Übungen für die Sitzgymnastik mit einer Handvoll Watte

Wenn Sie innerhalb der Sitzgymnastik ein Material suchen, das sich gut für die Fingergymnastik eignet, ohne empfindlichen Gelenke zusätzlich zu belasten, ist Watte eine gute Wahl. Beachten Sie jedoch die Neigung an demenzerkrankter Menschen, Dinge in den Mund zu stecken. Beobachten Sie in diesem Fall die Senioren gut, um rechtzeitig reagieren zu können. Beginnt ein Teilnehmer unabhängig von den Vorgaben mit dem Material zu experimentieren, gewähren Sie ihm ruhig den entsprechenden Freiraum. Unter Umständen erreichen Sie auch so einen hohen Bewegungseffekt für die betroffene Person.

  1. Wolken packen. Reichen Sie zum Einstieg einen großen Watteballen in der Gruppe herum, sodass sich jeder Teilnehmer eine „Wolke“ reißen kann. Lassen Sie den Teilnehmern etwas Zeit, das Material mit den Händen zu erkunden.
  2. Wolkenkrone. Sie können mit einer kleinen Aufrichtungsübung in die Sitzgymnastik einsteigen. Bitten Sie die Senioren sich gerade sitzend aufzurichten. Nun soll der Wattebausch einen Moment auf der Mitte des Kopfes getragen werden. Hält die „Krone“ auch während einer Vorbeuge (Rückbeuge/ Seitneigung)?
  3. Watte kneten. Anschließend wird der Bausch geknetet. Dabei können Sie unterschiedliche Bewegungsrichtungen vorgeben. Das Material kann zwischen beiden Händen gedrückt, in der Faust eingeschlossen oder nur mit den Fingerspitzen geformt werden.
  4. Schneemann bauen. Versuchen Sie, die Teilnehmer so aufzuteilen, dass immer mindestens zwei, besser drei Personen zusammenkommen. Begleiten Sie die folgenden Übungen durch eine kleine Bewegungsgeschichte vom Schneemann bauen. Dabei sollen die „Schneemannkugeln“ aus Watte zuerst in mehreren Richtungen auf dem Tisch gerollt werden. Sie gehen zwischendurch kaputt und müssen neu gerollt werden. Nach einer Zeit sind sie groß und werden mit beiden Händen gerollt. Schließlich werden alle Kugeln zusammen aufgetürmt und zu einem „Schneemann“ zusammengesetzt.
  5. Schneeflocken pflücken. Hat jeder Teilnehmer seine Kugel zurückerhalten, werden „Schneeflocken“ gezupft. Dazu greifen die Senioren einen kleinen Teil des Watteballs zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehen diesen aus dem Bausch heraus. Dabei können nacheinander alle Finger einzeln dem Daumen entgegengestellt werden. Reicht die Wattemenge aus, erfolgt nach einer Zeit der Wechsel auf die andere Hand.
  6. Pusteblumen blasen. Auch die folgende Übung kann sehr schön mit imaginären Assoziationen verbunden werden. Bitten Sie die Senioren, ihre Watteflocken zu einem Haufen zusammenzunehmen und zeigen Sie ihnen auf, wie sehr dieser an eine Pusteblume erinnert. Schauen Sie, ob die Teilnehmer in der Lage sind, ihre Wattestücke bis in die Tischmitte zu pusten.
  7. Krümel schnipsen. Vermutlich haben sich die Wattekrümel inzwischen weitreichend über die Tischplatte verteilt. Halten Sie kurz inne und beobachten Sie die Reaktion der Senioren. Möglicherweise beginnen sie von selbst, die Krümel zusammen zu wischen und in die Mitte zu schnipsen. Wenn nicht, bieten sie die Aufräumarbeiten konkret als Schnipsübung an.

Alltagsnahe Hausarbeiten und Aufräumvorgänge in die Übungen zu integrieren, ist meist eine gute Entscheidung. Von solchen Tätigkeiten fühlen sich in der Regel auch Menschen angesprochen, die spielerische Übungen eher meiden. Hier finden Sie z. B. hilfreiche Anregungen zum Thema Wohnung, die sie in so einem Fall anbieten können.

 
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Autor: Lisette Gunkel

 


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