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Alles, was das Herz begehrt. Eine Sinnesgeschichte für Senioren rund um den Wochenmarkt

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In dieser Sinnesgeschichte für Senioren geht es um den Besuch auf dem Wochenmarkt. Im Text sind verschiedene Anregungen für die Sinnesaktivierung versteckt, die sich auf das Hören, Sehen, Schmecken und Tasten beziehen. Mit den Beschreibungen können beim Zuhören die persönlichen Erinnerungen der Senioren geweckt werden. Lesen Sie diese markierten Stellen deshalb etwas langsamer vor und machen sie kurze Pausen, damit die Sinneseindrücke gut aufgenommen werden können.

Alles, was das Herz begehrt. Eine Sinnesgeschichte für Senioren rund um den Wochenmarkt

Karl ging jeden Dienstag auf den Wochenmarkt. Er schnappte sich seinen Korb und eine Stofftasche und machte sich direkt nach dem Frühstück auf den Weg. Schon von weitem roch er den unnachahmlichen Duft, den es nur auf dem Marktplatz gibt – eine Mischung aus Obst, Gemüse, Fisch, Wurst und Backwaren. Und natürlich nach frischen Blumen.
Auch das, was er hörte, kam ihm nur auf dem Markt zu Ohren. Leute, die sich unterhielten, der Mann am Obststand, der gerade eine Kundin bediente und der Marktschreier am Käsewagen – der war natürlich der Lauteste.
Als Karl am Gemüsestand ankam, duftete es schon nach frischen Tomaten, Petersilie und Paprika. Karl kaufte drei von den roten Tomaten, zwei dunkelgrüne Zucchini und einen hellgrünen Kopfsalat. Von den Frühlingszwiebeln nahm er auch noch welche mit, die dufteten auch wirklich gut.
Karl machte sich weiter auf den Weg zum Obststand. Er war umgeben von einem freundlichen Gemurmel. Die Leute unterhielten sich und die Verkäufer an den Ständen priesen ihre Ware an. Der Marktschreier hatte Pause. Dafür rief ihn der Fischverkäufer zu sich herüber. Karl mochte den Geruch von frischem Fisch und er ging gerne zu ihm an den Stand. Der Fischverkäufer hatte frische Heringe bekommen und zeigte ihm seine Ware. Die sahen wirklich frisch aus! Karl nahm drei, legte sie in seinen Korb und verabschiedete sich.
Dann ging er aber zum Obststand. Schon aus der Ferne duftete es nach süßen Äpfeln, Birnen und Pflaumen. Karl bekam sofort Appetit auf Pflaumenkuchen. Mit ein wenig Zimt darüber war der Pflaumenkuchen seiner Anne wirklich ein Gedicht. Karl kam sofort ins Schwärmen und ließ sich eine Pflaume zum Probieren geben. Die Haut war ganz glatt. Und die Pflaume schmeckte köstlich. Ein wenig süß, ein wenig säuerlich, genau richtig! Karl kaufte drei Pfund. Er schlenderte noch ein wenig über den Marktplatz, sprach mit Hinz und Kunz und wollte sich dann auf den Heimweg machen.
Als er dem Markt fast schon den Rücken gekehrt hatte stieg ihm auf einmal der Duft von frisch gebackenem Brot in die Nase. „Ach ja, richtig, das hätte ich beinahe vollkommen vergessen. Das Brot!“ dachte er und ging noch einmal zurück zum Bäckerstand. Auch hier duftete es herrlich. Und von Brot, über Kuchen und belegten Brötchen gab es dort alles, was das Herz begehrt. Karl schmachtete die glasierte Zuckerschnecke an. Dann schaute er allerdings auf die dunkelbauen Pflaumen und dachte an den frischen Pflaumenkuchen. Nein, er musste widerstehen und auf den Pflaumenkuchen warten. Er nahm das noch warme Brot vom Stand und machte sich endgültig auf den Heimweg.
Er freute sich schon darauf, seiner Anne die frischen Waren vom Markt zu zeigen…

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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