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Alltägliches

5-Minuten-Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz

Autorin: Anja Stroot
Verlag: Verlag an der Ruhr

Inhalt

Alltägliches* ist ein Band aus der Reihe „5-Minuten-Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz“ vom Verlag an der Ruhr. Die 19 Kurzgeschichten wurden speziell zum Vorlesen für Menschen mit Demenz geschrieben.
Die Geschichten in dem Band drehen sich um alltägliche Situationen, Missgeschicke, Klatsch und Tratsch, Familie, neuen Bekanntschaften, Haustiere und Freundschaft. Im Anschluss an die kurzen Erzählungen finden Sie Anregungen für Gespräche und jeweils ein oder zwei Aktivierungen, die zu dem in der Geschichte vorkommenen Thema passen.

Höhen und Tiefen

Wie auch die anderen Kurzgeschichten aus der Reihe „5-Minuten-Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz“ sind auch diese Vorlesegeschichten so geschrieben, dass demenziell veränderte Menschen der Handlung gut folgen können und sie sich vom Umfang her gut an der Aufmerksamkeitsspanne der Betroffenen orientieren. Die Texte erzählen von Erlebnissen und Geschichten aus dem Alltag, die den heute lebenden Senioren von früher noch oft vertraut sind.
In dem Band „Alltägliches“ findet man Geschichten zu vielen verschiedenen Themen – über das, was die Senioren früher bewegt hat und auch heute in ihrem Alltag beschäftigt. So findet man in dem Buch für zahlreiche Aktivierungen und zu verschiedenen Anlässen einen geeigneten Text. Die anschließenden Gesprächsanregungen und Aktivierungsideen helfen bei der weiteren Gestaltung der Beschäftigungseinheiten.
Die „5-Minuten-Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz – Alltägliches“ eignen sich zum Vorlesen, Zuhören und auch als Einstieg in biografische Gepräche oder themenbezogene Aktivierungsstunden. Die Texte wurden speziell an die Bedürfnisse und Ressourcen von Menschen mit Demenz angepasst.
Die Bücher der Reihe kosten zur Zeit je 9,99 €, worüber man wirklich nicht meckern kann – das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt also absolut. Das Angebot richtet sich an Pflege- und Betreuungskräfte, Ehrenamtliche und auch Angehörige, die Menschen mit Demenz begleiten.

Fazit

„Alltägliches“ ist ein weiterer Titel aus der Reihe „5-Minuten-Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz“, den wir Mitarbeitern in der Seniorenarbeit, ehrenamtlich Tätigen und auch Angehörigen von demenziell veränderten Menschen empfehlen können. Für gerade einmal 9,99 € erhalten Sie hier 19 Kurzgeschichten zum Vorlesen, passende Anregungen für biografische Gespräche und Aktivierungsideen. Das Buch ist im Verlag an der Ruhr erschienen.

Das Buch jetzt bei Amazon bestellen.*

Kennen Sie das Buch? Wie gefällt es Ihnen? Hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar.

Aus kratziger Wolle. Mütze, Schal und Handschuh: Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Auch mit dieser impulsgestützen Kurzaktivierung möchten wir bei den Senioren Erinnerungen an früher wecken. Im Mittelpunkt dieser Aktivierung steht nicht die Kurzgeschichte, sondern das sich anschließende Gespräch. Geben Sie den Senioren genügend Raum, um von den eigenen Erinnerungen und Gefühlen zu erzählen und sich auszutauschen.

Material

Mütze, Schal und Handschuhe aus Wolle

Kurzgeschichte

Ich bin das vierte von fünf Kindern. Darüber möchte ich mich auch gar nicht beschweren. Ich fand es immer sehr schön mit vielen Geschwistern aufzuwachsen. Nur eine Sache mochte ich gar nicht. Nie bekam ich neue Klamotten zum Anziehen. Ich musste immer die alte Kleidung von meinen Geschwistern auftragen. Da die Sachen schon von drei Kindern vor mir getragen wurden, sahen sie oft auch schon abgetragen aus. Am schlimmsten war das aber, bei den Mützen, den Schals und den Handschuhen. Diese waren irgendwann mal von meiner Mutter mit viel Liebe gestrickt worden. Vielleicht waren die Mützen, Schals und Handschuhe auch mal weich und kuschelig, als sie neu waren. Wenn ich sie bekam, waren sie das nicht mehr. Wie habe ich es verabscheut mir einen kratzigen Schal um den Hals zu legen. Lieber hätte ich ganz darauf verzichtet. Doch das durfte ich nicht. Jeden Morgen musste ich die alten Wollsachen anziehen.

Als ich später in die Schule kam war ich schon ein bisschen schlauer. Ich zog Mütze, Schal und Handschuhe morgens ohne zu murren an. Bestimmt dachte meine Mutter ich sei vernünftig geworden. Ich trug sie allerdings nur bis zur nächsten Straßenecke. Dort zog ich die kratzenden Wollsachen aus und versteckte sie in meinem Schulranzen. Auf dem Nachhauseweg zog ich die Sachen an derselben Straßenecke wieder an. Meine Mutter hat nie etwas davon bemerkt. Schon damals habe ich mir geschworen meine Kinder nie zu zwingen etwas anzuziehen.

Bis heute trage ich nicht gerne Wollsachen, wobei ich mir jetzt vorgenommen habe mir für diesen Winter einen ganz weichen Schal aus reinem Kaschmir zu kaufen.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Wollsachen

Winterkleidung

Kleidung weitervererben

Kratzige Kleidung

Freiheiten für Kinder

Schöne und kostenlose Bastelideen für den Winter mit den verschiedensten Materialien finden Sie in unserer Kategorie Schneemann Basteln.



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Schwarz wie die Nacht. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

Dies ist eine Wahrnehmungsgeschichte für Senioren, bei der der Sehsinn aktiviert werden soll. Heute beschäftigen wir uns mit der Farbe schwarz. Bringen Sie begleitend zum Text schwarze Gegenstände oder Stoffe mit, die die Sinneseindrücke beim Zuhören unterstützen können.
Lesen Sie die markierten Stellen im Text besonders langsam und betont vor, damit unterstützen Sie die Senioren bei der Wahrnehmung der Farben.

Schwarz wie die Nacht. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

Heidi schaut aus dem Fenster. Die Sonne ist nun endgültig untergegangen und am Himmel leuchten nur noch ein kleiner weißer Mond und ein paar helle, klare Sterne. Der Mond und die Sterne sind umrahmt von der schwarzen Nacht und Heidi freut sich schon. Heidi freut sich auf diese ganz besondere Nacht. Eine Nacht, die sie schon lange zusammen mit ihrem Mann geplant hat. Heute wollen die beiden tanzen gehen. Sie wollen erst nach Hause kommen, wenn die Sonne wieder aufgeht. So wie früher, als sie noch keine Kinder hatten. Die Kinder sind zwar schon seit einer Weile erwachsen, doch irgendwie haben die beiden es nie wieder geschafft sich aufzuraffen und die Nacht zum Tag zu machen. Das soll sich heute ändern. Heidi dreht sich einmal vor dem Spiegel im Flur. Sie trägt ein wunderschönes, ausgestelltes Kleid aus schwarzem Samt. Ihre Augen hat sie mit schwarzem Kajal umrandet und die Wimpern tiefschwarz und lang getuscht. Sie erkennt sich selbst kaum wieder. Was ein bisschen Schminke und ein Kleid bewirken können. Da kommt Ewald die Treppe herunter. Ewald hat einen schwarzen Anzug angezogen. Wie elegant er aussieht. Heidi ist für einen kurzen Augenblick sprachlos. Ewald braucht keine Worte um auszudrücken, wie er Heidis Aussehen findet. Er pfeift einmal anerkennend und gibt ihr einen langen Kuss. Die Nacht kann beginnen.  Ewald hat sich extra für den Anlass eine kleine, schwarze Limousine ausgeliehen. Gekonnt öffnet er Heidi die Autotür und lässt sie einsteigen. Alles ist perfekt. Die beiden in ihrer schwarzen Garderobe und das glänzend schwarze Auto. Heidi fühlt sich unvorstellbar elegant.

Wenig später schlendern die zwei Hand in Hand zur Stadthalle, die sich für die heutige Nacht in einen Ballsaal verwandelt hat. Alle Besucher des Balls haben sich in Schale geworfen. Die Paare stehen zusammen, schreiten durch den Saal und trinken Champagner. Die Musik kommt am heutigen Abend nicht aus Lautsprechern. Die Tanzmusik wird von einem kleinen Orchester gespielt, das extra für den Abend engagiert wurde. Um sie zum ersten Tanz aufzufordern, verneigt sich Ewald vor seiner Heidi. Diese muss kurz Schmunzeln und an ihre erste Tanzstunde denken, dann nimmt sie die Hand ihres Mannes und die beiden betreten die Tanzfläche. Heidi legt ihre Hand auf Ewalds Schulter und Ewald stützt Heidi den Rücken und Walzertöne erklingen. Die ersten Tanzschritte der beiden wirken ein bisschen eingerostet, doch schon bald, haben sie sich an den Rhythmus gewöhnt. Wie von selbst, bewegen sich ihre Füße und Beine. Der samtene, schwarze Rock dreht sich mit Heidi. 

Es ist ein wunderschöner, gelungener Abend. Auf dem Weg zum Auto, tanzen sie noch eine kleine Ehrenrunde unter dem schwarzen Himmel. Bei einer Sache sind sie sich einig: Wenn wieder ein Ball in der Stadthalle geplant wird, sind sie auf jeden Fall dabei.

Weitere Vorlesegeschichten zum Vorlesen für Senioren und Menschen mit Demenz finden Sie unter unserer Übersicht Geschichten zum Vorlesen .



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Der schiefe Weihnachtsbaum. Eine Vorlesegeschichte im Advent

„Der schiefe Weihnachtsbaum“ ist eine unserer Weihnachtsgeschichten zum Schmunzeln. Die Geschichte kann in der Adventszeit vorgelesen werden oder auch einen Programmpunkt bei Ihrer Weihnachtsfeier abdecken.
Wir wünschen Ihnen und den Senioren schöne Feiertage!

Der schiefe Weihnachtsbaum. Eine Vorlesegeschichte im Advent

Vati ist mit Jakob gerade weggefahren, um unseren Weihnachtsbaum für das Weihnachtsfest zu kaufen. Ich bin gespannt, wie der Baum in diesem Jahr aussieht!
Ich erinnere mich noch ganz genau an Muttis Augen im letzten Jahr, als Vati den Baum am Heiligen Abend in der Stube in den Ständer gestellt hat. Sie stand da – Lametta in der einen und die rote Christbaumkugel in der anderen Hand – und starrte den Baum mit eingefrorener Miene an. Ich glaube, sie hat wirklich versucht, nicht allzu bekümmert, dreinzuschauen. So richtig ist ihr das aber nicht gelungen. Als Vati ihren Blick vernahm, stellte sich in seinem Gesicht ein großes Fragezeichen ein. Er ließ den Baum los und stellte sich neben meine Mutter. Ich werde die Gesichter der beiden glaube ich nie vergessen. Am lustigsten war jedoch, dass sie ihre Köpfe immer schräger hielten, bis – ja, bis wir einen lauten Knall hörten und der Baum quer auf dem Wohnzimmerfußboden lag. Und zwar nicht, weil Vati ihn nicht richtig befestigt hatte. Nein. Der Baum war einfach so schräg gewachsen, dass er sich im Ständer nicht selber halten konnte. Wir Kinder standen mit offenem Mund in der Stube und schauten abwechselnd zum Baum und zu meinen Eltern. Niemand rührte sich oder sagte auch nur ein Sterbenswörtchen. In den Augen meiner Mutter glaubte ich zu erkennen, dass sie nicht weit davon entfernt war, eine Träne zu verdrücken. Aber dann…
Auf einmal ging ein Ruck durch ihren Körper. Wir drei zuckten ebenfalls zusammen. „Jakob, hol mal bitte den Besen. Und wir beide stellen den Baum wieder auf!“, bat sie meinen Bruder und schaute Vati danach bestimmt an. Beide taten verblüfft, worum sie gebeten hatte. Das Beste kam aber noch – Mutti wollte den Besen nicht haben, um die Tannennadeln vom Boden zu entfernen. Nein, sie stütze damit den Stamm des Christbaumes ab. Von der Seite wohlgemerkt. Und natürlich ragte er schräg in den Raum hinein. Unten lehnte er in der Ecke der Wohnzimmerwand. Mutti band Besenstiel und Tannenbaum mit braunem Sisalband zusammen und hängte die Christbaumkugel an einen der Zweige. Dann ging sie ein Stück zurück und betrachtete ihr Werk. Immernoch sagte niemand etwas. Ich musste schmunzeln. Als meine Mutter das sah, wurde aus ihrer versteinerten Miene sofort wieder ein freundliches Gesicht. „So müsste es gehen, oder?“ fragte sie mit einem Augenzwinkern in die Runde. Noch ein wenig ungläubig schaute Vati drein, als er ihr vorsichtig zustimmte. Aber Mutti meinte es wirklich ernst.
Wir schmückten also den Baum – mit Kerzen, Strohsternen, Lametta, Holzfiguren und natürlich den roten Christbaumkugeln. Auch der Besenstiel bekam etwas von dem Baumbehang, schließlich sollte er nicht leer ausgehen…

Wenn ich heute daran denke, glaube ich, dass das letzte Jahr unser schönstes und unbekümmertes Weihnachtsfest war. Und ein bisschen hoffe ich, dass Vati und Jakob nachher wieder einen Baum mitbringen, der nicht ganz perfekt ist. Wir würden ihn auf jeden Fall bei uns willkommen heißen…



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Unser Gewinnspiel im Dezember 2018! Marktbesuch und Kaffeeklatsch

Der Preis

Zu gewinnen gibt es im Dezember das Buch Marktbesuch und Kaffeeklatsch* aus der Reihe „Plaudergeschichten für die Kaffeetafel“ vom SingLiesel-Verlag. Es beinhaltet 50 kurze Vorlesegeschichten rund um Oma Helga und Opa Heino. Mit von der Partie sind in manchen Geschichten auch deren Sohn Michael, Schwiegertochter Claudia und der kleine Sonnenschein der Familie, Enkelin Lisa.
Die Kurzgeschichten sind besonders für Senioren und Menschen mit Demenz geschrieben worden. Sie handeln von dem Alltag des sympathischen Pärchens und begleiten sie einmal durch das Jahr. Neben alltäglichen Situationen wird natürlich auch von Festen und wichtigen Ereignissen im Jahr erzählt, zum Beispiel von Karneval, Ostern, Muttertag, dem Erntedankfest, St. Martin, Weihnachten und Silvester. Das Vorlesen jeder Geschichte dauert ungefähr zwei Minuten.
Die ausführliche Buchvorstellung zu „Marktbesuch und Kaffeeklatsch“ können Sie sich hier ansehen.

Mitmachen!

Vorlesegeschichten sind gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit besonders beliebt. Aber auch Weihnachtsgedichte werden gerne vorgelesen. Auch vergeht fast kein Tag, an dem in den nächsten Tagen kein Weihnachtslied über die Flure von Senioreneinrichtungen schallt. Und das ist sehr schön! Die kurzen Weihnachtsgeschichten, Weihnachtsgedichte und die Lieder erinnern die Senioren an so viele Weihnachtsfeiertage, die sie mit ihren Lieben feiern durften. Und sicherlich haben viele von ihnen auch eine Lieblingsgeschichte, die sie gerne an den Feiertagen oder auch in der Adventszeit hören.

Um teilzunehmen, hinterlassen Sie einen Kommentar…

… und beantworten Sie eine oder mehrere der folgenden Fragen:

Welche Geschichten hören Ihre Senioren in der Vorweihnachtszeit besonders gerne?

Gibt es Weihnachtsgedichte, die viele Senioren noch auswendig aufsagen können?

Welche Erinnerungen werden beim Vorlesen der Weihnachtsgeschichten bei den Senioren wach? Was vermissen die meisten?  Was sind schöne Erinnerungen, die sie gerne in ihren Herzen tragen?

Ihren Kommentar können Sie direkt unter diesem Beitrag hinterlassen. Nutzen Sie dafür den Button „Hinterlasse einen Kommentar“ oder das Textfeld unter den schon veröffentlichten Kommentaren. Hier können Sie ganz einfach Ihre Nachricht mit den Antworten zum Gewinnspiel an uns schicken. Kommentare, die uns als eMail erreichen, können leider nicht an der Auslosung teilnehmen.
Bitte geben Sie unbedingt eine korrekte E-mail-Adresse an (die E-mail-Adresse wird zu keinem anderen Zweck verwendet) und achten Sie darauf, dass Ihr Postfach nicht überfüllt ist. Nur so können wir Sie im Falle eines Gewinns kontaktieren.

So geht es weiter…

das Gewinnspiel läuft bis zum 15. Dezember 2018. Alle bis zu diesem Datum eingegangenen, sinnvollen Kommentare nehmen an der Verlosung teil (wobei nur ein Kommentar pro Person an dem Gewinnspiel teilnimmt). Den Kommentaren wird eine Nummer zugeordnet und der Gewinner wird mittels eines Zufallsgenerators ermittelt. Bis Ende Dezember wird der Gewinner per E-mail kontaktiert und der Preis verschickt.

Viel Glück!!!

Heißer Kakao. Eine KOSTENLOSE Entspannungsgeschichte

Dies ist eine kostenlose Entspannungsgeschichte für Entspannungseinheiten mit Senioren in der kalten Jahreszeit. Bitten Sie die Teilnehmer zu Beginn, sich so gemütlich wie möglich hinzusetzen. Wer möchte, darf beim Zuhören die Augen schließen. Lesen Sie den Text langsam und in gleichbleibender Stimmlage vor.
In Entspannungseinheiten ist es immer sinnvoll und wichtig, dass die Teilnehmenden ungestört sind. Wählen Sie also, wenn möglich, einen ruhig Raum für dieses Angebot aus.

Heißer Kakao. Eine KOSTENLOSE Entspannungsgeschichte

Gisela hat einen Spaziergang gemacht und kommt wieder in die schöne, warme Wohnung. Sie lässt das kalte, ungemütliche Wetter draußen und erfreut sich an Heimeligkeit ihrer vier-Wände. Sie zieht die Jacke aus, atmet tief ein und spürt, wie die Wärme ganz langsam durch ihren Körper fließt. Nachdem sie auch ihre Schuhe abgestreift hat, geht sie langsam und gemütlich in die Küche. Dort öffnet sie den Küchenschrank und holt einen kleinen silbernen Topf mit einem langen Stil heraus. Sie streicht mit den Fingern über den Stil des Topfes und spürt das kalte Metall auf ihrer Haut. Sie öffnet den Kühlschrank, nimmt die Milch heraus und gießt die Milch langsam und bedächtig in den Topf. Die Milch fließt in einem breiten Strahl und bedeckt erst den Boden des Topfes und füllt ihn dann beinahe ganz aus. Ein bisschen Milch gibt Gisela in eine Tasse. Mit einem Löffel gibt sie noch etwas Kakaopulver und Zucker in die Tasse und rührt das ganz dann um. Im Topf fängt die Milch nun allmählich an zu kochen. Der Geruch der warmen Milch steigt in Giselas Nase, die Milch riecht wunderbar süßlich und ein ganz kleines bisschen nach frischem Heu. Mit geübtem, gleichmäßigem Kreisen führt Gisela einen Schneebesen durch die kochende Milch und rührt das Milch-Kakao-Zucker-Gemisch vorsichtig unter. Der braune Strudel verbreitet sich in der Milch und färbt schon bald die gesamte Milch in einem wunderschönen Erdton. Gisela schaltet den Herd ab. Der Kakao ist fertig und verströmt einen lieblich-warmen Geruch. Gisela läuft das Wasser im Mund zusammen. Ganz langsam gießt sie die schokoladen-braune Milch in die Tasse und freut sich zu sehen, wie der Kakao sich ausbreitet und das Gefäß füllt. Vorsichtig nimmt sie die gut gefüllt Tasse in beide Hände. Die Wärme des Kakaos füllt sich wunderbar an ihren, immer noch leicht kalten, Händen an. Sie setzt sich in ihren großen, bequemen Ohrensessel und kuschelt sich an ihr flauschig-weiches Lieblingskissen. Ganz gemächlich und bedacht führt sie die Tasse mit beiden Händen zu ihrem Mund. Sie nimmt den ersten Schluck und freut sich über die Geschmacksvielfalt des Kakaos. Ihre Zunge ist begeistert von dem karamellig-sahnigem Geschmack. Mild, cremig und doch aromatisch so schmeckt dieses wunderbare Getränk. Sie genießt jeden Schluck. Sie nimmt den Geschmack mit all seinen Elementen in sich auf. Sie spürt und genießt die Wärme, die durch ihren Körper fließt. Sie spürt die Energie und die Geborgenheit, die der Kakao ihr vermittelt. Gisela schließt die Augen für einen Moment. Sie ist erfüllt von Geborgenheit. Sie fühlt sich entspannt und ruhig. Sie genießt den Augenblick und ist voll im hier und jetzt. Gisela öffnet die Augen wieder. Sie fühlt sich wach, erfrischt und zufrieden.



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Der hellste Stern von allen. Eine Adventsgeschichte für Senioren zum Vorlesen

Dies ist eine unserer Adventsgeschichten für Senioren. Die Geschichte kann ganz klassisch in gemütlicher Runde vorgelesen werden. Weiter eignet sie sich zum Beispiel als Abschluss für Gedächtnistrainings- oder Bewegungseinheiten.

Der hellste Stern von allen. Eine Adventsgeschichte für Senioren zum Vorlesen

Es war einmal ein kleiner Stern. Der kleine Stern stand ganz allein am großen, weiten Himmelszelt. Es war schrecklich dunkel um ihn herum. Die Nächte wurden von Tag zu Tag kälter und länger, und dem kleinen Stern war langweilig. Fast jede Nacht überlegte er, was er machen könne, um nicht die ganze Nacht einfach nur da zu stehen und Löcher in die Luft zu starren. Manchmal beobachtete er Füchse, die durch den Wald streiften, oder Eulen, die in den Baumwipfeln saßen. Viel mehr gabs aber nicht zu sehen. Alle Häuser lagen still in der Dunkelheit. Auch Autos fuhren kaum, sie standen ruhig in den Einfahrten der Häuser, zu denen sie gehörten.
Als der kleine Stern gar nicht mehr wusste, warum er als einziger am Himmel leuchten sollte, beschloss er, am nächsten Abend einfach weiter zu schlafen und ungesehen zu bleiben. Das sollte ihm aber nicht gelingen…
Denn er wurde am späten Nachmittag von etwas geweckt. Die Dämmerung hatte gerade erst eingesetzt und der kleine Stern wunderte sich, wovon er wohl aufgewacht war. Vorsichtig und noch ganz verschlafen schaute er sich um – und traute seinen Augen nicht: Unten auf der Erde waren die Häuser in warmes Licht gehüllt. Sogar in den Gärten leuchteten auf einmal die Tannen. Der kleine Stern war mit einem Mal hellwach. Ganz langsam glitt er ein Stück näher an die Häuser heran, um sich die festlichen Lichter genauer anzuschauen. Ihm wurde mit einem Mal ganz warm ums Herz. Und er fühlte sich nicht mehr so ganz allein. Natürlich waren die Sterne unten auf der Erde nicht mal halb so hell wie er, aber gerade das fand er sehr schön.
Er glitt noch ein wenig näher an die Häuser heran, gerade so dass er durch die Fenster in die Stuben hineinschauen konnte. Auch drinnen glitzerte, funkelte und leuchtete alles in den schönsten Gelb- und Goldtönen. Lange Zeit blieb der kleine Stern dort stehen und erfreute sich über den Lichterglanz. Dann fiel ihm plötzlich ein, dass er diese Nacht ja eigentlich durchschlafen wollte. Er stutzte kurz und murmelte dann ein „Na, wir verschieben das einfach auf morgen – aufgeschoben ist nicht aufgehoben!“ vor sich hin. In dieser Nacht war ihm kein Stück langweilig. Im Gegenteil, am nächsten Morgen schlief er ganz schnell ein – hatte das viele Gucken ihn doch richtig müde gemacht.
In den daraufolgenden Nächten glitt er wieder und wieder in Richtung Erde, um sich an den schönen Lichtern zu erfreuen. Es wurden immer mehr. Und bald vergaß er all die Langeweile, die ihn noch vor wenigen Nächten so bedrückt hatte.
Eines Abends tippte ihn jemand von hinten an. Erschrocken drehte der kleine Stern sich um. Hinter ihm war eine ganze Schar kleiner Sterne, die in erwartungsvoll anschauten. „Dürfen wir mit gucken?“, fragte schließlich einer von ihnen. Der kleine Stern wusste gar nicht, wie ihm geschah. Es kam nur ein stotterndes „Ähm, ja natürlich“ aus ihm heraus. Sein kleines Herz sprang aufgeregt in seiner Brust auf und ab. An diesem Abend war er der glücklichste Stern am ganzen Himmelszelt. Fortan war er nie wieder allein. Und in der ganzen Sternen- und Lichterschar war der kleine Stern immernoch der hellste Stern von allen…



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Vincentz-Verlag: Welche Vorlesebücher gibt es im Verlagsprogramm?

Wir stellen immer wieder Bücher mit Kurzgeschichten für Senioren und Menschen mit Demenz auf Mal-alt-werden.de vor. Die Kurzgeschichten sind in der praktischen Arbeit sehr beliebt und es gibt sehr viele Einsatzmöglichkeiten. Die Verlage haben den Trend schon lange erkannt und produzieren ein Buch mit Kurzgeschichten nach dem anderen. Ein Verlag, der mir persönlich in dem Bereich „Kurzgeschichten für Menschen mit Demenz“ nicht so präsent ist, ist der Riese unter den Verlagen mit Büchern für die Beschäftigung für Senioren: Der Vincentz-Verlag.

Ich nehme an, dass die anderen Verlage mit Kurzgeschichtenbüchern für mich präsenter sind, weil sie auf Grund der niedrigeren Preise häufiger gekauft werden. Trotz der etwas höheren Preise der Bücher mit Kurzgeschichten für Menschen mit Demenz vom Vincentz-Verlag, habe ich mir diese heute mal angesehen.

    1. Alle lieben Archibald: Tiergeschichten zum Vorlesen in der Altenpflege.*
      Die Geschichten von dem Hund Archibald und der Katze Sissi sind besonders für Menschen, die selbst Tiere haben oder hatten geeignet. Sie werden mit einem Augenzwinkern erzählt und werden bei Hunde- und Katzenliebhabern so manche Erinnerung wach rufen.

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    2. Irmi erzählt – Band 1 (Altenpflege).*
      Irmi ist eine 80jährige Frau, die sich an Begebenheiten aus ihrer Kindheit und Jugend erinnert. Die Erzählungen werden von Bildern untermalt und sind gut geeignet um den Einstieg in biografieorientierte Gespräche zu finden.

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    3. Das Alltagsgeschichtenbuch (Altenpflege).*
      Eine ausführliche Buchvorstellung zu dem Alltagsgeschichtenbuch finden Sie hier. Das Buch (und es gibt noch einen zweiten Teil) stammt aus der Feder von Bettina Jasper. Die Geschichten (eine für jede Woche des Jahres) orientieren sich an den Jahreszeiten und den 50er Jahren.

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    4. Jule-Geschichten: Wie die heute alten Menschen ihre Kindheit erlebten (Altenpflege)*
      Die Jule-Geschichten orientieren sich an der Kindheit heutiger Senioren. Das Buch ist ein kleineres Ringbuch aus der Reihe „POWERBooks“ des Vincentz Verlags.

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Hier finden Sie kostenlose Geschichten von Mal-alt-werden.de.

Marktbesuch und Kaffeeklatsch

Plaudergeschichten für die Kaffeetafel

Autorinnen: Barbara Mikolajewski und Andrea Glahé
Verlag: SingLiesel

Inhalt

Marktbesuch und Kaffeeklatsch* ist ein Vorlesebuch mit 50 kurzen Geschichten für Senioren und Menschen mit Demenz. Die Vorlesegeschichten rund um das Ehepaar Helga und Heino beschreiben kleine Ereignisse aus dem Alltag der beiden und begleiten sie dabei einmal quer durch das ganze Jahr. Jede Geschichte ist ungefähr zwei Minuten lang.

Höhen und Tiefen

In den Vorlesegeschichten stehen Oma Helga und Opa Heino im Mittelpunkt. Die beiden leben in der Nähe ihrer kleinen Familie, dazu gehören ihr Sohn Michael, Schwiegertochter Claudia und ihre fünfjährige Enkelin Lisa. Die fünf sehen sich regelmäßig und haben ein gutes Verhältnis.
Die kleinen, in den Geschichten beschriebenen Alltagsereignisse, sind den heute lebenden Senioren gut bekannt. Sie bieten gute Anstöße für gemeinsame Unterhaltungen nach dem Vorlesen, oder auch nur kleine Anregungen für persönliche Erinnerungen aus der eigenen Lebensgeschichte. Jede Geschichte ist ungefähr zwei Minuten lang, von daher eignen sie sich besonders gut für die Begleitung demenziell veränderter Menschen.
Thematisch orientieren sich die Plaudergeschichten eng am Jahreskreis. So wird erzählt, wie Helga und Heino die Jahreszeiten erleben und wie sie Ostern, Muttertag, Kartoffel-, Erntedank- oder Weinfeste, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten und Silvester feiern.
Die Stimmung ist durchweg positiv und viele Szenen sehr detailliert beschrieben, sodass die zuhörenden Senioren viele Anregungen bekommen, mit denen sie eigene Bilder aus der Vergangenheit wieder aufleben lassen können.
Die Kurzgeschichten eignen sich sowohl zum Vorlesen in Gruppen, als auch in der Einzelbetreuung, zum Beispiel für Bettlägerige. Die Sätze sind kurz und gut verständlich geschrieben, sodass auch Senioren mit einer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne den Geschichten gut folgen können. Das Buch aus der Reihe „Plaudergeschichten für die Kaffeetafel“ (Hardcover) ist im SingLiesel-Verlag erschienen und kostet zur Zeit 14,95 €.

Den Band „Die Sonne im Herzen“ aus der Reihe „Plaudergeschichten für die Kaffeetafel“ haben wir Ihnen bereits vorgestellt. Lesen Sie hier noch einmal unsere Buchvorstellung.

Fazit

„Marktbesuch und Kaffeeklatsch“ beinhaltet 50 schöne kurze Vorlesegeschichten, die man gut in Seniorengruppen vorlesen kann. Der Schreibstil und die Themenauswahl der einzelnen Geschichten eignen sich besonders gut für die Begleitung von Menschen mit Demenz. Die Kurzgeschichten rund um Helga und Heino orientieren sich eng an der Biografie der heute lebenden Senioren und können daher besonders gut als „Türöffner“ für gemeinsame Unterhaltungen dienen.

Das Buch jetzt bei Amazon bestellen.*

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Auf Mal-alt-werden.de finden Sie weitere kostenlose Geschichten zum Vorlesen für Senioren und Menschen mit Demenz.

Sommergeschichten für Senioren. Der Grillnachmittag

Grillen gehört zum Sommer einfach dazu. In dieser Sommergeschichte geht es um einen Grillnachmittag mit Freunden und Nachbarn, wie sie früher oft stattgefunden haben.
Fragen Sie die Senioren im Anschluss an das Vorlesen nach ihre Erinnerungen an das Grillen früher. Das ist ein gutes Thema für die Biografiearbeit.

Sommergeschichten für Senioren. Der Grillnachmittag

Renate sitzt ganz ungeduldig auf einem der Gartenstühle. Sie kann es kaum abwarten, dass die Gäste ankommen. Vor allem mit ihren Freundinnen Gudrun und Sabine möchte sie unbedingt ganz schnell zusammen spielen.
Renate ist heute Morgen schon ganz früh aufgestanden. Als ihre Mutter sie schon um kurz nach sechs in die Küche kommen sah, fragte sie ganz erstaunt: „Na, bist du etwa aus dem Bett gefallen?“. Mit großen Augen schaute sie ihre Mutter daraufhin an: „Nein! Das ist mir doch schon ewig nicht mehr passiert! Ich wollte schauen, was du zu Essen machst?“ Ihre Mutter streichelte über ihren Kopf. „Na, das was wir immer machen, wenn wir grillen. Nudelsalat, Kartoffelsalat, Gurkensalat, Käsespieße und Weißbrot. Und die Getränke stehen schon alle im Kühlschrank.“
Renate lächelte. Sie liebt die Grillnachmittage im Sommer. Fast jeden Samstag sind sie bei jemand anderem eingeladen um gemeinsam zu grillen. Heute findet der Grillnachmittag bei ihnen zuhause statt. Renate half ihrer Mutter am Vormittag fleißig beim Nudeln kochen, beim Kartoffeln pellen, beim Gemüse schnibbeln und beim Soßen zubereiten.
Während die Damen des Hauses in der Küche gut zu tun hatten, stellten Renates Vater und ihr großer Bruder Klaus den Gartentisch auf die Terrasse und holten die Stühle aus der Garage. Dann wurde der Grill in den Garten gefahren.
Renate durfte vorhin noch den Tisch und die Stühle abwischen. Ihr Mutter gab ihr dafür den guten Putzeimer. Mit dem Putzeimer in der einen und dem Lappen in der anderen Hand fühlt sich sich immer schon wie fast erwachsen. Auch dass sie ihrer Mutter schon beim Essen machen helfen durfte, erfüllt sie mit Stolz. Zusammen legten sie noch die große Decke auf den Tisch und stellten das Geschirr bereit. Jeder würde sich dann später das nehmen, was er brauchte.
Die Vorbereitungen sind also abgeschlossen. Ganz ungeduldig rutscht sie weiter auf ihrem Stuhl hin und her. Und dann endlich. Jemand öffnet das Gartentor, Renate erkennt das Quietschen sofort. Tatsächlich sind Sabine und Gudrun die ersten Gäste – mit ihren Eltern natürlich. Renate und ihre Freundinnen laufen sofort in die hinterste Ecke des Gartens um Neuigkeiten auszutauschen, schließlich haben sie sich auch erst gestern in der Schule zuletzt gesehen. In der Zwischenzeit ist sicherlich einiges passiert.
Renates großer Bruder Klaus schaut den Mädchen hinterher und rollt nur mit den Augen. „Gut, dass ich kein Mädchen bin…“ murmelt er vor sich hin und setzt sich mit einem Glas gemischtem Waldmeistersirup auf die Mauer. Die Mutter empfängt die Gäste und Renates Vater heizt schonmal den Grill an. Der Garten füllt sich.
Nachdem einige der Gäste schon das zweite Stück Fleisch auf dem Teller liegen haben, kommen auch endlich die Mädchen, um sich eine Bratwurst abzuholen. Nachdem die Teller leer sind, verschwinden sie aber schnell wieder. Bis spät am Abend dürfen sie aufbleiben. Renate liebt die Sommerluft am Abend. Heute bleibt es noch lange warm, so dass sie zur späterer Stunde noch nicht einmal eine Jacke anziehen müssen. Als sie später in ihrem Bett liegt, schläft sie von jetzt auf gleich ein. Sie fragt ihre Mutter noch, bei wem sie in der kommenden Woche zum Grillen eingeladen sind, aber die Antwort hört sie schon nicht mehr. So schnell und zufrieden ist sie eingeschlafen…

*Kurzgeschichte*