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Max und Moritz – Eine Sprichwortgeschichte rund um Haustiere


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Max und Moritz waren meine ersten besten Freunde. Sie durften sogar manchmal bei mir im Zimmer übernachten. Sie schliefen dann zwar nur auf dem Fußboden vor meinem Bett, aber das war ihnen glaube ich immer noch lieber als draußen im Schuppen – besonders im kalten Winter!
Wenn ich die beiden dann nachts von meiner Bettkante aus betrachtete, dachte ich im Stillen: “Trautes Heim … Glück allein!” Und die beiden sahen so aus, als dachten sie es auch.
Max und Moritz waren meine Meerschweinchen. Ich bekam sie an meinem ersten Schultag. Ich weiß noch ganz genau, wie aufregend dieser Tag für mich war. Und dass ich mich dennoch etwas unsicher fühlte. Ständig sagten die Erwachsenen: “Ach, du kommst bald in die Schule? Dann beginnt ja jetzt für dich der Ernst des … Lebens.” So schlimm war es rückblickend aber gar nicht. Ich hatte sehr nette Klassenkameraden.
Max und Moritz saßen im Garten als wir mit der ganzen Familie aus der Schule nach Hause kamen. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Zwischen uns war es wirklich Liebe auf den ersten … Blick! Flink wie ein … Wiesel sammelte ich Löwenzahn und fütterte die beiden – denn Liebe geht ja bekanntlich … durch den Magen.
Mein Vater hatte den beiden einen Käfig gebaut, der windgeschützt in unserem Schuppen stand. Er war handwerklich sehr begabt. Zur Freude meiner Mutter. Sie sagte dann immer: “Die Axt im Haus…erspart den Zimmermann.”
Max und Moritz fühlten sich in ihrem Käfig sehr wohl. Die Tage vergingen. Morgens gewöhnte ich mich an die Schule und mittags gewöhnten sich Max und Moritz immer mehr an mich. Wie sich mit der Zeit herausstellte, hatten die beiden auch ziemlich viele Flausen im Kopf. Wenn wir zu dritt auf der Wiese saßen und die beiden um mich herumtollten, kamen sie doch zwischendurch auf einmal angewetzt und zwickten mich ins Bein. Böse war ich ihnen aber nie, vielmehr kraulte ich sie im Nacken und dachte: “Ja, ja, was sich liebt, das … neckt sich.”
So gerne wäre ich nach der Schule immer sofort zu ihnen in den Schuppen gelaufen. Meine Mutter bestand allerdings darauf, dass ich erst meine Hausaufgaben erledigte. Ich weiß nicht, wie oft ich gehört habe: “Erst die Arbeit … dann das Vergnügen.” Diesen Satz sagte sie übrigens auch, wenn es darum ging, den Käfig sauber zu machen. Das war wirklich nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Ich tat es dann aber doch. Frei nach dem Motto: “Was du heute kannst besorgen … das verschiebe nicht auf morgen!” reinigte ich den Käfig, legte neues Stroh hinein – ein paar Möhren und frische Salatblätter dazu – und hatte dann schnell wieder Zeit um mit ihnen zu spielen.
Ja, ja, das waren noch Zeiten… Morgen wird mein Enkel eingeschult. Paul freut sich sehr, endlich in die Schule gehen zu dürfen. Und ich bin sehr gespannt, was er zu seiner Überraschung sagt, die ihn morgen im Garten erwartet. Ich freue mich sehr auf sein Gesicht und kann es kaum abwarten – Vorfreude ist ja bekanntlich … die schönste Freude!



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Maria und die Vierbeiner – Eine Bewegungsgeschichte rund um Haustiere

In dieser Bewegungsgeschichte für Senioren und Menschen mit Demenz geht es um das Thema Haustiere.
Die Senioren sitzen in einem Stuhlkreis. Immer, wenn in der Geschichte bewegliche Körperteile, wie z.B. Arme, Hände, Füße, der Kopf, Beine, Zehen, Finger, Augenbrauen, Nase, Stirn… vorkommen, werden diese von den Teilnehmern bewegt.
Auf nicht-bewegliche Köperteile, wie Augen, Mund, Haare, Hals, Ohren…zeigen die Senioren mit dem Finger. Beim Po heben alle das Gesäß einmal kurz an und setzen sich dann wieder.

Hilflosigkeit? Das kenne ich!

Hilflos, machtlos und allein
Ich fühl mich grad so klitzeklein
Nichts klappt mehr so wie ich es will
Da werd ich vor Verzweiflung still
Zu sagen was ich will klappt kaum
Allein in einem vollen Raum
Die Frau spricht glaub ich grad mit mir
Reflexhaft widersprech ich ihr
Was ich nicht gut verstehen kann
Fang ich lieber gar nicht an
Die Frau von grad wo war sie noch?
Jetzt brauch ich ihre Hilfe doch
Lass mich bitte nicht allein
Alleine kann ich nicht mehr sein!

Tante Marthas Blumenladen – Eine Duftgeschichte zum Thema Rosen

In dieser Duftgeschichte geht es um Rosen. Sie kann gut als Übung zur Wahrnehmungsanregung für Menschen mit Demenz eingesetzt werden. Wenn möglich sitzen die Senioren in einem Stuhlkreis oder um einen Tisch herum. Stellen Sie eine Vase mit verschiedenfarbigen Rosen in die Mitte.
Je nach Schweregrad der Demenzerkrankung kann eine Rose (ohne Dornen) zu Beginn durch die Runde gegeben werden, so dass jeder einmal an den Blüten riechen kann.
Die Geschichte wird langsam vorgelesen. Machen Sie nach den markierten Stellen im Text eine kurze Pause.

Marienkäfer und Erdbeeren – Eine Bewegungsgeschichte mit Tüchern für die Seniorenarbeit

In dieser Bewegungsgeschichte dreht sich alles rund um das Thema Marienkäfer. Sie eignet sich für Bewegungseinheiten mit Senioren und Menschen mit Demenz im Sommer.
Für jeden Teilnehmer der Runde benötigen Sie zwei Tücher oder Servietten (passend zum Thema wären die Farben rot, schwarz oder grün nicht schlecht, ansonsten eignte sich aber auch jede andere Farbe). Immer, wenn in der Geschichte das Wort Marienkäfer vorkommt, werden die Tücher von allen hoch gehalten.

Gedichte für Senioren. Riesige Auswahl: Klassiker und Mitsprechgedichte

Gedichte für Senioren sind beliebt und werden auf Mal-alt-werden.de immer gerne aufgerufen. Gedichte eignen sich wunderbar als Lückenfüller, entspannender Abschluss von Seniorenrunden oder auch als kurze Aktivierung zwischendurch. Bei uns sind besonders die Mitsprechgedichte sehr beliebt. Bei den Mitsprechgedichten lässt der Vorlesende jeweils das Reimwort weg und die Teilnehmenden vervollständigen. Das Vervollständigen klappt intuitiv und ist auch für Menschen mit Demenz oft noch umsetzbar. Wenn die Zuhörer mal ein falsches Reimwort nennen, sorgt das erfahrungsgemäß für viel Heiterkeit und lustige Neuschöpfungen 😀 .

Die Köpfchen der Gänseblümchen – Eine Kurzgeschichte

Wenn ich mich an die Lieblingsblumen meiner Kindheit zurück erinnere, fallen mir als erstes die Gänseblümchen ein, die in unserem Garten standen. Ich mochte es sehr, im Sommer mit meinen nackten Füßen über die Wiese zu laufen und mich von den kleinen, weichen Blüten kitzeln zu lassen.
Oft setzte ich mich auch ins Gras und streichelte die Blumen sanft mit meinen Fußsohlen.
Und mich erfreute ihr Anblick. Wenn ich so dasaß und beobachtete, wie sich die Grashalme mit dem Wind hin und her bewegten, zählte ich oft die weißen Köpfe, die zwischendurch aufblitzten. Wirklich alle Gänseblümchen auf einmal zu zählen, habe ich aber nie geschafft. Dafür waren es einfach zu viele. Manchmal nahm ich mir mein kleines rosé-farbenes Notizbuch mit nach draußen und schrieb auf, wie viele Blumen ich hier und da gezählt hatte. Damit füllten sich im Sommer einige Seiten…
Wenn meine Freundin Anna zu Besuch war bastelten wir oft Ketten oder kleine Krönchen aus den Gänseblümchen. Manchmal wurden es auch lange Girlanden, die wir dann an die Zweige des großen Apfelbaumes in unserem Garten hingen. Für die Ketten pflückten wir zuerst viele Gänseblümchen von der Wiese. Dann musste man vorsichtig mit dem Fingernagel ein Loch in den Stiel pieksen und die nächste Blumen bis zu ihrem Kopf hindurch ziehen. Dann bekam die nächste Blumen ein Loch, in das man wieder die Nächste durchsteckte. So ging es weiter und weiter…
Anna und ich nahmen uns oft vor, an einem Tag alle Gänseblümchen zu Ketten und Krönchen zu verarbeiten. Ich muss aber leider sagen, das gelag uns nie! Es waren einfach viel zu viele Blumen auf der Wiese. Nach einiger Zeit und fleißig getaner Arbeit setzten wir uns dann einfach in das frische Gras, aßen frische Äpfel und streichelten die Köpfe der Gänseblümchen mit unseren Fußsohlen.
Was mich immer sehr verärgerte – und daran erinnere ich mich heute noch genau – war, wenn mein Vater den Rasenmäher holte, und die Wiese kurz schnitt. Ich war jedesmal so traurig und Anna und ich wussten an diesen Tagen oft nicht, was wir unternehmen sollten. Mein Vater tröstete mich immer, indem er über meinen Kopf streichelte und sagte, sie seien ja in zwei Tagen wieder da. Und er hatte wirklich immer recht. Zwei Tage nach dem Rasenmähen streckten uns die Gänseblümchen wieder ihre Köpfe entgegen.
Anna und ich konnten es morgens in der Schule gar nicht erwarten, nach Hause in unseren Garten zu kommen und die Gänseblümchen wieder zu begrüßen…

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