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Sommergeschichten für Senioren. Der Grillnachmittag

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Grillen gehört zum Sommer einfach dazu. In dieser Sommergeschichte geht es um einen Grillnachmittag mit Freunden und Nachbarn, wie sie früher oft stattgefunden haben.
Fragen Sie die Senioren im Anschluss an das Vorlesen nach ihre Erinnerungen an das Grillen früher. Das ist ein gutes Thema für die Biografiearbeit.

Sommergeschichten für Senioren. Der Grillnachmittag

Renate sitzt ganz ungeduldig auf einem der Gartenstühle. Sie kann es kaum abwarten, dass die Gäste ankommen. Vor allem mit ihren Freundinnen Gudrun und Sabine möchte sie unbedingt ganz schnell zusammen spielen.
Renate ist heute Morgen schon ganz früh aufgestanden. Als ihre Mutter sie schon um kurz nach sechs in die Küche kommen sah, fragte sie ganz erstaunt: „Na, bist du etwa aus dem Bett gefallen?“. Mit großen Augen schaute sie ihre Mutter daraufhin an: „Nein! Das ist mir doch schon ewig nicht mehr passiert! Ich wollte schauen, was du zu Essen machst?“ Ihre Mutter streichelte über ihren Kopf. „Na, das was wir immer machen, wenn wir grillen. Nudelsalat, Kartoffelsalat, Gurkensalat, Käsespieße und Weißbrot. Und die Getränke stehen schon alle im Kühlschrank.“
Renate lächelte. Sie liebt die Grillnachmittage im Sommer. Fast jeden Samstag sind sie bei jemand anderem eingeladen um gemeinsam zu grillen. Heute findet der Grillnachmittag bei ihnen zuhause statt. Renate half ihrer Mutter am Vormittag fleißig beim Nudeln kochen, beim Kartoffeln pellen, beim Gemüse schnibbeln und beim Soßen zubereiten.
Während die Damen des Hauses in der Küche gut zu tun hatten, stellten Renates Vater und ihr großer Bruder Klaus den Gartentisch auf die Terrasse und holten die Stühle aus der Garage. Dann wurde der Grill in den Garten gefahren.
Renate durfte vorhin noch den Tisch und die Stühle abwischen. Ihr Mutter gab ihr dafür den guten Putzeimer. Mit dem Putzeimer in der einen und dem Lappen in der anderen Hand fühlt sich sich immer schon wie fast erwachsen. Auch dass sie ihrer Mutter schon beim Essen machen helfen durfte, erfüllt sie mit Stolz. Zusammen legten sie noch die große Decke auf den Tisch und stellten das Geschirr bereit. Jeder würde sich dann später das nehmen, was er brauchte.
Die Vorbereitungen sind also abgeschlossen. Ganz ungeduldig rutscht sie weiter auf ihrem Stuhl hin und her. Und dann endlich. Jemand öffnet das Gartentor, Renate erkennt das Quietschen sofort. Tatsächlich sind Sabine und Gudrun die ersten Gäste – mit ihren Eltern natürlich. Renate und ihre Freundinnen laufen sofort in die hinterste Ecke des Gartens um Neuigkeiten auszutauschen, schließlich haben sie sich auch erst gestern in der Schule zuletzt gesehen. In der Zwischenzeit ist sicherlich einiges passiert.
Renates großer Bruder Klaus schaut den Mädchen hinterher und rollt nur mit den Augen. „Gut, dass ich kein Mädchen bin…“ murmelt er vor sich hin und setzt sich mit einem Glas gemischtem Waldmeistersirup auf die Mauer. Die Mutter empfängt die Gäste und Renates Vater heizt schonmal den Grill an. Der Garten füllt sich.
Nachdem einige der Gäste schon das zweite Stück Fleisch auf dem Teller liegen haben, kommen auch endlich die Mädchen, um sich eine Bratwurst abzuholen. Nachdem die Teller leer sind, verschwinden sie aber schnell wieder. Bis spät am Abend dürfen sie aufbleiben. Renate liebt die Sommerluft am Abend. Heute bleibt es noch lange warm, so dass sie zur späterer Stunde noch nicht einmal eine Jacke anziehen müssen. Als sie später in ihrem Bett liegt, schläft sie von jetzt auf gleich ein. Sie fragt ihre Mutter noch, bei wem sie in der kommenden Woche zum Grillen eingeladen sind, aber die Antwort hört sie schon nicht mehr. So schnell und zufrieden ist sie eingeschlafen…

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*Kurzgeschichte*

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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