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Bewegungsspiele für Senioren. Ideen mit Ringen, Seilen und Papptellern zu dem Thema Hochzeit

Die Sommermonate sind heutzutage für Hochzeitsfeiern besonders beliebt. Bereits im Wonnemonat Mai wird gerne geheiratet und bis Ende August sieht man vor Kirchen, Standesämtern und beliebten Lokalitäten viele viele Paare, die mit ihrer Familien und ihren Freuden den schönsten Tag ihres Lebens feiern.
Die Bewegungsspiele und -übungen in diesem Beitrag drehen sich genau um dieses Thema – die Hochzeit. Gestalten Sie mit den Ideen Bewegungseinheiten zu den Themen Liebe und/oder Hochzeit oder nutzen Sie die Spiele und Übungen als Einstieg in biografische Gespräche. Mehr zur Biografiearbeit mit Senioren finden Sie in unserer Übersicht Biografiearbeit Altenpflege.

Bewegungsspiele für Senioren. Ideen mit Ringen, Seilen und Papptellern zu dem Thema Hochzeit

Der Ring am Finger ist DAS Symbol eines verheirateten Paares. In den nun folgenden Bewegungsspielen für Seniorengruppen widmen wir uns ganz diesem Ehering. Für die Übungen benötigen Sie einen bis drei Ring(e), je nachdem, wie groß die Gruppen sind. Das sollten jedoch keine Ringe sein, die noch getragen werden, hier eignet sich günstiger Modeschmuck sehr gut.

  • Jeder der Teilnehmenden bekommt einen Pappteller in die Hand. Der Ring wird im Uhrzeigersinn nur mit Hilfe der Teller im Kreis weitergegeben
  • Das gleiche funktioniert mit Bechern aus Pappe oder Plastik (wiederverwertbare, z.B. günstig in einem schwedischen Möbelhaus zu bekommen)
  • Ist die Gruppe groß oder sind die Senioren besonders fit, verteilen Sie gleich drei Ringe gleichmäßig unter den Teilnehmenden, das verkürzt die Wartezeit zwischen dem Weitergeben
  • Geben Sie eine lange Schnur oder ein dünnes Seil aus. Jeder in der Gruppe hält ein Stück davon fest. Dann fädeln Sie an einem Ende den Ring auf. Die Aufgabe der Senioren ist es nun, nur durch das Bewegen des Seils, den Ring ans andere Ende gleiten zu lassen
  • Ganz fitte Gruppenteilnehmer können versuchen, einen Ring auf großen Wattepads von einem zum anderen weiterzugeben



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Einsteigen Bitte! Ein Bewegungswürfel zu dem Thema Züge

Für dieses Bewegungsspiel benötigen Sie
– einen Würfel mit Einstecktaschen
– farbiges Papier oder Pappe
– einen dicken Filzstift und eine Schere

Überlegen Sie sich klassische Bewegungen, die man auf einer Zugreise machen, oder beobachten könnte (z.B. eine Fahrkarte knipsen). Gestalten Sie mit jeweils sechs dieser Bewegungen einen Bewegungswürfel, indem sie die Seiten eines klassischen Würfels mit Einstecktaschen, mit je einer Bewegung beschriften.
Erfahrungsgemäß eignet sich ein Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 20 cm am besten. Die Seiten können Sie ganz einfach gestalten, indem Sie Papier oder Pappe in der Größe der Einstecktaschen zuschneiden und die Bewegungen darauf schreiben. So lassen sie sich auch mehrmals wiederverwenden. Die Senioren sitzen in einem Stuhlkreis und würfeln reihum. Die gewürfelten Bewegungen werden laut vorgelesen und dann von allen gemeinsam nachgemacht. Nach einer Weile können die Bewegungen auf den Würfelseiten auch durch neue ersetzt werden.

Bewegungen zum Thema Zugreise könnten sein
– Eine Fahrkarte knipsen (als Schaffner(in))
– Geld aus dem Portemonnaie suchen und es dem Fahrkartenverkäufer in die Schale legen
– Die Räder einer Lok nachmachen (die Handflächen stehen parallel zum Körper und die Unterarme machen kreisende Bewegungen)
– Eine Fahrkarte im Automaten entwerten
– Durch den Gang gehen und sich einen Platz aussuchen (auf der Stelle gehen und am Schluss das Gesäß einmal leicht anheben)
– Eine Kelle hochhalten
– In eine Trillerpfeife pusten
– Auf einen Zug warten (auf die Armbanduhr sehen und mit der Fußspitze mehrmals hintereinander auf den Boden tippen)
– Einen Koffer auf die Gepäckablage legen
– Jemand Bekanntes freundlich begrüßen, in dem man den Hut zieht
– Eine Waggontür von außen öffnen
– An einer Haltestange im Zug stehen und sich daran festhalten, dabei den Körper hin und her bewegen
– …

Als Alternative zum Würfel
Schreiben Sie die einzelnen Handlungen bzw. Bewegungen auf Karteikärtchen und legen Sie sie verdeckt auf einen Stapel. Die Senioren sitzen in einem Stuhlkreis und dürfen nacheinander eine Karte vom Stapel ziehen. Die darauf beschriebene Handlung wird von allen gemeinsam nachgemacht.
Alternativ macht ein Mitspieler die auf der Karte stehende Bewegung vor. Die anderen Raten, was die Bewegung darstellen könnte.

Viele weitere Vorschläge und Ideen für Bewegungsübungen mit Seniorengruppen können Sie sich unter Bewegungsübungen für Senioren ansehen.

*Bewegung*

Ich treff den Boden. Ein Bewegungsspiel mit Luftballons

Bewegungsspiele für Senioren mit Luftballons kommen eigentlich fast immer sehr gut bei den Teilnehmern an. Heute stellen wir Ihnen ein Seniorenspiel vor, bei der es auf die Treffgenauigkeit ankommt.

Ich treff den Boden. Ein Bewegungsspiel mit Luftballons

Sie benötigen folgende Materialien
Luftballons
bunte Tonpapierbögen im Format A3 (alternativ einfaches Papier)

Vorbereitungen
Bereiten Sie einen Stuhlkreis mit ausreichend Stühlen und Platz für die Rollstuhlfahrer vor. Legen Sie für jeden Mitspieler ein Blatt Tonpapier und einen Luftballon bereit. Wenn alle ihre Plätze eingenommen haben, legen Sie vor jeden Platz (in etwa 0,5 Meter Entfernung) einen Tonpapierbogen und geben jedem Mitspielenden einen aufgepusteten Luftballon in die Hand.

Das Spiel
Die Senioren sollen nun versuchen, den Luftballon nur mit Hilfe der flachen Hand auf das bunte Tonpapier-Feld zu schlagen. Wer erzielt in zwei Minuten die meisten Treffer?

Variante
In fitteren Gruppen können Sie einen kleinen Wettbewerb aus dem Bewegungsspiel machen. Jeder bekommt wieder ein buntes Feld. Diesmal wird der Bogen allerdings etwa einen Meter weit weg gelegt. Für diese Variante reicht ein Ballon, den sich die Mitspieler teilen können.
Notieren Sie alle Namen an einem Flipchart und zeichnen Sie eine Tabelle für die Punkte. Nun geht es reihum. Jeder, der an der Reihe ist, hat drei Versuche, seinen Ballon in das Feld vor sich zu schlagen. Die Punkte werden notiert.
Wenn Sie drei Runden spielen werden am Schluss die Punkte der einzelnen Durchgänge addiert. Wer die meisten hat, hat gewonnen.
Kleine Aufmerksamkeiten, die zum Beispiel an die drei best Platzierten verschenkt werden, kommen erfahrungsgemäß der Motivation der Mitspieler zugute :-). Das können kleine Schokoladentäfelchen sein, Bonbons, Kugelschreiber, usw…



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Nun will der Lenz uns grüßen. Das Frühlingslied als Seniorenspiel und Bewegungslied

Nun will der Lenz uns grüßen
Von Mittag weht es lau
Aus allen Wiesen sprießen
Die Blumen rot und blau
Draus wob die braune Heide
Sich ein Gewand gar fein
Und lädt im Festtagskleide
Zum Maientanze ein

Waldvöglein Lieder singen
Wie ihr sie nur begehrt
Drum auf zum frohen Springen
die Reis ist Goldes wert
Hei, unter grünen Linden
Da leuchten weiße Kleid
Heija, nun hat uns Kinden
Ein End all Wintersleid

Nun will der Lenz uns grüßen. Ein Würfelspiel

Für dieses Seniorenspiel benötigen Sie:
– einen Würfel mit Einstecktaschen (Aktivierungswürfel)
– Tonkarton in den Farben rot, blau, braun, grün und weiß
– gelbes Papier oder gelben Tonkarton für die Einstecktaschen
– Bleistift und Schere
– einen dicken Filzstift

Schneiden Sie aus dem bunten Tonkarton farbige Kreise aus (etwa drei pro Farbe und Mitspieler). Wenn Sie keinen Zirkel zur Hand haben, nutzen Sie ein Glas oder eine Kaffeetasse als Schablone. Die Kreise sollten in etwa fünf Zentimeter Durchmesser haben. Bei Teilnehmenden, die Einschränkungen im Bereich der Feinmotorik haben, schneiden Sie größere Kreise aus.
TIPP! Wenn Sie die Kreise laminieren, können Sie das Seniorenspiel für viele weitere Gruppenangebote weiterverwenden.
Schneiden Sie das Papier für die Einstecktaschen zurecht. Beschriften Sie je eine Würfelseite mit Heide, Linde und Kleid (ein Begriff pro Wüfelseite). Auf die vierte und fünfte Seite schreiben Sie Blume. Die sechste Seite wird mit einer Note bemalt.
Bereiten Sie einen Tisch mit genügend Sitzmöglichkeiten vor und legen Sie die bunten Kreise in die Mitte. Singen Sie zu Beginn das Lied „Nun will der Lenz uns grüßen“ gemeinsam in der Gruppe. Dann wird reihum gewürfelt.
Es fällt einer der Begriffe: Derjenige, der an der Reihe ist, überlegt, welche Farbe dem Begriff im Lied zugeordnet wurde und sucht sich aus der Mitte den entsprechenden farbigen Kreis aus.
Beispiel: Es fällt das Wort Linde. In dem Lied heißt es „unter grünen Linden“. Also nimmt sich der Mitspieler eine grünen Kreis aus der Mitte und legt ihn an seinen Platz.
Fällt Blume, können die Senioren selbst wählen, ob sie einen roten oder blauen Kreis aus der Mitte nehmen.
Die Note wird gewürfelt: Hier wird das Lied noch einmal gemeinsam gesungen
Ist eine Farbe vergeben, verfällt der Wurf und der Nächste ist an der Reihe. Ziel ist es, alle bunten Punkte unter den Mitspielern aufzuteilen.

Nun will der Lenz uns grüßen. Als Bewegungslied

Verteilen Sie bunte Tücher an die teilnehmenden Senioren. Jedesmal, wenn beim Singen des Liedes eine Farbe im Text vorkommt, halten alle ihre Tücher hoch und winken damit.
Alternativ verteilen Sie Tücher in den Farben rot, blau, braun, grün und weiß. Nun kommt es auf ein wenig auf die Konzentration an: Beim Singen halten nur diejenigen ihre Tücher hoch, deren Farbe gerade gesungen wird. Bei dieser Variante kann das Lied ruhig zweimal hintereinander gesungen werden.

Den Text von „Nun will der Lenz uns grüßen“ als Großdruck-Liedblatt ausdrucken

Die Melodie von „Nun will der Lenz uns grüßen“ erhalten Sie hier als MP3-Download



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Bewegtes Gedächtnistraining

Übungen, Spiele, Tänze für Seniorengruppen

Autorin: Claudia Böschel
Verlag: DON BOSCO

Inhalt

In ihrem Buch Bewegtes Gedächtnistraining* hat die Autorin Claudia Böschel Bewegungsübungen, Spiele und Tänze zusammengestellt, die sich für ganzheitliche Gedächtnistrainingseinheiten mit Seniorengruppen eignen.
Die darin vorgestellten Übungen können frei ausgewählt und individuell zusammengestellt werden und sind in folgende fünf Förderbereiche eingeteilt:
1. Körperkoordination mit Ball, Tuch oder Stift
2. Rhythmusgefühl mit Tanz und Bodypercussion
3. Entspannung durch Bewegung und Gleichgewicht
4. Wahrnehmung mit allen Sinnen
5. Konzentrationsspiele mit Namen und Zahlen

Zum Schluss stellt die Autorin mögliche zusammengestellte Stundenmodelle nach Themen vor, zum Beispiel „Sprache“, „Sommer“, „Essen“ oder „Spanien“. Eine Übersicht über alle Übungen und ihre Förderbereiche finden Sie in einer tabellarischen Übersicht am Ende des Buches.

Höhen und Tiefen

In dem Buch finden Sie ein komplexes Gedächtnistrainings- und Bewegungsprogramm, das beide Übungsbereiche sehr gut kombiniert. Ziel der Autorin ist es, mit dem von ihr entwickelten Programm den Abbau kognitiver Abbauprozesse abzumildern und die vorhandenen Gedächtnisleistungen so lange wie möglich zu erhalten. Das Programm richtet sich an erster Linie an Seniorengruppen mit Teilnehmern, die ihre „grauen Zellen“ auf Trab bringen möchten und präventiv etwas für ihren Körper und ihre Gedächtnisleistungen tun möchten. Aber auch Menschen mit degenerativen Veränderungen im Demenz-Vorstadium gehören zur Zielgruppe dieser Übungen.
Zu den oben schon vorgestellten Förderbereichen finden Sie im Buch zahlreiche Übungsbeispiele, die beliebig für eine Gedächtnistrainingseinheit zusammengestellt werden können. Jede Übungsstunde sollte demnach ein Spiel, eine Übung oder einen Tanz aus jedem der fünf Förderbereiche beinhalten. Die Ziele, Material- und Zeitangaben für jede Sequenz findet man in einer kurzen Übersicht am Anfang.
Die vorgestellten Übungen eignen sich unter anderem sehr gut für das Trainieren der
Konzentration
Koordination
Beweglichkeit
sozialer Interaktion
Kondition
Reaktionsvermögen
Wahrnehmungfähigkeit
Kreativität
Atmung
und des Erinnerungsvermögens (im Bereich Kurzzeitgedächtnis).

Was uns bei der Entscheidungsfindung für den Kauf dieses Buches wichtig erscheint, ist die Tatsache, dass die meisten Übungen ein ausreichendes Stehvermögen, Gleichgewicht und auch die Fähigkeit, sich frei im Raum bewegen zu können, voraussetzen. Wer aber mit derartig zusammengestellten Seniorengruppen arbeitet, findet hier auf jeden Fall tolle Anregungen und Übungen, die viel Spaß machen und unterschiedliche Trainingsziele auf eine spielerische Art und Weise miteinander kombinieren. Mit zur Zeit 17,- € ist das Preis-Leistungsverhältnis wirklich angemessen.

Fazit

„Bewegtes Gedächtnistraining“ ist ein tolles Buch mit ansprechenden und spielerischen Übungen für Seniorengruppen, die gleichzeitig Bewegungs- und Gedächtnistrainingselemente miteinander kombinieren. Die Teilnehmenden dieses Programms, das auch zur Alzheimerprävention entwickelt wurde, sollten für die meisten dort beschriebenen Übungen Stehen und Gehen können.
Die Gruppenangebote eignen sich unserer Meinung auch gut für Kindergruppen und Menschen in der ersten Lebenshälfte.

Das Buch jetzt bei Amazon bestellen.*

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Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz. Die schönsten Spiel- und Beschäftigungsideen

Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz* ist eine Sammlung der schönsten Spiel- und Beschäftigungsideen für Menschen mit Demenz. In dem Buch finden Sie zahlreiche Spiele, die Sie alle selbst kostengünstig herstellen können und die sich speziell für Aktivierungsangebote mit demenziell veränderten Menschen eignen. Eine Vielzahl an Kopiervorlagen für Spielkarten, Bastelarbeiten, Geschichten, Bewegungsübungen, Gedichte, Gedächtnisübungen und Arbeitsblätter runden diesen praktischen Begleiter ab. Auch zahlreiche Fotos und Bilder stehen begleitend für die Erinnerungsarbeit zur freien Verfügung.

Spiele für Menschen mit Demenz – Die Kapitelübersicht

Das Buch beinhaltet Spielideen zu neun verschiedenen Spiele-Kategorien. Zu jedem der Spiele finden Sie außerdem verschiedene Varianten und Ergänzungen, mit denen sich die Spiele individuell abwandeln und an unterschiedliche Resourcen, sowie an die Stärken und Einschränkungen der mitspielenden Senioren, anpassen lassen.

Eine Übersicht über die verschiedenen Spiele-Kategorien finden Sie hier in der Übersicht:

  1. Kennenlernspiele
  2. Würfelspiele
  3. Zuordnungsspiele
  4. Bewegungsspiele
  5. Bewegungsgeschichten
  6. Puzzles
  7. Mit allen Sinnen (Wahrnehmungsspiele)
  8. Spielerisch das Gedächtnis trainieren
  9. Die Klassiker

Der Spieleaufbau

Alle Spiele in dem Buch haben den gleichen Aufbau. Bei einigen kommen Texte und/oder Kopiervorlagen hinzu, die Sie entweder bei den Spielen selbst oder im Anhang finden.

Und so sieht der Aufbau der einzelnen Spiele aus:

  • Material
    Eine kurze Übersicht über die benötigten Materialien für das entsprechende Spiel
  • Gestaltung und Aufbau
    Hier finden Sie einen Überblick dazu, was zu dem Aufbau und den Vorbereitungen gehört
  • Spielablauf
    Der Spielablauf im Detail
  • Varianten und Adaptionen
    Unter diesem Punkt finden Sie nun Varianten der Spiele und auch Vorschläge, wie Sie Übungen an verschiedene Zielgruppen anpassen können. Außerdem stehen hier auch viele Tipps, die Ihnen die Umsetzung der Spiele erleichtern bzw. Sie in Ihrer Rolle als Spielleitung unterstützen können.
  • Aktivierungen und Gesprächsimpulse
    Passend zu jedem Spiel finden Sie ergänzende Aktivierungen, die sich thematisch an den Spielideen angliedern und oft auch einen Ausgleich zur vorherigen Übung schaffen. Zum Beispiel folgt auf ein Konzentrationsspiel eine Bewegungsübung, auf ein Bewegungsspiel eine Entspannungsgeschichte oder auf ein Wahrnehmungsspiel eine Bastelarbeit.

Damit haben Sie die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit überblicken zu können, welche Materialien Sie benötigen, wie Sie ggfs. Spiele abwandeln können oder welche Art von zusätzlichen Aktivierungen es zu den verschiedenen Themen gibt. Grundsätzlich lassen sich auch viele Ergänzungen oder auch die Aktivierungsideen untereinander austauschen. Passende Themenvorschläge für Varianten finden Sie bei den einzelnen Spielen. Sehen Sie dieses Buch auch immer wieder als Impulsgeber für neue kreative Ideen, die sich schnell und einfach umsetzen lassen.
Im Anschluss an jedes Spiel stehen Ihnen Vorschläge für weitere Aktivierungen zur Verfügung, die sich meist am gleichen Thema orientieren. Auch dazu finden Sie passende Materialvorschläge und Kopiervorlagen bereits im Buch. So steht einer umfangreichen Aktivierungsstunde nichts mehr im Wege.
Aktivierungsideen sind zum Beispiel Mitsprechgedichte, Bewegungsübungen, passende Lieder, Vorschläge für Gesprächsimpulse, Ideen für Wahrnehmungsübungen, Bastelanleitungen, biografische Fragen, kurze Geschichten und, und, und…

Spiele für Menschen mit Demenz. Was man beachten sollte

Alle Spiele wurden in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen konzipiert, sodass sie sowohl für Menschen mit Demenz als auch für fittere Senioren geeignet sind. Ein Hauptaugenmerk liegt bei diesem Praxisbuch jedoch auf der Begleitung demenziell veränderter Menschen. Was man besonders bei der Umsetzung von Gruppenangeboten mit Menschen mit Demenz beachten sollte, welche Möglichkeiten bei einer bedürfnisgerechten Begleitung für die Betroffenen entstehen, wie die Spiele gestaltet sein sollten und was für Sie als Gruppenleitung wichtig ist – das Alles finden Sie noch einmal übersichtlich in einem umfangreichen Einführungsteil und auch immer wieder bei den einzelnen Spielideen.

Das Buch können Sie sich hier bei Amazon ansehen!*

Einkauf auf dem Wochenmarkt. Zwei Spiele mit dem Aktivierungswürfel

Bei vielen der heutigen Senioren gehörte der Einkauf auf dem Wochenmarkt früher fest in den Wochenplan.  Diejenigen, die noch selbstständig sind und gehen können, besuchen die Wochenmärkte auch im hohen Alter noch. Neben dem Angebot an frischen Waren schätzen viele das Klönen mit den Händlern der verschiedenen Marktstände und das Zusammentreffen mit Bekannten und Freunden – irgendwen trifft man schließlich immer.
Wir haben heute zwei Spiele mit dem Aktivierungswürfel vorbereitet, bei denen es um genau diese Marktbesuche geht. Für die Spiele benötigen Sie einen einfachen Würfel mit Eintecktaschen, Pappe oder Papier, Körbe und einen dicken Filzstift. Den Aktivierungswürfel können Sie sich hier bei Amazon ansehen*

Einkauf auf dem Wochenmarkt. Zwei Spiele mit dem Aktivierungswürfel

  1. „Ich grüße Sie!“
    Für dieses Bewegungsspiel benötigen Sie den Aktivierungswürfel, Papier oder Pappe (in der Größe der Einstecktaschen) und einen dicken Filzstift. Denken Sie sich bei der Vorbereitung, oder gemeinsam mit den mitspielenden Senioren, typische Bewegungen aus, die man während eines Marktbesuchs beobachten kann.
    Beispiele: jemandem von Weitem winken, dem Verkäufer Geld in die Hand legen, jemandem eine Tasche über den Tresen reichen, in ein Fischbrötchen beißen, mit voll bepacktem Korb nach Hause gehen, an einem Blumenstrauß schnuppern, drei „Äpfel“ auf eine Waage legen usw…
    Schreiben Sie je eine der Bewegungen auf eine Seite des Würfels (ein Stichwort genügt) und wiederholen Sie die Übungen mit den Senioren zwei bis drei Mal. Dann wird reihum in einem Stuhlkreis gewürfelt. Die gewürfelte Bewegung wird von allen gemeinsam jeweils mehrmals wiederholt.
  2. „Heute im Angebot!“
    Für das folgende Spiel benötigen Sie farbiges Tonpapapier in rot, gelb, grün und blau. Außerdem einen großen Einkaufskorb und, wenn möglich, kleine Körbchen für die Senioren (alternativ verteilen Sie Pappteller). Schneiden Sie von jeder Farbe ein Quadrat in der Größe der Einstecktaschen aus und mehrere Kreise (Durchmesser ca 8-10 cm). Die Anzahl der Kreise machen Sie von der Teilnehmerzahl abhängig, es sollten etwa zwei in jeder Farbe pro Mitspieler da sein. Beschriften Sie die Quadrate: auf das Rote schreiben sie „Apfel“, auf das Gelbe „Käse“, auf das Grüne „Gurke“ und auf das Blaue „Fisch“ – das sind die Waren, die im Angebot sind. Die Kreise legen Sie unbeschriftet und bunt gemischt in den Korb. Auf die zwei übrig gebliebenen Würfelseiten malen Sie jeweils ein Sternchen, evtl. auf weißes Papier.
    Die Senioren sitzen, mit dem Körbchen bzw. Pappteller auf dem Schoß, in einem Stuhlkreis. Es wird wieder im Uhrzeigersinn gewürfelt. Wird „Gurke“ gewürfelt, darf sich der entsprechende Mitspieler eine „Gurke“, also einen grünen Kreis aus dem großen Korb nehmen. Die Spielleitung reicht den Korb dafür an. Bei den anderen Farben gilt das Gleiche. Wird ein Sternchen gewürfelt, darf man sich eine Farbe aussuchen. Ziel ist es, den Korb leer zu kaufen. Ist die richtige Farbe zum Schluss nicht mehr „im Angebot“, wird der Würfel einfach weiter gegeben.

Kennen Sie schon unsere Spiele rund ums Einkaufen? Viele Ideen finden Sie unter dem Stichwort Einkaufen-Spiele .



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Fit für den Sommer! 2 Bewegungsspiele für Senioren mit Erdbeeren

Langsam steigt überall im Land die Lust auf Sommer. Und auch bei uns laufen die Vorbereitungen für die sommerlichen Beschäftigungsideen auf Hochtouren. Für Ihre Bewegungsangebote für Senioren und Menschen mit Demenz haben wir uns schon einmal zwei Bewegungsspiele ausgedacht, die für die Zeit draußen in der Sonne fit machen. Beide Spiele drehen sich außerdem um frische Erdbeeren.
Wir wünschen Ihnen viel Freude.

Fit für den Sommer! 2 Bewegungsspiele für Senioren mit Erdbeeren

Auf die Erdbeere, fertig, los!

Nehmen Sie ein großes Bettlaken oder einen Kopfkissenbezug (mind. 80x80cm). Malen Sie mit Stoffmalfarben eine große Erdbeere darauf. Als grobe Orientierung könnte eine dicke, rundliche Herzform dienen. Dazu die grünen Blätter aufgemalt und schon ist die Erdbeere fertig. Zuletzt tragen Sie die Punkte ein: auf die Frucht der Erdbeere eine 50, auf die Blätter eine 20 und neben die Erdbeere eine 10 – die 10 zählt für die Fläche außerhalb der Erdbeere.
Für das Spiel benötigen Sie außerdem einen Schaumstoffball oder einen Luftballon. Auch ein Redondo-Ball eignet sich hierfür sehr gut. Das Spielfeld (Bettlaken bzw. Kissenbezug) wird in die Mitte eines Stuhlkreises gelegt. Die Senioren werfen nacheinenader im Uhrzeigersinn den Ball oder den Luftballon dreimal auf das Spielfeld. Die erreichten Punkte werden gut sichtbar auf einem Flipchart notiert und am Schluss aufaddiert. Als Preise für alle Mitspieler eignen sich natürlich frische Erdbeeren zum Probieren oder ein Glas frische, alkoholfreie Erdbeerbowle (ein passendes Rezept finden Sie hier).

Erdbeeren auf Wanderschaft

Für dieses Spiel bekommt jeder Teilnehmer einen Pappteller. Auch hier sitzen die Senioren in einem Stuhlkreis. Auf einen freien Stuhl im Stuhlkreis stellen Sie einen Korb mit Erdbeeren. Derjenige, der links von dem Korb sitz nimmt sich nun eine Erdbeere aus dem Korb und legt sie auf seinen Teller. Die Erdbeere soll im Uhrzeigersinn von einem Teller zum Nächsten wandern, ohne dass dabei die Hände zur Hilfe genommen werden. Der Mitspieler, der rechts neben dem Korb sitz, legt die Erdbeere am Schluss wieder in den Korb.
Es dürfen auch mehrer Erdbeeren gleichzeitig wandern, es muss nicht erst gewartet werden, bis die eine „Erdbeere auf Wanderschaft“ wieder im Korb liegt. Gruppen mit fitten Teilnehmern können auch versuchen, zwei oder drei Edbeeren gleichzeitig mit Hilfe der Teller wandern zu lassen.



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Trocken-Putzen. Ein Bewegungsspiel für die Sitzgymnastik in der Seniorenarbeit

Wir haben uns heute ein Bewegungsspiel für die Sitzgymnastik mit Senioren ausgedacht, das sich gut in Bewegungseinheiten rund um das Thema Putzen integrieren lässt. Besonders jetzt im Frühling lassen sich auch anregende Bewegungsrunden zum Thema Frühjahrsputz gestalten – so werden Erinnerungen geweckt und die Beweglichkeit spielerisch gefördert.

Trocken-Putzen. Ein Bewegungsspiel für die Sitzgymnastik in der Seniorenarbeit

Es gibt so viele Bewegungen rund um das Putzen, die man auch ohne die nötigen Hilfsmittel wie Besen, Schrubber, Wischer, Fensterleder, Schwamm, Abzieher usw. imitieren kann. Und die sogar auf diese Art und Weise gut erkannt werden können.
Sammeln Sie Begriffe rund ums Putzen, schreiben Sie je einen Begriff auf eine Karteikarte und legen Sie die Karten verdeckt auf einen Stapel oder in ein kleines Körbchen. Nun wird reihum entweder eine Karte vom Stapel aufgedeckt oder aus dem Körbchen gezogen. Wer kann, liest den Begriff, der auf der Karte steht, laut vor. Ansonsten übernimmt das die Gruppenleitung.
Die entsprechende Bewegung wird dann pantomimisch von allen Teilnehmern der Sitzgymnastik dargestellt und mehrmals wiederholt. Mit fitteren Gruppen können die Übungen natürlich auch im Stehen gemacht werden.

Ein kleiner Tipp: Als Alternative zu den Karteikarten können Sie einen Aktivierungswürfel (Bestellen Sie jetzt einen Aktivierungswürfel bei Amazon!)*
mit sechs Putz-Bewegungen beschriften (eine Bewegung pro Seite). Es wird reihum gewürfelt und die Bewegungen wieder von allen imitiert.
Hier finden Sie einige Beispiele, die sich für diese Übung eignen: schrubben, fegen, wischen, spülen, staubwischen, Fenster abledern, Lappen auswringen, Schmutz aufs Kehrblech fegen, staubwedeln, Teppich ausklopfen, einen Schrubber auswringen und noch vieles mehr…

Mit fitteren Teilnehmern kann man aus der Übung auch ein kleines Bewegungs-Rätsel machen. Jeder, der an der Reihe ist, zieht eine Karte und macht die darauf stehende Bewegung vor. Die Gruppe rät nun, um welche Putz-Tätigkeit es sich handelt. Alternativ kann auch die Spielleitung Bewegungen vormachen, die dann von der Gruppe erraten werden.

Im Anschluss an die Übungen bietet sich auf jeden Fall eine Gesprächsrunde an, in der jeder erzählen darf, welcher Erinnerungen er an die Hausarbeit bzw. das Putzen früher hatte. Welche Tätigkeiten haben die Teilnehmer lieber als andere gemacht und welche Arbeiten hat man überhaupt nicht gerne machen wollen?
Auch Putzutensilien können hierbei die Erinnerungen fördern und Gespräche anregen.



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Beweglichkeit bis ins hohe Alter…

Im Gespräch mit Ute Lantelme über Bewegungsübungen für Senioren und Bettlägerige

Hallo Frau Lantelme, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Ich interessiere mich schon mein Leben lang für die ganzheitliche Begleitung und Zusammenarbeit mit Menschen jedes Alters. Das versuche ich in den verschiedenen Bereichen, in denen ich arbeiten durfte und darf, einfließen zu lassen. Ich habe Journalismus, Sprachwissenschaft und Wirtschaftsinformatik studiert und habe drei Kinder, die mich auf Trab halten und einen kleinen Hund, der mich ordentlich zum Schwitzen bringt. Nicht ganz frei von „Alterserscheinungen“ besuche ich Gymnastikkurse aller Art und probiere immer wieder gerne an mir selber aus, was gegen Schmerzen hilft und was Spaß macht.

Sie haben gemeinsam mit der Physiotherapeutin Frauke Schneider das FRAUTE-Konzept für die Altenpflege entwickelt. Wie kam es zu dieser gemeinsamen Entwicklung und was sind die Inhalte und Ziele des Konzepts?

Frau Schneider und ich kennen uns über die AbenteuerKinderWelt-Kurse, die sie bei mir besucht hat. Ich arbeitete in der Zeit gerade an einem Buchprojekt mit Bewegungsspielen für Kleinkinder. Dabei hat mich Frau Schneider fachlich beraten. Uns hat diese Zusammenarbeit sehr viel Freude gemacht und als der Verlag uns das Projekt „Bewegungsförderung für Bettlägerige“ vorschlug, haben wir nicht lange überlegt und uns in die Arbeit gestürzt. Zunächst waren wir unterwegs und haben den Alltag in der Seniorenpflege recherchiert. Wir haben ganz wunderbare Menschen kennengelernt, die uns inspiriert haben. Auf dieser Grundlage ist das FRAUTE-Konzept entstanden.
Ein zentraler Punkt für uns ist der respektvolle und achtsame Umgang miteinander und der Spaß und die Freude am Tun. Mit unseren Praxistipps und Übungen wollten wir die Umsetzung dieser Herangehensweise auch in stressigen Alltagsmomenten erleichtern.

Warum ist Bewegung für Senioren so wichtig?

Bewegung ist für Menschen wichtig, egal in welchem Alter. Nicht umsonst ist der enge Zusammenhang zwischen Verstand und Bewegung in unserer Sprache so deutlich erkennbar: Etwas begreifen – etwas verstehen – auf dem Laufenden sein usw. Für die geistige Fitness und das körperliche Wohlbefinden ist Bewegung unerlässlich. Mit dem Alter kommen u.U. Bewegungseinschränkungen, mit denen die betroffenen Menschen umgehen müssen. Die vorhandene Beweglichkeit zu stärken und möglicherweise zu erweitern ist das Ziel. Dabei ist es ganz wichtig, sich von dem Gedanken an sportliche Höchstleistungen zu lösen. Viel wichtiger ist es, bei sich selbst zu sein, zu spüren, wie gut es tut, z.B. die Organfaszien durch tiefe Bauchatmung zu lösen und durch Gespräche und gemeinsames Lachen eine gute Zeit zu verbringen.

Was sollte man bei der Gestaltung von Bewegungseinheiten für Senioren beachten? Wie sollten die Übungen aufgebaut sein?

Bei der Gestaltung der Einheiten sind mehrere Aspekte zu beachten:

• die (körperliche) Verfassung meiner Teilnehmenden
• die Ausstattung an meinem Einsatzort
• gesundheitliche Einschränkungen, die Einfluss auf die Übungsauswahl haben
• abwechslungsreiches Angebot

Bei den Übungen können Sie sich an die Anleitungen in unserem Kartenset halten. Wichtig ist, dass Sie anfangs über die Sportassoziationen eine gute Beziehung zu Ihren Teilnehmenden aufbauen und auch zwischen den Teilnehmenden fördern. Seien Sie offen und lassen Sie zu, dass sich die Gespräche frei entwickeln. Führen Sie dann die Gruppe mit den Worten „Und jetzt probieren wir gemeinsam aus, wie sich das praktisch anfühlt.“ entspannt zur Übung hin. Eine sehr fitte Gruppe denkt sich vielleicht nach einiger Zeit Varianten aus und spinnt die Sportassoziationen weiter. Eine andere Gruppe muss möglicherweise etwas gebremst werden, weil der Ehrgeiz zu groß ist und einige Teilnehmer unter Leistungsdruck geraten. Sie sollten immer Varianten vorschlagen, damit diejenigen, die weniger bzw. mehr können in ihrem Level bleiben können. Sie selber führen die Übung dann im Wechsel in den angebotenen Varianten durch.

Viele der Senioren, die wir begleiten, sind bettlägerig und/oder haben erhebliche Einschränkungen in ihrer Bewegungsfähigkeit.
Welche Möglichkeiten gibt es, immobile Menschen dennoch zu fördern?

Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass wir uns bei Bewegung davon lösen müssen immer im Großen zu denken. Ein bettlägeriger Mensch wird keinen „Hampelmann“ springen. Wir müssen uns bewusst sein, was für den einzelnen Menschen wichtig ist. Zum Beispiel die Dehnung und Belüftung der Organe. Das erreichen wir durch eine tiefe Bauchatmung. Das ist auch eine Bewegungsübung. Oft fühlen sich bewegungseingeschränkte Menschen auch hilflos und abhängig. Wenn die Bewegungsübungen sie dabei unterstützen, dem Pflegenden beim Waschen oder Anziehen entgegenzukommen (drehen, Arm heben, damit unter den Achseln gewaschen werden kann etc.), erhöhen wir die Eigenständigkeit des Betroffenen.

Aufbauend auf das FRAUTE-Konzept haben Sie mit Frau Schneider im Verlag an der Ruhr ein Karten-Set mit Bewegungsübungen für die Altenpflege veröffentlicht.
Würden Sie uns daraus eine (oder auch mehrere ;-)) Übungen vorstellen?

Die Übung „Gelber Ball“ kann sowohl im Sitzkreis als auch bei Bettlägerigen eingesetzt werden. Sie finden Sie im Kartenset Sitzgymnastik mit Senioren. Bewegungsübungen für die Altenpflege*, Verlag an der Ruhr 2017. Wir assoziieren zunächst die Sonne mit dem gelben Ball. Egal wie das Wetter ist, wir haben „die Sonne“ in der Hand. Im Sitzkreis wird der Ball ringsherum weitergereicht, mit dem Bettlägerigen wird der Ball hin und her gegeben. Na, spüren Sie schon, wie die Sonne Ihre Hände wärmt? Im Sitzkreis erreichen die Sonnenstrahlen jetzt nach und nach auch den bewegten Rücken und den Oberkörper. Merken Sie, wie sich die Brustwirbelsäule durch die Drehbewegung lockert? Diese Übung führen Sie 6-8-mal links herum und dann in die andere Richtung. Mit dem Bettlägerigen ändert sich der Ablauf wie folgt: Sie nehmen den Ball an der rechten Bettseite entgegen, gehen um das Bett herum und geben ihn auf der linken Bettseite wieder ab. Das machen Sie 4-6-mal in die eine, dann in die andere Richtung. Haben Sie einen Schrittzähler? Dann kommen Sie heute locker auf ihr Schrittziel…!

Damit Sie und Ihre Teilnehmenden bei dieser Übung richtig in Schwung kommen, singen Sie dazu unser kleines Lied. Die Melodie „Von den blauen Bergen kommen wir“ ist den meisten bekannt und zaubert das eine oder andere Lächeln auf die Lippen. Und mit Musik geht sowieso alles besser.

Gelber Ball
Einen gelben Ball haben wir hier
Und du übergibst ihn gleich zu mir.
Dabei drehst du dich nach links,
Ja, die Wirbeldrehung bringt’s.
Einen gelben Ball haben wir hier.

Bei Rechtsdrehung ändern Sie den Text in Zeile 3 und 4 viel folgt:
Dabei drehst du dich nach rechts,
Ja, die Wirbeldrehung ächzt.

Würden Sie uns vielleicht eine kleine Geschichte oder Anekdote erzählen, die verdeutlicht, was Sie mit Ihrer Arbeit erreichen können?

Mit fällt bei der beschrieben Übung mit dem gelben Ball ein, dass ich, nachdem ich einige Tage schwere Überzeugungsarbeit mit den Bettlägerigen leisten musste, sich die Stimmung plötzlich gedreht hatte. Die Patienten haben gespürt, dass es ihnen leichter fiel sich im Bett selbstständig zu drehen. Und es war wie als ob sie sich verabredet hätten, mich herauszufordern. In mehreren Zimmern wollten sie gar nicht mehr mit der Übung aufhören und ließen mich einen gefühlten Halbmarathon um die Betten drehen. Solche Erlebnisse sind echte Glückmomente und inspirieren mich ungeheuer.

Was wünschen Sie sich von der Zukunft?

Ich wünsche mir noch viele gute Ideen, die ich mit alle den wunderbaren Menschen, die ich bei meiner Arbeit kennenlernen durfte und darf, teilen darf.

Herzlichen Dank, Frau Lantelme!!!

Zur Internetseite von Ute Lantelme: www.abenteuerkinderwelt.de
Zur Buchvorstellung: „Sitzgymnastik mit Senioren: Karten-Set mit Bewegungsübungen für die Altenpflege“