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Kaffeeduft liegt in der Luft. Eine Duftgeschichte für die Seniorenarbeit

Für das Vorlesen dieser Sinnesgeschichte können Sie gut ein paar frische Kaffeebohnen, Kaffeepulver oder gekochten Kaffee mit in die Runde bringen. Bieten Sie den Senioren an, daran zu riechen. Lesen Sie die fett gedruckten Stellen im Text besonders betont und langsam vor.
Passende Spiele für Seniorengruppen, die die Wahrnehmung anregen finden Sie in unseren Wahrnehmungsspielen.

Kaffeeduft liegt in der Luft. Eine Duftgeschichte für die Seniorenarbeit

Jürgen sitzt am Kaffeetisch und schlürft seinen Morgenkaffee. Auf dem Tisch liegt die Tageszeitung. Es ist Samstag. Samstags nimmt er sich immer die Zeit, in Ruhe seinen Kaffee zu trinken, muss er doch wochentags immer so früh zur Arbeit fahren. Jürgen genießt es sehr, wenn das ganze Haus von Kaffeeduft erfüllt ist. Wenn er frisch aufgebrühten Kaffee riecht, stellt sich bei ihm ein vertrautes Gefühl ein, das er schon aus seiner Kindheit kennt.

Damals war der Duft von gerösteten Kaffeebohnen und fertigem, frisch aufgebrühtem Filterkaffee am Morgen immer ein Zeichen, dass seine Eltern bereits aufgestanden waren und das Frühstück vorbereitet war. Lange Zeit mochte er keinen Kaffee. Den Geschmack fand er regelrecht scheußlich. Er konnte nicht verstehen, wie Erwachsene diese bittere Flüssigkeit auch nur annähernd trinken konnten. Aber den Geruch, ja den Geruch mochte er sehr. Oft schnupperte er an der Kaffeetasse seines Vaters. Der trank seinen Kaffee früher mit einem Schuss Sahne und Zucker. Der warme Dampf aus der Kaffeetasse stieg ihm also in die Nase. Der Kaffee roch kräftig. Je kräftiger er war, desto lieber mochte Jürgen ihn riechen. Nur trinken, damit hat er erst angefangen als er älter war.

Was auch noch besonders schöne Erinnerungen aus seiner Kindheit sind, waren die Besuche mit seiner Tante Rosi im Kaffeehaus. Meist machten sie davor einen langen Bummel durch die Stadt und kamen dann ins Kaffeehaus, um sich bei Kakao und Kaffee aufzuwärmen. Schon beim Eintreten genoss Jürgen den Duft der frisch gemahlenen Kaffeebohnen, der sich rund um die Theke ausbreitete. Meist blieb er einen Moment dort stehen, schaute sich die wunderschön verzierten Kaffeebehälter an, die an der Wand hingen und lauschte der Kaffeemühle. Fast immer bekam er von der Dame hinter dem Tresen eine ganze Kaffeebohne geschenkt. Sie roch ein wenig stärker als das Kaffeepulver, etwas herb und weniger aromatisch. Hätte er sie in den Mund genommen, wäre sie wohl sehr bitter gewesen. Aber Jürgen hat die Kaffeebohne ganz leicht zwischen seinen Fingerspitzen gerieben. Immer wieder, wenn er danach an seinen Fingern gerochen hat, kam ihm ein Hauch Kaffeebohnenduft entgegen. Jürgen genoss den harmonischen Duft nach gemahlenem und frisch aufgebrühtem Kaffee in dem Kaffeehaus sehr. Und auch wenn er heute in ein Kaffeehaus einkehrt, kann er von dem ganz besonderen Kaffeeduft dort in einer ruhigen Atmosphäre gar nicht genug bekommen.

Jürgen trinkt seinen Kaffee heute schwarz. So kann sich der ganze vollmundige Geschmack in seinem Mund entfalten. Und nur so kann er die verschiedenen Aromen im Kaffee unterscheiden. Mal duftet er eher kräftig und fruchtig, mal eher herb. Morgens trinkt Jürgen seinen Kaffee lieber stark, am Nachmittag etwas milder. Was für ihn aber in all den Jahren am wichtigsten war, ist dieser ganz besondere Duft, der sich ganz langsam ausbreitet und das ganze Haus mit frischem Kaffeeduft erfüllt. So wie früher, als er noch ein Kind war…



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Frisch aus der Kaffeemühle. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Bringen Sie für dieses Aktivierungsangebot frische Kaffeebohnen mit in die Runde. Unter kostenlose Kurzgeschichte finden Sie ein paar Themenbeispiele, um die sich anschließende Unterhaltungen drehen könnten.

Frisch aus der Kaffeemühle. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine Tasse mit frisch aufgebrühtem Kaffee, evtl. ein paar ganze Kaffeebohnen

Kurzgeschichte

Können Sie sich noch an den Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee in Ihrer Kindheit erinnern? Ich mochte diesen Duft sehr. Obwohl mir der Geschmack ehrlich gesagt früher viel zu bitter war. Dafür war ich aber umso lieber bei meiner Großmutter, um ihr beim Kaffeebohnen mahlen zuzusehen. Wenn ich wollte, durfte ich die Bohnen in die Kaffeemühle füllen. Das Mahlen übernahm dann aber meine Oma. Ich sah ihr zu und roch an meinen Fingern, die so gut nach den Kaffeebohnen dufteten. Schon während Oma die Kaffeebohnen mahlte, duftete es in der Küche wunderbar nach Kaffee. Wenn sie fertig war, durfte ich die kleine Schublade aus der Kaffeemühle ziehen. Das machte ich ganz vorsichtig, damit auch ja kein Körnchen verloren ging. Meist setzte sie dann einen Filter auf die Kaffeekanne mit dem Blümchenmuster und brühte den Kaffee mit heißem Wasser auf.

Bei meiner Oma gab es immer Kuchen oder Plätzchen zum Kaffee. Sie hatte immer etwas Süßes da. Während sie ihren frischen Kaffee trank, gab es für mich kalte Milch zum Gebäck. Die schmeckte mir bei Oma immer viel besser als zuhause. Ich genoss den Kaffeeduft sehr. So wie diese Zeit bei meiner Oma.

Heute bin ich selbst ein begeisterter Kaffeeliebhaber – ich rieche und schmecke ihn gern! Manchmal trinke ich ihn schwarz, ein anderes Mal mit Milch und Zucker, so wie es mir gerade beliebt. Aber am liebsten mit frisch gemahlenen Bohnen, so wie meine Oma ihn früher immer gemacht hat. Manchmal nehme ich ihre Kaffeemühle aus dem Schrank und mahlen die Bohnen so wie sie früher. Dann schmeckt mir der Kaffee noch einmal so gut…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Kaffeebohnen mahlen früher

Alte Kaffeemühlen

Erinnerungen an die Großmutter

Vorlieben beim Kaffeetrinken

Rituale beim (gemeinsamen) Kaffeetrinken

Porzellandekore von früher



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Sinnesspiele für Senioren. Ein Riech-Memospiel

Dies ist eines unserer Wahrnehmungsspiele für Senioren und Menschen mit Demenz. Neben der Sinnesaktivierung trainiert dieses Spiel zusätzlich das Konzentrationsvermögen der Teilnehmenden. Im Mittelpunkt steht heute das Riechen. Es geht also immer der Nase nach…

Riech-Memospiel

Materialien
Kleine Gläser (wer noch welche besitzt, nutzt Filmdosen)
Watte
Unbedenkliche Duftöle
Papier, Klebeband und Stift

Vorbereitungen und Spielaufbau

Kleine Wattebausche werden in die Gläser oder Filmdosen gelegt. Beträufeln Sie nun jeweils zwei Wattebausche mit demselben Duftöl. Schreiben Sie den Duft auf kleine Zettel und kleben Sie ihn unter das entsprechende Glas bzw. die Dose, damit man die Paare hinterher leichter auseinanderhalten kann.

Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzgelegenheiten vor und stellen Sie die Gläser in die Mitte.

So wird gespielt

Erklären Sie den Senioren zu Beginn dieses Sinnesspiels, dass sich in zwei Gläsern jeweils derselbe Duft befindet. Bitten Sie sie, nur durch Riechen, die richtigen Paare ausfindig zu machen. Es geht reihum. Derjenige, der an der Reihe ist, sucht sich zwei Gläser oder Filmdosen aus und riecht an den Wattebauschen. Ist es nicht der gleiche Duft, werden die Gläser an ihre Plätze zurückgestellt und der Nächste in der Runde ist an der Reihe. Wichtig ist, dass die entsprechenden Düfte erkannt und laut ausgesprochen werden, damit alle Mitspielenden nach und nach wissen, wo sich welcher Duft befindet. Sind sich die Senioren unsicher, schauen sie einfach unter das Glas. Die Aufgabe kann ggfs. auch die Spielleitung übernehmen. Wurde ein richtiges Pärchen erkannt, wird es aus dem Spiel genommen.

Varianten

Diese Wahrnehmungsübung wir leichter, wenn man die Gläser mit zwei Farben kennzeichnet. Dafür kleben Sie jeweils auf einen „Partner“ eine roten, und auf den anderen einen blauen Punkt (natürlich sind auch andere Farben möglich). Die Gläser werden in zwei Gruppen auf den Tisch gestellt. Erklären Sie den Senioren, dass nun ein blaues einem roten Glas zugeordnet werden soll, d.h. es soll jeweils an einem roten und einem blauen Glas geschnuppert werden.

Alternativ kann man den Duft sichtbar auf eins der Gläser schreiben. So muss beim Schnuppern der jeweilige Duft erkannt und dem geschriebenen Wort zugeordnet werden.

Auch bei diesem Sinnesspiel gilt selbstverständlich : je weniger Paare auf dem Tisch stehen, desto leichter ist die Wahrnehmungsübung.



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo sind die Linsen?

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele rund ums Hören. Das Spiel können Sie ganz leicht mit trockenen Lebensmitteln aus der Küche selbst gestalten. Das schöne dabei ist, dass dieses Sinnesspiel nur einmal vorbereitet werden muss und dann immer wieder sofort einsetzbar ist.

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo sind die Linsen?

Materialien
Kleine, verschließbare Kunststoffdosen (früher hat man dafür gerne die kleinen Filmdosen genommen, es eignen sich aber auch leere Kaugummidosen mit Deckel, kleine Cremetiegel, oder blickdichte Frischhaltedosen)
Streufähige Lebensmittel, zum Beispiel
– Reis
– Kleine Nudeln
– Erbsen
– Linsen
– Getrocknete Bohnen
– Mehl
– Zucker
– Getrocknete Kräuter
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Füllen Sie die Kunststoffdosen mit den verschiedenen Lebensmitteln (pro Lebensmittel eine Dose) und verschließen sie mit einem Deckel. Die Lebensmittel werden jeweils auf eine Karteikarte geschrieben.
Bereiten Sie einen Tisch mit Stühlen vor und planen Sie ausreichend Platz für Rollstuhlfahrer ein. Stellen Sie die Dosen mit den Lebensmitteln in die Tischmitte und verteilen Sie die Karten verdeckt rundherum.

So wird gespielt
Decken Sie die Karten zusammen mit den teilnehmenden Senioren auf und lesen das jeweilige Lebensmittel laut vor. Sprechen Sie darüber, wie sich das Lebensmittel anhören könnte – hart, weich, laut, leise, ob man kleine Teile hört oder große, usw. …
Dann bitten Sie die Senioren, alleine durch Schütteln der Dosen herauszufinden, in welcher Dose sich welches Lebensmittel befindet. Dafür können die Karten einfach danebengelegt werden. Im Anschluss überprüfen nochmal alle zusammen, ob sie mit den Lösungen einverstanden sind. Wenn man sich gar nicht sicher ist, darf man zum Schluss natürlich in die Dosen hineinschauen…

Varianten
Spielen Sie das Spiel einmal anders herum: Legen Sie drei oder vier Kärtchen neben eine mit einem dieser Lebensmittel gefüllten Dose. Bitten Sie die Senioren, alleine durch Hören, herauszufinden, welches dieser Lebensmittel sich darin befindet.
Eine weitere Variante ist es, drei der Dosen zur Auswahl bereit zu stellen und zu fragen, welche Dose ein bestimmtes Lebensmittel enthält. Finden die Mitspieler es heraus?
Bei diesen Übungen können Sie natürlich den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen und variieren. Reis und kleine Nudeln zu unterscheiden ist zum Beispiel schwieriger, als Mehl und Linsen…



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Sinnesspiele für Senioren. Düfte schreiben Geschichte

… das ist in der Tat so! In diesem Sinnesspiel möchten wir Geschichten aus dem Leben der Senioren hören, die sie mit ganz bestimmten Düften verbinden. Ein wirklich schönes Spiel, das gut im Rahmen der Biografiearbeit eingesetzt werden kann!

Sinnesspiele für Senioren. Düfte schreiben Geschichte

Materialien
Dinge, die Erinnerungen an besondere Düfte aus dem Leben der Mitspielenden wecken sollen. Das können beispielsweise sein
Fotos (z.B. von einer Tankstelle, einem Marktplatz, einer Metzgerei, einem Auto…)
Tücher und Schals
Schuhcreme
Kernseife
Backwaren
Blumen
Mottenkugeln (vllt. in einem Behälter, den man verschließen kann)
Kaffeebohnen

Vorbereitungen und Spielaufbau
Überlegen Sie sich ein paar Gegenstände oder Lebensmittel, an die die Senioren besondere Dufterinnerungen haben könnten. Diese Dinge dienen nur als Beispiele, sie müssen nicht aus den Vollen schöpfen. Von Gebäuden oder anderen große Gegenständen genügen auch Fotos. Bereiten Sie einen Stuhlkreis vor und legen Sie die mitgebrachten Materialien ansprechend in die Mitte.

So wird gespielt
Geben Sie den Senioren zu Beginn ein wenig Zeit, sich die Gegenstände in Ruhe anzusehen. Dann fragen Sie sie nach ihren ganz persönlichen Dufterinnerungen, die sie in ihrem Leben besonders geprägt haben. Machen Sie deutlich, dass die mitgebrachten Materialien nur als Beispiele dienen sollen und dass die Geschichten so verschieden sein werden, wie die unterschiedlichen Lebensgeschichten der Senioren. Stellen Sie gegebenenfalls gezielte Fragen, die das Erzählen bei den einzelnen Teilnehmenden anregen können. Oft hilft es den Senioren, wenn man nach Erinnerungen an bestimmte Personen in der Familie fragt. Dann kommen Geschichten über die Mottenkugeln im Schrank der Oma, den Geruch im Keller der Tante, den Duft in der Küche, wenn die Mutter sonntags gekocht hat, den Geruch der Sitzpolster im Auto des Vaters, Besuche bei der Tankstelle mit dem Opa, Markteinkäufe, Metzgerei- oder Bäckereibesuche, und, und, und…

Varianten
Wählen Sie einen der von Ihnen mitgebrachten Gegenstände aus und halten ihn hoch. Eventuell geben Sie ihn einmal im Kreis herum. Fragen Sie, wer eine Dufterinnerung an diesen Gegenstand hat und eine Geschichte dazu erzählen möchte. Schwelgen Sie gemeinsam in Erinnerungen…



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Ein Hör-Memospiel

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele für den Gehörsinn. Das Spiel können Sie ganz individuell und leicht selber machen. Wir wünschen viel Freude damit!

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Ein Hör-Memospiel

Materialien
Kleine, verschließbare Kunststoffdosen (früher hat man dafür gerne die kleinen Filmdosen genommen, es eignen sich aber auch leere Kaugummidosen mit Deckel, kleine Cremetiegel, oder blickdichte Frischhaltedosen)
Kleine Gegenstände, wie zum Beispiel
– Nägel
– Büroklammern
– Münzen
– Reis
– Nudeln
– Erbsen
– Linsen
– Reißzwecken
– Perlen
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Geben Sie jeweils in zwei Dosen etwas von den gleichen Gegenständen. Möglichst so, dass sich der Inhalt gleich anhört, wenn man ihn schüttelt. Am besten bereiten Sie einmal ein buntes Potpourri an Dosen mit verschiedenen Materialien vor. Wie viele und welche Paare sie dann in Ihren Aktvierungen einsetzen, können Sie dann spontan entscheiden und von den jeweiligen Teilnehmern Ihrer Angebote abhängig machen.
Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzmöglichkeiten vor und stellen Sie die Dosen des Hör-Memospiels in die Mitte.

So wird gespielt
Mischen Sie die Dosen noch einmal vor Spielbeginn. Diese Aufgabe kann gerne jemand aus der Seniorenrunde übernehmen. Dann sollen die Paare, ausschließlich anhand der Geräusche, die die Gegenstände in den Dosen machen, einander zugeordnet werden. Dafür nehmen die Senioren die Dosen in die Hand und schütteln sie.
Ob Sie das Paare finden nach den Regeln des klassischen Memospiels gestalten, oder die Senioren nach Belieben ausprobieren lassen, bleibt Ihnen überlassen. Das können Sie wie immer anhand der Gruppensituation und den Fähigkeiten der teilnehmenden Senioren abhängig machen. Das Spiel eignet sich übrigens auch gut für die Begleitung einzelner Senioren.

Varianten
Um das Spiel etwas leichter zu machen, können Sie die Dosen in zwei Gruppen einteilen. Um sie auseinander halten zu können, kleben Sie farbige Punkte auf die Deckel – eine Gruppe in der einen, die zweite in einer anderen Farbe. Ordnen Sie die Dosen in zwei Gruppen. Nun muss immer eine Dose aus der einen Gruppe, einer Dose der zweiten Gruppe zugeordnet werden.
Je mehr Dosen auf dem Tisch stehen, desto schwieriger wird das Spiel. Die Anordnung und die Anzahl der Dosen können Sie aber ganz individuell und flexibel entscheiden.



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Sinnesspiele für Senioren. Orangen und Zitronen

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen eines unserer Wahrnehmungsspiele für Senioren vor. Im Mittelpunkt steht heute der Geruchssinn. Erkennen Sie eigentlich Zitronen und Orangen – nur an ihrem Duft..?
Wir wünschen viel Freude damit!

Sinnesspiele für Senioren. Orangen und Zitronen

Materialien
Orangen
Zitronen
Brettchen und scharfes Messer
Saftpresse
In der Winterzeit evtl. Nelken
Kleine Teller, zum Beispiel Untertassen
Dessertschälchen oder Ähnliches

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bereiten Sie einen Tisch mit ausreichend Sitzgelegenheiten für die Senioren vor. Legen Sie alle mitgebrachten Materialien in die Tischmitte. Bei diesem Spiel verzichten wir bewusst auf weitere Vorbereitungen, damit die Orangen und Zitronen später ihr volles Aroma entfalten können.

So wird gespielt
Auch wenn bei diesem Sinnesspiel der Geruchssinn im Mittelpunkt steht, geben Sie den Senioren die Orangen und Zitronen zu Beginn einmal in die Hand. Die Teilnehmer haben nun Zeit, sich die Früchte in Ruhe anzusehen und die Strukturen der Schale zu ertasten.
Schneiden Sie die Orangen und Zitronen in Scheiben und legen Sie jeweils eine Scheibe auf einen Unterteller. Bitten Sie die Senioren, ihre Augen zu schließen und nur durch Riechen zu bestimmen, auf welchem Teller die Orangen- und auf welchem die Zitronenscheibe liegt. Dafür geben Sie den Teilnehmern jeweils einen Teller in die Hand oder halten den Teller so, dass sie gut daran riechen können.
In der nächsten Runde schneiden Sie die Früchte durch und pressen den Saft aus. Geben Sie den Saft (getrennt) in kleine Schälchen und bitten Sie die Senioren erneut, nur anhand des Duftes den Zitronensaft und den Orangensaft zu erkennen.
Auch die Schale der Zitrusfrüchte hat einen ganz bestimmten Duft. Schälen Sie die Früchte und geben Sie die Schalen auf zwei Tellern in die Runde. Wer erkennt die Orange, und wer die Zitrone.

Varianten
Bringen Sie einen weiteren Saft mit ins Spiel, von dem Sie erst einmal nicht verraten, aus welchem Obst er gemacht wurde. Eventuell füllen Sie ihn in ein kleines Porzellankännchen, damit man die Farbe nicht gleich erkennen kann. Für die Übung bieten sich beispielsweise Apfel- oder Traubensaft an. Bitten Sie die Senioren wieder, mit geschlossenen Augen zu erkennen, welchen Saft sie in den Gefäßen sprichwörtlich vor der Nase haben. In der nächsten Runde geben Sie vor, welcher Saft herausgeschnuppert werden soll, bieten Sie ihnen dafür wieder drei verschiedene Säfte an.
In der Winterzeit lassen sich die Orangen wunderbar mit Nelken spicken. Geben Sie den Senioren die gespickten Orangen in die Hand und lassen sie von ihren Erinnerungen erzählen, die sie an diesen Duft haben…



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wer gibt den Takt an?

Bei diesem Wahrnehmungsspiel dreht sich alles um unser Gehör. Auf ein klein wenig Rhythmusgefühl kommt es ebenfalls an. Anders als bei den meisten Sinnesspielen für den Gehörsinn ist es hier nicht ganz so wichtig, dass die Mitspieler aureichend gut hören können, die Rythmusbewegungen können von Senioren mit eingeschränktem Hörvermögen auch durch Beobachten nachgeahmt werden.

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wer gibt den Takt an?

Materialien
Die eigene Hand oder die Finger
Eventuell gesammelte Stöcke aus Wald oder Garten, Trommelstöcke oder die Schlegel eines Glockenspiels

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bereiten Sie einen großen Tisch mit Sitzmöglichkeiten vor, an dem alle teilnehmenden Senioren ausreichend Platz haben. Wenn Sie mit den Stöcken, Schlegeln oder Trommelstöcken spielen möchten, legen Sie die Materialien in die Mitte des Tisches. Die eigenen Hände oder Finger wären für das Spiel aber auch ausreichend.

So wird gespielt
Trommeln Sie mit der flachen Hand, ihrem Finger oder einem der Stöcke bzw. Schlegel einen einfachen Takt auf die Tischkante. Die Senioren trommeln den Takt anschließend nach. Danach denken sich die Senioren einen Rhythmus aus, den sie den anderen Mitspielern vormachen. Auch hier wird der Rhythmus von allen nachgetrommelt.

Varianten
Gestalten Sie einen Trommel-Dialog unter den Senioren, indem Sie, nachdem ein beliebiger Takt vorgemacht und nachgetrommelt wurde, die Mitspieler in zwei Gruppen aufteilen. Nun fängt die erste Gruppe an, den Takt einmal vor zu klopfen, im Anschluss „antwortet“ die zweite Gruppe mit dem gleichen Rhythmus. Schwierig wird es, wenn beide Gruppen abwechselnd verschiedene Rhythmen klopfen, also jede ihren eigenen Takt. In fitten Gruppen macht es Spaß, das auszuprobieren.
Eine andere Variante ist es, die Takte mit beiden Händen abwechselnd zu klopfen. Was bisher mit nur einer Hand geklopft wurde, wird nun auf beide Hände aufgeteilt. Beispiel: Der Rhythmus ist lang-kurz-kurz-lang. In diesem Fall könnte einmal mit der rechten Hand, zweimal mit der linken und wieder einmal mit der rechten Hand geklopft werden. Der Rhythmus wird so weitergeführt. Hier können Sie sich alle beliebigen Varianten und Schwierigkeitsstufen ausdenken.

Spiele, in denen Musik und Rhythmus eine vordergründige Rolle spielen, eignen sich gut für die Beschäftigung bei Demenz . In unserem Übersichtsbeitrag unter dem Link erfahren Sie mehr darüber.



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Sinnesspiele für Senioren. Blumenduft liegt in der Luft

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele , die ganz besonders den Geruchssinn ansprechen. Das Sinnesspiel lässt sich durch die Blumen sehr gut an alle Jahreszeiten anpassen und eignet sich zudem sehr gut für die Biografiearbeit.

Blumenduft liegt in der Luft

Materialien
Verschiedene Blumen, die duften
Eine Blumenvase

Vorbereitungen und Spielaufbau
Gestalten Sie einen hübschen Blumenstrauß mit unterschiedlichen Blumen, die duften. Das können sowohl Wildblumen als auch Schnittblumen sein. Stellen Sie den Strauß in eine Vase und dekorieren Sie damit einen Tisch, evtl. nehmen Sie noch eine Decke dazu und dekorieren das Ganze der Jahreszeit entsprechend. Stellen Sie für die teilnehmenden Senioren ausreichend Stühle bereit.

So wird gespielt
Geben Sie den Senioren zu Beginn ein wenig Zeit, sich den Strauß genau anzusehen. Dann bitten Sie sie jeweils einen Mitspieler, seine Augen zu schließen und geben ihm eine beliebige Blume in die Hand und lassen ihn daran riechen.
Die Senioren können nun darüber spekulieren, wie die Blüten aussehen, welche Farbe sie haben, welche Form die Blätter haben, welche Blumenart es sein könnte… und überlegen, zu welchem Anlass man sie verschenken könnte, ob man sie selbst gerne geschenkt bekommen würde, und, und, und…
Bei diesem Spiel geht es nicht darum, die richtige Blume zu erraten. Das wäre spätestens bei der Farbe auch recht schwierig 😉. Es geht vielmehr darum, ein wenig seine Fantasie spielen zu lassen und die eigene Kreativität aufleben zu lassen. Zugleich wecken bestimmte Blumendüfte auch immer Erinnerungen an ganz besondere Augenblicke im Leben. Das können zum Beispiel die Blumen am Hochzeitsstrauß sein, die bei der ersten Verabredung mit dem späteren Ehemann/der späteren Ehefrau, eine besondere Blumensorte, die zum jährlichen Hochzeitstag verschenkt wurde, usw. … Geben Sie den Senioren Raum, ihre kleine Geschichte zu erzählen.

Varianten
Verteilen Sie an jeden Mitspieler zwei unterschiedliche Blumen aus dem Strauß. Bitten Sie sie, eine bestimmte Blume an ihrem Duft zu erkennen.
Stellen Sie zwei Sträuße auf den Tisch, wählen sie für einen verschiedenen Schnittblumen, für den anderen der Jahreszeit entsprechende Wildblumen. Können die Senioren den Wildblumenstrauß mit geschlossenen Augen, nur durch bloßes Riechen erkennen?



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Was raschelt denn da?

Bei diesem Sinnesspiel sollen die Senioren Alltagsgeräusche durch bloßes Hören erkennen. Stellen Sie, wie bei anderen Sinnesübungen für den Gehörsinn sicher, dass das Hörvermögen der Mitspielenden für das Spiel ausreicht. Wenn Sie sich über die Grundlagen und Hintergründe von sinnesangregenden Wahrnehmungsangeboten für Senioren informieren möchten, dann lesen Sie dafür unseren Übersichtsartikel Basale Stimulation bei Demenz .

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Was raschelt denn da?

Materialien
Eine Stellwand oder ein großer Karton

Papier
Aluminiumfolie
Kugelschreiber
Teller
Kaffeetasse mit Untertasse
Eine Schere
Besteck
Ein Buch
Stricknadeln
Plastikfolie
Ein Glas
Eine Wasserflasche (Glas)
Ein Schlüsselbund
Klebefilmrolle
Geldbörse mit Münzen
Raschelndes Bonbonpapier
Ein Locher
… und andere Gegenstände und Materialien, die Geräusche machen

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bauen Sie eine Stellwand auf und ordnen Sie Stühle im Halbkreis davor an. Sollte Ihnen keine Stellwand zur Verfügung stehen, kann man diese gut durch einen großen Karton ersetzen, der einfach auf einen Tisch gestellt wird. Die Anordnung der Stühle bleibt dabei die gleiche. Die kreativen Köpfe unter uns haben auch noch die Möglichkeit, aus den drei zusammenhängenden Seitenteilen des Kartons eine Art Sichtschutz zu gestalten. Dieser kann auch auf einen Tisch gestellt werden.
Legen Sie die mitgebrachten Materialien versteckt hinter die Stellwand, in den Karton oder hinter die Kartonwand.

So wird gespielt
Machen Sie mit den mitgebrachten Gegenständen und Materialien nacheinander typische Geräusche. Die Senioren sollen erkennen, welches Geräusch Sie erzeugt haben und welche Gegenstände Sie dafür benutzt haben.
Geräusche, die von den Senioren gut erkannt werden können, sind zum Beispiel:
– eine Flasche öffnen
– Teller stapeln
– ein Stück Papier zerreißen
– mit einer Schere Papier schneiden
– Papier zerknüllen
– Alufolie zerknittern
– die Mine eines Kugelschreibers herausdrücken
– mit einem Schlüssel klimpern
– Klebefilm von einer Klebefilmrolle abrollen
– ein Glas Wasser einschenken
– mit einem Messer an den Glasrand klimpern
– mit Besteck klappern
– eine Tasse auf eine Untertasse stellen
– Münzen aus einer Geldbörse heraussuchen
– ein Blatt Papier lochen
– mit Bonbonpapier rascheln
– ein Buch umblättern
– …

Wurden die Geräusche erraten, zeigen Sie die Materialien und Gegenstände einmal in die Runde. Dann legen Sie sie wieder zurück zu den anderen. Geben Sie den Senioren die Gegenstände im Anschluss an das Spiel auch einmal in die Hand, das haptische Empfinden unterstützt die Sinnesanregung.

Varianten
Je nach Aufmerksamkeitsspanne der teilnehmenden Senioren nehmen Sie entweder mehr oder weniger Gegenstände. Oft kann man während des Spiels auch ganz gut einschätzen, wie viele Geräusche noch erraten werden können. Das kann man bei diesem Sinnesspiel wirklich gut und flexibel variieren.
Als Variante können Sie zum Beispiel auch gut ein Geräusch vorgeben, dass unter drei vorgemachten erkannt werden soll. Nehmen Sie beispielsweise das Klirren eines Messers an einem Glasrand, dann können Sie das Messer jeweils einmal an ein Glas, an eine Tasse und ein Buch anschlagen. Erraten die Senioren, welches Geräusch das Richtige ist?



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