8. Dezember – Eine Schürze für Mutter
Ein Foto an der Nähmaschine weckt heute eine besondere Erinnerung. Edith erinnert sich daran, wie aus einem zu kurzen Stoff ein Weihnachtsgeschenk mit Herz entstand.
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8. Dezember – Eine Schürze für Mutter
Weihnachten 1960, 15 Jahre alt
Edith betrachtet das nächste Foto im Album.
Darauf sitzt sie an einer Nähmaschine.
Vor ihr liegt ein gepunkteter Stoff, die Hände ruhig, der Blick konzentriert.
„Da war ich fünfzehn“, denkt sie.
„Und wollte unbedingt etwas Schönes nähen.“
Sie erinnert sich.
Im Handarbeitsunterricht sollten sie eine Schürze machen – als Weihnachtsgeschenk.
Edith hatte sich sofort in einen hellen Stoff mit kleinen Punkten verliebt.
Aber als sie ihn ausbreitete, merkte sie:
Er war zu kurz.
„Das reicht nie für den Bund und die Taschen“, sagte die Lehrerin.
„Dann muss ich eben zaubern“, meinte Edith und grinste.
Sie suchte in der Nähkiste und musste an das Kleid von ihrem ersten Tanzabend denken.
Zwischen alten Stoffresten fand sie ein Stück in passender Farbe.
Sie schnitt vorsichtig Streifen ab und nähte sie an.
Der Faden zog sich sauber durch den Stoff, das Surren der Maschine klang wie Musik.
Ihre Lehrerin sah ihr über die Schulter.
„Das wird was Besonderes“, sagte sie leise.
Und das wurde es.
Am Ende war die Schürze fertig und
keine andere sah so hübsch aus.
„Ein bisschen aus der Not geboren“, dachte Edith damals.
Am Weihnachtsabend lag die Schürze unter dem Baum,
sauber gefaltet und mit einer roten Schleife.
Die Mutter strich über den Stoff des Geschenks.
„Deine Handarbeit steckt drin, das spürt man.“
Hier finden Sie alle vorherigen Fotogeschichten aus unserem Adventskalender:
3. Dezember – Ein Stern für den Baum
4. Dezember – Schwestern im Schnee







