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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo sind die Linsen?

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele rund ums Hören. Das Spiel können Sie ganz leicht mit trockenen Lebensmitteln aus der Küche selbst gestalten. Das schöne dabei ist, dass dieses Sinnesspiel nur einmal vorbereitet werden muss und dann immer wieder sofort einsetzbar ist.

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Wo sind die Linsen?

Materialien
Kleine, verschließbare Kunststoffdosen (früher hat man dafür gerne die kleinen Filmdosen genommen, es eignen sich aber auch leere Kaugummidosen mit Deckel, kleine Cremetiegel, oder blickdichte Frischhaltedosen)
Streufähige Lebensmittel, zum Beispiel
– Reis
– Kleine Nudeln
– Erbsen
– Linsen
– Getrocknete Bohnen
– Mehl
– Zucker
– Getrocknete Kräuter
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Füllen Sie die Kunststoffdosen mit den verschiedenen Lebensmitteln (pro Lebensmittel eine Dose) und verschließen sie mit einem Deckel. Die Lebensmittel werden jeweils auf eine Karteikarte geschrieben.
Bereiten Sie einen Tisch mit Stühlen vor und planen Sie ausreichend Platz für Rollstuhlfahrer ein. Stellen Sie die Dosen mit den Lebensmitteln in die Tischmitte und verteilen Sie die Karten verdeckt rundherum.

So wird gespielt
Decken Sie die Karten zusammen mit den teilnehmenden Senioren auf und lesen das jeweilige Lebensmittel laut vor. Sprechen Sie darüber, wie sich das Lebensmittel anhören könnte – hart, weich, laut, leise, ob man kleine Teile hört oder große, usw. …
Dann bitten Sie die Senioren, alleine durch Schütteln der Dosen herauszufinden, in welcher Dose sich welches Lebensmittel befindet. Dafür können die Karten einfach danebengelegt werden. Im Anschluss überprüfen nochmal alle zusammen, ob sie mit den Lösungen einverstanden sind. Wenn man sich gar nicht sicher ist, darf man zum Schluss natürlich in die Dosen hineinschauen…

Varianten
Spielen Sie das Spiel einmal anders herum: Legen Sie drei oder vier Kärtchen neben eine mit einem dieser Lebensmittel gefüllten Dose. Bitten Sie die Senioren, alleine durch Hören, herauszufinden, welches dieser Lebensmittel sich darin befindet.
Eine weitere Variante ist es, drei der Dosen zur Auswahl bereit zu stellen und zu fragen, welche Dose ein bestimmtes Lebensmittel enthält. Finden die Mitspieler es heraus?
Bei diesen Übungen können Sie natürlich den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen und variieren. Reis und kleine Nudeln zu unterscheiden ist zum Beispiel schwieriger, als Mehl und Linsen…



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Ein Hör-Memospiel

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele für den Gehörsinn. Das Spiel können Sie ganz individuell und leicht selber machen. Wir wünschen viel Freude damit!

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Ein Hör-Memospiel

Materialien
Kleine, verschließbare Kunststoffdosen (früher hat man dafür gerne die kleinen Filmdosen genommen, es eignen sich aber auch leere Kaugummidosen mit Deckel, kleine Cremetiegel, oder blickdichte Frischhaltedosen)
Kleine Gegenstände, wie zum Beispiel
– Nägel
– Büroklammern
– Münzen
– Reis
– Nudeln
– Erbsen
– Linsen
– Reißzwecken
– Perlen
– …

Vorbereitungen und Spielaufbau
Geben Sie jeweils in zwei Dosen etwas von den gleichen Gegenständen. Möglichst so, dass sich der Inhalt gleich anhört, wenn man ihn schüttelt. Am besten bereiten Sie einmal ein buntes Potpourri an Dosen mit verschiedenen Materialien vor. Wie viele und welche Paare sie dann in Ihren Aktvierungen einsetzen, können Sie dann spontan entscheiden und von den jeweiligen Teilnehmern Ihrer Angebote abhängig machen.
Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzmöglichkeiten vor und stellen Sie die Dosen des Hör-Memospiels in die Mitte.

So wird gespielt
Mischen Sie die Dosen noch einmal vor Spielbeginn. Diese Aufgabe kann gerne jemand aus der Seniorenrunde übernehmen. Dann sollen die Paare, ausschließlich anhand der Geräusche, die die Gegenstände in den Dosen machen, einander zugeordnet werden. Dafür nehmen die Senioren die Dosen in die Hand und schütteln sie.
Ob Sie das Paare finden nach den Regeln des klassischen Memospiels gestalten, oder die Senioren nach Belieben ausprobieren lassen, bleibt Ihnen überlassen. Das können Sie wie immer anhand der Gruppensituation und den Fähigkeiten der teilnehmenden Senioren abhängig machen. Das Spiel eignet sich übrigens auch gut für die Begleitung einzelner Senioren.

Varianten
Um das Spiel etwas leichter zu machen, können Sie die Dosen in zwei Gruppen einteilen. Um sie auseinander halten zu können, kleben Sie farbige Punkte auf die Deckel – eine Gruppe in der einen, die zweite in einer anderen Farbe. Ordnen Sie die Dosen in zwei Gruppen. Nun muss immer eine Dose aus der einen Gruppe, einer Dose der zweiten Gruppe zugeordnet werden.
Je mehr Dosen auf dem Tisch stehen, desto schwieriger wird das Spiel. Die Anordnung und die Anzahl der Dosen können Sie aber ganz individuell und flexibel entscheiden.



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Sinnesspiele für Senioren – Hören. Was raschelt denn da?

Bei diesem Sinnesspiel sollen die Senioren Alltagsgeräusche durch bloßes Hören erkennen. Stellen Sie, wie bei anderen Sinnesübungen für den Gehörsinn sicher, dass das Hörvermögen der Mitspielenden für das Spiel ausreicht. Wenn Sie sich über die Grundlagen und Hintergründe von sinnesangregenden Wahrnehmungsangeboten für Senioren informieren möchten, dann lesen Sie dafür unseren Übersichtsartikel Basale Stimulation bei Demenz .

Sinnesspiele für Senioren – Hören. Was raschelt denn da?

Materialien
Eine Stellwand oder ein großer Karton

Papier
Aluminiumfolie
Kugelschreiber
Teller
Kaffeetasse mit Untertasse
Eine Schere
Besteck
Ein Buch
Stricknadeln
Plastikfolie
Ein Glas
Eine Wasserflasche (Glas)
Ein Schlüsselbund
Klebefilmrolle
Geldbörse mit Münzen
Raschelndes Bonbonpapier
Ein Locher
… und andere Gegenstände und Materialien, die Geräusche machen

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bauen Sie eine Stellwand auf und ordnen Sie Stühle im Halbkreis davor an. Sollte Ihnen keine Stellwand zur Verfügung stehen, kann man diese gut durch einen großen Karton ersetzen, der einfach auf einen Tisch gestellt wird. Die Anordnung der Stühle bleibt dabei die gleiche. Die kreativen Köpfe unter uns haben auch noch die Möglichkeit, aus den drei zusammenhängenden Seitenteilen des Kartons eine Art Sichtschutz zu gestalten. Dieser kann auch auf einen Tisch gestellt werden.
Legen Sie die mitgebrachten Materialien versteckt hinter die Stellwand, in den Karton oder hinter die Kartonwand.

So wird gespielt
Machen Sie mit den mitgebrachten Gegenständen und Materialien nacheinander typische Geräusche. Die Senioren sollen erkennen, welches Geräusch Sie erzeugt haben und welche Gegenstände Sie dafür benutzt haben.
Geräusche, die von den Senioren gut erkannt werden können, sind zum Beispiel:
– eine Flasche öffnen
– Teller stapeln
– ein Stück Papier zerreißen
– mit einer Schere Papier schneiden
– Papier zerknüllen
– Alufolie zerknittern
– die Mine eines Kugelschreibers herausdrücken
– mit einem Schlüssel klimpern
– Klebefilm von einer Klebefilmrolle abrollen
– ein Glas Wasser einschenken
– mit einem Messer an den Glasrand klimpern
– mit Besteck klappern
– eine Tasse auf eine Untertasse stellen
– Münzen aus einer Geldbörse heraussuchen
– ein Blatt Papier lochen
– mit Bonbonpapier rascheln
– ein Buch umblättern
– …

Wurden die Geräusche erraten, zeigen Sie die Materialien und Gegenstände einmal in die Runde. Dann legen Sie sie wieder zurück zu den anderen. Geben Sie den Senioren die Gegenstände im Anschluss an das Spiel auch einmal in die Hand, das haptische Empfinden unterstützt die Sinnesanregung.

Varianten
Je nach Aufmerksamkeitsspanne der teilnehmenden Senioren nehmen Sie entweder mehr oder weniger Gegenstände. Oft kann man während des Spiels auch ganz gut einschätzen, wie viele Geräusche noch erraten werden können. Das kann man bei diesem Sinnesspiel wirklich gut und flexibel variieren.
Als Variante können Sie zum Beispiel auch gut ein Geräusch vorgeben, dass unter drei vorgemachten erkannt werden soll. Nehmen Sie beispielsweise das Klirren eines Messers an einem Glasrand, dann können Sie das Messer jeweils einmal an ein Glas, an eine Tasse und ein Buch anschlagen. Erraten die Senioren, welches Geräusch das Richtige ist?



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Spiele für Senioren selbst gemacht! Mensch-ärgere-dich-nicht aus Klopapierrollen

Auch wenn vielleicht nicht alle der heutige Senioren das Spiel „Mensch-ärgere-dich-nicht“ aus ihrer frühen Kindheit kennen, gehört es dennoch zu den beliebtesten Spielen in Beschäftigungsangeboten für ältere Menschen. Bei vielen Mitspielern wir der ganz natürliche Ehrgeiz geweckt, gewinnen zu wollen. Andere widerum, erinnern sich an frühere Spielerunden mit Freunden oder in der Familie, und fangen an zu erzählen wie viel Glück oder Pech sie zu der Zeit bei dem Spiel hatten.

Das Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel wird also erfahrungsgemäß häufig gerne angenommen. Lediglich mit den kleinen Püppchen und beim Würfeln haben viele der Mitspieler mit zunehmendem Alter Schwierigkeiten, da das Erkennen der Augen auf dem Würfel und das Ziehen mit den Püppchen aufgrund von Einschränkungen beim Sehen und in der Feinmotorik mit viel Anstreungungen verbunden sind.
Wir stellen Ihnen heute eine Idee vor, wie man ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel für Seniorengruppen aus Tonkarton und einfachen Klopapierrollen ganz leicht nachbasteln kann. Das Basteln kann sogar von den Senioren in Kleingruppen selbst übernommen werden.

Spiele für Senioren selbst gemacht! Mensch-ärgere-dich-nicht aus Klopapierrollen

Sie benötigen:
Leere Klopapier-Rollen (für die klassische Variante 16 Stück)
farbiges Papier (vier unterschiedliche Farben)
Klebstoff, Klebeband
zwei Bögen farbigen Tonkarton für das „Spielbrett“
Tonkarton in weiß oder grau für die Spielfelder

Für die Spielfiguren halbieren Sie ein farbiges DIN A4 Blatt in der Mitte und umwickeln mit je einer Hälfte eine der Klopapier-Rollen. Den Anfang und das Ende können Sie jeweils mit etwas Klebstoff fixieren. Die Enden oben und unten werden einfach umgeschlagen und festgedrückt. Für die klassische Variante des Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiels benötigen Sie von jeder Farbe vier Figuren.

Für das Spielbrett setzen Sie die beiden Bögen Tonkarton an der langen Seite zusammen und fixieren diese auf der Rückseite mit einem Klebeband (an der „Naht“ lässt sich das Spielbrett auch gut zusammenklappen und platzsparend verstauen). Nun schneiden Sie Kreise für die Spielfelder aus, die einen etwas größeren Durchmesser als die Klopapier-Rollen haben und kleben sie auf das Spielbrett. Zur besseren Orientierung schneidet man die Start- und Zielfelder in der jeweiligen Farbe der Spielfiguren aus. Zu Beginn werden die Klopapier-Rollen, also die Spielfiguren neben das Spielbrett gestellt.

Wir empfehlen für das Spielen selbst, einen größeren Würfel zu nutzen, z.B. einen etwas größeren Holzwürfel. Alternativ hat es sich beim Spielen mit Menschen mit Demenz bewährt einen Würfel in ein durchsichtiges (Marmeladen-) Glas mit Schraubverschluss zu legen und den Würfel durch Schütteln des Glases zu bewegen. Es zählen die Würfelaugen, die oben liegen.
Wenn Sie Mensch-ärgere-dich-nicht als Bewegungsspiel spielen möchten, dann gestalten Sie einfach einen Aktivierungswürfel als Zahlenwürfel und lassen Sie die Senioren im Stehen oder Sitzen, z.B. in einem Stuhlkreis, würfeln. Um die Spieldauer zu verkürzen, kann man auch mit nur jeweils zwei anstellen von vier Spielfiguren spielen.



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Das Seniorenkaufhaus

Im Gespräch mit Harald Altekrüger

Hallo Herr Altekrüger, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Mein Name ist Harald Altekrüger, geboren im Jahre 1955. Nach 45 Arbeitsjahren (23 Jahre Telekom und 22 Jahre Pflege) gehe ich nun in Rente. Bereits vor längerer Zeit habe ich mir etwas aufgebaut, dass diesen schönen Lebensabschnitt nun ausfüllen wird. Ich bin voller Ideen, die ich nun verwirklichen kann. Die Pflege- und Betreuungsbereiche liegen mir hier besonders am Herzen. Der vor einigen Jahren neu installierte Betreuungsbereich für Senioren hat eine Berufsgruppe hervorgebracht, die eine so schöne und wichtige Arbeit machen. Keine andere Berufsgruppe ist dermaßen engagiert und in den sozialen Netzwerken untereinander so stark vernetzt, wie die Betreuungskräfte. Andererseits fehlt es genau dieser Berufsgruppe noch dringend an der verdienten Wertschätzung, von allen Seiten. Dies immer wieder hervorzuheben und unterstützend einzuwirken ist mir ein besonderes Anliegen.

Vor vier Jahren haben Sie „Das Seniorenkaufhaus“ ins Leben gerufen. Was bieten Sie an und wie ist es zu dieser Idee gekommen?

Während meiner Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft hatte ich als Abschlussprojekt „Spielkarten für Senioren als Erinnerungsspiel“ entwickelt. Damit hatte ich zwar den Abschluss bestanden, sie fanden jedoch keine Abnehmer, da sie zu teuer in der Herstellung waren und vielleicht auch nicht professionell genug.
Seitdem ließ mich aber die Idee nicht mehr los, etwas Schönes und Bleibendes für die Senioren zu schaffen. Mehrere erfolglose Projekte folgten, z.B „Handmade von und für Senioren“ oder „Aktivierungskisten für Senioren“. Hierfür hatte ich finanziell derart viel investiert, dass das Finanzamt mein Gesamtminus nicht mehr akzeptieren wollte. Die Rettung kam aus Berlin. Die Macher der CD „Mit Musik in die Erinnerung – Biografische Bewegungslieder“ kamen auf mich zu und boten mir an, ihre CD in meinen Online-Shop aufzunehmen. Das war bahnbrechend und der Anfang des Erfolges für „Das Seniorenkaufhaus“. Ich fing an, bei einigen Verlagen weiteres Betreuungsmaterial einzukaufen und kann mittlerweile ein stattliches Sortiment vorweisen.

Neben Büchern, Spielen und Aktivierungsmaterialien bieten Sie eben auch alte Spiele, Werkzeuge, Stifte mit bekannten Werbesprüchen von damals, alte (nicht beschriebene) Kellnerblöcke, Blechdosen, Reichskleiderkarten, Portrait-Quartetts und noch viel, viel mehr an. Woher haben Sie all diese Schätze?

Zu allererst muss ich sagen, dass ich diese alten Dinge liebe. Ein Großteil kenne ich noch aus meiner eigenen Kindheit. Während meiner aktiven Zeit in der Pflege hatte ich den gesamten Wohnbereich damit dekoriert und konnte immer wieder feststellen, welch positive Wirkung diese alten Dinge auf die Bewohner und auch Angehörigen hatte.
Angeschafft habe sie ich zum Teil von Flohmärkten und bei ebay.
Es ist halt doch ein Unterschied, ob man den Senioren Fotos von alten Dingen zeigt, oder ob sie sie selbst noch einmal in die Hand nehmen können.
Man glaubt gar nicht, wieviel unterschiedliche Geschichten zu einem und demselben Gegenstand da zu Tage kommen.
Außerdem ist dies eine von mehreren Möglichkeiten, mich von bekannten Megaanbietern abzusetzen und zu unterscheiden, was wirklich nicht einfach ist, obwohl ich viele der klassischen Betreuungsmaterialien günstiger anbiete.

Seit Anfang des Jahres führen Sie ebenfalls einen sogenannten Seniorenkiosk. Welche Idee steckt dahinter, wer kann zu Ihnen kommen und wie gestaltet sich das Ganze für Sie im Alltag?

Ja, der Seniorenkiosk. Mein zweites Lieblingsprojekt und eine sehr schöne und sinnvolle Beschäftigung für meine Rentenzeit.
Ich bin ein Mensch, der sich mit Missständen nur sehr schwer abfinden kann.
Ein Pflegeheim bietet den Senioren in vielen Bereichen große Entlastung in Dingen, die ihnen körperlich oder geistig mittlerweile sehr schwer fallen bzw. ohne fremde Hilfe gar nicht mehr bewältigen können.
Die Tatsache jedoch, dass sie sich zum allergrößten Teil nicht einmal die kleinsten Wünsche selbständig erfüllen können (was wir fast täglich bei Einkäufen oder Stadtbummeln machen) ist für mich nicht akzeptabel.
Mit dem Seniorenkiosk möchten wir diese Versorgungslücke schließen, zumindest vorerst im kleinen Rahmen. Aber es kann ja noch wachsen, denn das Problem besteht bundesweit.
Bei uns bleiben fast keine Wünsche offen, von Schokolade, Bonbons, Gebäck und Getränken, ein umfangreiches Angebot von Pflegeartikeln, über Kleidung bis hin zum Fernseher. Was wir nicht vorrätig haben, wird besorgt.
Wir, mein Sohn und ich, fahren 3 mal wöchentlich über die Wohnbereiche. Hier können sich die Senioren schon einmal ihre kleinen Wünsche selbstständig erfüllen.
Daneben nehmen wir Bestellungen von den Bewohnern selbst, den Angehörigen und rechtlichen Betreuern auf.
Selbstverständlich werden auch die nicht vergessen, die nicht mehr mobil sind oder aufgrund einer Demenz ihre Selbständigkeit größtenteils verloren haben.
Wir schaffen Entlastung für Pflege- und Betreuungskräfte, für Angehörige und rechtliche Betreuer.
Hier haben wir mittlerweile ein Know-how entwickelt, das wir auch gerne weiter geben.

Ich finde Ihre Ideen und Ihr Engagement großartig! Bekommen Sie Rückmeldungen aus den Einrichtungen oder von den Angehörigen, Pflege- oder Betreuungskräften, wie besonders die Aktivierungsmaterialien ankommen?

In der Adventszeit 2017 habe ich über facebook ein Advent-AktivQuiz veranstaltet.
Dazu habe ich an jedem Advent ein Foto eines antiken Gegenstandes hochgeladen. Dieser Gegenstand musste benannt werden, ebenso die frühere Verwendung.
Hier eine schöne Rückmeldung, die eine Betreuungskraft in meinem Gästebuch hinterlassen hat:

„Hallo Herr Altekrüger, Ihre Nachricht über meinen Gewinn beim Advent-AktivQuiz-2017 vom 3. Dezember habe ich erhalten. Ich freue mich sehr darüber, denn ich bin Alltagsbegleiterin in einem Seniorenheim und die Lösung habe ich mit Hilfe der Senioren gefunden. Die Gruppe war skeptisch, ob es sich lohnen würde überhaupt teilzunehmen. Ich sagte ihnen aber, dass wir es nie rausfinden, wenn wir nicht teilnehmen. Auch war es den Senioren wichtig, daß sie erfahren, ob wir die richtige Lösung gefunden haben. Ich freue mich sehr und wie werden sich erst die Senioren freuen!!!
Mit vorweihnachtlichen Grüßen“

Bei dem zu erratenden Gegenstand handelte es sich um einen antiken Miederhaken.

Würden Sie uns eine kleine Geschichte oder Anekdote erzählen, die zeigt, was Sie mit Ihrer Arbeit erreichen können?

Bei einem Rundgang mit unserem Kioskwagen über einen Wohnbereich trafen wir auf eine Gruppe von vier älteren Damen, zwei davon auf einem Sofa sitzend, die beiden anderen im Rollstuhl. Auf meine Frage, ob sie sich etwas kaufen möchten, kam von drei Damen die Antwort: „Gerne, aber wir haben leider kein Geld dabei“. Die vierte Dame hatte etwas Kleingeld in ihrer Geldbörse und kaufte eine Schokolade Trumpf Schogetten. Wir gingen weiter und als wir zurückkamen, hatten alle vier Damen Schokolade im Mund. Das hat mich sehr gefreut und auch berührt. Es hat mich an meine Kindheit erinnert. Geld gab es kaum und wenn ein Kind ein paar Cent hatte, wurde gekauft und mit anderen geteilt.

Von einem anderen Herrn kam die selbe Antwort: „Ich habe kein Geld“. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass ich in seinem Fall mit seinem rechtlichen Betreuer abrechne und dass er bei Einkäufen kein Bargeld benötige. „Oh, das ist ja toll“, sagte er und kaufte Cola, Kekse und Schokolade. Ich habe ihn nie zuvor so glücklich gesehen, wie bei diesem Einkauf.

Was wünschen Sie sich von der Zukunft?

Oh, ich kann nicht sagen, dass ich wunschlos glücklich bin. Meine Arbeit macht mir riesigen Spass und es bereitet mir immer wieder sehr viel Freude, den Menschen mit kleinen Dingen ebenso so viel Freude bereiten zu können.
Daher mein Logo und Slogan:

Das Seniorenkaufhaus. Freude geben – Freude erleben

Ich wünsche mir mehr Anerkennung und Wertschätzung der Berufsgruppe Betreuungskräfte. Ideal wäre eine qualifizierte Ausbildung, ähnlich wie inzwischen die der Altenpflege.
Für die Pflege wünsche ich mir ebenso mehr Anerkennung und einen längst fälligen besseren Personalschlüssel.
Von den Pflegeeinrichtungen wünsche ich mir, dass sie künftig mehr in Betreuungsmaterialien investieren. Betreuungskräfte sind hier sehr kreativ, stellen das Nötige oft selbst her und unterstützen sich gegenseitig. Doch ganz kommt man um das klassische Material aus verschiedenen Verlagen eben nicht herum.
Zum Schluss wünsche ich mir, dass es mehr Menschen gibt, die es mir, bezüglich des Seniorenkiosks, gleich tun. Es ist eine wunderschöne Aufgabe. Und wer hier noch Unterstützung und Tipps benötigt, kann sich gerne an mich wenden.

Herzlichen Dank, Herr Altekrüger!!!

Zur Website: das-seniorenkaufhaus.de



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Gymnastik für Senioren mit Wolle. 5 kreative Ideen für die Praxis

Die Gymnastik für Senioren lässt sich mit vielen alltäglichen Gegenständen durchführen. Heute haben wir uns mal überlegt, wie man Wolle in die Gymnastik für Senioren einbinden kann. Fünf unserer Ideen stellen wir Ihnen in der folgenden Liste vor:

  1. Wolle werfen. Vielen ist das Spiel als Kennenlernspiel bekannt: Die Senioren sitzen im Kreis und der erste Teilnehmer hält das Ende der Wolle fest und wirft das Knäuel weiter. Der zweite Teilnehmer hält den Faden wiederum fest und wirft das Knäuel auch weiter. Wenn man das Spiel als Kennenlernspiel spielt, wird bei dem Weiterwerfen des Knäuels der Name des nächsten Teilnehmers genannt. Die Wolle wird weiter geworfen, bis das Knäuel abgerollt ist. Im Anschluss, wird das Knäuel genau gegengleich wieder zurück geworfen (also in der gleichen, nur umgekehrten Reihenfolge). So rollt man die Wolle dann Stückchen für Stückchen wieder auf.
  2. Wolle wickeln. Meist wird Wolle in der Gymnastik mit Senioren fiktiv gewickelt. Aber warum eigentlich? Man kann auch kleine, reale Knäuel auf- oder abwickeln lassen. Mit fitten Senioren, kann die Wolle auch um die Wette gewickelt werden.
  3. Wollknäuel werfen. Wer kann ein Wollknäuel am weitesten werfen? Das alleine, kann schon ein lustiges Spiel für die Gymnastik sein. Noch mehr Spaß macht, es wenn die Teilnehmer dabei versuchen das Ende des Wollfadens in der Hand zu behalten. Wenn die Weite nicht so entscheidend ist, kann das Wollknäuel auch über einen Tisch geworfen werden. Vorsicht: Vorher alles wegräumen, was umkippen kann ;-).
  4. Die Finger in Wolle vergraben. Wunderbar für die Handmotorik ist eine Übung, bei der die Senioren ihre Finger ganz tief in einem großen Wollknäuel vergraben dürfen. Ein ganz besonderes sensorisches Erlebnis.
  5. Schätze in der Wolle. Wolle wickeln lässt sich auf viele Arten und Weisen in die Gymnastik mit Senioren integrieren. Bei dem Spiel „Schätze in der Wolle“, muss die Gruppenleitung im Vorfeld ein wenig Vorbereitungszeit investieren. Ein großes Wollknäuel muss komplett abgewickelt werden. Dann wickelt die Gruppenleitung es wieder auf und versteckt beim Aufwickeln kleine „Schätze“ in der Wolle. Die Schätze können zum Beispiel Münzen, kleine Glasdekosteine oder Knöpfe sein. Auch Süßigkeiten sind gegebenenfalls geeignet. In der Gymnastik wird dann nacheinander abgewickelt (bei einer großen Gruppe werden mehrere Wollknäuel vorbereitet). Jeder wickelt für eine festgelegte Anzahl an Sekunden und gibt das Knäuel dann weiter. Alle „Schätze“, die in der Zeit, in der gewickelt wird herausfallen, darf der Teilnehmer behalten. Am Ende wird gezählt. Der Teilnehmer mit den meisten Schätzen hat gewonnen.



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Übungen für die Sitzgymnastik mit Materialien aus der Küche

Diese Gymnastik- Übungen für die Sitzgymnastik mit Senioren werden alle mit Materialien aus der Küche ausgeführt. Wir wünschen Ihnen und den Teilnehmern viel Freude und gutes Gelingen!

Kochlöffel
Kochlöffel eignen sich wunderbar für Übungen mit Luftballons. Der Luftballon kann mit dem Kochlöffel in einem Kreis hin- und hergeschlagen werden. Je nach Gruppe stehen Sie als Spieleitung in der Mitte um den Ballon ggfs. etwas zu lenken. Achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen den Mitspielern. Die Ballons können aber auch mit Hilfe der Kochlöffel im Uhrzeigesinn weitergegeben werden. Sie sollen dabei nicht den Boden berühren.

Suppenkelle
Legen Sie einen Tennisball oder ein Rasselei (in der Osterzeit auch ein hart gekochtes oder ausgepustetes Osterei) in eine Kelle. Das Ei soll nun vorsichtig mit Hilfe der Kellen im Kreis herum gegeben werden.
Teilen Sie die Gruppe in zwei Mannschaften. Jede Mannschaft bekommt ein Ei oder Tennisball. Die Mannschaft, die den Ball/das Ei zuerst von vorne bis hinten durchgegeben hat, ohne das er/es heruntergefallen ist, gewinnt.

Holzbrettchen
Jeder Teilnehmer bekommt ein Holzbrettchen. Legen Sie eine Hand voll Watte auf das Brettchen und lassen sie im Uhrzeigersinn von einem zum anderen wandern. In der nächsten Runde bekommen zwei Teilnehmer Watte auf ihr Brettchen. Die eine Watte wird im Uhrzeigesinn herum gegeben, die andere gegen den Uhrzeigersinn. Welche Watte kommt zuerst wieder bei ihrem „Besitzer“ an?

Leere Wasserflaschen
Füllen Sie leere Wasserflaschen (aus Kunststoff, 0,5L) mit Sand oder eingefärbtem Wasser. Jeder Teilnehmer bekommt, wenn möglich, zwei Flaschen. Benutzen Sie sie in Ihren Gymnastikübungen als eine Art Hanteln. Der Klassiker ist das Training für die Oberarme. Dafür nehmen die Teilnehmer je eine Flasche in eine Hand. Die Arme werden, mit den Handinnenflächen nach oben, nach vorne ausgestreckt und dann gebeugt. Das Gleiche macht man mit den zu den Seiten ausgestreckten Armen.
Eine andere Übung: Die Senioren nehmen die Flaschen in beide Hände und machen Bewegungen, als würden Sie Kühe melken.

Großer Topf/Bräter
Stellen Sie einen großen Topf oder einen Bräter in die Mitte eines Stuhlkreises. Die Senioren versuchen nun von ihrem Platz aus Tischtennisbälle oder kleine Sandsäckchen in den Topf/Bräter zu werfen. Sollte die Entfernung zu weit sein, schieben Sie den Topf reihum etwas näher an die Teilnehmer heran.



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7 Übungen für die Gymnastik mit Senioren mit Küchenrollen

  1. Wanderrolle Eine Küchenrolle wird mit der rechten Hand unter dem linken (oder rechten) Oberschenkel durch in die linke Hand gegeben. Zurück geht es dann mit der linken Hand unter dem rechten (oder linken) Oberschenkel durch. Diese Übung kann beliebig oft wiederholt werden.
  2. Kreiselrolle Eine Küchenrolle wird mit den Händen um den Körper herumgeführt. Dabei wird sie jeweils vor dem Bauch und hinter dem Rücken von der einen in die andere Hand übergeben. Los geht es im Uhrzeigersinn. Nach ca. drei bis fünf Runden wird die Richtung gewechselt. Diese Übung wird am Besten im Stehen durchgeführt. Wenn sie im Sitzen gemacht wird sollten die Senioren eine gute Rumpfstabilität haben, da man sich dabei auf die Stuhlkante setzten muss.
  3. Staffellauf Für diese Übung benötigt man zwei Küchenrollen, die mit unterschiedlichen Farben (z.B. blau und rot) angemalt werden. Die Senioren sitzen in zwei Reihen nebeneinander. Eine Gruppe bekommt die rote Küchenrolle, die andere die blaue. Nun sollen die Küchenrollen so schnell wie möglich von dem einen zum anderen Ende der jeweiligen Gruppe weitergegeben werden. Die Gruppe, die am schnellsten ist hat gewonnen.
  4. Ballon schlagen Die Senioren sitzen in einem Stuhlkreis. Jeder Teilnehmer bekommt eine Küchenrolle. Nun wird eine Ballon in die Mitte gegeben. Er soll von der Gruppe so lange wie möglich nur mit Hilfe der Küchenrollen in der Luft gehalten werden. Anschließend kann die Übung auch mit zwei oder mehreren Ballons durchgeführt werden.
  5. Watte pusten Diese Übung eignet sich sowohl für die Einzelbetreuung als auch für die Gruppengymnastik. Man benötigt eine Küchenrolle und ein Wattebausch. Der Wattebausch wird mit Hilfe der Küchenrolle, die als Blasrohr benutzt wird, vom einen Tischende zum anderen gepustet. Eine Alternative für die Gruppengymnastik: Wer sein Wattebausch mit einem Atemzug am Weitesten gepustet hat, hat gewonnen.
  6. Rollen kegeln Die Küchenrollen werden für diese Übung als Kegel benutzt. Als Kugel dient ein kleiner Softball oder ein Tennisball. Entweder man spielt das klassische Kegelspiel oder man baut die Küchenrollen in der Mitte eines Stuhlkreises auf. So kann jeder Mitspieler von seinem Platz aus kegeln…
  7. Hanteltraining Jeder Teilnehmer bekommt zwei Küchenrollen. Sie werden als Hanteln benutzt, entweder für gängige Bewegungsübungen mit den Armen oder für Bewegungen im Takt zur Musik. Die Hanteln können von den Teilnehmern auch persönlich in Bastelrunden gestaltet werden, so lassen sich Küchenrollen z.B. wunderbar bemalen oder bekleben.

Mehr Übungen für die Gymnastik mit Senioren und kreative Ideen, die sich leicht umsetzen lassen finden Sie unter dem Link Gymnastik- Übungen .



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Schneeballschlacht mit Watte. Ein lustiges Bewegungsspiel für junggebliebene Senioren

Material

Zwei Schüsseln mit Watte
Kreppband

Spielanleitung

Bewegungsspiele für Senioren mit Watte wirken immer sehr belebend. Die Gruppe wird in zwei Mannschaften geteilt. Bei dieser Variante bietet es sich an, dass sich die Mannschaften gegenüber sitzen. Das Spiel lässt sich aber auch im Kreis umsetzen. Jede Mannschaft sitzt auf einer Seite. Die Mitte des Spielfelds wird mit Kreppband gekennzeichnet. Nun versucht jede Gruppe so viele „Wattekügelchen“ wie möglich aus der Watte zu formen und in das Feld der anderen Mannschaft zu werfen. Gewonnen hat die Mannschaft, die die meisten „Watte-Schneebälle“ in das Feld der anderen Mannschaft befördern konnte.

Variation: Bei schwächeren Gruppen kann auch auf den „Wettbewerbscharakter“ des Spiels verzichtet werden. Dann bietet es sich an ein Geschirrtuch oder einen Kissenbezug in die Mitte eines Kreises zu legen. Alle Teilnehmer bekommen ihre „eigene Watteration“ und versuchen die Watte auf das Tuch oder den Bezug zu werfen. Einen Gewinner gibt es bei der Variante nicht.



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Sitzgymnastikübungen mit Tannenzapfen

Auch mit Tannenzapfen kann man Bewegungsübungen für Senioren für die Sitzgymnastik entwickeln. Wir haben für unsere Sitzgynastikeinheit Tannenzapfen gehabt, die keine scharfen Kanten hatten und recht „robust“ waren. Sollten Ihre Tannenzapfen anders sein, müssen die Übungen evtl. angepasst werden.

Den Tannenzapfen hoch werfen und wieder auffangen.
Alle Gruppenteilnehmer werfen ihren Tannenzapfen gleichzeitig zu ihrem rechten (linken) Nachbarn.
Den Tannenzapfen von der linken in die rechte Hand werfen.
Den Tannenzepfen hochwerfen, klatschen und wieder auffangen.
Den Tannenzapfen hinter dem Rücken von der linken in die rechte Hand geben.
Den Tannenzapfen über dem Kopf von der rechten in die linke Hand geben.
Den Tannenzapfen unter beiden Beinen von der rechten in die linke Hand geben.
Den Tannenzapfen unter einem Bein durchgeben.
Den Tannenzapfen in einen Eimer in der Mitte des Stuhlkreises werfen.
Einen oder mehrere Tannenzapfen im Kreis herumgeben.

Fallen Ihnen weitere Bewegungsübungen für Senioren mit Tannenzapfen ein? Dann hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar!!!

Andere Übungen für die Sitzgymnastik finden Sie auch unter dem Link Gymnastik- Übungen .



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