7. Dezember – Tanzabend im Advent

Diese Geschichte führt zurück in Ediths Jugendzeit. Ein Tanzabend, ein schlichtes Kleid und ein schüchterner Junge machen den Advent unvergesslich.

🚀 Startklar für 2026? Jetzt Fortbildungsplätze buchen!

Unsere praxisnahen Online-Fortbildungen:

✔️ Anerkannt als Pflichtfortbildung für Betreuungskräfte (§ 53b SGB XI)
📦 Material kommt bequem per Post

➤ Jetzt informieren!

Sie lesen die siebte Geschichte aus unserem Fotogeschichten-Adventskalender. Wenn Sie künftig automatisch über neue Adventskalendergeschichten informiert werden möchten, abonnieren Sie unseren Sondernewsletter. Unter der PDF-Datei mit dem Bild finden Sie die Links zu den bisherigen Geschichten.

 

7. Dezember – Tanzabend im Advent

Weihnachten 1958, 13 Jahre alt

 

Edith schaut das nächste Foto im Album an.

Sie trägt ein schlichtes Kleid, die Haare zu Zöpfen geflochten.

Ein Junge hält ihre Hand, beide tanzen.

Hinter ihnen stehen Tische und Stühle, an der Wand hängt eine Uhr.

„Das war in der Tanzschule“, denkt Edith.

„Ich war dreizehn. Und das war mein erster Tanzabend im Advent.“

Sie erinnert sich gut.

Ihre Mutter hatte gesagt:

„Jetzt bist du alt genug. Eine junge Dame muss tanzen können.“

Und so meldete sie Edith in der Tanzschule an.

Einmal in der Woche fuhr sie mit der Straßenbahn dorthin.

Der Raum war groß, die Musik kam vom Plattenspieler

und der Tanzlehrer trug immer Anzug und Krawatte.

Für den letzten Abend – den kleinen Adventsball –

wollte Edith ein schönes Kleid.

Aber der Stoff, den sie ausgesucht hatte, reichte nicht.

„Da fehlt ein Stück“, seufzte die Mutter.

 

„Wir machen es anders“, sagte Edith.

Sie fanden ein Stück Stoff in einem etwas dunklerer Ton.

Sie nähte daraus einen Streifen unten am Rock.

Es sah aus wie gewollt.

Am Abend trug sie es mit Stolz.

Der Rock schwang leicht, wenn sie sich drehte.

Der Tanzlehrer lächelte und sagte:

„Na, Fräulein Edith, heute sieht das schon ganz elegant aus.“

Dann bat sie ein Junge zum Tanz.

Er hieß Karl und war ein Jahr älter.

Er verbeugte sich ein bisschen unbeholfen

und Edith spürte, wie ihr Herz klopfte.

Sie tanzten langsam, Schritt für Schritt.

Einmal trat er ihr auf den Fuß, beide mussten lachen.

Als das Lied zu Ende war, verbeugte er sich und sagte:

„Du hast ein schönes Kleid.“

Edith nickte nur und lächelte.

Zu Hause erzählte sie der Mutter davon.

„War es schön?“, fragte sie.

Edith nickte.

 

 

PDF Download

 

Hier finden Sie alle vorherigen Fotogeschichten aus unserem Adventskalender:

1. Dezember – Das erste Licht

2. Dezember – Die rote Kugel

3. Dezember – Ein Stern für den Baum

4. Dezember – Schwestern im Schnee

5. Dezember – Einmal im Kreis

6. Dezember – Ein Lächeln für den Nikolaus

 

 

Taschen, Tassen, T-Shirts und weitere Produkte mit liebevollen und lustigen Designs. Schauen Sie sich unser Angebot an!

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bücher für die soziale Betreuung von Senioren und Menschen mit Demenz. Finden Sie Ideen aus der Praxis für die Praxis!