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Eine Portion Geduld. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung rund ums Pflaumenmus kochen

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In dieser impulsgestützten Kurzaktivierung geht es um die Erinnerungen an das Pflaumenmus kochen früher. Im Mittelpunkt dieses Angebots im Rahmen der Biografiearbeit in der Altenpflege steht allerdings nicht die vorgelesene Kurzgeschichte, sondern das sich anschließende Gespräch.
Nehmen Sie sich in dieser Aktivierungsseinheit besonders viel Zeit für die Erinnerungen der alten Menschen und laden Sie die Senioren zum Erzählen ein. Unten im Beitrag finden Sie mögliche Gesprächsthemen. Es gibt aber durchaus noch viele weitere Dinge, über die man sich hier unterhalten kann – es gibt kein Falsch und kein Richtig.

Eine Portion Geduld. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung rund ums Pflaumenmus kochen

Material

Ein Schälchen oder ein Einweckglas mit selbstgemachtem Pflaumenmus

Kurzgeschichte

Wenn ich an das selbstgemachte Pflaumenmus meiner Mutter früher denke, läuft mir heute noch das Wasser im Mund zusammen. In unserem Garten stand ein Pflaumenbaum. Wir ernteten jedes Jahr so viele Pflaumen, dass wir gar nicht anders konnten, als einen Großteil der Pflaumen einzukochen. Meist hatten wir bis zum nächsten Frühjahr von unserem Pflaumenmus zu essen.

Ich weiß noch, dass meine Mutter immer sagte, zum Pflaumenmus kochen brauche man eine gute Portion Geduld. Wir legten die Pflaumen meist schon am Vorabend des Kochens in den großen Topf und gaben etwas von dem Zucker darüber. Ganz vorsichtig versuchte ich, den Zucker mit dem großen Löffel gleichmäßig über alle Pflaumen zu verteilen. Am nächsten Morgen war ich schon in aller Frühe in der Küche und schaute nach, wie es ihnen über Nacht ergangen war. Pünktlich nach dem Frühstück war es dann soweit. Meine Mutter stellte den Herd an. Ich durfte den Rest des Zuckers zu den Pflaumen geben. Zum Schluss kamen noch etwas Vanillezucker und ein paar Gewürznelken hinein. Und dann hieß es warten…

Fast so wie am Heiligen Abend kurz vor der Bescherung an der Wohnzimmertür, scharwenzelte ich um den Herd herum. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann endlich meine Mutter und öffnete den Deckel. Endlich konnte ich etwas sehen. Ein herrlicher Duft verbreitete sich im Haus. Einige Zeit später war es dann auch soweit, dass ich endlich rühren dufte. Ich rührte und rührte und rührte. Spätestens da bekam ich richtig Appetit auf ein Brot mit frischem Pflaumenmus. Zu meiner Freude durfte ich, nachdem alle Einweckgläser gefüllt waren, den Topf auskratzen. Das war richtig lecker!

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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