Hirnleistungstraining: Weihnachtliche Übungen

Vor allem die Weihnachtszeit ist mit einer Vielzahl an Emotionen und Erinnerungen verbunden. Dementsprechend ist es gerade zu dieser Zeit möglich, das ein oder andere kreative Spiel in Bezug auf die Hirnleistung durchzuführen. So werden einerseits Hirnkapazitäten gefördert und der Spaß an derartigen Übungen geweckt.

Weihnachtliches Aufwärmen für das Hirnleistungstraining

Begonnen werden kann zum Beispiel mit einer einfachen Gedächtnisübung. Viele Menschen verbinden mit Weihnachten bestimmte Erinnerungen und Emotionen. Diese können durch bestimmte Gegenstände ausgelöst und somit genutzt werden. Beispiele für Gegenstände sind Holzsterne, Zimtstangen, Baumbehang, Lametta, oder, oder, oder. Die Gegenstände werden vor der entsprechenden Person ausgebreitet und zuerst begutachtet. Dann wird die Person darum gebeten, zu erläutern, welche Gefühle sie dabei empfindet und welche Erinnerungen sie mit dem Gegenstand in Verbindung bringt. Diese Übung bezieht sich vor allem auf das Langzeitgedächtnis der durchführenden Person. Durch die Verwendung verschiedenster Gegenstände oder auch Düfte, die angewandt werden können, entstehen eine Vielzahl an Erinnerungen, deren genaues Umschreiben das Langzeitgedächtnis ganz automatisch trainiert. Des Weiteren können gerade an Demenz erkrankte Menschen so einen Teil ihrer Identität möglichst lange erhalten oder wiederentdecken.

Tannenbaum schmücken

Eine weitere, für viele Senioren sehr unterhaltsame Übung klingt ebenso sehr simpel. Es handelt sich dabei um das Schmücken eines Weihnachtsbaumes und dem Zuordnen bestimmter Formen (ein kleiner Weihnachtsbaum in einem Topf eignet sich besonders, es kann aber auch ein großer Weihnachtsbaum aus Pappe auf den Tisch gelegt werden). Falls zum Beispiel roter, blauer, grüner und gelber Weihnachtsschmuck vorhanden ist, kann der Baum nach einem gewissen System geschmückt werden. Vor dem Start des Spiels werden bereits einige Weihnachtsschmuckstücke in den entsprechenden Farben aufgehängt. Als Nächstes werden die Senioren angewiesen, Weihnachtsschmuck einer bestimmten Farbe zu einem bereits vorhandenen Schmuckstück zu hängen. Blauer Schmuck wird zum Beispiel zu rotem Schmuck gehängt, gelber Schmuck hingegen zu grünen Schmuckstücken. Vorher muss natürlich geäußert werden, welche Farben zusammengehören. Diese Übung lässt sich natürlich auch im Schwierigkeitsgrad variieren, indem statt Farben bestimmte Formen ausgewählt werden, die zueinander gehängt werden sollen. Wichtig ist, dass im Voraus ganz klar besprochen und erklärt wird, welche Farben oder Formen für das Spiel zusammengehören. So erhalten vor allem an Demenz erkrankte Senioren ihre Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und passend von unpassend zu unterscheiden.

Weihnachtliches Knöpfe legen

Auch zu empfehlen ist eine an Weihnachten angepasste Version des Spiels „Knöpfe legen“ (hier finden Sie die Anleitung). Dazu werden verschiedenste weihnachtliche Formen wie Sterne, Schneemänner, Weihnachtsbäume, Weihnachtsmänner oder weitere beliebige Formen ausgedruckt. Die Knöpfe, die ebenfalls in verschiedenen Farben und Größen vorhanden sind, werden dann nach und nach auf die Konturen der ausgedruckten Formen gelegt. Die Knöpfe werden dabei nicht hastig abgelegt, sondern langsam und bedacht. Ziel ist es, am Ende die gesamte Form mit Knöpfen abgedeckt zu haben, ohne dabei öfter als nötig die Ränder zu übertreten. Diese Übung fördert und fordert vielerlei Aspekte des Menschen. Die Konzentrationsfähigkeit wird vor allem dadurch trainiert, dass alle Aspekte des Bildes berücksichtigt werden müssen. Sowohl die gesamte Form als auch einzelne, möglicherweise schwierig auszufüllende Ränder, müssen während der Durchführung Beachtung finden. Ein weiterer Faktor ist die unterschiedliche Größe der Knöpfe. Hier muss genau überlegt werden, welcher Knopf an welche Stelle gelegt wird, um die Form optimal auszufüllen. Doch auch die Fingerfertigkeit sowie die Feinmotorik werden durch die verschiedenen Größen der Knöpfe massiv geschult. Die durchführende Person ist darauf angewiesen, jeden Knopf behutsam anzuheben und ebenso vorsichtig auf der Form zu platzieren, sodass der Greifwinkel regelmäßig geändert werden muss. Bei dieser Übung handelt es sich also um einen echten Allrounder, der jederzeit und ohne große Vorbereitung durchgeführt werden kann.

 
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Besonders Übungen, die mit Knöpfen durchgeführt werden, die Sie hier finden können, stellen immer eine einfache Alternative zu komplizierten Hirnleistungstrainings dar.

Gerade Erinnerungen und Emotionen können bei an Demenz erkrankten Senioren einen großen Einfluss auf mögliche Fortschritte in Bezug auf die Gedächtnis- und Hirnleistung ausüben. Dementsprechend ist es immer sinnvoll, diese in die verschiedenen Spiele mit einzubringen. Kein Spiel ist dauerhaft erfolgreich, wenn es der durchführenden Person keinen Spaß macht oder sie keine Verbindung zum entsprechenden Thema herstellen kann.

 


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