1. Dezember – Das erste Licht

Zum Beginn der Adventszeit bekommt Edith ein Weihnachtsalbum mit Fotos aus acht Jahrzehnten ihres Lebens geschenkt. Auf jedem Bild ist sie zu sehen: als Kind, als Mutter, als Großmutter. Jedes Foto hält einen Moment fest, eine Erinnerung an frühere Weihnachten. Tag für Tag blättert sie darin, und jede Seite öffnet ein Stück ihrer Geschichte.

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1. Dezember – Das erste Licht

Weihnachten 1945, 0 Jahre alt

 

Edith betrachtet das erste Foto in ihrem Album.

Es ist alt, die Ränder sind wellig.

Darauf liegt ein Baby in einem Korb.

Daneben steht eine einzelne Kerze.

Das Licht fällt weich auf das Gesicht des Kindes.

„Das bin ich“, denkt Edith leise.

„Mein erstes Weihnachten. 1945.“

 

Sie selbst erinnert sich natürlich nicht.

Aber sie kennt die Geschichte.

Ihre Mutter hatte sie oft erzählt.

Es war das erste Weihnachten nach dem Krieg.

Draußen war es kalt, die Fenster beschlagen.

In der kleinen Stube brannte nur eine Kerze.

Strom gab es kaum, und das Essen war einfach.

Aber ihre Mutter sagte später immer:

„Wir hatten dich. Das war unser größtes Geschenk.“

 

Der Korb, in dem Edith lag, war eigentlich ein alter Wäschekorb.

Die Decke hatte die Großmutter genäht.

Aus Stoffresten, die sie noch hatte.

Weich war sie nicht, aber warm.

Und über dem Tisch hing ein Tannenzweig –

mehr Weihnachtsbaum gab es damals nicht.

 

Edith stellt sich das vor.

Den Duft von Wachs.

Das Knistern der Kerze.

Die leise Stimme ihrer Mutter, die ihr ein Lied vorsang.

 

Sie streicht über das Foto im Album.

Die kleine Hand auf dem Bild wirkt friedlich.

„Ich war das Licht in einer dunklen Zeit“, denkt sie.

„Und vielleicht war das der Anfang von allem.“

 

 

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