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Wahrnehmungsspiele: 25 Ideen für alle Sinne!

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Wahrnehmungsspiele bringen Abwechlsung und Spaß in den Alltag. Gleichzeitig wird die Wahrnehmungsfähigkeit durch Wahrnehmungsspiele ganz nebenbei geschult. Egal ob riechen, schmecken, hören, fühlen oder sehen: Wir haben zu jedem unserer 5 Sinne 5 Wahrnehmungsspiele für die Praxis zusammen gestellt.

Hören

  1. Angespielte Lieder. Nehmen Sie eine CD mit bekannten Volksliedern oder Schlagern. Spielen Sie jeweils die ersten Takte eines Liedes an. Schalten Sie die CD dann aus und lassen Sie die Teilnehmer erraten, welches Lied sich hinter den ersten paar Takten verbirgt.
  2. Was raschelt denn da? Machen Sie hinter einer Stellwand oder in einer großen Kiste Geräusche mit alltäglichen Gegenständen. Lassen Sie die Teilnehmer bei dem Wahrnehmungsspiel erraten, womit sie das Geräusch erzeugt haben. Beispiele: Mit einer Schere Papier schneiden, Papier zerknüllen, Teller stapeln, mit Messer und Gabel klappern, ein Buch umblättern.
  3. Nachtrommeln. Ein Mitspieler trommelt bei diesem Wahrnehmungsspiel einen ausgedachten Takt mit den Fingern oder der Hand auf den Tisch. Die anderen Mitspieler trommeln den Takt anschließend nach.
  4. Hörmemory. In kleine verschließbare Dosen (früher hat man gerne alte Filmdosen genommen, es eignen sich aber auch leere Kaugummiverpackungen aus Plastik mit verschließbaren Deckeln) werden kleine Gegenstände gesteckt. Beispiele: Nägel, Büroklammern, Münze. Man braucht jeweils zwei Dosen mit dem gleichen Inhalt. Nun werden die Dosen gemischt und auf dem Tisch verteilt. Die Mitspieler versuchen bei diesem Wahrnehmungsspiel jeweils die Dosen mit dem gleichen Inhalt zu finden und einander zuzuordnen.
  5. Wo sind die Linsen? Auch für dieses Wahrnehmungsspiel werden kleine Dosen benötigt (s.o.) . Die Dosen werden mit verschiedenen, streufähigen Lebensmitteln gefüllt. Beispiele: Mehl, Zucker, Linsen, Reis, kleine Nudeln, getrocknete Kräuter, getrocknete Erbsen, getrocknete Bohnen. Die „Füllungen“ werden jeweils auch auf eine Karte geschrieben. Die Teilnehmer werden dann gebeten Dosen und Karten einander zuzuordnen. Natürlich ohne hinein zu gucken ;-).

Riechen

  1. Riech-Kim mit echten Lebensmitteln. Besorgen Sie für dieses Wahrnehmungsspiel Lebensmittel mit einem starken Eigengeruch. Beispiel: Kaffee, Tee, Käse, Erdbeeren, Zimt. Lassen Sie die Teilnehmer erraten, welches Lebensmittel sich hinter dem Duft verbirgt. Die Lebensmittel können dafür zum Beispiel in eine Papiertüte gegeben werden, an der die Teilnehmer riechen.
  2. Riech-Kim mit ätherischen Ölen oder Kräutern. Unbedenkliche, ätherische Öle werden auf Wattebäusche geträufelt und die Wattebäusche oder getrockneten Kräuter werden in kleine Dosen (Tipp: Siehe oben) gegeben. Anschließend versuchen die Teilnehmer den Duft zu erraten. Dieses Wahrnehmungsspiel kann auch als Memory-Spiel gestaltet werden.
  3. Blumenduft. Gestalten Sie einen hübschen Blumenstrauß mit unterschiedlichen, duftenden Blumen. Lassen Sie die Teilnehmer die Augen schließen und geben sie ihnen eine Blume in die Hand. Die Teilnehmer können darüber spekulieren, wie die Blume aussieht und welche Farbe sie hat. Es geht nicht unbedingt um das Erraten: Kreativität und Fantasie sind gefragt!
  4. Orangen und Zitronen. Orangen und Zitronen haben einen ganz besonderen Duft. Lassen Sie die Teilnehmer die Augen schließen und erriechen, ob sie eine Scheibe Zitrone oder eine Scheibe Orange auf einem Teller haben. Als biografieorientiertes Wahrnehmungsspiel, können die Orangen und Zitronen auch mit Nelken gespickt werden.
  5. Düfte schreiben Geschichte. Es gibt Düfte, die unser Leben prägen und die bestimmte Erinnerungen auslösen. Diese Düfte müssen nicht immer die typischen sein. Fragen Sie die Teilnehmer nach ihren ganz persönlichen Dufterinnerungen (Mottenkugeln der Oma, der Geruch im Keller der Tante, Tankstellendüfte, oder, oder, oder) es kommen bestimmt viele Geschichten zusammen.

Schmecken

  1. Apfelsorten. Schneiden Sie für dieses Wahrnehmungsspiel unterschiedliche Apfelsorten in kleine Stücke. Lassen Sie die Teilnehmer probieren. Die Teilnehmer sollen genau beschrieben, wo die Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten liegen.
  2. Teesorten. Kochen Sie verschiedene Teesorten, die alle die gleiche Farbe haben. Zum Beispiel grünlich oder rötlich. Lassen Sie die Teilnehmer erraten, welche Teesorte sie gerade probieren.
  3. Obst und Saft. Schneiden Sie Obst in kleine Stücke und füllen Sie den Saft der selben Früchte in kleine Becher, lassen Sie die Teilnehmer zuordnen, welcher Saft zu welcher Obstsorte gehört.
  4. Biersorten. (Achtung! Spiel mit Alkohol, nur spielen, wenn der Alkoholkonsum für die Gruppe unproblematisch ist, denken Sie auch an Vorerkrankungen und Medikamente) Viele Menschen haben eine Lieblingsbiersorte, aber erkennen Sie diese auch wirklich blind? Füllen Sie kleine Probierschlücke unterschiedlicher Biersorten in Becher und lassen Sie die Teilnehmer probieren und raten.
  5. Eis schlemmen. Ein besonders schönes Wahrnehmungsspiel für den Sommer ist das Erraten von Eissorten. Auch hier kann die Schwierigkeit erhöht werden, wenn Eissorten mit der gleichen Farbe gewählt werden. Wer schmeckt den Unterschied?

Fühlen

  1. Tastkiste und Fühlsäckchen. Geben Sie einen Gegenstand oder einen Stoff in eine Kiste oder in ein Säckchen. Lassen Sie die Teilnehmer zum Spielen des Wahrnehmungsspiels hinein fühlen und erraten, welcher Gegenstand sich in der Kiste oder dem Säckchen verbirgt. Dünne Säckchen können evtl. auch von außen befühlt werden.
  2. Sandspiele. Verstecken Sie für dieses Wahrnehmungsspiel ein oder mehrere Gegenstände in einer Kiste mit Sand. Lassen Sie die Teilnehmer die Gegenstände im Sand suchen. Das Spiel kann entweder mit den Händen gespielt werden, was ein besonderes haptisches Erlebnis darstellt, oder mit einer kleinen Harke oder Schaufel.
  3. Kirschkernbad. Auch in einer Kiste mit Kirschkernen, Reis, Nüssen, trockenen Bohnen oder ähnlichem, kann ein oder mehrere Gegenstände versteckt werden. Sie können auch eine Art Memory spielen und die Teilnehmer immer zwei gleiche Gegenstände heraus suchen lassen.
  4. Wassertemperatur. Bereiten Sie verschiedene Schlüsseln mit Wasser mit unterschiedlicher Temperatur vor (nicht ZU heiß! Verbrühungsgefahr!). Auch Eiswürfel bieten ein besonderes Erlebnis. Lassen Sie die Teilnehmer die unterschiedlichen Temperaturen wahrnehmen.
  5. Fühlketten. Befestigen Sie unterschiedliche Gegenstände zu einem Thema an einer Schnur oder an einer Kette. Geben Sie den Teilnehmern die Kette in die Hand und lassen Sie sie die Gegenstände erfühlen. Das Anregen von Gesprächen steht bei diesem Wahrnehmungsspiel im Mittelpunkt.

Sehen

  1. Makro-Bilder. Es werden Fotos von einem Gegenstand aufgenommen. Die Besonderheit liegt darin, dass die Aufnahmen von so nah gemacht werden, dass man nur einen Teil des Gegenstandes sieht. Sie können die Fotos selber machen, oder unsere kostenlosen Makro-Bilder verwenden  (hier geht es zu Makro-Bildern von Lebensmitteln).
  2. Ich sehe was, was du nicht siehst. Der Spieleklassiker überhaupt funktioniert auch als Wahrnehmungsspiel für Senioren. Ein Spieler sucht sich einen Gegenstand aus und beginnt mit den Worten „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist…. XXX“, die anderen Teilnehmer versuchen zu erraten, welchen Gegenstand sich der Spieler ausgessucht hat.
  3. Puzzle. Puzzeln ist auch ein wunderbares Wahrnehmungsspiel. Dabei muss man nicht immer fertige Puzzle verwenden, man kann Puzzle einfach selbst gestalten. Es hat sich auch bewährt Postkarten oder Kalenderbilder zu zerschneiden und als Puzzle zu verwenden. Wenn man diese einlaminiert, erhöht das die Haltbarkeit.
  4. Zeig dich Bild! Ein Bild wird mit ablösbaren Teilen verdeckt. Dafür kann entweder ein eigenes Spiel gebaut werden (hier finden Sie eine kostenlose Anleitung) oder man verwendet kleine Post-it-Klebezettel um das Bild abzudecken. Bei dem Spielen des Wahrnehmungsspiels, werden die Teile oder Klebezettel nach und nach entfernt. Wer errät das darunter liegende Bild als Erstes?
  5. Was hat sich verändert? Bei diesem Spiel muss sich die Gruppenleitung ganz bewusst anziehen. Einen besonderes Augenmerk legt sie dabei auf Schmuck, Tücher oder Ähnliches. Sie bittet die Teilnehmer sich alles an ihr einzuprägen. Dann verlässt sie den Raum und ändert eine Kleinigkeit. Beispiel: Sie tauscht eine Brosche oder ein Halstuch aus. Anschließend lässt sie die Teilnehmer erraten, was sich an ihr verändert hat.

 

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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Das mit den angespielten Liedern , habe ich schon mehrmals gemacht. Ist immer wieder schön. Es wird gesungen und gelacht. Erinnerungen kommen auf. Gebauso wie bei dem Schlager Quiz von Euch. 🙂 Kann ich also nur empfehlen.
    Vielen Dank für Ihre Arbeit. A.K.

    Antworten

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