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Eine Impulsgestützte Kurzaktivierung mit Ostereiern


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Ziel der impulsgestützen Kurzaktivierung bei Menschen mit Demenz ist das Wecken von Erinnerungen durch das Erzählen einer kleinen Anekdote oder Geschichte.
Die Teilnehmenden nehmen das Material während des Erzählens der Anekdote in die Hand. So wird die Kurzaktivierung haptisch und visuell unterstützt.
Im Mittelpunkt steht nicht die Anekdote selbst, sondern das sich anschließende Gespräch.

Benötigtes Material:
Bemalte und gefärbte Ostereier

Anekdote:
Ich weiß noch, als wäre es gestern gewesen, mit welcher Freude wir in der Osterwoche dem Ostereier-Bemalen entgegenfieberten. Am Samstag vor Ostern war es dann immer so weit. Meine kleine Schwester, meine beiden Cousins und ich malten die Ostereier immer zusammen an. Meine Tante und meine Mutter schmückten in der Zeit die Wohnung mit Osterschmuck.
Wir vier saßen in der Küche, waren mit Pinseln und Farben bewaffnet und warteten ungeduldig auf meinen Vater, der die Palette mit den hartgekochten Eiern brachte. Und dann ging es los. Erst zählten wir die Eier ab und teilten sie dann durch vier, damit auch ja jeder die gleiche Anzahl Eier bemalen durfte.
Wir drei Jungs malten unser jeweils erstes Ei sorfältig an. Nach etwa 15 Minuten fing aber in jedem Jahr ein Wettstreit an, wer zuerst alle seiner Eier bemalt hatte. Dementsprechend sahen die Eier auch aus…Nicht, dass sie nicht schön aussahen, sie waren eben – bunt.
Meine Schwester hingegen ließ sich von uns Buben nicht aus der Ruhe bringen. Sie bemalte sorgfältig und ganz in Ruhe ein Ei nach dem anderen. Jedes von ihnen sah unterschiedlich aus. Und ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir ihre Eier auch immer besonders gut schmeckten!
Während meine kleine Schwester noch die Eier bemalte, liefen meine Cousins und ich zu unserer Oma herüber. Sie färbte die Eier ganz anders als wir und wir schauten ihr in jedem Jahr aufs neue neugierig über die Schulter. Oma tauchte die Eier in buntes Wasser, dass komisch nach Essig roch. Und wie durch Zauberei kamen die Eier nach ein paar Minuten bunt wieder aus dem Topf heraus. Das tollste kam aber noch: Omas Eier glänzten im Licht! Und einmal hat sie uns sogar gezeigt, wie sie das anstellt. Sie nahm ein Stück Speckschwarte aus dem Kühlschrank und rieb sie einfach damit ein. An einem grünen Ei durfte ich es sogar selbst ausprobieren.
Nachdem wir Oma besucht hatten, liefen wir immer zurück und holten meine Schwester ab. Sie war dann auch fertig mit dem Malen. Wir gingen zum Spielen nach draußen um uns die Zeit zu vertreiben. Am Abend ging es in die Kirche zur Osternacht…



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Mögliche Gesprächsthemen:
Osterbräuche
Eier Färben
Wettbewerbe unter Kindern
Beziehungen zu den Geschwistern heute und/oder damals
Räumliche Nähe zur Verwandtschaft

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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