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Sand unter den Füßen. Eine Wahrnehmungsgeschichte für Senioren

Bringen Sie zum Vorlesen dieser Geschichte eine Schale oder ein Tablett mit Sand mit. Bieten Sie den Senioren vor oder nach dem Lesen an, den Sand anzufassen oder auch die Hände darin zu vergraben.

Sand unter den Füßen. Eine Wahrnehmungsgeschichte für Senioren

Greta setzt langsam einen Fuß vor den anderen. Wie gut sich der Sand unter ihren Füßen anfühlt. Warm und weich ist er. Bei jedem Schritt sinkt sie so weit in den Sand hinein, dass er auch ihre Zehen und einen Teil ihres Fußrückens bedeckt. Es fühlt sich an, als seien ihre Füße ganz sanft und warm von Sand umhüllt. Sie geht ein Stück den Strand entlang. Je näher sie dem Wasser kommt, desto fester wird der Sand. Er gibt nicht mehr so leicht nach, sie spürt jetzt einen festen Halt unter ihren Füßen. Greta drückt ihre Fußsohle einmal fest in den Sand, um eine Spur zu hinterlassen. Es gelingt ihr. Vier, fünf Schritte macht sie so, und dreht sich dann erwartungsvoll um. Ja, das sind ihre Spuren! Sie guckt sich die Spuren noch einen Moment lang an und dreht sich dann wider um weiter zu gehen.

Sie verlässt den Sand in der Nähe des Wassers und geht wieder ein Stück in Richtung der Dünen. Hier ist der Sand wieder angenehm weich. Beim Gehen verschwinden ihre Füße erneut im Sand. Auf ihrem Fußrücken bleiben ein paar Sandkörner liegen. Sie legen sich wie ein schützender Film auf ihre Haut. Greta spürt, dass der Sand dort ein wenig kühler ist als zu Beginn. Dieses Strandstück scheint länger im Schatten gelegen zu haben. Es fühlt sich angenehm frisch an, ist es doch sonst so warm heute.

Greta geht noch ein Stück weiter. So weit, bis der Sand wieder ein wenig wärmer wird. Dann sucht sie sich ein nettes Plätzchen aus und setzt sich. Sie spürt den weichen Sand unter ihren Beinen und schiebt sie ein wenig hin und her bis sie angenehm eingebettet sind. Zufrieden schaut sie aufs Meer hinaus und beobachtet die Wellen, die kräftig, aber gleichmäßig und ruhig am Strand ankommen.

Greta lässt den Sand durch ihre Finger rieseln. Dafür nimmt sie eine Handvoll Sand und spreizt dann ganz langsam ihre Finger. Es kitzelt, wenn der feine Sand zwischen den Fingern hindurchrieselt. Doch sie mag das Gefühl. Wieder und wieder nimmt sie Sand in beide Hände und lässt ihn fein und langsam hindurchrieseln. Nach einer Weile legt sie ihre Hände ganz locker in ihren Schoß und schaut sich nochmal das Treiben der Wellen an. Sie spürt einen leichten Film aus Salz auf ihren Händen. Sie erinnert sich an die Sommerurlaube ihrer Kindheit. Auch damals war nach den spannenden Tagen am Strand, mit Burgen bauen und Toben im Wasser, immer ein dünner Film auf ihrer Haut zurückgeblieben, der nach Salz geschmeckt hat. Wie lange war das her…

Sie vergräbt ihre Hände bis zu den Handgelenken im Sand, bis sie nicht mehr zu sehen sind. Sie sind ganz weich im Sand eingebettet. Als sie ihre Finger weiter in den Sand bewegt, spürt sie, dass auch dort der Sand wieder etwas fester und kühler wird. Greta sucht sich eine bequeme Position und bleibt noch einige Zeit dort sitzen. Dann macht sie sich langsam auf den Rückweg, durch den weichen, warmen Sand….



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Sonnenblumen am Wegesrand. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Das Ziel dieser Kurzaktivierung ist das Wecken von Erinnerungen an vergangene Sommertage in der Kindheit und Jugend der Zuhörenden. Lesen Sie die Geschichte in gemütlicher Runde vor und bringen Sie eine oder mehrere Sonnenblumen mit.

Sonnenblumen am Wegesrand. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine Sonnenblume

Kurzgeschichte

Wenn ich eine Sonnenblume sehe, muss ich immer an die Sommer meiner Jugend denken. Damals trafen wir uns oft auf dem Kirchplatz oder gingen zusammen in den Feldern spazieren. Wer „wir“ waren? Wir waren eine kleine Gruppe junger Schülerinnen und Schüler, die sich damals schon im Kindergarten kennengelernt hatten. Gemeinsam besuchten wir danach auch die Schule und verbrachten unsere Freizeit zusammen.

Die Sommerzeit war eigentlich die schönste Zeit. Wir machten viele Unternehmungen an der frischen Luft. An den Feldwegen, durch die wir oft spazierten, standen zu dieser Jahreszeit immer große Sonnenblumen. Die Sonnenblumen waren allesamt größer als ich. Aber nicht nur deshalb haben sie mich fasziniert. Ich mochte den warmen Gelbton ihrer Blütenblätter. Und auch den dunkelbraunen Stempel, der manchmal wie Bernstein in der Sonne glitzerte, zog mich in seinen Bann.

Ich weiß noch, wie wir mit den Getreidehalmen zwischen unseren Fingern am Wegesrand saßen und einfach die Sonne genossen. Wenn wir Hunger hatten, aßen wir die Sonnenblumenkerne aus den kürbisgroßen Blütenköpfen. Es machte Spaß, sie dort Kern für Kern herauszupicken und einzeln zu knabbern. Stundenlang konnten wir uns so die Zeit vertreiben.

Heute blühen in meinem Garten im Sommer viele Sonnenblumen. Große und kleine, dicke und ganz zarte. In jedem Sommer sähe ich neue Kerne ein, die dann im Folgejahr zu wunderschönen Blumen heranwachsen. Meine Sonnenblumen besuche ich täglich. An lauen Sommerabenden sitzen mein Mann und ich oft auf der Terrasse und genießen die zarten Kerne, die wir wie früher aus den Stempeln picken. Dann denken wir oft an unsere Jugend zurück. Und an damals, als wir frisch verliebt zusammen unter den Sonnenblumen am Wegesrand saßen…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Freizeitgestaltung in der Kindheit und Jugend

Sonnenblumen im eigenen Garten

Die (erste) Jugendliebe

Freunde von früher

Erinnerungen an glückliche Sommertage



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Himmelblau und Enzian. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

In dieser Vorlesegeschichte, die die visuelle Wahrnehmung der Zuhörenden anregen soll, geht es um die Farbe blau. Bringen Sie, wenn möglich, blaue Tücher, Servietten, Stoffe etc. mit in das Aktivierungsangebot. Passende Sinnesspiele finden Sie unter dem Stichwort Wahrnehmungsspiele.

Himmelblau und Enzian. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

Blauer Himmel!“ Judith legt ihren Kopf in den Nacken und sieht nach oben: „Was haben wir ein Glück mit dem Wetter!“ fährt sie freudestrahlend fort. Josefa lächelt und nickt: „Ja, das stimmt. Es ist lange her, dass wir einen so strahlend blauen Himmel auf unseren Wanderungen hatten. Die beiden Schwestern sind zum Wandern in die Berge gefahren. Gestern Abend sind sie auf ihrer Berghütte angekommen, von wo aus sie heute ihre erste Wanderung unternehmen werden. Die Dämmerung hatte schon eingesetzt als sie ankamen. Die Berge lagen wie gemalt und in dunklen Blautönen vor ihnen. Stille herrschte. Am dunkelblauen Abendhimmel leuchteten schon ein paar Sterne auf, die bei den beiden die Vorfreude auf eine wunderschöne, tiefblaue und sternenklare Nacht weckten.

Sie waren von der Anreise in ihrem hellblauen Auto allerdings so müde gewesen, dass sie kurz nach ihrer Ankunft in ihre Betten fielen, und erst heute Morgen mit dem Klingeln ihres Weckers wieder aufwachten. Judith staunte nicht schlecht als sie in dem Bett mit der blau-weiß karierten Bettwäsche die Augen aufschlug. Sie war nicht einmal in der Nacht wachgeworden, so tief hatte sie geschlafen. Auch Josefa hatte tief und fest geschlafen.

Die beiden stehen nun vor der Hütte, haben ihre dunkelblauen Jacken angezogen und packen gerade noch ihre Rucksäcke. Am Frühstückstisch haben sie sich bei Kaffee, selbstgebackenem Brot und Laugenbrezeln noch mit der Wirtin über das Wetter unterhalten. Sie war ganz zuversichtlich, dass es die nächsten Tage trocken und sonnig bleiben soll. Während Josefa ihre Thermoskanne im Rucksack verstaut, schwärmt sie noch von dem Frühstücksgeschirr mit dem indisch-blauen Strohblumenmuster, so eins hat ihre Oma auch früher gehabt.

Dann ziehen die beiden frohen Mutes los. Judith trägt wie immer die Wanderkarte. In der Ferne liegen viele Berge, die unter dem hellblauen Himmel in den schönsten Blautönen erscheinen – alle in einem etwas andere blau, je nachdem, wie gerade das Sonnenlicht fällt und die kleinen Schäfchenwolken ihre Schatten werfen. Schon nach kurzer Zeit gelangen sie in eine wunderschöne Berglandschaft in der die Natur noch unberührt ist. Judith und Josefa kommen in den Genuss, auf viele Alpenblumen zu treffen. Jetzt im Spätsommer blühen sie besonders schön. Das hellblaue Vergissmeinnicht gefällt Josefa sehr. Judith kann sich eher für die mittelblaue Kreuzblume begeistern. Als die jedoch auf ein Prachtexemplar eines Enzians in einem tiefen Blau treffen, sind die Schwestern sich einig, dass dieser an Schönheit nur schwer zu übertreffen ist.

Die beiden machen ihre Mittagspause an einem klaren Bergsee, der in einem angenehmen, warmen Blauton in der Sonne glitzert. Das Ufer ist flach, so können sie ihre Füße ein wenig in dem klaren Wasser kühlen. Sie machen eine etwas längere Rast und genießen stillschweigend die tolle Aussicht.

Auf ihrem Weg heute begegnen sie außerdem noch einer Glockenblume, deren Blüten sich dunkelblau mit einem Hauch violett der Sonne öffnen. Judith und Josefa sind so fasziniert von der wunderschönen Pflanzenwelt, dass ihnen ihre Bergwanderung heute nur halb so anstrengend wie sonst vorkommt. Auf dem letzten Stück ihres Rundwegs entdecken sie noch einen wirklich atemberaubenden Eisenhut mit dunkelblauen Blüten. Sofort zieht er die beiden in ihren Bann. “Welch ein Traum…“ flüstert Josefa. Judith stimmt ihr nickend zu.



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Kaffeeduft liegt in der Luft. Eine Duftgeschichte für die Seniorenarbeit

Für das Vorlesen dieser Sinnesgeschichte können Sie gut ein paar frische Kaffeebohnen, Kaffeepulver oder gekochten Kaffee mit in die Runde bringen. Bieten Sie den Senioren an, daran zu riechen. Lesen Sie die fett gedruckten Stellen im Text besonders betont und langsam vor.
Passende Spiele für Seniorengruppen, die die Wahrnehmung anregen finden Sie in unseren Wahrnehmungsspielen.

Kaffeeduft liegt in der Luft. Eine Duftgeschichte für die Seniorenarbeit

Jürgen sitzt am Kaffeetisch und schlürft seinen Morgenkaffee. Auf dem Tisch liegt die Tageszeitung. Es ist Samstag. Samstags nimmt er sich immer die Zeit, in Ruhe seinen Kaffee zu trinken, muss er doch wochentags immer so früh zur Arbeit fahren. Jürgen genießt es sehr, wenn das ganze Haus von Kaffeeduft erfüllt ist. Wenn er frisch aufgebrühten Kaffee riecht, stellt sich bei ihm ein vertrautes Gefühl ein, das er schon aus seiner Kindheit kennt.

Damals war der Duft von gerösteten Kaffeebohnen und fertigem, frisch aufgebrühtem Filterkaffee am Morgen immer ein Zeichen, dass seine Eltern bereits aufgestanden waren und das Frühstück vorbereitet war. Lange Zeit mochte er keinen Kaffee. Den Geschmack fand er regelrecht scheußlich. Er konnte nicht verstehen, wie Erwachsene diese bittere Flüssigkeit auch nur annähernd trinken konnten. Aber den Geruch, ja den Geruch mochte er sehr. Oft schnupperte er an der Kaffeetasse seines Vaters. Der trank seinen Kaffee früher mit einem Schuss Sahne und Zucker. Der warme Dampf aus der Kaffeetasse stieg ihm also in die Nase. Der Kaffee roch kräftig. Je kräftiger er war, desto lieber mochte Jürgen ihn riechen. Nur trinken, damit hat er erst angefangen als er älter war.

Was auch noch besonders schöne Erinnerungen aus seiner Kindheit sind, waren die Besuche mit seiner Tante Rosi im Kaffeehaus. Meist machten sie davor einen langen Bummel durch die Stadt und kamen dann ins Kaffeehaus, um sich bei Kakao und Kaffee aufzuwärmen. Schon beim Eintreten genoss Jürgen den Duft der frisch gemahlenen Kaffeebohnen, der sich rund um die Theke ausbreitete. Meist blieb er einen Moment dort stehen, schaute sich die wunderschön verzierten Kaffeebehälter an, die an der Wand hingen und lauschte der Kaffeemühle. Fast immer bekam er von der Dame hinter dem Tresen eine ganze Kaffeebohne geschenkt. Sie roch ein wenig stärker als das Kaffeepulver, etwas herb und weniger aromatisch. Hätte er sie in den Mund genommen, wäre sie wohl sehr bitter gewesen. Aber Jürgen hat die Kaffeebohne ganz leicht zwischen seinen Fingerspitzen gerieben. Immer wieder, wenn er danach an seinen Fingern gerochen hat, kam ihm ein Hauch Kaffeebohnenduft entgegen. Jürgen genoss den harmonischen Duft nach gemahlenem und frisch aufgebrühtem Kaffee in dem Kaffeehaus sehr. Und auch wenn er heute in ein Kaffeehaus einkehrt, kann er von dem ganz besonderen Kaffeeduft dort in einer ruhigen Atmosphäre gar nicht genug bekommen.

Jürgen trinkt seinen Kaffee heute schwarz. So kann sich der ganze vollmundige Geschmack in seinem Mund entfalten. Und nur so kann er die verschiedenen Aromen im Kaffee unterscheiden. Mal duftet er eher kräftig und fruchtig, mal eher herb. Morgens trinkt Jürgen seinen Kaffee lieber stark, am Nachmittag etwas milder. Was für ihn aber in all den Jahren am wichtigsten war, ist dieser ganz besondere Duft, der sich ganz langsam ausbreitet und das ganze Haus mit frischem Kaffeeduft erfüllt. So wie früher, als er noch ein Kind war…



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Frisch aus der Kaffeemühle. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Bringen Sie für dieses Aktivierungsangebot frische Kaffeebohnen mit in die Runde. Unter kostenlose Kurzgeschichte finden Sie ein paar Themenbeispiele, um die sich anschließende Unterhaltungen drehen könnten.

Frisch aus der Kaffeemühle. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine Tasse mit frisch aufgebrühtem Kaffee, evtl. ein paar ganze Kaffeebohnen

Kurzgeschichte

Können Sie sich noch an den Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee in Ihrer Kindheit erinnern? Ich mochte diesen Duft sehr. Obwohl mir der Geschmack ehrlich gesagt früher viel zu bitter war. Dafür war ich aber umso lieber bei meiner Großmutter, um ihr beim Kaffeebohnen mahlen zuzusehen. Wenn ich wollte, durfte ich die Bohnen in die Kaffeemühle füllen. Das Mahlen übernahm dann aber meine Oma. Ich sah ihr zu und roch an meinen Fingern, die so gut nach den Kaffeebohnen dufteten. Schon während Oma die Kaffeebohnen mahlte, duftete es in der Küche wunderbar nach Kaffee. Wenn sie fertig war, durfte ich die kleine Schublade aus der Kaffeemühle ziehen. Das machte ich ganz vorsichtig, damit auch ja kein Körnchen verloren ging. Meist setzte sie dann einen Filter auf die Kaffeekanne mit dem Blümchenmuster und brühte den Kaffee mit heißem Wasser auf.

Bei meiner Oma gab es immer Kuchen oder Plätzchen zum Kaffee. Sie hatte immer etwas Süßes da. Während sie ihren frischen Kaffee trank, gab es für mich kalte Milch zum Gebäck. Die schmeckte mir bei Oma immer viel besser als zuhause. Ich genoss den Kaffeeduft sehr. So wie diese Zeit bei meiner Oma.

Heute bin ich selbst ein begeisterter Kaffeeliebhaber – ich rieche und schmecke ihn gern! Manchmal trinke ich ihn schwarz, ein anderes Mal mit Milch und Zucker, so wie es mir gerade beliebt. Aber am liebsten mit frisch gemahlenen Bohnen, so wie meine Oma ihn früher immer gemacht hat. Manchmal nehme ich ihre Kaffeemühle aus dem Schrank und mahlen die Bohnen so wie sie früher. Dann schmeckt mir der Kaffee noch einmal so gut…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Kaffeebohnen mahlen früher

Alte Kaffeemühlen

Erinnerungen an die Großmutter

Vorlieben beim Kaffeetrinken

Rituale beim (gemeinsamen) Kaffeetrinken

Porzellandekore von früher



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Sinnesspiele für Senioren. Ein Riech-Memospiel

Dies ist eines unserer Wahrnehmungsspiele für Senioren und Menschen mit Demenz. Neben der Sinnesaktivierung trainiert dieses Spiel zusätzlich das Konzentrationsvermögen der Teilnehmenden. Im Mittelpunkt steht heute das Riechen. Es geht also immer der Nase nach…

Riech-Memospiel

Materialien
Kleine Gläser (wer noch welche besitzt, nutzt Filmdosen)
Watte
Unbedenkliche Duftöle
Papier, Klebeband und Stift

Vorbereitungen und Spielaufbau

Kleine Wattebausche werden in die Gläser oder Filmdosen gelegt. Beträufeln Sie nun jeweils zwei Wattebausche mit demselben Duftöl. Schreiben Sie den Duft auf kleine Zettel und kleben Sie ihn unter das entsprechende Glas bzw. die Dose, damit man die Paare hinterher leichter auseinanderhalten kann.

Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzgelegenheiten vor und stellen Sie die Gläser in die Mitte.

So wird gespielt

Erklären Sie den Senioren zu Beginn dieses Sinnesspiels, dass sich in zwei Gläsern jeweils derselbe Duft befindet. Bitten Sie sie, nur durch Riechen, die richtigen Paare ausfindig zu machen. Es geht reihum. Derjenige, der an der Reihe ist, sucht sich zwei Gläser oder Filmdosen aus und riecht an den Wattebauschen. Ist es nicht der gleiche Duft, werden die Gläser an ihre Plätze zurückgestellt und der Nächste in der Runde ist an der Reihe. Wichtig ist, dass die entsprechenden Düfte erkannt und laut ausgesprochen werden, damit alle Mitspielenden nach und nach wissen, wo sich welcher Duft befindet. Sind sich die Senioren unsicher, schauen sie einfach unter das Glas. Die Aufgabe kann ggfs. auch die Spielleitung übernehmen. Wurde ein richtiges Pärchen erkannt, wird es aus dem Spiel genommen.

Varianten

Diese Wahrnehmungsübung wir leichter, wenn man die Gläser mit zwei Farben kennzeichnet. Dafür kleben Sie jeweils auf einen „Partner“ eine roten, und auf den anderen einen blauen Punkt (natürlich sind auch andere Farben möglich). Die Gläser werden in zwei Gruppen auf den Tisch gestellt. Erklären Sie den Senioren, dass nun ein blaues einem roten Glas zugeordnet werden soll, d.h. es soll jeweils an einem roten und einem blauen Glas geschnuppert werden.

Alternativ kann man den Duft sichtbar auf eins der Gläser schreiben. So muss beim Schnuppern der jeweilige Duft erkannt und dem geschriebenen Wort zugeordnet werden.

Auch bei diesem Sinnesspiel gilt selbstverständlich : je weniger Paare auf dem Tisch stehen, desto leichter ist die Wahrnehmungsübung.



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo sind die Linsen?

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele rund ums Hören. Das Spiel können Sie ganz leicht mit trockenen Lebensmitteln aus der Küche selbst gestalten. Das schöne dabei ist, dass dieses Sinnesspiel nur einmal vorbereitet werden muss und dann immer wieder sofort einsetzbar ist.

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo sind die Linsen?

Materialien
Kleine, verschließbare Kunststoffdosen (früher hat man dafür gerne die kleinen Filmdosen genommen, es eignen sich aber auch leere Kaugummidosen mit Deckel, kleine Cremetiegel, oder blickdichte Frischhaltedosen)
Streufähige Lebensmittel, zum Beispiel
– Reis
– Kleine Nudeln
– Erbsen
– Linsen
– Getrocknete Bohnen
– Mehl
– Zucker
– Getrocknete Kräuter
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Füllen Sie die Kunststoffdosen mit den verschiedenen Lebensmitteln (pro Lebensmittel eine Dose) und verschließen sie mit einem Deckel. Die Lebensmittel werden jeweils auf eine Karteikarte geschrieben.
Bereiten Sie einen Tisch mit Stühlen vor und planen Sie ausreichend Platz für Rollstuhlfahrer ein. Stellen Sie die Dosen mit den Lebensmitteln in die Tischmitte und verteilen Sie die Karten verdeckt rundherum.

So wird gespielt
Decken Sie die Karten zusammen mit den teilnehmenden Senioren auf und lesen das jeweilige Lebensmittel laut vor. Sprechen Sie darüber, wie sich das Lebensmittel anhören könnte – hart, weich, laut, leise, ob man kleine Teile hört oder große, usw. …
Dann bitten Sie die Senioren, alleine durch Schütteln der Dosen herauszufinden, in welcher Dose sich welches Lebensmittel befindet. Dafür können die Karten einfach danebengelegt werden. Im Anschluss überprüfen nochmal alle zusammen, ob sie mit den Lösungen einverstanden sind. Wenn man sich gar nicht sicher ist, darf man zum Schluss natürlich in die Dosen hineinschauen…

Varianten
Spielen Sie das Spiel einmal anders herum: Legen Sie drei oder vier Kärtchen neben eine mit einem dieser Lebensmittel gefüllten Dose. Bitten Sie die Senioren, alleine durch Hören, herauszufinden, welches dieser Lebensmittel sich darin befindet.
Eine weitere Variante ist es, drei der Dosen zur Auswahl bereit zu stellen und zu fragen, welche Dose ein bestimmtes Lebensmittel enthält. Finden die Mitspieler es heraus?
Bei diesen Übungen können Sie natürlich den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen und variieren. Reis und kleine Nudeln zu unterscheiden ist zum Beispiel schwieriger, als Mehl und Linsen…



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Sinnesspiele für Senioren. Düfte schreiben Geschichte

… das ist in der Tat so! In diesem Sinnesspiel möchten wir Geschichten aus dem Leben der Senioren hören, die sie mit ganz bestimmten Düften verbinden. Ein wirklich schönes Spiel, das gut im Rahmen der Biografiearbeit eingesetzt werden kann!

Sinnesspiele für Senioren. Düfte schreiben Geschichte

Materialien
Dinge, die Erinnerungen an besondere Düfte aus dem Leben der Mitspielenden wecken sollen. Das können beispielsweise sein
Fotos (z.B. von einer Tankstelle, einem Marktplatz, einer Metzgerei, einem Auto…)
Tücher und Schals
Schuhcreme
Kernseife
Backwaren
Blumen
Mottenkugeln (vllt. in einem Behälter, den man verschließen kann)
Kaffeebohnen

Vorbereitungen und Spielaufbau
Überlegen Sie sich ein paar Gegenstände oder Lebensmittel, an die die Senioren besondere Dufterinnerungen haben könnten. Diese Dinge dienen nur als Beispiele, sie müssen nicht aus den Vollen schöpfen. Von Gebäuden oder anderen große Gegenständen genügen auch Fotos. Bereiten Sie einen Stuhlkreis vor und legen Sie die mitgebrachten Materialien ansprechend in die Mitte.

So wird gespielt
Geben Sie den Senioren zu Beginn ein wenig Zeit, sich die Gegenstände in Ruhe anzusehen. Dann fragen Sie sie nach ihren ganz persönlichen Dufterinnerungen, die sie in ihrem Leben besonders geprägt haben. Machen Sie deutlich, dass die mitgebrachten Materialien nur als Beispiele dienen sollen und dass die Geschichten so verschieden sein werden, wie die unterschiedlichen Lebensgeschichten der Senioren. Stellen Sie gegebenenfalls gezielte Fragen, die das Erzählen bei den einzelnen Teilnehmenden anregen können. Oft hilft es den Senioren, wenn man nach Erinnerungen an bestimmte Personen in der Familie fragt. Dann kommen Geschichten über die Mottenkugeln im Schrank der Oma, den Geruch im Keller der Tante, den Duft in der Küche, wenn die Mutter sonntags gekocht hat, den Geruch der Sitzpolster im Auto des Vaters, Besuche bei der Tankstelle mit dem Opa, Markteinkäufe, Metzgerei- oder Bäckereibesuche, und, und, und…

Varianten
Wählen Sie einen der von Ihnen mitgebrachten Gegenstände aus und halten ihn hoch. Eventuell geben Sie ihn einmal im Kreis herum. Fragen Sie, wer eine Dufterinnerung an diesen Gegenstand hat und eine Geschichte dazu erzählen möchte. Schwelgen Sie gemeinsam in Erinnerungen…



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Ein Hör-Memospiel

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele für den Gehörsinn. Das Spiel können Sie ganz individuell und leicht selber machen. Wir wünschen viel Freude damit!

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Ein Hör-Memospiel

Materialien
Kleine, verschließbare Kunststoffdosen (früher hat man dafür gerne die kleinen Filmdosen genommen, es eignen sich aber auch leere Kaugummidosen mit Deckel, kleine Cremetiegel, oder blickdichte Frischhaltedosen)
Kleine Gegenstände, wie zum Beispiel
– Nägel
– Büroklammern
– Münzen
– Reis
– Nudeln
– Erbsen
– Linsen
– Reißzwecken
– Perlen
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Geben Sie jeweils in zwei Dosen etwas von den gleichen Gegenständen. Möglichst so, dass sich der Inhalt gleich anhört, wenn man ihn schüttelt. Am besten bereiten Sie einmal ein buntes Potpourri an Dosen mit verschiedenen Materialien vor. Wie viele und welche Paare sie dann in Ihren Aktvierungen einsetzen, können Sie dann spontan entscheiden und von den jeweiligen Teilnehmern Ihrer Angebote abhängig machen.
Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzmöglichkeiten vor und stellen Sie die Dosen des Hör-Memospiels in die Mitte.

So wird gespielt
Mischen Sie die Dosen noch einmal vor Spielbeginn. Diese Aufgabe kann gerne jemand aus der Seniorenrunde übernehmen. Dann sollen die Paare, ausschließlich anhand der Geräusche, die die Gegenstände in den Dosen machen, einander zugeordnet werden. Dafür nehmen die Senioren die Dosen in die Hand und schütteln sie.
Ob Sie das Paare finden nach den Regeln des klassischen Memospiels gestalten, oder die Senioren nach Belieben ausprobieren lassen, bleibt Ihnen überlassen. Das können Sie wie immer anhand der Gruppensituation und den Fähigkeiten der teilnehmenden Senioren abhängig machen. Das Spiel eignet sich übrigens auch gut für die Begleitung einzelner Senioren.

Varianten
Um das Spiel etwas leichter zu machen, können Sie die Dosen in zwei Gruppen einteilen. Um sie auseinander halten zu können, kleben Sie farbige Punkte auf die Deckel – eine Gruppe in der einen, die zweite in einer anderen Farbe. Ordnen Sie die Dosen in zwei Gruppen. Nun muss immer eine Dose aus der einen Gruppe, einer Dose der zweiten Gruppe zugeordnet werden.
Je mehr Dosen auf dem Tisch stehen, desto schwieriger wird das Spiel. Die Anordnung und die Anzahl der Dosen können Sie aber ganz individuell und flexibel entscheiden.



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Sinnesspiele für Senioren. Orangen und Zitronen

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen eines unserer Wahrnehmungsspiele für Senioren vor. Im Mittelpunkt steht heute der Geruchssinn. Erkennen Sie eigentlich Zitronen und Orangen – nur an ihrem Duft..?
Wir wünschen viel Freude damit!

Sinnesspiele für Senioren. Orangen und Zitronen

Materialien
Orangen
Zitronen
Brettchen und scharfes Messer
Saftpresse
In der Winterzeit evtl. Nelken
Kleine Teller, zum Beispiel Untertassen
Dessertschälchen oder Ähnliches

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bereiten Sie einen Tisch mit ausreichend Sitzgelegenheiten für die Senioren vor. Legen Sie alle mitgebrachten Materialien in die Tischmitte. Bei diesem Spiel verzichten wir bewusst auf weitere Vorbereitungen, damit die Orangen und Zitronen später ihr volles Aroma entfalten können.

So wird gespielt
Auch wenn bei diesem Sinnesspiel der Geruchssinn im Mittelpunkt steht, geben Sie den Senioren die Orangen und Zitronen zu Beginn einmal in die Hand. Die Teilnehmer haben nun Zeit, sich die Früchte in Ruhe anzusehen und die Strukturen der Schale zu ertasten.
Schneiden Sie die Orangen und Zitronen in Scheiben und legen Sie jeweils eine Scheibe auf einen Unterteller. Bitten Sie die Senioren, ihre Augen zu schließen und nur durch Riechen zu bestimmen, auf welchem Teller die Orangen- und auf welchem die Zitronenscheibe liegt. Dafür geben Sie den Teilnehmern jeweils einen Teller in die Hand oder halten den Teller so, dass sie gut daran riechen können.
In der nächsten Runde schneiden Sie die Früchte durch und pressen den Saft aus. Geben Sie den Saft (getrennt) in kleine Schälchen und bitten Sie die Senioren erneut, nur anhand des Duftes den Zitronensaft und den Orangensaft zu erkennen.
Auch die Schale der Zitrusfrüchte hat einen ganz bestimmten Duft. Schälen Sie die Früchte und geben Sie die Schalen auf zwei Tellern in die Runde. Wer erkennt die Orange, und wer die Zitrone.

Varianten
Bringen Sie einen weiteren Saft mit ins Spiel, von dem Sie erst einmal nicht verraten, aus welchem Obst er gemacht wurde. Eventuell füllen Sie ihn in ein kleines Porzellankännchen, damit man die Farbe nicht gleich erkennen kann. Für die Übung bieten sich beispielsweise Apfel- oder Traubensaft an. Bitten Sie die Senioren wieder, mit geschlossenen Augen zu erkennen, welchen Saft sie in den Gefäßen sprichwörtlich vor der Nase haben. In der nächsten Runde geben Sie vor, welcher Saft herausgeschnuppert werden soll, bieten Sie ihnen dafür wieder drei verschiedene Säfte an.
In der Winterzeit lassen sich die Orangen wunderbar mit Nelken spicken. Geben Sie den Senioren die gespickten Orangen in die Hand und lassen sie von ihren Erinnerungen erzählen, die sie an diesen Duft haben…



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