisenknödel hängen. Für mich ist das der schönste Start in den Tag.

 

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Tiere im Winter

Vögel füttern

Hilfen für Tiere selber machen

Vogelarten

Gewohnheiten, die man von den Eltern übernimmt

Passend zu dem Thema Winter haben wir viele Bastelanleitungen für Senioren erstellt. Ideen, wie man einen Schneemann bastelt, finden Sie unter dem Stichwort Schneemann basteln.



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