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Wohlauf in Gottes schöne Welt. Eine Liedergeschichte für Senioren…

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Singen Sie an den entsprechenden Stellen die angegebene Strophe des Liedes “Wohlauf in Gottes schöne Welt”.

Wohlauf in Gottes schöne Welt

Endlich ist es soweit! Ferdinand schaut noch einmal voll Stolz auf sein Abschlusszeugnis. Vielleicht hätte er in dem ein oder anderen Fach noch ein bisschen besser abschneiden können, aber es war geschafft. Endlich geschafft. Er würde sich nie wieder in die kleine Schulbank quetschen. Nie wieder hoffen, dass der Lehrer ihn bei einer besonders kniffligen Frage nicht dran nehmen würde. Nie wieder über Latein Vokabeln und Algebra schwitzen. Endlich geschafft. Seine Klassenkameraden hatten sich für ein großes Fest verabredet aber Ferdinand hatte etwas anderes vor. Er hatte genug von dem ganzen Trubel. Die letzten Monate des Lernens und Paukens waren anstrengend gewesen. Immer wieder hatte er zusammen mit seinen Klassenkameraden in Bücher geschaut. Nun wollte er raus. Raus aus der muffigen Studierkammer, raus aus dem Haus, raus in die weite Welt. Ein paar Tage er und die Natur. Ein paar Tage Ruhe.

Wohlauf in Gottes schöne Welt, lebe wohl, ade!
Die Luft ist blau und grün das Feld, lebe wohl, ade!
Die Berge glüh’n wie Edelstein,
ich wand’re mit dem Sonnenschein,
la la la la, la la la ins weite Land hinein,
la la la la, la la la ins weite Land hinein.

Ferdinand hatte seine sieben Sachen schon vor dem Abschluss gepackt. Schon lange hatte er sich auf die Wanderung vorbereitet. Schon lange hatte er sich danach gesehnt einfach alles hinter sich zu lassen. Mit schicken, neuen Wanderschuhen, einem langen, stabilen Wanderstock und einem Lied auf den Lippen ging es nun endlich los. Die ersten Schritte führten ihn noch durch die Straßen, auf denen er schon als kleiner Knirps gespielt hatte. Vorbei an der Kirche, in der er getauft wurde. Vorbei an Häusern von Bekannten und Freunden. Am Bergeshang angekommen, drehte er sich noch einmal um, atmete tief ein und winkte seinem Heimatdorf mit leichtem Herz.

Du traute Stadt am Bergeshang, lebe wohl, ade!
Du hoher Turm, du Glockenklang, lebe wohl, ade!
Ihr Häuser alle, wohlbekannt,
noch einmal wink ich mit der Hand,
la la la la, la la la und nun seitab gewandt,
la la la la, la la la und nun seitab gewandt.

Sein Weg führte weiter, immer an einem kleinen, klaren Bach entlang. Er erinnerte sich noch gut daran, wie er als kleiner Junge einmal in diesen Bach hinein gefallen war. Tropfnass musste er nach Hause laufen. Zum Glück hatte seine Mutter ihn schnell mit einem warmen Kakao aufgewärmt.

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Heute schaute er sich den kleinen Bach ganz anders an. Er stellte sich vor, dass das Wasser, genau so wie er, auf Wanderschaft. Ohne Hast, aber auch ohne lange inne zu halten, suchte es sich seinen Weg. Dabei gab es kein bestimmtes Ziel. Das Fließen war das Ziel. Die Wanderschaft war das Ziel. Der Weg war das Ziel. Dem Bach ging es wie Ferdinand.

An meinem Wege fließt der Bach, lebe wohl, ade!
Der ruft den letzten Gruß mir nach, lebe wohl, ade!
Ach Gott, da wird’s so eigen mir,
so milde weh’n die Lüfte hier,
la la la la, la la la als wär’s ein Gruß von dir,
la la la la, la la la als wär’s ein Gruß von dir.

Ferdinand hing so seinen Gedanken nach, als ihn ein “Hallo Ferdinand!”, aus seinen Gedanken riss. Es war Gesine aus dem Nachbardorf. Eigentlich hatte Ferdinand keine große Lust sich mit jemanden zu unterhalten. Für die hübsche Gesine machte er allerdings eine Ausnahme. Allerdings nur eine Kurze! Sie plauderten ein bisschen über die Schulzeit, über gemeinsame Lehrer und über das Wetter. Ferdinand versprach auch sich nach seiner Rückkehr bei Gesine zu melden. Nur für den Moment, für den Moment konnte ihn nichts halten. Für den Moment konnte ihn noch nicht einmal die schöne Gesine halten. Sein Herz befand sich auf Wanderschaft. Ferdinand befand sich auf Wanderschaft. Auf Wanderschaft in dieser schönen Welt.

Ein Gruß von dir, du schönes Kind, lebe wohl, ade!
Und nun den Berg hinab geschwind, lebe wohl, ade!
Wer wandern will, der darf nicht steh’n,
der darf niemals nach hinten seh’n,
la la la la, la la la muss immer weiter geh’n,
la la la la, la la la muss immer weiter geh’n.

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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

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