Weil du bei mir bist. Eine Liedergeschichte zum “Schneewalzer”

Lesen Sie den Senioren die Liedergeschichte vor und singen Sie an den entsprechenden Stellen gemeinsam die angegebene Strophe des Schneewalzers. Wer möchte und kann, darf gerne dazu schunkeln.

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Weil du bei mir bist

Für Elena und Thomas war heute ein ganz besonderer Abend. Es war Schneewalzer-Abend in der Stadt. Wer für diese Veranstaltung in der großen Stadthalle Karten haben wollte, musste früh dran sein und meistens auch gut Bescheid wissen, wann der Vorverkauf begann. Dieser Abend war einer der Höhepunkte des Jahres und die Karten dafür waren schnell ausverkauft.

Refrain:
Den Schnee-, Schnee-, Schnee-, Schneewalzer tanzten wir…

Elena und Thomas waren schon lange ein Paar. Sie hatten sich vor über fünfzig Jahren auf einem Schneewalzer-Abend kennen, und vor allem lieben, gelernt. Jedes Jahr um diese Zeit kamen die Erinnerungen an diesen besonderen Abend zurück. Es fühlte sich an, als wären die Momente dieser Erinnerungen erst gestern gewesen.
Die beiden waren auf einem Spaziergang, der sie durch die Parkanlage führte, die rund um die Stadt angelegt worden war. Die Bäume waren noch ohne Blätter. Das Jahr hatte gerade erst begonnen. Die Luft war kalt und frisch. Elena genoss diese Spaziergänge: „Es ist wie immer wunderschön. Zu jeder Jahreszeit…“
Verliebt, wie am ersten Tag, sah sie ihren Thomas an. „Weil du bei mir bist.“
Er lächelte sie dankbar an und nahm ihre Hand.

1. Strophe:
Wenn im Frühling Blumen blüh′n…

Refrain
Den Schnee-, Schnee-, Schnee-, Schneewalzer tanzten wir…

Sie kamen auf eine Brücke und blieben einen Moment stehen. In der Ferne war die Stadthalle zu sehen. Sie war in ein wunderschönes, warmes Licht gehüllt. In diesem Augenblick kamen so viele Erinnerungen an den Abend zurück, an dem sie sich kennengelernt haben, und die sie seitdem in sich tragen durften.
Sie wussten, was der Mensch an ihrer Hand in diesem Moment dachte und fühlte.
Es war der Abend des Schneewalzers. Der Tanz, den die Menschen nur zu dieser Zeit des Jahres tanzten, wenn der Winter mit seiner ganzen Pracht über die Stadt zog. Der Walzer erzählte von der Kälte der Jahreszeit und der Herzenswärme, die er gleichzeitig in den Menschen hervorrief.
Es war Elenas erster Schneewalzer-Abend. Sie war damals erst kurz vorher in die Stadt gezogen. Thomas war schon einige Male dabei gewesen. Aber noch nie hatte er dort eine so hübsche und sympathische Frau gesehen. Er war sich unsicher, ob er sie ansprechen sollte. Sie brachte eine Unsicherheit in ihn, die er vorher nicht gekannt hatte. Thomas beobachtete sie ein paar Tänze lang. Sie tanzte nicht. War sie zu schüchtern oder mochte sie nicht tanzen? Er ließ Elena nicht aus den Augen. Irgendetwas faszinierte ihn. Sie schunkelte ganz sachte ihren Oberkörper von links nach rechts. Freude an der Musik schien sie also zu haben.
Der Höhepunkt des Abends näherte sich. Das Orchester spielte die ersten Takte des Schneewalzers. „Wenn ich sie jetzt nicht anspreche… wann dann?“ Thomas musste Elena einfach kennenlernen. Und viel Zeit blieb nicht mehr…
Er näherte sich langsam und versuchte, Kontakt zu ihren Blicken zu bekommen.
Elena hatte ihn schon von weitem gesehen. Sie fand, dass er wunderschöne Augen hatte und konnte seinen Blicken einfach nicht widerstehen. Thomas wirkte fast ein bisschen schüchtern, als er endlich vor ihr stand. Sie lächelte ihn an und schmolz beim Anblick seiner Augen dahin. Wie wünschte sie sich, dass er sie zum Tanzen aufforderte.
Er hielt ihr vorsichtig seine Hand hin. „Möchten Sie vielleicht tanzen? Das ist mein Lieblingsstück. Und ich würde ihn so gerne mit jemand ganz besonderem Tanzen.“
Elena konnte ihr Glück kaum fassen und begab sich vertrauensvoll in seine Arme.

2. Strophe:
Wenn das Herbstlaub langsam fällt…

Refrain:
Den Schnee-, Schnee-, Schnee-, Schneewalzer tanzten wir…

Jedes Jahr, wenn der Winter zurückkehrte und die ersten Schneeflocken fielen, dachten die beiden an diesen besonderen Abend zurück. Sie erinnerten sich an die Freude, die sie teilten, und an die unzähligen glücklichen Tage, die sie miteinander erleben durften. Sie hatten zusammen gelacht, sie hatten geweint und so viele Höhen und Tiefen ihres Lebens gemeistert. Der Schneewalzer war für beide nicht nur ein Tanz. Er war das Symbol ihrer Liebe. Zu jeder Jahreszeit. In guten Zeiten und in schlechten Zeiten.

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin, Chefredakteurin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Annika Schneider finden Sie hier.

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