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Weihnachtsspaziergang. Eine Entspannungsgeschichte

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In dieser Entspannungsgeschichte nehmen wir die Senioren und Sie mit auf einen idyllischen Weihnachtsspaziergang im Schnee. Bitten Sie die Teilnehmenden, sich so bequem wie möglich hinzusetzen. Wer möchte, darf beim Zuhören gerne die Augen schließen.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, wählen Sie einen Raum aus, in dem es ruhig ist. So vermeiden Sie Störungen in der Entspannungsphase.

Weihnachtsspaziergang

Rosa und Lutz gehen langsam über die Straße. Um sie herum ist alles still. Die Autos in der schmalen Straße stehen allesamt geparkt am Straßenrand. Jetzt fahren wohl nur noch die wenigsten mit dem Auto irgendwo hin. Es ist Heilig Abend. Spät. Die Kinder und Enkel sind schon nach Hause gegangen. „Die Kleinen waren aber müde!“, denkt sich Rosa im Stillen und geht mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht neben Lutz her. Er hält ihre Hand. Rosa spürt, wie angenehm warm seine Hand ist und wie auch ihre Hand allmählich immer wärmer wird. In ihr macht sich ein wohliges Gefühl breit. Sie schmiegt ihre Schulter an seinen Arm.
Die Luft ist kalt, aber trocken. Es riecht nach Schnee. Rosa und Lutz atmen ganz bewusst tief ein und aus, als wollten sie die frische Luft tief in sich aufsaugen. Der Schnee, der über den Tag gefallen ist, knirscht leise unter ihren Fußsohlen. Der Weg vor ihnen ist noch unberührt. Während der Bescherung hat es nochmal kräftig zu schneien angefangen, seitdem ist wohl niemand mehr hier her gegangen. Unter der weißen Decke sieht alles so friedlich aus. Wenn man genau hinsieht, sieht man die Schneekristalle im sanften Licht der Straßenbeleuchtung glitzern.
Rosa und Lutz gehen ganz gemütlich an den Häusern vorbei. Sie sind froh, dass sie einen so schönen Abend im Kreis ihrer Familie hatten. Rosa hat noch immer das Bild vor Augen, wie die drei Enkel unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum saßen, und ihre Geschenke ausgepackt haben. Sie spürt den Schnee unter ihren Füßen. Rosa mag das Gefühl, sie möchte dann immer ganz vorsichtig gehen um möglichst wenig Abdrücke zu hinterlassen. Noch einmal atmet sie die frische Luft ganz tief ein. Es fühlt sich an, als würde die gute Luft in jede einzelne Zelle ihres Körpers gelangen. In ihr macht sich eine tiefe Zufriedenheit breit.
Lutz schaut auf seinem Weg durch den weißen glitzernden Schnee in die Häuser hinein, an denen sie vorbeigehen. Fast überall strahlen ihm die Lichter der Weihnachtsbäume in den Stuben entgegen. Es sieht alles so festlich aus. Diese Bilder könnte er sich stundenlang ansehen. Heute, am Heiligen Abend, sehen die Häuser besonders schön aus. In den Fenstern stehen die beleuchteten Schwibbögen. Detailverliebt schaut sich Lutz die vielen verschiedenen Motive an. Auch seine Eltern hatten früher schon einen Schwibbogen zuhause. Wenn er an Weihnachten durch die Straßen läuft und sich in Ruhe die beleuchteten Fenster ansieht, dann wird ihm ganz warm ums Herz. Und dann denkt er an die vielen zauberhaften und unbeschwerten Weihnachtsfeste, die er in seiner Kindheit verbringen durfte.
Lutz drückt die Hand seiner Rosa ganz fest. Auch er fühlt sich heute so zufrieden und entspannt, wie lange nicht mehr. So gehen die beiden noch eine Weile Hand in Hand die Straße entlang und erfreuen sich an den schneebedeckten Häusern und Gärten, und den vielen Lichtern, die durch die geschmückten Fenster schimmern…



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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