5. Dezember – Einmal im Kreis

Im Exklusiv-Bereich finden Sie ausgearbeitetes und sofort einsetzbares Praxismaterial:
Heute geht es mit Edith auf den Weihnachtsmarkt. Dabei spielt ein Karussellpferd eine entscheidende Rolle.
Online-Intensivlehrgang Sitzgymnastiktrainer*in
Bewegung ist ein wichtiges Angebot. Gleichzeitig erleben viele in der Praxis Unsicherheit.
Welche Übungen sind wirklich sinnvoll? Wie vermeide ich Verletzungen? Wie kann eine Gruppe sicher angeleitet werden?
Start am 6. Oktober 2026. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Es ist die fünfte Geschichte aus unserem Fotogeschichten-Adventskalender. Wer keine Geschichte verpassen möchte, kann den Sondernewsletter abonnieren. Alle vorherigen Geschichten und das passende Bild zum Ausdrucken stehen unterhalb der PDF-Datei am Ende dieses Beitrags.
5. Dezember – Einmal im Kreis
Weihnachten 1954, 9 Jahre alt
Edith sieht das nächste Foto im Album.
Ein Mädchen sitzt auf einem Karussellpferd, die Zöpfe fliegen leicht im Wind.
Hinter ihr glitzern Lichter und auf ihrem Gesicht liegt ein strahlendes Lächeln.
„Das war ich“, denkt Edith.
„Neun Jahre alt. Weihnachten 1954.“
Sie erinnert sich genau.
Sie war auf dem Weihnachtsmarkt, allein mit ihrer Schwester Hannelore und der Mutter.
Der Platz war voller Menschen.
Es roch nach gebrannten Mandeln.
„Du darfst einmal fahren“, sagte die Mutter.
„Nur einmal.“
Edith nickte eifrig und stellte sich in die Reihe.
Die Musik spielte ein altes Weihnachtslied und die bunten Lichter spiegelten sich in den Pfützen.
Als sie endlich an der Reihe war, suchte sie sich das schönste Pferd aus.
Es war weiß mit einer goldenen Mähne.
Sie stieg hinauf.
Das Pferd war groß und glatt.
Dann begann es sich zu drehen.
Langsam erst, dann schneller.
Edith hielt sich fest an der Stange.
Der Wind kitzelte in ihrem Gesicht und sie lachte laut.
Alles um sie herum drehte sich – die Menschen, die Buden, die Musik.
Nur sie und das Pferd blieben im Gleichklang.
Von unten winkte Hannelore.
Die Mutter lachte und Edith fühlte sich frei.
Als das Karussell anhielt, wollte sie gar nicht absteigen.
„Hat es dir gefallen?“, fragte die Mutter.
Edith nickte.
„Ich glaub, das war das schönste Pferd der Welt.“










