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Was hat mir der Nikolaus gebracht? Eine Wahrnehmungsgeschichte zum Vorlesen in der Adventszeit

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Marie ist ganz gespannt darauf, was der Nikolaus ihr in den Teller gelegt hat…
Eine schöne Wahrnehmungsgeschichte für die Sinne, die in der Adventszeit vorgelesen werden kann.

Was hat mir der Nikolaus gebracht? Eine Wahrnehmungsgeschichte zum Vorlesen in der Adventszeit

Marie wacht früh am Morgen auf. Sie spürt, wie ihr Herz ganz wild in ihrer Brust klopft. Es ist Nikolausmorgen. Ein adventlicher Duft steigt in ihre Nase: es riecht nach Tannengrün, Kerzenwachs und dem kalten Duft des Räuchermännchens von gestern Abend.
In ihrem Bett ist es angenehm warm. Sie spürt den weichen Stoff ihrer Bettdecke auf ihrer Haut. Ganz langsam lässt sie ihn durch ihre Finger gleiten. So schön eingekuschelt sie in ihrem Bett liegt – eigentlich würde sie gerne aufstehen und nachsehen, ob der Nikolaus ihr etwas auf den Teller gelegt hat. Sie schaut aus dem Fenster, draußen ist es noch stockdunkel. „Hm, einen kleinen Blick kann ich ja schon mal wagen…“, überlegt sie. Marie setzt sich auf die Bettkante und schlüpft in ihre Hausschuhe. Vorsichtig und leise öffnet sie ihre Zimmertür. Auch im Wohnungsflur ist es noch ganz dunkel. Mutti und Vati schlafen noch. Der Duft von frischem Tannengrün liegt wieder in der Duft. Marie lässt das Licht im Flur aus, schließlich soll ihr kleiner Bruder nicht wach werden. Außerdem kennt sie sich ja in der Wohnung aus. Trotzdem sie Hausschuhe an hat, spürt sie, wie weich der Teppich unter ihren Füßen ist. Bei jedem Schritt sinkt sie ein wenig ein.
Marie erreicht das Ende des Flurs und hält die Klinke der Wohnungstür in der Hand. Das Metall fühlt sich kalt an. Sie hält den Griff fest mit ihrer Hand umschlossen. Marie zögert. Soll sie die Tür wirklich öffnen? Eigentlich waren die Eltern in den letzten Jahren immer bei ihr. Sie spürt, wie die Klinke in ihrer Hand mit der Zeit wärmer wird. „Gucken kann ich ja mal, und dann husche ich schnell wieder ins Bett…“, sagt sie zu sich und drückt die Klinke herunter. Durch das Licht der hellen Straßenlaterne, das durch das Flurfenster scheint, sieht sie zwei prall gefüllte Nikolausteller neben der Fußmatte stehen. Sie stehen etwas anders als gestern Abend. Ob der Nikolaus aus Versehen an die Teller gestoßen ist? Marie kniet sich hin, ein Duft von frischen Äpfeln, Lebkuchen und Orangen kommt ihr entgegen. Im fahlen Licht kann sie außerdem eine Schokoladenfigur, Nüsse und etwas weiches erkennen. Vorsichtig tastet sie sich heran – Wolle, sie spürt Wolle in ihrer Hand. Maries Herz klopft. „Irgendwie ist es aber doch schöner, wenn Mutti und Vati und Anton dabei sind…“, überlegt sie im Stillen. Außerdem werden ihre Füße kalt…
So leise, wie sie gekommen ist, schleicht Marie zurück in ihr Kinderzimmer. Sie zieht ihre Hausschuhe aus, stellt sie ordentlich vors Bett und kuschelt sich wieder in ihre warme Decke. Glücklich und zufrieden schläft sie nochmal ein. Bis Mutti sie später zusammen mit Anton weckt…

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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