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Erdbeeren mit Schlagsahne. Eine Sinnesgeschichte für den Sommer

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Diese Sinnesgeschichte kann in Wahrnehmungsangeboten für Senioren und Menschen mit Demenz vorgelesen werden. Im Mittelpunkt stehen die Erinnerungen, die die Senioren mit den frischen Erdbeeren verbinden. In der Geschichte werden Szenen beschrieben, die sich um den Duft und den Geschmack von Erdbeeren drehen und darüber, wie sie sich anfühlen. Lesen Sie die markierten Stellen im Text etwas langsamer vor und machen sie danach eine kurze Pause, damit die Senioren die beschriebenen Sinneseindrücke besser nachvollziehen können.
Im Anschluss bieten sich biografische Gespräche zu den Themen Gartenarbeit, Obst- und Gemüseanbau, der Erdbeerernte oder Kochen an.

Erdbeeren mit Schlagsahne. Eine Sinnesgeschichte für den Sommer

Ulla war Köchin mit Leib und Seele. Besonders das Obst und das Gemüse aus ihrem eigenen Garten haben es ihr angetan. Fast täglich freute sie sich ab dem Frühjahr auf die neue Ernte. Wenn Erdbeerzeit war, ging sie besonders gerne in den Garten. Die frischen Erdbeeren dufteten so herrlich – diesen einzigartigen Duft kannte sie noch ganz genau aus Kindertagen. Die Leidenschaft fürs Gärtnern hatte sie nämlich von ihrer Oma, das war sonnenklar. Ihre Oma hatte sie früher bei Wind und Wetter mit in den Garten genommen und ihr die Geheimnisse der Gartenkunde erklärt. Auch die über frische Erdbeeren.
Ulla erinnert sich noch ganz genau, wie sie das erste Mal eine Erdbeere in die Hand genommen hat. Sie hatte die zarte Hülle mit den kleinen Samen als sehr spannend empfunden und war ganz vorsichtig mit den Früchten umgegangen. Ihre Oma hatte ihr erklärt, dass die Erdbeeren sehr leicht Druckstellen bekommen und so schneller verderben. Also gab sie auf die zarte Haut acht.
So auch heute Vormittag, als sie in ihren Garten ging, um die reifen Erdbeeren zu pflücken. Die Pflanzen waren schon wieder von dem Duft reifer Erdbeeren umgeben. Vorsichtig fasste sie unter die Blätter und umfasste die Erdbeeren ganz behutsam mit ihrer rechten Hand. Sie musste sie nur leicht drehen, dann hatte sie die Frucht schon in der Hand. Die Blätter der Pflanze kitzelten sie dabei ein wenig auf der Haut.
Ulla wusch die Erdbeeren in der Küchenspüle mit Wasser ab. Ganz vorsichtig rieb sie mit ihren Fingern die Erde ab und spürte dabei die kleinen Samen auf den Erdbeeren. Sie viertelte die Erdbeeren auf dem Schneidebrettchen. Auch innen waren die Erdbeeren fast knallrot und bei jedem Schnitt tropfte ein bisschen Erdbeersaft die Klinge herunter. Ulla probierte ein Tröpfchen – der Saft schmeckte fruchtig und süß, lecker! Gleich nahm sie auch ein Stück Erdbeere und biss genüsslich hinein. Die Frucht hatte genau den richtigen Biss, war nicht zu weich und nicht zu fest und schmeckte richtig gut! „Da muss ich gar nicht mehr nachsüßen.“ dachte sie und schnitt auch die restlichen Erdbeeren in Viertel. Sie gab die kleinen roten Stückchen in eine Schüssel und legte einen großen Löffel hinein. Dann bereitete sie noch eine Schale Schlagsahne vor und deckte den Tisch. Erdbeeren mit Schlagsahne – das würde ein festlicher Nachtisch werden!



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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