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Der April macht, was er will – Eine Bewegungsgeschichte


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Für diese Bewegungsgeschichte benötigen Sie für jeden Teilnehmer je ein Kleidungsstück für verschiedene Wetterlagen, das schnell an und ausgezogen werden kann (z.B. einen Schal, Handschuhe, ein Regenhut, eine Sonnenbrille, einen Gummistiefel, Regenschirm, Sonnenhut…). Dabei können die Teilnehmer entweder alle die gleichen oder unterschiedliche Kleidungsstücke bekommen.

Immer wenn in der Geschichte das Wort ‘April’ vorkommt wird z.B. die Sonnenbrille aufgesetzt oder der Schirm aufgespannt und danach wieder abgesetzt/zugemacht.

 

April, April…gestern hat er wieder gemacht, was er will.

Ich war unterwegs zur Arbeit und dachte mir morgens noch, ob ich nicht einen Schirm mitnehmen sollte – schließlich war es Anfang April und der April macht ja bekanntlich, was er will.

Ich nahm natürlich keinen Schirm mit, die Sonne schien und gutgläubig erwartete ich das für den ganzen Tag.

Aber nicht im April. Als ich aus der Straßenbahn stieg wurde ich von heftigem Wind überrascht. Gleich darauf folgte ein kräftiger Schauer, der mir keine Zeit ließ, die Jacke richtig zu zu machen – Ich war pitschenass und dachte nur ‘Aprilwetter’.

Nass vom Aprilschauer kam ich im Büro an und wurde von meinen Kollegen mitleidig angeschaut. Einige hatte wohl das gleiche Schicksal ereilt, auch sie wurden vom Aprilwetter überrascht und hatten noch feuchte Haare.



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Zum Glück hatte ich immer Kleidung zum Wechseln im Büro und konnte so die nassen Sachen ausziehen. Beim Umziehen schaute ich aus dem Fenster und dachte ‘Das glaub ich nicht!’. Die Sonne strahlte an einem blauen Himmel, alle Wolken waren verschwunden. So schnell ändert sich das Wetter wirklich nur im April.

Auch in der Mittagspause gab es kein anderes Thema als das Aprilwetter. Einige Kollegen wunderten sich, die anderen sagten, das sei doch klares Aprilwetter, darauf müsse man vorbereitet sein. Naja, viele waren auf den April wohl noch nicht vorbereitet.

Ich war den ganzen Tag gespannt, was der April wohl für den Rückweg vorbereitet hatte – und tatsächlich – es fing pünktlich zum Feierabend an zu schneien. Ich hatte weder Schneeschuhe, noch eine Winterjacke, geschweige denn Handschuhe dabei. Und, wie von meinen Aprilwetterbeschreibungen vom Vormittag bekannt, auch keinen Schirm.

Also stapfte ich mit meinen Kollegen, die wieder das gleiche Schicksal ereilte, durch den Schnee zur Straßenbahn. Allen stand die Begeisterung über das Aprilwetter ins Gesicht geschrieben und die Laune in der Straßenbahn hielt sich somit in Grenzen.

Zuhause angekommen empfing mich meine Frau mit den Worten: “Oh nein, dieser April!”. Sie gab mir ein Handtuch und ich zog mich schnell um. Währenddessen erzählte meine Frau mir von ihrem Tag mit dem Aprilwetter.

Ab heute nehmen wir Beide immer einen Schirm mit!!!

April, April, der macht wirklich, was er will!



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*

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