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Himmelblau und Enzian. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

In dieser Vorlesegeschichte, die die visuelle Wahrnehmung der Zuhörenden anregen soll, geht es um die Farbe blau. Bringen Sie, wenn möglich, blaue Tücher, Servietten, Stoffe etc. mit in das Aktivierungsangebot. Passende Sinnesspiele finden Sie unter dem Stichwort Wahrnehmungsspiele.

Himmelblau und Enzian. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

Blauer Himmel!“ Judith legt ihren Kopf in den Nacken und sieht nach oben: „Was haben wir ein Glück mit dem Wetter!“ fährt sie freudestrahlend fort. Josefa lächelt und nickt: „Ja, das stimmt. Es ist lange her, dass wir einen so strahlend blauen Himmel auf unseren Wanderungen hatten. Die beiden Schwestern sind zum Wandern in die Berge gefahren. Gestern Abend sind sie auf ihrer Berghütte angekommen, von wo aus sie heute ihre erste Wanderung unternehmen werden. Die Dämmerung hatte schon eingesetzt als sie ankamen. Die Berge lagen wie gemalt und in dunklen Blautönen vor ihnen. Stille herrschte. Am dunkelblauen Abendhimmel leuchteten schon ein paar Sterne auf, die bei den beiden die Vorfreude auf eine wunderschöne, tiefblaue und sternenklare Nacht weckten.

Sie waren von der Anreise in ihrem hellblauen Auto allerdings so müde gewesen, dass sie kurz nach ihrer Ankunft in ihre Betten fielen, und erst heute Morgen mit dem Klingeln ihres Weckers wieder aufwachten. Judith staunte nicht schlecht als sie in dem Bett mit der blau-weiß karierten Bettwäsche die Augen aufschlug. Sie war nicht einmal in der Nacht wachgeworden, so tief hatte sie geschlafen. Auch Josefa hatte tief und fest geschlafen.

Die beiden stehen nun vor der Hütte, haben ihre dunkelblauen Jacken angezogen und packen gerade noch ihre Rucksäcke. Am Frühstückstisch haben sie sich bei Kaffee, selbstgebackenem Brot und Laugenbrezeln noch mit der Wirtin über das Wetter unterhalten. Sie war ganz zuversichtlich, dass es die nächsten Tage trocken und sonnig bleiben soll. Während Josefa ihre Thermoskanne im Rucksack verstaut, schwärmt sie noch von dem Frühstücksgeschirr mit dem indisch-blauen Strohblumenmuster, so eins hat ihre Oma auch früher gehabt.

Dann ziehen die beiden frohen Mutes los. Judith trägt wie immer die Wanderkarte. In der Ferne liegen viele Berge, die unter dem hellblauen Himmel in den schönsten Blautönen erscheinen – alle in einem etwas andere blau, je nachdem, wie gerade das Sonnenlicht fällt und die kleinen Schäfchenwolken ihre Schatten werfen. Schon nach kurzer Zeit gelangen sie in eine wunderschöne Berglandschaft in der die Natur noch unberührt ist. Judith und Josefa kommen in den Genuss, auf viele Alpenblumen zu treffen. Jetzt im Spätsommer blühen sie besonders schön. Das hellblaue Vergissmeinnicht gefällt Josefa sehr. Judith kann sich eher für die mittelblaue Kreuzblume begeistern. Als die jedoch auf ein Prachtexemplar eines Enzians in einem tiefen Blau treffen, sind die Schwestern sich einig, dass dieser an Schönheit nur schwer zu übertreffen ist.

Die beiden machen ihre Mittagspause an einem klaren Bergsee, der in einem angenehmen, warmen Blauton in der Sonne glitzert. Das Ufer ist flach, so können sie ihre Füße ein wenig in dem klaren Wasser kühlen. Sie machen eine etwas längere Rast und genießen stillschweigend die tolle Aussicht.

Auf ihrem Weg heute begegnen sie außerdem noch einer Glockenblume, deren Blüten sich dunkelblau mit einem Hauch violett der Sonne öffnen. Judith und Josefa sind so fasziniert von der wunderschönen Pflanzenwelt, dass ihnen ihre Bergwanderung heute nur halb so anstrengend wie sonst vorkommt. Auf dem letzten Stück ihres Rundwegs entdecken sie noch einen wirklich atemberaubenden Eisenhut mit dunkelblauen Blüten. Sofort zieht er die beiden in ihren Bann. “Welch ein Traum…“ flüstert Josefa. Judith stimmt ihr nickend zu.



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Wahrnehmungsgeschichten. Unsere schönsten in der SingLiesel Mal-alt-werden.de – Edition

Wenn die Sprache, das Verstehen und andere Gedächtnisleistungen im Alter nachlassen, sind die Betroffenen mehr und mehr auf ihre Sinne angewiesen. In der Praxis greifen wir in diesen Fällen oft auf Wahrnehmungsübungen zurück, durch die die Sinne gezielt angesprochen und aktiviert werden. Für solche Wahrnehmungsübungen und -spiele bieten sich Materialien an, die die Senioren anfassen, hören, schmecken und anschauen können, oder an denen sie riechen dürfen. Durch diese Sinneseindrücke fällt es den Betroffenen viel leichter, sich an besondere Momente aus ihrer Vergangenheit oder auch ganz normale Alltagssituationen zu erinnern, die ihr Leben, und vor allem sie als Person geprägt haben.

Unsere schönsten Wahrnehmungsgeschichten gibt es jetzt auch als Buch

Als Erweiterung zu den vielen kreativen und beliebten Sinnesaktivierungen, die sich in der praktischen Seniorenarbeit bewährt haben, haben wir Wahrnehmungsgeschichten geschrieben, in die jeder unserer fünf Sinne mit einbezogen wird.
Unsere schönsten Geschichten haben wir jetzt in unserem Buch Wahrnehmungsgeschichten für Senioren* veröffentlicht.

Jede Geschichte konzentriert sich dabei besonders auf einen Sinn:
– Tasten
– Riechen
– Schmecken
– Hören
– Sehen

In der Kapitelübersicht in unserem Buch wurden die Geschichten ihrer jeweiligen Sinnesaktivierung zugeordnet, das erleichtert den unkomplizierten Einsatz in der Praxis. Bei den Wahrnehmungsgeschichten zum Tasten, Riechen und Schmecken finden Sie in der Überschrift zusätzlich die Information, um welchen Gegenstand, welches Material oder welches Lebensmittel es geht. Die Klanggeschichten sind ganz besondere Mitmachgeschichten, denen die Senioren im Verlauf ihren ganz eigenen und persönlichen Charakter verleihen können.
Lesen Sie die Wahrnehmungsgeschichten langsam vor. Im Text sind die Stellen, in denen es um die direkte Sinneserfahrung geht, besonders gekennzeichnet. Hier hat es sich in der Praxis bewährt, nach dem Vorlesen dieser Passagen, einen Moment innezuhalten. Damit geben Sie den Senioren die Möglichkeit, sich die Sinneseindrücke besser vorstellen zu können, bzw. die Materialien nochmal gezielt zu berühren, daran zu riechen oder ein Stück davon zu probieren.

Tastgeschichten
Bringen Sie das Material, um die sich die Geschichte dreht, mit und geben Sie den Senioren vor dem Vorlesen etwas Zeit, es ausgiebig anzufassen. In den Geschichten selbst haben die Senioren die Möglichkeit, die beschriebenen Empfindungen am Material nachzuvollziehen, Bewegungen damit nachzumachen (z.B. einen Wollfaden zwischen den Fingern hindurchgleiten lassen) und sich Sinneseindrücke aus ihrem Erfahrungsschatz vorzustellen.

Duftgeschichten
Auch bei den Duftgeschichten bringen Sie etwas mit, das den in den Geschichten beschriebenen Duft verströmt, zum Beispiel einen Blumenstrauß oder frische Kaffeebohnen. Geben Sie das Material einmal jedem in der Runde in die Hand, damit derjenige in aller Ruhe daran riechen kann. Erst dann beginnen Sie mit dem Vorlesen der Geschichte.

Schmeckgeschichten
Bieten Sie jedem Teilnehmer zu Beginn an, etwas von dem mitgebrachten Lebensmittel, um das sich die Geschichte dreht, zu probieren (wer nicht möchte, muss natürlich nicht). Während des Vorlesens haben die Senioren die Möglichkeit, sich die beschriebenen Geschmäcker vorzustellen. Am Ende darf jeder gerne noch einmal zugreifen.

Sehgeschichten
In den Geschichten, in denen der Sehsinn im Mittelpunkt steht, wird jeweils eine bestimmte Farbe beschrieben. Bringen Sie für diese Wahrnehmungsgeschichten ein Potpourri an Gegenständen und Materialien mit, die diese Farbe haben. Hier eignen sich auch Decken und Stoffe sehr gut. Wer farbige Lampen hat, kann diese hier gut einsetzen.

Klanggeschichten
Die Klanggeschichten in diesem Buch sind, wie oben schon erwähnt, Mitmachgeschichten, die die Senioren aktiv gestalten können. Zu Beginn bekommt jeder Teilnehmende eine Rassel, einen Regenmacher, ein Glöckchen, Geschenkpapier, ein Percussion-Instrument, einen Topf mit Kochlöffel oder eine Hupe (wie angegeben). Immer wenn in den Geschichten von den entsprechenden Geräuschen die Rede ist, machen die Senioren diese an den gekennzeichneten Stellen auf die angegebene Art und Weise nach.

Das Buch jetzt bei Amazon bestellen.*

In der SingLiesel Mal-alt-werden.de-Edition veröffentlichen wir unsere schönsten und beliebtesten Aktivierungs- und Beschäftigungsideen für Senioren und Menschen mit Demenz in Büchern, die Sie ganz einfach in Ihren Aktivierungsalltag mitnehmen können.

Bisher sind außerdem folgende Titel in der Reihe erschienen

Reimrätsel. Lesen Sie hier die Buchvorstellung
Mitsprechgedichte. Lesen Sie hier die Buchvorstellung
Geschichten zum Bewegen. Lesen Sie hier die Buchvorstellung
Kurzaktivierungen. Lesen Sie hier die Buchvorstellung
Geschichten zum Vorlesen und Mitsingen. Lesen Sie hier die Buchvorstellung



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Sinnesspiele für Senioren – Tellerstapel. Ein Spiel für den Gehörsinn

Tisch decken – aber leise! Wer kann die meisten Teller stapeln, ohne dass es die anderen hören? Eine unterhaltsame Spiele-Idee aus unserer Reihe „Sinnesspiele für Senioren“.

Sinnesspiele für Senioren – Tellerstapel. Ein Spiel für den Gehörsinn

Materialien
Teller aus Porzellan, Glas oder Melamin (ca. zehn Stück)
Ein Flipchart und ein dicker Filzstift

Vorbereitungen und Spielaufbau
Für dieses Sinnesspiel bereiten Sie einen Tisch mit Sitzgelegenheiten (Stühle und Plätze für Rollstühle) für die Senioren vor. Die Teller werden nebeneinander auf dem Tisch verteilt. Zeichnen Sie auf das Flipchart eine Tabelle mit den Namen aller Mitspieler. Wählen Sie für dieses Spiel, wenn möglich einen Raum aus, in dem Sie nicht durch andere Geräusche gestört werden. Die Mitspielenden sollten sich dabei gut konzentrieren können und nicht durch Nebengeräusche abgelenkt werden.

So wird gespielt
Die Senioren sitzen am Tisch. Einer der Gruppenteilnehmer ist der sogenannte „Tellerstapler“. Alle übrigen Senioren schließen die Augen. Der „Tellerstapler“ versucht nun, so lautlos wie möglich die Teller vom Tisch zu nehmen und aufeinanderzustapeln. Sobald einer der Mitspieler ein Geräusch hört muss er aufhören. Die aufeinandergestapelten Teller werden gezählt und in die Tabelle eingetragen. Dann ist der Nächste an der Reihe. Derjenige, der die meisten Teller aufeinanderstapeln kann, ohne dass jemand etwas hört, hat das Spiel gewonnen.

Varianten
Geben Sie dem „Tellerstapler“ ggfs. die Teller einzeln an, so kommt es nur noch darauf an, die Teller lautlos zu stapeln, nicht aber aufzunehmen.

Das Tellerstapeln kann natürlich auch in umgekehrter Reihenfolge erfolgen. Stellen Sie hierfür den Stapel mit den Tellern in die Tischmitte. Es wird wieder ein Mitspieler bestimmt, der beginnt. Nun versucht derjenige so lautlos wie möglich, die Teller von dem Stapel abzuräumen und auf den Tisch zu stellen. Die Senioren mit einem guten Standgleichgewicht können auch versuchen, die Teller an die Plätze der anderen Mitspielenden zu stellen und so den Tisch zu decken. Für ganz fitte Gruppen können Sie zusätzlich Gläser auf den Tisch stellen. Wer kann diese lautlos an die Plätze zu den Tellern stellen?

Für Ihre Bewegungsangebote im Rahmen der Seniorenarbeit finden Sie viele Tipps und Anregungen unter dem Stichwort Seniorengymnastik Übungen.



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo spielt die Musik?

Bei diesem Sinnesspiel stehen unser Gehörsinn und unsere Eindrücke aus dem Alltag im Vordergrund. Wer erkennt die Szene oder den Gegenstand alleine durch die vorgespielten Geräusche?

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo spielt die Musik?

Materialien
aufgenommene Alltagsgeräusche, wie zum Beispiel Vogelgezwitscher, fahrende und/oder hupende Autos, das Tippen auf einer Schreibmaschine, Gemurmel, das Klingeln der Straßenbahn, den Scanner an der Ladenkasse, Glockengeläut, klapperndes Geschirr, Schritte durch herabgefallenes Laub und, und, und
Fotos oder Bilder, die die oben beschriebenen Geräusche darstellen, zum Beispiel eine Straßenbahn, eine Schreibmaschine oder ein Kirchturm

Vorbereitungen und Spielaufbau
Nehmen Sie Alltagsgeräusche auf und suchen Sie sich dazu passende Motive aus. Das können selbst gemachte Fotos sein oder Bilder, die Sie ausdrucken oder auch aus alten Kalendern oder Zeitschriften ausschneiden können. Wir empfehlen immer, die Materialien zu laminieren, so haben Sie deutlich länger Freude an den Spielen. Für die Geräusche gibt es mittlerweile eine Vielzahl an CDs mit gängigen und auch eindeutigen Geräuschen. Diese sind eine gute Alternative, sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, selbst Geräusche aufzunehmen. Legen Sie die Karten zunächst verdeckt auf einen Tisch. Die Senioren sitzen während des Spiels um den Tisch herum.

So wird gespielt
Drehen Sie die Bilder und Fotos um und schauen Sie sich gemeinsam mit den Senioren die Motive an. Benennen Sie die Motive, fragen Sie die Senioren, was sie auf den Bildern sehen. Dann spielen Sie die Geräusche einzeln und nacheinander ab. Fragen Sie nach jedem Geräusch, was die Senioren vermuten gehört zu haben und zu welchem Bild das Geräusch passen würde. Vielleicht fällt Ihnen oder den Senioren ja sogar eine kleine Geschichte dazu ein. Welche Erinnerungen wecken die Geräusche bei den Senioren? Hören die Mitspielenden das jeweilige Geräusch gerne oder ist es zu laut oder auf eine andere Art und Weise unangenehm…?

Varianten
Machen Sie ganz einfach eine Memo-Variante aus dem Spiel, indem Sie die Senioren zu Beginn bitten, sich die Bildkarten (die Anzahl der Bilder machen Sie von den Fähigkeiten der teilnehmenden Senioren abhängig) ganz genau anzusehen. Dann drehen Sie alle Bilder und Fotos um. Spielen Sie ein Geräusch ab. Wer weiß, wo das passende Bild zu dem jeweiligen Geräusch liegt?
Leichter wird diese Variante, wenn Sie die Geräusche vor Beginn des Memo-Spiels den Bildern einmal zuordnen, also die Geräusche abspielen und das dazu passende Bild hochhalten.

Grundlagen und Ideen für die Wahrnehmungsanregung bei Menschen mit Demenz finden Sie auch in unserer Übersicht Ergotherapie bei Demenz .



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Sinnesspiele für Senioren. Ein Riech-Memospiel

Dies ist eines unserer Wahrnehmungsspiele für Senioren und Menschen mit Demenz. Neben der Sinnesaktivierung trainiert dieses Spiel zusätzlich das Konzentrationsvermögen der Teilnehmenden. Im Mittelpunkt steht heute das Riechen. Es geht also immer der Nase nach…

Riech-Memospiel

Materialien
Kleine Gläser (wer noch welche besitzt, nutzt Filmdosen)
Watte
Unbedenkliche Duftöle
Papier, Klebeband und Stift

Vorbereitungen und Spielaufbau

Kleine Wattebausche werden in die Gläser oder Filmdosen gelegt. Beträufeln Sie nun jeweils zwei Wattebausche mit demselben Duftöl. Schreiben Sie den Duft auf kleine Zettel und kleben Sie ihn unter das entsprechende Glas bzw. die Dose, damit man die Paare hinterher leichter auseinanderhalten kann.

Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzgelegenheiten vor und stellen Sie die Gläser in die Mitte.

So wird gespielt

Erklären Sie den Senioren zu Beginn dieses Sinnesspiels, dass sich in zwei Gläsern jeweils derselbe Duft befindet. Bitten Sie sie, nur durch Riechen, die richtigen Paare ausfindig zu machen. Es geht reihum. Derjenige, der an der Reihe ist, sucht sich zwei Gläser oder Filmdosen aus und riecht an den Wattebauschen. Ist es nicht der gleiche Duft, werden die Gläser an ihre Plätze zurückgestellt und der Nächste in der Runde ist an der Reihe. Wichtig ist, dass die entsprechenden Düfte erkannt und laut ausgesprochen werden, damit alle Mitspielenden nach und nach wissen, wo sich welcher Duft befindet. Sind sich die Senioren unsicher, schauen sie einfach unter das Glas. Die Aufgabe kann ggfs. auch die Spielleitung übernehmen. Wurde ein richtiges Pärchen erkannt, wird es aus dem Spiel genommen.

Varianten

Diese Wahrnehmungsübung wir leichter, wenn man die Gläser mit zwei Farben kennzeichnet. Dafür kleben Sie jeweils auf einen „Partner“ eine roten, und auf den anderen einen blauen Punkt (natürlich sind auch andere Farben möglich). Die Gläser werden in zwei Gruppen auf den Tisch gestellt. Erklären Sie den Senioren, dass nun ein blaues einem roten Glas zugeordnet werden soll, d.h. es soll jeweils an einem roten und einem blauen Glas geschnuppert werden.

Alternativ kann man den Duft sichtbar auf eins der Gläser schreiben. So muss beim Schnuppern der jeweilige Duft erkannt und dem geschriebenen Wort zugeordnet werden.

Auch bei diesem Sinnesspiel gilt selbstverständlich : je weniger Paare auf dem Tisch stehen, desto leichter ist die Wahrnehmungsübung.



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo sind die Linsen?

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele rund ums Hören. Das Spiel können Sie ganz leicht mit trockenen Lebensmitteln aus der Küche selbst gestalten. Das schöne dabei ist, dass dieses Sinnesspiel nur einmal vorbereitet werden muss und dann immer wieder sofort einsetzbar ist.

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo sind die Linsen?

Materialien
Kleine, verschließbare Kunststoffdosen (früher hat man dafür gerne die kleinen Filmdosen genommen, es eignen sich aber auch leere Kaugummidosen mit Deckel, kleine Cremetiegel, oder blickdichte Frischhaltedosen)
Streufähige Lebensmittel, zum Beispiel
– Reis
– Kleine Nudeln
– Erbsen
– Linsen
– Getrocknete Bohnen
– Mehl
– Zucker
– Getrocknete Kräuter
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Füllen Sie die Kunststoffdosen mit den verschiedenen Lebensmitteln (pro Lebensmittel eine Dose) und verschließen sie mit einem Deckel. Die Lebensmittel werden jeweils auf eine Karteikarte geschrieben.
Bereiten Sie einen Tisch mit Stühlen vor und planen Sie ausreichend Platz für Rollstuhlfahrer ein. Stellen Sie die Dosen mit den Lebensmitteln in die Tischmitte und verteilen Sie die Karten verdeckt rundherum.

So wird gespielt
Decken Sie die Karten zusammen mit den teilnehmenden Senioren auf und lesen das jeweilige Lebensmittel laut vor. Sprechen Sie darüber, wie sich das Lebensmittel anhören könnte – hart, weich, laut, leise, ob man kleine Teile hört oder große, usw. …
Dann bitten Sie die Senioren, alleine durch Schütteln der Dosen herauszufinden, in welcher Dose sich welches Lebensmittel befindet. Dafür können die Karten einfach danebengelegt werden. Im Anschluss überprüfen nochmal alle zusammen, ob sie mit den Lösungen einverstanden sind. Wenn man sich gar nicht sicher ist, darf man zum Schluss natürlich in die Dosen hineinschauen…

Varianten
Spielen Sie das Spiel einmal anders herum: Legen Sie drei oder vier Kärtchen neben eine mit einem dieser Lebensmittel gefüllten Dose. Bitten Sie die Senioren, alleine durch Hören, herauszufinden, welches dieser Lebensmittel sich darin befindet.
Eine weitere Variante ist es, drei der Dosen zur Auswahl bereit zu stellen und zu fragen, welche Dose ein bestimmtes Lebensmittel enthält. Finden die Mitspieler es heraus?
Bei diesen Übungen können Sie natürlich den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen und variieren. Reis und kleine Nudeln zu unterscheiden ist zum Beispiel schwieriger, als Mehl und Linsen…



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Ein Hör-Memospiel

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele für den Gehörsinn. Das Spiel können Sie ganz individuell und leicht selber machen. Wir wünschen viel Freude damit!

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Ein Hör-Memospiel

Materialien
Kleine, verschließbare Kunststoffdosen (früher hat man dafür gerne die kleinen Filmdosen genommen, es eignen sich aber auch leere Kaugummidosen mit Deckel, kleine Cremetiegel, oder blickdichte Frischhaltedosen)
Kleine Gegenstände, wie zum Beispiel
– Nägel
– Büroklammern
– Münzen
– Reis
– Nudeln
– Erbsen
– Linsen
– Reißzwecken
– Perlen
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Geben Sie jeweils in zwei Dosen etwas von den gleichen Gegenständen. Möglichst so, dass sich der Inhalt gleich anhört, wenn man ihn schüttelt. Am besten bereiten Sie einmal ein buntes Potpourri an Dosen mit verschiedenen Materialien vor. Wie viele und welche Paare sie dann in Ihren Aktvierungen einsetzen, können Sie dann spontan entscheiden und von den jeweiligen Teilnehmern Ihrer Angebote abhängig machen.
Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzmöglichkeiten vor und stellen Sie die Dosen des Hör-Memospiels in die Mitte.

So wird gespielt
Mischen Sie die Dosen noch einmal vor Spielbeginn. Diese Aufgabe kann gerne jemand aus der Seniorenrunde übernehmen. Dann sollen die Paare, ausschließlich anhand der Geräusche, die die Gegenstände in den Dosen machen, einander zugeordnet werden. Dafür nehmen die Senioren die Dosen in die Hand und schütteln sie.
Ob Sie das Paare finden nach den Regeln des klassischen Memospiels gestalten, oder die Senioren nach Belieben ausprobieren lassen, bleibt Ihnen überlassen. Das können Sie wie immer anhand der Gruppensituation und den Fähigkeiten der teilnehmenden Senioren abhängig machen. Das Spiel eignet sich übrigens auch gut für die Begleitung einzelner Senioren.

Varianten
Um das Spiel etwas leichter zu machen, können Sie die Dosen in zwei Gruppen einteilen. Um sie auseinander halten zu können, kleben Sie farbige Punkte auf die Deckel – eine Gruppe in der einen, die zweite in einer anderen Farbe. Ordnen Sie die Dosen in zwei Gruppen. Nun muss immer eine Dose aus der einen Gruppe, einer Dose der zweiten Gruppe zugeordnet werden.
Je mehr Dosen auf dem Tisch stehen, desto schwieriger wird das Spiel. Die Anordnung und die Anzahl der Dosen können Sie aber ganz individuell und flexibel entscheiden.



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Sinnesspiele für Senioren. Orangen und Zitronen

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen eines unserer Wahrnehmungsspiele für Senioren vor. Im Mittelpunkt steht heute der Geruchssinn. Erkennen Sie eigentlich Zitronen und Orangen – nur an ihrem Duft..?
Wir wünschen viel Freude damit!

Sinnesspiele für Senioren. Orangen und Zitronen

Materialien
Orangen
Zitronen
Brettchen und scharfes Messer
Saftpresse
In der Winterzeit evtl. Nelken
Kleine Teller, zum Beispiel Untertassen
Dessertschälchen oder Ähnliches

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bereiten Sie einen Tisch mit ausreichend Sitzgelegenheiten für die Senioren vor. Legen Sie alle mitgebrachten Materialien in die Tischmitte. Bei diesem Spiel verzichten wir bewusst auf weitere Vorbereitungen, damit die Orangen und Zitronen später ihr volles Aroma entfalten können.

So wird gespielt
Auch wenn bei diesem Sinnesspiel der Geruchssinn im Mittelpunkt steht, geben Sie den Senioren die Orangen und Zitronen zu Beginn einmal in die Hand. Die Teilnehmer haben nun Zeit, sich die Früchte in Ruhe anzusehen und die Strukturen der Schale zu ertasten.
Schneiden Sie die Orangen und Zitronen in Scheiben und legen Sie jeweils eine Scheibe auf einen Unterteller. Bitten Sie die Senioren, ihre Augen zu schließen und nur durch Riechen zu bestimmen, auf welchem Teller die Orangen- und auf welchem die Zitronenscheibe liegt. Dafür geben Sie den Teilnehmern jeweils einen Teller in die Hand oder halten den Teller so, dass sie gut daran riechen können.
In der nächsten Runde schneiden Sie die Früchte durch und pressen den Saft aus. Geben Sie den Saft (getrennt) in kleine Schälchen und bitten Sie die Senioren erneut, nur anhand des Duftes den Zitronensaft und den Orangensaft zu erkennen.
Auch die Schale der Zitrusfrüchte hat einen ganz bestimmten Duft. Schälen Sie die Früchte und geben Sie die Schalen auf zwei Tellern in die Runde. Wer erkennt die Orange, und wer die Zitrone.

Varianten
Bringen Sie einen weiteren Saft mit ins Spiel, von dem Sie erst einmal nicht verraten, aus welchem Obst er gemacht wurde. Eventuell füllen Sie ihn in ein kleines Porzellankännchen, damit man die Farbe nicht gleich erkennen kann. Für die Übung bieten sich beispielsweise Apfel- oder Traubensaft an. Bitten Sie die Senioren wieder, mit geschlossenen Augen zu erkennen, welchen Saft sie in den Gefäßen sprichwörtlich vor der Nase haben. In der nächsten Runde geben Sie vor, welcher Saft herausgeschnuppert werden soll, bieten Sie ihnen dafür wieder drei verschiedene Säfte an.
In der Winterzeit lassen sich die Orangen wunderbar mit Nelken spicken. Geben Sie den Senioren die gespickten Orangen in die Hand und lassen sie von ihren Erinnerungen erzählen, die sie an diesen Duft haben…



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wer gibt den Takt an?

Bei diesem Wahrnehmungsspiel dreht sich alles um unser Gehör. Auf ein klein wenig Rhythmusgefühl kommt es ebenfalls an. Anders als bei den meisten Sinnesspielen für den Gehörsinn ist es hier nicht ganz so wichtig, dass die Mitspieler aureichend gut hören können, die Rythmusbewegungen können von Senioren mit eingeschränktem Hörvermögen auch durch Beobachten nachgeahmt werden.

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wer gibt den Takt an?

Materialien
Die eigene Hand oder die Finger
Eventuell gesammelte Stöcke aus Wald oder Garten, Trommelstöcke oder die Schlegel eines Glockenspiels

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bereiten Sie einen großen Tisch mit Sitzmöglichkeiten vor, an dem alle teilnehmenden Senioren ausreichend Platz haben. Wenn Sie mit den Stöcken, Schlegeln oder Trommelstöcken spielen möchten, legen Sie die Materialien in die Mitte des Tisches. Die eigenen Hände oder Finger wären für das Spiel aber auch ausreichend.

So wird gespielt
Trommeln Sie mit der flachen Hand, ihrem Finger oder einem der Stöcke bzw. Schlegel einen einfachen Takt auf die Tischkante. Die Senioren trommeln den Takt anschließend nach. Danach denken sich die Senioren einen Rhythmus aus, den sie den anderen Mitspielern vormachen. Auch hier wird der Rhythmus von allen nachgetrommelt.

Varianten
Gestalten Sie einen Trommel-Dialog unter den Senioren, indem Sie, nachdem ein beliebiger Takt vorgemacht und nachgetrommelt wurde, die Mitspieler in zwei Gruppen aufteilen. Nun fängt die erste Gruppe an, den Takt einmal vor zu klopfen, im Anschluss „antwortet“ die zweite Gruppe mit dem gleichen Rhythmus. Schwierig wird es, wenn beide Gruppen abwechselnd verschiedene Rhythmen klopfen, also jede ihren eigenen Takt. In fitten Gruppen macht es Spaß, das auszuprobieren.
Eine andere Variante ist es, die Takte mit beiden Händen abwechselnd zu klopfen. Was bisher mit nur einer Hand geklopft wurde, wird nun auf beide Hände aufgeteilt. Beispiel: Der Rhythmus ist lang-kurz-kurz-lang. In diesem Fall könnte einmal mit der rechten Hand, zweimal mit der linken und wieder einmal mit der rechten Hand geklopft werden. Der Rhythmus wird so weitergeführt. Hier können Sie sich alle beliebigen Varianten und Schwierigkeitsstufen ausdenken.

Spiele, in denen Musik und Rhythmus eine vordergründige Rolle spielen, eignen sich gut für die Beschäftigung bei Demenz . In unserem Übersichtsbeitrag unter dem Link erfahren Sie mehr darüber.



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Sinnesspiele für Senioren – Tasten. Warm oder Kalt?

In diesem Sinnesspiel für Senioren möchten wir die Aufmerksamkeit auf das Temperaturempfinden der Mitspielenden legen. Bitte achten Sie bei diesem Spiel ganz besonders auf die Sicherheit der Senioren. Das Spiel kann in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gespielt werden.

Sinnesspiele für Senioren – Tasten. Warm oder Kalt?

Materialien
Schüsseln oder Töpfe
Wasser
Ein Thermometer

Vorbereitungen und Spielaufbau
Befüllen Sie die Schüsseln und Töpfe mit unterschiedlich temperiertem Wasser. Bitte seien Sie vorsichtig, sonst besteht Verbrühungsgefahr! Testen Sie die Wassertemperatur in jedem Gefäß unbedingt einmal selbst, bevor sie es den Senioren geben. Eiswürfel bieten bei diesem Spiel immer ein besonderes Sinneserlebnis. Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzmöglichkeiten vor. Berücksichtigen Sie wie immer auch Plätze für die Rollstuhlfahrer.

So wird gespielt
Stellen Sie jedem Mitspieler zunächst zwei Gefäße mit Wasser hin und lassen Sie sie oder ihn die Temperatur des Wassers fühlen. Dafür können die Finger oder die ganze Hand in das Wasser gehalten werden. Fragen Sie die Senioren, wie sich das Wasser anfühlt und welche Temperatur der beiden Sie lieber mögen. Dann bitten Sie sie, zu sagen, welches Wasser wärmer und welches kälter ist. Wenn der erste in der Runde die Temperaturen des Wassers gefühlt hat, ist der nächste Mitspieler an der Reihe. Für diesen können Sie zwei beliebig neue Töpfe oder Schüsseln nehmen.

Varianten
Können die fitteren Mitspieler vielleicht sogar die Wassertemperatur schätzen? Lassen Sie alle Senioren nacheinander die Hände in eine Schüssel halten. Dann bitten Sie sie, einen Schätzwert abzugeben und schreiben die Werte in eine Tabelle. Anschließend wird die richtige Temperatur mit dem Thermometer gemessen.
Je nach Gruppenzusammensetzung können Sie in einer einfacheren Variante zwei Schüsseln rumgehen lassen, ohne sie zwischendurch auszutauschen. In der einen befindet sich warmes, in der anderen kaltes Wasser. Die Senioren sollen sagen, in welcher Schüssel das wärmere Wasser ist.
Fitte Gruppen können drei Schüsseln (eine mit Eiswasser, eine weitere mit kaltem und eine dritte mit warmem Wasser) der Reihe nach sortieren – von kalt nach warm. Schaffen Sie es auch, vier Schüsseln der Temperatur nach aufsteigend zu sortieren?

In unserem Übersichtsbeitrag Basale Stimulation bei Demenz findenSie viele weitere Ideen zur Wahrnehmungsanregung bei Menschen mit Demenz.



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