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Max am Meer. Aus unserer Reihe „Sommergeschichten für Senioren“

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Dies ist eine unserer Geschichten zum Vorlesen für den Sommer. Es geht um einen Urlaub am Meer. Nutzen Sie diese Sommergeschichte für eine unterhaltsame Vorleserunde und lassen Sie die Senioren doch von ihren Urlauben erzählen. Wer fuhr beispielsweise lieber ans Meer, und wer machte lieber ausgiebige Bergwanderungen?

Max am Meer. Aus unserer Reihe „Sommergeschichten für Senioren“

Max war der beste Sandburgen-Bauer der Welt. So oft er konnte saß er im Garten in seinem kleinen Sandkasten und schaufelte den Sand von links nach rechts, und von rechts nach links. Er grub tiefe Löcher, lange Gräben und schichtete hohe Türme auf. In die Gräben durfte er im Sommer ab und an Wasser einlaufen lassen – das war fast die größte Freude, die seine Eltern ihm machen konnten.
Bis… Ja, bis sie mit ihm eines Tages in den Urlaub an die Nordsee fuhren. Max war gerade vier Jahre alt geworden. Der kleine Mann staunte nicht schlecht, als sich hinter den Dünen, durch die er den hohen Berg hochgelaufen war, plötzlich der größte Sandkasten auftat, den er je gesehen hatte. Er zögerte kurz, machte sich aber dann mit seinen kleinen Gummistiefeln auf den Weg in den Sand.
Es kostete ihn ein bisschen Kraft, durch den Sand zu waten, weil er beim Gehen immer wieder eingesunken ist. Aber – wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Seine Eltern beobachteten voller Freude, wie ihr kleiner Sohn sich seinen Weg durch den Sand suchte.
Sie waren das erste Mal mit ihm ans Meer gefahren. Die letzten Jahre hatten sie ihre Urlaube in den Bergen verbracht und sich Kühe, Ziegen und das Leben auf der Alm angeschaut. Da Max sich aber zu einem so großen Sand-Liebhaber entwickelt hatte, haben sie schon im Vorjahr beschlossen, im kommenden Sommerurlaub ans Meer zu fahren.
Max hatte sich mittlerweile einen Platz am Strand ausgesucht und begonnen, mit seiner großen Schaufel zu schüppen. Fast den ganzen Urlaub verbrachte die kleine Familie am Strand. Um Max vom Sand wegzulocken, mussten die Eltern sich schon etwas ganz besonderes einfallen lassen. Die kleinen Städte mit den schönen Häusern, die sich seine Mama gerne anschauen wollte, gehörten allerdings nicht dazu. Es musste dort schon ein Eis geben, oder ein neues Sandförmchen für seine Burgen…
Nach ein paar Tagen konnten sie sich darauf einigen, dass sie am Vormittag gemeinsam Ausflüge unternahmen und am Nachmittag an den Strand gingen. Max war glücklich! Es fand sogar Kinder, die mit ihm zusammen Burgen bauten. Und Gräben aushoben, Tunnel gruben und hohe Türme formten.
Die Zeit am Meer ging für alle viel zu schnell vorbei. Und eines stand für die drei fest: Im nächsten Jahr sollte es auch wieder in einen Urlaub ans Meer gehen. Und natürlich wieder mit Eimer, Schaufel und Gummistiefeln!



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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