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Der kleine Tannenbaum. Eine Adventsgeschichte

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In unserer Adventsgeschichte geht es heute um den großen Wunsch eines kleinen Tannenbaums. Sie eignet sich als Vorlesegeschichte in der Advents- und Weihnachtszeit. Als Begleitung zu dieser Geschichte können Sie Tannenzweige unter den Zuhörern verteilen oder die Zweige geschmückt in die Mitte der Runde legen. Der Duft von frischen Tannenzweigen kann eine sinnliche Bereicherung sein und viele lebendige Erinnerungen wecken.
Neben unseren kleinen Adventsgeschichten für die Gestaltung der Vorweihnachtszeit möchten wir Ihnen auch gerne ein paar besinnliche Weihnachtsgedichte für die Adventszeit mit auf den Weg geben.
Wir wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit!

Der kleine Tannenbaum. Eine Adventsgeschichte

Der kleine Tannenbaum stand schon einige Zeit mit seinen Freunden auf der Wiese hinter dem großen Maisfeld. Der kleine Tannenbaum war schon immer etwas kleiner als die anderen Tannenbäume gewesen. Das alleine war ja nicht schlimm. Er konnte aber einfach nicht gut sehen, weil ihm immer irgendwelche langen Tannenzweige seiner Freund die Sicht behinderten. Das wurde auf die Dauer sehr langweilig. Besonders in der Adventszeit haderte der kleine Tannenbaum mit seiner Größe. Hinter dem Maisfeld standen die ersten Häuser des zu der Zeit immer schon weihnachtlich geschmückten Dorfes. Da er aber nicht weit gucken konnte, sah er zwischen den Tannenzweigen seiner Tannenbaum-Freunde immer nur einige Lichtlein aufblitzen. Wie sehr wünschte er sich, dass er doch einen Tag auch mal freie Sicht hatte…
Die Adventszeit näherte sich dem Ende. Es ging auf Weihnachten zu. An jedem Tag wünschte sich der kleine Tannenbaum, endlich einmal weit schauen zu können, an den Adventssonntagen sprach er seinen Wunsch sogar drei Mal aus.
Am vierten Advent, der kleine Tannenbaum hielt gerade seinen Mittagsschlaf, wurde er durch ein lautes Geräusch geweckt. Er rieb sich die Augen, konnte aber nicht erkennen, was um in herum vor sich ging – er war ja nun mal ein sehr kleiner Tannenbaum gewesen. Er hörte noch ein lautes Knacken und sah dann, wie Oskar, der Tannenbaum, der direkt vor ihm gestanden hatte, fortgetragen wurde. Oskar hatte zu Weihnachten ein neues Zuhause gefunden und alle anderen Tannenbäume verabschiedeten sich mit freudig rüttelnden Tannenzweigen von ihm. Der kleine Tannenbaum rüttelte mit.
Er benötigte einige Minuten um zu begreifen, was da geschehen war. Er war so von den Lichtern des weihnachtlich geschmückten Dorfes geblendet, dass er sich erst einmal daran gewöhnen musste. Er konnte sehen! Er konnte weit sehen! Er konnte ALLE Lichter sehen – bei einigen Häusern konnte er sogar in die Fenster schauen. Der große Wunsch des kleinen Tannenbaums war also in Erfüllung gegangen. Wäre er nicht so fest verwurzelte gewesen, wäre er vor Freude in die Luft gesprungen!
Am nächsten Tag hatte der kleine Tannenbaum keine Zeit zu Schlafen. Er schaute sich um und beobachtete ganz genau, was um ihn herum geschah. Es war ein aufregender Tag und spannende darauf folgende Monate.
Der kleine Tannenbaum wuchs im nächsten Jahr und wurde ein kräftiger, stolzer Tannenbaum. In der darauf folgenden Adventszeit fand auch er ein neues Zuhause und erlebte ein wunderschönes Weihnachtsfest als festlich geschmückter Weihnachtsbaum…

Ein kleiner Tipp: Nutzen Sie das Wort „Tanne(n)“ als Signalwort für eine adventliche Bewegungsgeschichte! Je nach Fähigkeiten der Senioren kann man dazu kurz aufstehen, zweimal in die Hände klatschen, Tannenzweige, grüne Tücher oder Servietten hochhalten, mit den Händen eine Tannenbaumspitze formen, und , und, und… Jedesmal, wenn das Wort Tanne(n) in der Geschichte vorkommt, wird die vorher festgelegte Bewegung ausgeführt. Viele weitere Bewegungsgeschichten – weihnachtliche, winterliche, aber auch zu anderen Jahreszeiten und Themen passende Bewegungsgeschichten finden Sie in unserer Rubrik Bewegungsgeschichten.



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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