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Ein Schmelz im Mund. Ein Schmeckspiel

Materialien

Schokolade in verschiedenen Geschmackssorten. Es ist praktisch für das Spiel, wenn die Schokolade würfelförmig ist.

Vorbereitungen und Spielaufbau

Die Gruppenleitung entfernt die Verpackung der Schokolade und entsorgt sie so, dass die Teilnehmenden sie nicht sehen können. Die Schokolade wird entweder in Stückchen geschnitten oder ist bereits in Würfelform vorhanden. Sollte die Schokolade nicht in Würfelform vorliegen, muss bei der Auswahl der Sorte darauf geachtet werden, dass man die Sorte nicht durch das Aussehen der Schokolade erkennt. Sie können bis zu drei Durchgänge spielen. Mehr empfehlen wir nicht, da Sie die Teilnehmer dann leicht überfordern können. Wenn Sie sich entscheiden mehr als eine Sorte Schokolade anzubieten, dann drapieren Sie jede Sorte auf einem anderen Teller. Je exotischer die ausgewählte Schokoladensorte ist, desto schwieriger wird dieses Schmeckspiel.

So wird gespielt
Geben Sie den Teller oder einen der Teller herum und bitten Sie jeden Teilnehmer, sich ein Stück Schokolade zu nehmen. Bitten Sie die Teilnehmenden, das Stück Schokolade unter die Zunge zu legen und nicht zu kauen oder zu lutschen. Bitten Sie die Teilnehmenden in Ruhe abzuwarten, bis die Schokolade anfängt von selbst zu schmelzen. Welcher Teilnehmer schmeckt als erstes heraus, um welche Schokoladensorte es sich handelt?

Varianten

Wenn Sie auf verschiedene Sorten Schokolade zurückgreifen, können Sie in einer Variante des Seniorenspiels auch unterschiedliche Schokoladensortenstückchen an die mitmachenden Teilnehmer verteilen. Schreiben Sie die vorhandenen Sorten auf ein Flip-Chart, an eine Tafel oder auf ein großes Stück Papier. Die Teilnehmenden können nun erraten, zu welcher Schokoladengruppe sie gehören. Damit Sie selbst den Überblick behalten, kann es von Vorteil sein, die Schokoladenstückchen auf unterschiedlich farbigen Tellern anzurichten.

Schließen Sie eine kleine biografische Erzählrunde rund um das Thema Schokolade an das Schmeckspiel an:

Was ist die Lieblingsschokolade der Teilnehmer?

Zu welchen Anlässen gab es früher Schokolade?

Haben die Teilnehmer schon einmal selbst Pralinen hergestellt?



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Kirschkernbad: Ein Sinnes-Zuordnungsspiel für Senioren

Sinnesspiele für Senioren – Kirschkernbad

Materialien

Große Plastikkiste

Kirschkerne (die Menge ist abhängig von der Größe der Kiste)

Kleine Gegenstände in doppelter Ausführung

 

Beispiele für Gegenstände:

 

Münzen

Knöpfe

Korken

Tischtennisbälle

Walnüsse

Deckel

Teelöffel

 

 

Vorbereitungen und Spielaufbau

Füllen Sie die Kiste mit Kirschkernen. Die Kiste sollte nur so vollgefüllt werden, dass man noch gut darin „herumkramen“ kann, ohne dass die Kirschkerne aus der Kiste herausgedrückt werden. Nun werden die Gegenstandspaare in dem Kirschkernbad versteckt.

 

So wird gespielt

Die Spieler dürfen ihre Hand und ihren Arm in das Kirschkernbad stecken. Allein das Erspüren der Kirschkerne, kann schon ein Erlebnis sein. Nun werden die Teilnehmer gebeten, immer zwei gleiche Gegenstände aus dem Kirschkernbad heraus zu suchen. Jeder Teilnehmer, darf ein Pärchen heraussuchen.

 

Varianten

Das Spiel in seiner ursprünglichen Version ist eher für fitte Teilnehmer geeignet. Ein bisschen einfacher wird es, wenn man nur ein Teil des Pärchens im Kirschkernbad versteckt und die Teilnehmer nur das zweite Teil finden müssen. In Gruppen, an denen Menschen mit Demenz teilnehmen, kann es ausreichen, wenn die Teilnehmer irgendein Teil aus dem Kirschkernbad heraussuchen.

 

Das Spiel kann außerdem gut durch die Auswahl der versteckten Gegenstände variiert werden. Größere Gegenstände sind leichter zu finden als kleine Gegenstände. Gegenstände mit einer außergewöhnlichen Form sind leichter zu finden, als runde Gegenstände. Wenn Sie Gegenstände verwenden, die einen biografischen Bezug haben, kann ein Kirschkernbad auch zur Eröffnung einer Erzählrunde genutzt werden. Sprechen Sie zum Beispiel über das Thema Wein, wenn ein Teilnehmer den Korken aus dem Kirschkernbad herausfischt, sprechen Sie über das Thema Handarbeiten, wenn Sie eine Häkelnadel im Kirschkernbad versteckt haben. Der Fantasie sind an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt.

 

Selbstverständlich eignen sich nicht nur Kirschkerne zum Befüllen der Kiste. Auch getrocknete Bohnen, Reis oder andere kleine Materialien sind dafür sehr gut geeignet.

 

Unter dem Stichwort Basale Stimulation bei Demenz haben wir viele weitere Ideen rund um die Wahrnehmung gesammelt.



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Ein kleiner Apfel. Ein Geschmacksspiel für Senioren

Materialien

Verschieden Apfelsorten
Messer
kleine Teller

Vorbereitungen und Spielaufbau
Die Gruppenleitung schält die Äpfel und schneidet sie in kleine, gleichgroße und mundgerechte Stücke. Sie richtet jede Apfelsorte auf einem eigenen Teller an und merkt sich, welche Sorte auf welchem Teller liegt. Schön ist es, wenn für das Spiel auf bekanntere Apfelsorten wie zum Beispiel „Granny Smith“, „Braeburn“, „Elstar“ oder „Boskop“ ausgewählt werden. Jeder Apfel sollte auch noch einmal ungeschält und unzerschnitten vorhanden sein.

So wird gespielt

Die Teilnehmenden probieren die Apfelsorten und schmecken ganz genau hin. Welcher Apfel ist der süßeste? Welcher Apfel ist der sauerste? Welcher Apfel hat dies festeste Konsistenz? Welcher Apfel ist am mehligsten?

Haben die Teilnehmer vielleicht sogar eine Idee um welche Apfelsorte es sich handeln könnte? Es darf wild spekuliert werden. Wenn die Teilnehmer erste Vermutungen geäußert haben, holt die Spielleitung die noch vorhandenen ganzen Äpfel hervor und die Teilnehmer versuchen gemeinsam den jeweiligen Apfel dem passenden Teller zuzuordnen. Um es noch einfacher zu machen, kann die Gruppenleitung nun auch die Namen der Apfelsorten nennen, sofern die Teilnehmer noch nicht selbst darauf gekommen sind.

Varianten

Äpfel können für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden. Erweitern Sie das Gedächtnistraining. Was haben die Teilnehmer alles aus Äpfeln hergestellt oder mit Äpfeln gekocht? Apfelmus? Apfelkuchen? Apfelküchle? Rotkohl mit Äpfeln? Bratäpfel? Apfelstrudel? Apfelsaft? Apfelwein? Welche Apfelsorte haben sie für die unterschiedlichen Zwecke verwendet? Warum? Hatten die Teilnehmenden früher selbst einen Apfelbaum im Garten? Wenn ja, welche Apfelsorte ist dort gewachsen? Wenn nein, wo haben die Teilnehmer früher ihre Äpfel gekauft, eher auf dem Markt oder eher im Geschäft? Wurden Äpfel bei den Teilnehmern früher eingelagert? Was muss beim Einlagern von Äpfeln beachtet werden, damit diese lange frisch bleiben?



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Markoaufnahmen: Ein Sinnesspiel für Senioren

Materialien
Kamera
Computer
Farbdrucker
Papier
evtl. Laminiergerät und Laminierfolie
Diverse Alltagsgegenstände

Vorbereitungen und Spielaufbau
Die Vorbereitung eines Wahrnehmungsspiels mit Makroaufnahmen ist ein bisschen aufwändiger. Sie benötigen als erstes eine Kamera und diverse Gegenstände aus dem Alltag. Bei der Auswahl der Gegenstände sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann auf Obst und Gemüse genauso gut zurückgreifen wie auf Zahnbürsten und Toilettenpapier. Machen Sie mit der Kamera Fotos von den Gegenständen. Die Fotos sollten so nah aufgenommen werden, dass nur ein Teil des Gegenstandes zu erkennen ist. Schon bei der Aufnahme der Fotos bestimmen Sie die Schwierigkeitsstufe des Spiels. Je besser sich der Gegenstand auf dem Foto erkennen lässt, desto einfacher ist das Spiel hinterher.

Die gemachten Fotos drucken Sie mit einem Farbdrucker aus. Falls Sie die Möglichkeit dazu haben, sollten Sie die Ausdrucke laminieren. So können die Makroaufnahmen immer wieder verwendet werden.

So wird gespielt

Zeigen Sie den Teilnehmern die Makrobilder und lassen Sie sie erraten um welche Gegenstände es sich handelt. In Gruppen mit fitten Teilnehmern, können Sie jedem Teilnehmer ein eigenes Bild zum Rätseln geben. In Gruppen, an denen auch Menschen mit Demenz teilnehmen, bietet es sich an, die Gruppe gemeinsam rätseln zu lassen. Durch das gemeinsame Rätseln fühlt sich niemand bloß gestellt, wenn er die Lösung nicht erraten kann. Makroaufnahmen lassen sich auch wunderbar zu verschiedenen Themen zusammenstellen. Die Gegenstände auf den Makroaufnahmen könnten zum Beispiel alle aus der Küche kommen.

Varianten

Sie können auch „normale“ Fotos machen, also Fotos, auf denen der Gegenstand vollständig zu erkennen ist. Mit Hilfe des Computers können Sie dann Bildausschnitte herausschneiden und diese für das Sinnesspiel verwenden. Auf diese Weise ist es sehr einfach die Schwierigkeit zu variieren und man kann Makrobilder in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen vom selben Gegenstand dabei haben. In der Praxis kann man so ganz flexibel auf die Möglichkeiten der eigenen Teilnehmer reagieren.



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Was hab ich jetzt an? Ein Sinnesspiel für Senioren

Materialien
Kleidung und Accessoires

Beispiele:

Broschen
Tücher
Krawatte
Fliege
Halsketten
Armbänder
Brille
Sonnenbrille
Ohrringe / Ohrclips
Uhr
Schuhe
Mütze
Schal
Handschuhe
Weste

Vorbereitungen und Spielaufbau

Bei diesem Spiel muss sich die Gruppenleitung vorher viele Gedanken über das machen, was sie anzieht und am Körper trägt. Wichtig ist, dass einige Elemente der Kleidung leicht austausch- und / oder ersetzbar sind. Bei dem Spiel kommt es darauf an, dass die Gruppenleitung Teile ihrer Kleidung schnell austauschen kann.

So wird gespielt

Die Gruppenleitung bittet die Teilnehmer darum, dass sie sich ganz genau einprägen, was sie trägt und wie sie angezogen ist. Anschließend verlässt die Gruppenleitung den Raum und ändert ein oder mehrere Details ihrer Kleidung. Sie könnte zum Beispiel einen Schal gegen ein Tuch austauschen oder statt Turnschuhen Pumps anziehen. Wenn mehr Details ausgetauscht werden, wird das Spiel schwieriger. Auch wenn die ausgetauschten Details kleiner sind ist es schwieriger für die Teilnehmer. Ein kleines Detail könnte zum Beispiel das Austauschen einer Brosche gegen eine andere sein.

Wenn die Gruppenleitung den Raum wieder betritt, bittet sie die Teilnehmer herauszufinden, welche Details ihrer Kleidung und ihrer Accessoires sich geändert haben. Sie kann die Teilnehmer entweder bitten, die Antwort sofort zu nennen, wenn ihnen etwas auffällt, oder sie bittet die Teilnehmer mit der Antwort abzuwarten, damit jeder Teilnehmende die Chance hat Unterschiede zu entdecken.

Varianten

In der klassischen Version dieses Spiel ändert die Gruppenleitung Details an ihrem Äußeren. In fitteren Gruppen kann das An- und Umziehen auch durch die Teilnehmer reihum übernommen werden. Hierfür stellt die Gruppenleitung einen Korb mit kleineren Utensilien (Armbänder, Ketten, Ohrclips, Broschen, Brillen, Gürtel, Tücher und, und, und) vor die Tür. Nun verlässt ein Teilnehmer die Gruppe und sucht sich ein Accessoire aus und legt es an. Wenn der Teilnehmende wieder reinkommt, versucht die Gruppe zu erraten, welches Accessoire nicht Teil seines ursprünglichen Outfits war.



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Frisch gepresst. Ein Seniorenspiel für den Geschmackssinn

Materialien

Verschiedene Sorten Saft
Pinnchen (gibt es auch aus Plastik)

Vorbereitungen und Spielaufbau

Die Spielleitung füllt die verschiedenen Säfte in Pinnchen. Für jeden Teilnehmer sollte ein Pinnchen mit jeder Saftsorte zur Verfügung stehen. Die Teilnehmenden sollten die Saftverpackungen nicht sehen können.

So wird gespielt

Die Teilnehmenden probieren jeweils eine Saftsorte und versuchen zu erraten, um welche Sorte es sich dabei handelt. Die Spielleitung kann das Spiel entweder so moderieren, dass jeder seine Vermutungen über die Saftsorte sofort äußern kann, oder die Teilnehmer bitten, sich erst am Ende zu äußern, damit alle Teilnehmenden die Chance haben, in Ruhe hinzuschmecken.

Dieses Spiel wird umso schwieriger, desto ähnlicher sich die ausgewählten Saftsorten sind. Manche Saftsorten kann man zum Beispiel schon an der Farbe ganz gut erkennen. Wenn Sie nur auf gelbe und orangene Säfte zurückgreifen, wird das Spiel schwieriger. Beispiele für gelbe und orangene Säfte: Apfelsaft, Orangensaft, weißer Traubensaft, Mangosaft, Birnensaft, Ananassaft.

In Gruppen mit Menschen mit Demenz kann es hilfreich sein, dass die Saftverpackungen sichtbar sind. Die Teilnehmenden können dann die jeweiligen Pinnchen der jeweiligen Saftverpackung zuordnen.

Varianten

Besonders schön ist es auch, wenn dieses Schmeckspiel zu einem Zuordnungsspiel umgewandelt wird. Dafür benötigen Sie neben den Säften auch noch die jeweilige Obstsorte. Schneiden Sie das Obst vor Beginn des Spiels in mundgerechte Stücke und richten Sie es auf kleinen Tellern oder in kleinen Schüsseln an. Die Teilnehmenden werden nun gebeten, das Obst und den Saft einander zuzuordnen. Selbstverständlich dürfen auch die Obststückchen nach Herzenslust probiert werden.

Sprechen Sie im Anschluss an das Seniorenspiel oder während des Spiels über die Saftherstellung.

Haben die Teilnehmer schon einmal selbst Saft hergestellt? Wenn ja, aus welchen Obstsorten? Kam das Obst aus dem eigenen Garten? Wie wurde der Saft hergestellt? Kennen die Mitspieler Methoden, um Saft kalt zu pressen und Methoden um Saft heiß zu pressen?



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Knetspiele! Eine ganz tolle Idee für die Sinnesaktivierung

Knetspiele für Senioren

Materialien

Knete

Knetunterlage (Platzdeckchen) oder eine Wachstuchtischdecke

Nach Belieben:

Eine kleine Plastikrolle

 

Vorbereitungen und Spielaufbau

Decken Sie entweder den Tisch mit einer Wachstuchtischdecke ab oder legen Sie für jeden Teilnehmer eine Knetunterlage bereit.

 

So wird gespielt

 

Mit der Knete kann man viele verschiedene kleine Übungen durchführen. Am Anfang ist es sinnvoll, die Teilnehmer das Material „Knete“ erst einmal erkunden zu lassen. Für viele Senioren ist es lange her, dass sie etwas aus Knete geformt haben. Soweit die Teilnehmer dies wünschen, kann man diese einfach nach Belieben etwas formen lassen. Erfahrungsgemäß fällt das manchen Teilnehmern leichter und manchen Teilnehmern schwerer. Für einige Senioren ist es einfacher sich mit der Knete zu beschäftigen, wenn sie eine konkrete Aufgabe oder Übungsanleitung bekommen. Dies könnte zum Beispiel sein:

 

  • Kleine Kugeln aus der Knete zu formen. Die Kugeln können anschließend gestapelt werden.
  • Kleine Kugeln formen und diese im Anschluss plattdrücken.
  • Einen großen Ball aus der Knete formen. Den Knetball zwischen beiden Händen hin und her rollen.
  • Eine große Schlange aus der Knete rollen. Die Schlange so dünn und lang wie möglich rollen.
  • Mehrere kleine Schlangen aus der Knete rollen. Die Schlangen alle auf die gleiche Länge bringen.
  • Mit einem Ring, einer Münze oder anderen Gegenständen Abdrücke in die Knete drücken.
  • Die Knete mit der kleinen Plastikrolle ausrollen wie Plätzchenteig.
  • Die Knete mit der Plastikrolle ausrollen und einen Handabdruck hineindrücken.

 

Varianten

Mit fitten Teilnehmern, die dies feinmotorisch noch können, kann man auch „Knet-Scharade“ spielen. Bei diesem Seniorenspiel versucht ein Teilnehmer einen Gegenstand zu kneten und die anderen Teilnehmer der Gruppe versuchen zu erraten, um was für einen Gegenstand es sich handelt. Es kann sich entweder um einen Gegenstand handeln, den sich der Knetende selbst ausdenkt, oder um einen Gegenstand, den die Spielleitung vorher auf einen Zettel geschrieben hat.

 

Beispiele:

Eimer

Haus

Baum

Blume

Hund

Elefant

Schlange

Ball


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Ich sehe was, was du nicht siehst: Angepasst für die Seniorenarbeit

Materialien
Verschiedene Alltagsgegenstände zu einem Thema
Zum Beispiel verschiedene Lebensmittel

Vorbereitungen und Spielaufbau

Die Teilnehmenden sitzen bei diesem Spiel am besten an einem Tisch. Die Alltagsgegenstände werden so auf dem Tisch verteilt, dass alle Teilnehmenden sie gut sehen können. Es ist auch möglich, das Spiel in einem Stuhlkreis ohne Tisch zu spielen. Da die Gegenstände dann allerdings auf dem Boden liegen, können Sie von den Teilnehmenden unter Umständen nicht so gut gesehen werden. Wählen Sie in diesem Fall etwas größere Gegenstände aus. Grundsätzlich müssen Sie natürlich immer Rücksicht auf die visuellen Möglichkeiten Ihrer Teilnehmer nehmen.

So wird gespielt
Aus Kindertagen kennt fast jeder das Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“. In der klassischen Version sucht sich ein Mitspieler einen Gegenstand irgendwo im Raum aus und nennt dessen Farbe mit den Worten „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist…“. Die anderen Mitspieler nennen dann reihum irgendwelche Gegenstände, die die genannte Farbe haben. Wenn der „richtige“ Gegenstand genannt wurde, ist der nächste Mitspieler an der Reihe.

In der hier vorgestellten Version für Senioren, sucht sich die Gruppenleitung oder ein Mitspieler einen Alltagsgegenstand vom Tisch aus. Nun sucht er sich eine bestimmte Eigenschaft des Gegenstandes aus und nennt diese. Die Eigenschaft kann die Farbe sein, muss aber nicht die Farbe sein. Er kann auch sagen: „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist länglich“ oder „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist scharf“ oder „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist hart“. Die anderen Mitspieler versuchen nun zu erraten um welchen Gegenstand es sich handelt. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Derselbe Gegenstand darf mehrfach ausgesucht werden, die Eigenschaft muss aber jeweils unterschiedlich gewählt werden.

Varianten

Die Schwierigkeit des Spiels kann gut mit der Auswahl der Gegenstände variiert werden. Je ähnlicher sich die Gegenstände sind (zum Beispiel ausschließlich grünes Obst und Gemüse), desto schwieriger wird das Spiel.



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Puzzeln mit Senioren: Sinnesspiele für die Wahrnehmung

Materialien
Alte Postkarten
Alte Kalenderblätter
Alte Fotos, die nicht mehr benötigt werden oder noch in anderer Ausführung vorhanden sind
Schere

Evtl. Laminiergerät und Laminierfolie

Vorbereitungen und Spielaufbau
Nehmen Sie die alten Postkarten, Kalenderblätter oder Fotos und laminieren Sie diese nach Möglichkeit. Durch das Laminieren kann das Puzzle ohne Probleme oft eingesetzt werden. Auch Flecken von klebrigen Händen lassen sich so ganz leicht abwischen. Zerschneiden Sie die laminierten Bilder in Teile. Passen Sie die Anzahl der Teile an die Möglichkeiten Ihrer Gruppe oder Ihres Teilnehmers an. Berücksichtigen Sie dabei sowohl die visuellen Möglichkeiten als auch die feinmotorischen Möglichkeiten der Teilnehmenden.

 

So wird gespielt
In der leichten Version bekommt jeder Teilnehmer ein ausgeschnittenes Bild und versucht es wieder zusammen zu setzen. In der anspruchsvolleren Version werden verschiedene Puzzle-Bilder miteinander gemischt und der Teilnehmer oder die Teilnehmenden versuchen die Bilder zusammen zu setzen. Wenn man die gewählten Bilder vor dem Zerschneiden einmal kopiert, kann man die Bild-Kopie als Hilfestellung verwenden, wenn die Puzzle-Aufgabe sonst zu herausfordernd ist. In diesem Fall kann das Puzzle dann direkt auf der Bild-Kopie zusammengesetzt werden. So lässt sich das Puzzeln auch mit vielen Menschen mit Demenz noch gut umsetzen.

Varianten
Selbstverständlich können Sie auch auf fertige Puzzles zurückgreifen oder andere kreative Puzzle herstellen. Man kann zum Beispiel Eisstiele nebeneinanderlegen und mit Servietten und Serviettenkleber ein Bild darauf anbringen. Wenn man die Eisstiele dann auseinandernimmt, können sie als Puzzle wieder zusammengesetzt werden. Sehr schön ist auch ein Puzzle, bei dem man das Bild in kreisförmigen Ringen auseinanderschneidet. Hierfür müssen Sie mit Hilfe eines Zirkels zuerst Ringe in der gewünschten Breite auf das Bild aufmalen. Wer keinen Zirkel hat, verwendet Teller, Tassen und andere runde Dinge in unterschiedlicher Größe und malt darum herum. Dann werden die Ringe vorsichtig ausgeschnitten und können anschließend von den Teilnehmern wieder zusammengesetzt werden.



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Zeig dich! Ein Sinnesspiel für die visuelle Wahrnehmung

Materialien
Große Bilder oder alte Kalenderblätter mit großen Motiven (zum Beispiel mit Tieren)
Post-Its (Klebezettel)

evtl. Laminiergerät und Laminierfolien

Vorbereitungen und Spielaufbau
Falls ein Laminiergerät vorhanden ist, lohnt es sich für dieses Spiel die Kalenderblätter oder Bilder zu laminieren, es funktioniert aber auch ohne. Vor dem Gedächtnisspiel muss die Spielleitung das Bild mit den Klebezetteln abkleben. Dabei werden die Klebezettel so nebeneinander positioniert, dass sie nicht überlappen und, dass das darunter liegende Bild nicht mehr zu sehen ist.

So wird gespielt
In der Spielrunde entfernt die Spielleitung langsam, nacheinander, ein Klebezettel nach dem anderen. Die Teilnehmenden versuchen zu erraten, was auf dem Bild zu sehen ist. Der Teilnehmer, der als erstes errät, um welches Motiv es sich handelt, hat die Runde gewonnen.

Das Spiel kann entweder als Element in Aktivierungs-, Spiel- oder Gedächtnistrainingsrunden eingesetzt werden oder allein für sich gespielt werden. Wenn nur das Spiel gespielt wird, lohnt es sich mehrere Bilder vorzubereiten. Besonders schön ist es, wenn die vorbereiteten Bilder jeweils zu einem Thema passen.

Varianten

Man kann auch einige Bilder so zuschneiden, dass sie in einen Schuhkarton passen und den Rand am Deckel des Schuhkartons entfernen. Der Deckel des Schuhkartons wird dann in eine beliebige Anzahl kleinere Teile geschnitten. Das Bild wird in dem Schuhkarton platziert und die Teile des Deckels auf dem Bild zusammengesetzt. Auf diese Weise muss man die ausgewählten Bilder nicht jedes Mal mit Klebezetteln abkleben.

Das Spiel kann auch als Würfelspiel gestaltet werden. In diesem Fall bekommt jeder Teilnehmer ein Bild mit Klebezetteln. Anschließend wird reihum gewürfelt. Der Teilnehmer, der würfelt, darf so viele Klebezettel von seinem Bild entfernen, wie es die Augenzahl des Würfels anzeigt. Wer kann schon in der ersten Runde erraten was für ein Motiv auf seinem Bild ist? Wer braucht noch eine weitere Runde, um es heraus zu finden?



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