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Der erste Theaterbesuch. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Ein Theaterbesuch ist für viele Menschen ein besonderes Erlebnis. Auch die heutigen Senioren erzählen oft von solchen Ereignissen. Nutzen Sie diese kurze Geschichte zum Vorlesen als Anstoß, um alte Erinnerungen neu zu beleben.

Der erste Theaterbesuch. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Materialien

Eine Theaterkarte

Kurzgeschichte

Oh ja, Theaterabende waren bei uns etwas ganz Besonderes. Zum einen, weil meine Eltern sich freuten, einen Abend zu zweit zu verbringen und zum anderen, weil wir Kinder uns freuten, dass unsere Oma uns ins Bett brachte.

Schon am späten Nachmittag machten unsere Eltern sich für das Theater fein. Meine Oma sagte immer: „Sie werfen sich in Schale.“ Vati zog seinen guten Anzug an. Meine Mutter war meist in einen schicken Rock gehüllt. Dazu trug sie eine farblich passende Bluse. Manchmal zog sie auch ein Kleid an.

Überall im Haus duftete es nach dem Rasierwasser meines Vaters und dem Parfüm meiner Mutter. Fein herausgeputzt und mit glänzenden Schuhen machten sie sich auf den Weg. Meist saßen Oma, meine Geschwister und ich dann schon am Abendbrottisch. Bevor sie losfuhren bat ich meine Mutter immer sich alles was sie sah, bis ins kleinste Detail zu merken und es mir am Tag darauf zu erzählen.

Und das tat sie. Sie erzählte mir von der schicken Abendgarderobe der anderen Theaterbesucher. Von den Kleidern der Darstellerinnen und den vielen Lichtern im Theater. Wirklich bis ins kleinste Detail beschrieb sie mir das Bühnenbild, das ich immer sofort nachmalen wollte.

Es dauerte, bis ich das erste Mal mit ihnen ins Theater ging. Ich weiß noch, dass ich den Tag zuvor so aufgeregt war, dass ich kaum einen Bissen essen konnte. Ich zog mein schönstes Kleid an und durfte mir sogar eine kleine, schicke Handtasche von meiner Mutter ausleihen. Die vielen Lichter in der Empfangshalle waren an diesem Abend überwältigend. Und ich erinnere mich noch ganz genau, dass mein Vater mir in der Pause ein Glas Limonade spendierte. Es war ein großartiger Abend, an den ich noch heute jedes Mal denke, wenn ich ins Theater gehe…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Theaterbesuche – früher und heute

Die Eltern gehen aus

Erinnerungen an den ersten Theaterbesuch

Theaterstücke, die in guter (oder schlechter) Erinnerung geblieben sind

Das gab es nur an besonderen Anlässen (Limonade, Eis, heiße Schokolade…)



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Der neue Klopapierhut. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Für das heutige Aktivierungsangebot benötigen Sie einen alten Klopapierhut und diese kurze Geschichte zum Vorlesen. Nutzen Sie den Klopapiehut und die Geschichte als Grundlage für gemeinsame Gepräche und nehmen Sie die Senioren mit auf eine kleine Reise in die Vergangenheit…

Der neue Klopapierhut. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Ein gehäkelter Klopapierhut

Kurzgeschichte

Im Auto meiner Großeltern fuhr hinten auf der Hutablage immer ein Klopapierhut mit. Für uns Kinder gehörte der einfach zum Auto mit dazu, wir kannten es gar nicht anders. Unsere Eltern hatten keinen Klopapierhut im Auto liegen. Dort gab es noch nicht einmal eine Hutablage.

Und so war dieser Klopapierhut auf eine gewisse Art und Weise etwas Besonderes für uns. Meine Oma hatte ihn aus ziemlich dicker Wolle selbst gehäkelt. Sie kratzte ein wenig, wenn ich sie berührte. Und das tat ich gewiss jedes Mal, wenn ich hinten in Opas Auto stieg. Schließlich sah ich den Hut ja nicht so oft. Mein Bruder tat übrigens das Gleiche. Es war förmlich ein kleines Ritual von uns beiden, beim Einsteigen auf die Rückbank einmal über den Klopapierhut zu streichen.

Eines Tages war der Klopapierhut zu unserer großen Verwunderung auf einmal weg. Wir schauten ganz schön erstaunt aus der Wäsche als wir auf die leere Hutablage sahen. Nichtsahnend, warum wir so große Augen machten, schaute Oma in unsere verdutzten Gesichter. Dann fiel es ihr ein: „Ach, ihr beiden sucht den Klopapierhut? Den habe ich gewaschen, das war dringend nötig. Leider ist mir allerdings dabei die Wolle eingelaufen. So passt er keines Falls mehr auf die Klopapierrolle. Ich häkle aber einen neuen. Vielleicht helft ihr mir, die Wolle dafür auszusuchen?“

Das wollten wir auf jeden Fall. Und so fuhren wir gemeinsam in die Stadt um neue Wolle zu kaufen. Es dauerte ein wenig, bis mein Bruder, meine Oma und ich uns auf die Farben geeinigt hatten. Mein Opa stand wortlos daneben und wartete. Am Ende waren aber alle zufrieden. Schon bald stand ein neuer selbst gehäkelter Klopapierhut auf der Hutablage im Auto meiner Großeltern. Und den wusch meine Oma von da an mit der Hand…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Klopapierhüte im Auto

Häkeln

Kleidungsstücke, die schonmal beim Waschen eingelaufen sind

Wolle, die kratzt

Sich innerhalb der Familie auf etwas einigen

Ausflüge mit den Großeltern



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Abgeheftet. Eine Impulsgestützte Kurzaktivierung mit einem Ordner

Geben Sie den Teilnehmern den Gegenstand in die Hand und lassen Sie sie erzählen. Die Kurzgeschichte kann genutzt werden um Gespräche anzuregen. Viel Spaß mit der Aktivierung!

Material

Einen Ordner

Kurzgeschichte

Als ich ein Kind war, war das Abheften und Ordnen der Papiere Sache des Vaters. Mein Vater hatte dafür ein großes Regal, in dem ein Ordner neben dem anderen stand. Alle Ordner, die wir hatte waren schwarz und kamen aus der Fabrik der Firma „Mehle“. Die Ordnerrücken hatte er sehr ordentlich beschriftet. In akkuraten Buchstaben standen auf den Rücken der Ordner Dinge wie „Strom“, „Wohnung“ oder „Auto“. Jeder Vertrag, jede Rechnung, wurde feinsäuberlich abgeheftet.

Wenn mein Vater früher eine Überweisung tätigen musste oder eine Rechnung begleichen wollte, ging er dafür zusammen mit mir zur Sparkasse. Es war ihm wichtig, dass ich früh lernte mit Geld umzugehen, deswegen nahm er mich mit. Zu Hause hatte ich eine Spardose und das Geld, dass ich dort sammelte, nahm ich an diesen Tagen auch mit zur Sparkasse. In der Sparkasse wurde das Geld dann gezählt, in Rollen verpackt und der Betrag in mein Sparbuch hineingeschrieben. Nachdem mein Vater seine Überweisungen getätigt hatte, gingen wir nach Hause.

Natürlich wurden auch die Sparbücher in dem Regal mit den Ordnern gelagert. Nach unseren Besuchen bei der Sparkasse, durfte ich immer selbst den passenden Ordner heraussuchen. „Sparen“ stand auf dem Ordnerrücken des Ordners, den ich dann herauszog. In diesem Ordner waren Trennstreifen, auf denen alle Vornamen unserer Familie standen. Ich suchte meinen eigenen Vornamen heraus und steckte das Sparkassen-Sparbuch in eine Klarsichthülle. Die Klarsichthülle heftete ich dann ab. Als Kind, war ich unheimlich stolz darauf, dass ich das alles ganz allein machen durfte. Wenn ich heute meine Papiere sortiere, empfinde ich das als langweilig und nervig. Doch wenn ich an meinen Stolz von damals denken, muss ich schmunzeln und die Arbeit geht mir viel einfacher von der Hand.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Büroarbeiten

Rechnungen

Finanzen

Sparkassen

Zahlungsverkehr früher und heute



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Die Gugelhupfform. Eine Impulsgestütze Kurzaktivierung

Nutzen Sie unsere Kurzgeschichte, eine alte Gugelhupfform und unsere Anregungen für Gespräche um eine Kurzaktivierung zu gestalten.

Die Gugelhupfform

Material

Eine Gugelhupfform

Kurzgeschichte

Gugelhupf. Wenn ich dieses Wort höre, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Dabei meine ich keinen Marmorkuchen, der in einer Gugelhupfform gebacken wurde. Ich meine einen Gugelhupf, so wie in meine Tante Gerda früher immer gebacken hat. Einen Gugelhupf aus Hefeteig, mit eingelegten Rumrosinen darin. Die Rumrosinen hat Tante Gerda schon eine Woche vorher eingelegt und in einer kleinen Schüssel auf die Fensterbank in der Küche gestellt. Am Backtag waren aus der Schüssel immer schon einige der eingelegten Rosinen verschwunden, weil wir Kinder davon genascht hatten. Wir probierten die Rosinen und mussten uns dann ganz kräftig schütteln, weil wir den Rumgeschmack als Kinder natürlich nicht so gerne mochten. Für uns war es eine Mutprobe. Wenn Tante Gerda am Backtag entdeckte, dass einige der Rosinen fehlte, schimpfte sie mit uns Kindern. Doch sie hatte bei Schimpfen immer ein Zwinkern in den Augen.
Der Hefeteig wurde aus frischer, gelber Butter, Mehl, Eiern, Zucker, Hefe und Milch hergestellt, dann musste er gehen.

Zum Gehen deckte Tante Gerda den Hefeteig mit einem Geschirrtuch ab und stellte ihn ins Badezimmer. Das Badezimmer hat in ihrer Wohnung kein Fenster und so konnte der Hefeteig keinen Zug abbekommen. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis der Teig endlich bereit war gebacken zu werden. Tante Gerda machte immer extra ein bisschen mehr Teig, da auch von dem Teig immer etwa in unseren Mündern verschwand, noch bevor er in der Form angekommen war. Doch irgendwann hatte der Teig sich verdoppelt und durfte in der großen Backform in den Backofen. Vorher wurden natürlich die Rosinen noch untergerührt.

Kaum war die Backform im warmen Ofenrohr verschwunden, schon duftete alles nach dem wunderbaren Hefekuchen. Der schönste Moment war dann der Moment des Stürzens. Ganz langsam glitt der Kuchen aus der Form. Das erste Stück des wunderbaren Gugelhupfes, durften wir Kinder noch warm probieren.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Gugelhupf

Hefeteig

Naschen beim Backen

Familienrezepte

Backtage

 



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Kegelabend. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Mit einem Holzkegel, einer Kurzgeschichte und unseren Anregungen für Gespräche, können Sie eine schöne, kleine Aktivierung durchführen. Wir wünschen viel Spaß damit.

Material

Kegel

Kurzgeschichte

Jeden dritten Samstag im Monat treffen wir uns im „Wilden Ochsen“ zum Kegeln. Das ist jetzt schon seit Jahrzehnten so. Den „Wilden Ochsen“ haben wir uns als Ort für unsere Treffen ausgesucht, weil es dort die besten Schnitzel gibt und es sich gut gestärkt viel besser kegeln lässt. Wir sind zu acht und kennen uns schon seit der Schulzeit. Als wir dir Schule beendet hatten, brach der Kontakt für eine Weile ab. Weil wir das schade fanden, haben wir unseren kleinen Kegel-Club gegründet. Ein richtiger „Club“ oder Verein sind wir eigentlich gar nicht. Uns geht es mehr um das Zusammensein als um den sportlichen Erfolg.

An den Samstagen, an denen wir uns treffen, geht es um sechs Uhr los. Dann setzen wir uns in der Kegelbahn zusammen und jeder bestellt sich erstmal ein leckeres Schnitzel und natürlich ein Bier. Wenn alle aufgegessen haben, fangen wir an zu kegeln. Um zu bestimmen wer beginnt, zieht jeder eine Karte. Die Zahl auf der Karte bestimmt die Reihenfolge an diesem Kegelabend. In der ersten Runde hat jeder 5 Wurf in die Vollen. Das bedeutet, dass jeder fünf Mal in die vollständig aufgestellten Kegel werfen darf. Die umgefallenen Kegel werden addiert und aufgeschrieben. Gewonnen hat derjenige, der insgesamt die meisten Kegel umgeschmissen hat.

In der zweiten Runde spielen wir 4 Wurf ins Abräumen. Das bedeutet, dass jeder mit vier Würfen versucht so viele Kegel wie möglich umzuschmeißen. Die Kegel werden zwischendurch nicht wiederaufgebaut. In der letzten Kegelrunde spielen wir immer andere Kegelspiele. Welches Kegelspiel wir auswählen, entscheiden wir nach Lust und Laune.

Bei den Kegelabenden ist es immer sehr lustig. Es wird viel erzählt. Es wird viel gelacht und es wird immer das ein oder andere Bier getrunken. Ich bin sehr froh, dass wir die Kegelabende damals ins Leben gerufen haben.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Kegeln

Speisen

Spiele

Clubs und Vereine

Schulfreunde

 



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Wir hatten nur Kernseife. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Nutzen Sie für diese Aktivierung ein Stück Kernseife zum Betrachten, Beriechen, Betasten. Lesen Sie die Kurzgeschichte vor und kommen Sie ins Gespräch…

Material

Ein Stück Kernseife

Kurzgeschichte

Wenn ich an das Baden und Waschen in meiner Kindheit denke, dann kann ich es förmlich riechen. Den Geruch von Kernseife. Badezusätze, Shampoo und Cremes hatten wir damals noch nicht. Zu Beginn, hatten wir noch nicht einmal ein eigenes Badezimmer. Das Badezimmer war auf dem Flur, außerhalb unserer Wohnung. Deshalb war nur einmal in der Woche Badetag. Bei uns war der Badetag immer der Mittwoch. Gebadet wurde in einer Zinkwanne, die mit warmem Wasser gefüllt wurde. Weil das Wasser extra in einem Heizkessel aufgeheizt werden musste, wurde die Zinkwanne nur einmal gefüllt. Zuerst badetet mein Vater, dann meine Mutter und dann wir Kinder. Ich hatte vier Geschwister, war aber zum Glück das älteste Kind. So durfte ich immer direkt nach meiner Mutter in die Wanne steigen und das Wasser war noch relativ sauber.

Später zogen wird dann um und hatten ein eigenes Badezimmer, in dem es sogar einen Gasboiler gab. Das war der reinste Luxus. Die Kernseife blieb aber noch eine ganze Weile ein wichtiger Teil des Baderituals. Zum Waschen der Haare, wurde mehrmals mit der Seife über den Kopf gestrichen. Dann, und das hat mir als Kind besonders viel Spaß gemacht, wurde die Seife mit den Fingern aufgeschäumt. Man musste gut aufpassen nicht zu viel Seife zu nehmen, denn Kernseife ist sehr ergiebig. Schnell hatte man viel zu viel Schaum auf dem Kopf.

Irgendwann gab es dann die erste „Palmolive“ Seife und die Kernseife verschwand langsam aus unserem Badezimmer. Wenn ich heute im Supermarkt oder in der Drogerie stehe, muss ich staunen wie viele verschiedene Seifen, Lotionen, Shampoos und Duschgels es mittlerweile gibt. Man kann sich gar nicht entscheiden, was man nehmen soll. Da sehne ich mich dann manchmal, nach einem einfachen und doch nützlichem Stück Kernseife zurück.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Kernseife

Körperpflege früher und heute

Badegewohnheiten

Produkte für die Körperpflege

Badezimmer in der zeitlichen Entwicklung

 



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Meine erste Feinstrumpfhose. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Nutzen Sie eine Feinstrumpfhose, die Kurzgeschichte und die Anregungen für Gesprächanregungen um eine Aktivierung durchzuführen.

Material

Eine Feinstrumpfhose

Kurzgeschichte

Ich weiß noch ganz genau wie ich mich gefühlt habe, als ich meine erste Nylon-Strumpfhose getragen habe. Wie alt ich damals war weiß ich gar nicht mehr genau. Vielleicht war ich siebzehn oder achtzehn Jahre alt. Meine Familie und ich waren zu einer Hochzeit eingeladen und hatte alle unsere schönsten Kleider herausgesucht. Mein Vater trug einen Anzug und meine Mutter ein wundervolles, blaues, elegantes Kleid. Meine Garderobe für die Hochzeit bestand aus einer blauen Bluse und einem Rock, der etwas unterhalb der Knie endete. Dann überreichte mir meine Mutter eine Nylon-Strumpfhose von sich. Nylon-Strumpfhosen waren damals noch teuer und etwas ganz Besonderes. Die Strumpfhose hatte zwar eine kleine Laufmasche am Oberschenkel, doch meine Mutter hatte sie mit einem Klecks Nagellack repariert. Dadurch, dass mein Rock die Oberschenkel bedeckt, konnte man die Laufmasche nicht sehen.

Als ich die Strumpfhose anzog, habe ich mich sehr erwachsen und elegant gefühlt. Immer wieder fuhr ich mit der Hand über meine Beine. Es war faszinierend, wie weich und glatt sich die Beine anfühlten. Natürlich passte ich während der Hochzeit auf wie ein Luchs. Ich musste unbedingt verhindern, dass sie Strumpfhose ein zweites Mal beschädigt wurde. Das aufpassen hat sich gelohnt. Nach der Hochzeit durfte ich die Strumpfhose behalten und konnte sie noch viele, viele Male tragen. Bis heute trage ich sehr gerne Feinstrumpfhosen. Sie geben mir ein sehr frauliches Gefühl. Ich liebe das glatte Gefühl an den Beinen und ich muss jedes Mal an meine erste Feinstrumpfhose denken.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Die erste eigene Feinstrumpfhose

Besondere Kleidungsstücke

Angemessene Kleidung für Hochzeiten

Veränderung von Kleidung in Kindheit und im Erwachsenenalter

Tricks um Kleidung zu reparieren

 



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Meine Schiefertafel. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung zum Thema Schule

Lassen Sie die Senioren bei dieser Aktivierung die Schiefertafel befühlen und bestaunen. Ziel der Aktivierung ist das Anregen von Gesprächen. Nutzen Sie dafür bei Bedarf die Kurzgeschichte und die Gesprächsanregungen.

Material

Schiefertafel oder Griffel (alternativ auch Stifte)

Kurzgeschichte

Einen Kindergarten habe ich nie besucht, umso mehr freute ich mich als ich in die Schule kam. Es war eine katholische Mädchenschule. Damals war es noch so, dass evangelische und katholische Kinder getrennt unterrichtet wurden. Die Schule der evangelischen Kinder war direkt neben an. Manchmal haben wir uns gemeine Dinge zugerufen. Heute weiß ich auch nicht mehr, warum wir das gemacht haben. Papierhefte so wie es die heute gibt, hatten wir noch nicht. Bei uns hatte jedes Kind eine Schiefertafel. Zu der Schiefertafel gehörte auch ein Griffel. Der Griffel war auch aus Schiefer und wurde in einem kleinen Griffelkasten aufbewahrt. Der Griffel war mit mehreren Lagen Papier umwickelt und für mich war es immer ein schönes Gefühl ihn zum Schreiben aus dem Kasten zu holen.
Der erste Buchstabe, den wir in der Schule lernten, war das „A“. Besonders konzentriert war ich beim Aufschreiben dieses ersten Buchstabens. Er eröffnete mir den Zugang in die Welt des Lesens und der Bücher. Deutsch war von Anfang an mein Lieblingsfach und blieb es bis zum Ende der Schulzeit. Manchmal drückte ich zu fest auf und das Schaben des Griffels auf der Tafel erzeugte ein unschönes Geräusch. Doch ich hatte den Bogen schnell raus und irgendwann, schrieben meine Finger fast von allein.
Vor einiger Zeit, habe ich meine alte Schiefertafel auf dem Dachboden gefunden. Wenn ich sie heute betrachte, kann ich immer noch die „As“ sehen, die ich an meinen ersten Schultagen auf die Tafel geschrieben habe. Natürlich sieht man auch viel andere Buchstaben noch leicht schimmern, die ich im Laufe der Jahre so geschrieben habe, doch keine sind so deutlich zu sehen wie die As.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Schulzeit

Lieblingsfächer

Schule früher und heute

Material für die Schule

Griffel und Schiefertafel

 



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Mein gut gefüllter Korb. Markttag. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

In dieser impulsgestützten Kurzaktivierung nehmen wir Sie und die Senioren mit auf den Wochenmarkt. Im Mittelpunkt dieser Art der Aktivierung stehen das Wecken von Erinnerungen und das sich anschließende gemeinsame Gespräch. Themen, mit denen Sie Gesprächsimpulse setzen können, finden Sie unten im Beitrag.

Material

Ein großer Einkaufskorb

Kurzgeschichte

Schon als kleines Kind habe ich die Markttage geliebt. Bei uns in der Stadt war der Markttag immer der Donnerstag. Gemeinsam mit meiner Oma besuchte ich den Markt an jedem Donnerstag. Jedes Mal, wenn ich an diese Markttage denken, kommen mir zuerst die vielen Geräusche in den Sinn. Das Knistern der Tüten, die Gespräche der Frauen und das Geschrei der Marktstandbesitzer. Es gab zwei Marktstände, die mir besonders wichtig waren. Der erste Stand, den ich besonders gerne mochte, war der Stand vom Gurken-Heinz. Heinz hatte viele Fässer um sich herumstehen und in diesen Fässern ruhten die herrlichsten Gewürzgurken. Der Gurken-Heinz schenkte mir immer eine extra große Gurke und ich genoss es in das saure Gemüse hinein zu beißen. Beim Hineinbeißen musste man immer gut aufpassen, damit der Gewürz-Sud nicht zu sehr aus den Gurken herausspritzte.

Nach unserem Besuch beim Gurken-Heinz, kaufte meine Oma das Obst und Gemüse, dass sie zum Kochen benötigte. Der Höhepunkt des Marktbesuches kam dann am Ende, wenn wir zum Bäckerstand gingen. Während sich meine Oma mit Brot und Brötchen eindeckte, bekam ich eine ganz frische, warme, rechteckige Waffel. Schon bei dem Duft der Waffel lief einem das Wasser im Mund zusammen. Der buttrige, süße Geschmack der Waffeln aber war das Beste, was ich mir vorstellen konnte. Nach dem Marktbesuch war ich dann satt und zufrieden.

Leider gibt es auf dem Markt in der Stadt, in der ich heute wohne keinen Gurkenstand mehr. Doch einen Bäckerstand gibt es. Am Ende meiner Marktbesuche, muss ich mir immer eine Waffel kaufen und wenn ich sie esse, dann denke ich an früher und die Marktbesuche mit meiner Oma.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Marktbesuche

Gewürzgurken

Waffeln

Dinge, die man heute nicht mehr so gut bekommt wie früher

Rituale mit den Großeltern

 



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Meine Frühlingsboten. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung mit Krokussen

In dieser impulsgestützten Kurzaktivierung geht es um die ersten Frühlingsboten. Sie ist ein schöner Einstieg in Aktivierungen zum Frühlingsbeginn.
Im Mittelpunkt der impulsgestützten Kurzaktivierung steht das Wecken von Erinnerungen mit Hilfe der kurzen Geschichte und die anschließenden Gespräche unter den Senioren. Beispiele für biografieorientierte Fragen finden Sie unter der Geschichte.

Material

Eine oder mehrere blaue Krokuspflanzen im Topf

Kurzgeschichte

Ich mag den Frühling. Wenn die Tage nach einem langen, kalten Winter langsam wieder heller werden, kann man wunderbar beobachten, wie der Natur nach und nach wieder Leben eingehaucht wird. Früher lag oft im März noch Schnee. Ich weiß noch, wie gerne ich die glitzernden Eiskristalle in der schon frühlingshaften Sonne beobachtet habe. Es sah wunderschön aus.

Wenn sich dann die ersten grünen Spitzen der Krokusse durch die dünne Schneedecke geschoben haben, wusste ich, dass der Frühling in greifbarer Nähe war. Es war fast wie ein kleines Wunder, dass diese kleinen blauen Pflänzchen es schafften, sich ihren Weg durch die kalte Schneedecke zu bahnen. Und wie kraftvoll sie aussahen. Bis heute sind Krokusse meine liebsten Frühlingsblumen. Auch wenn mal keine Schneedecke in meinem Garten liegt, sind sie einfach die schönsten Frühlingsboten.

Sie stehen dort immer im Dutzend. Wie eine kleine Krokusfamilie. Meist beginnen ein oder zwei Pflänzchen damit, sich in die Kälte zu wagen. Es scheint so, als wollten sie erst einmal schauen, ob es sich wirklich lohnt, dass sie ihre Köpfchen der Sonne entgegenstrecken. Und dann, innerhalb von ein oder zwei Tagen, steht die ganze Familie dort. Ihre kleinen blauen Blüten wirken wie ein richtiges Feuerwerk in dem sonst noch verschlafenen Garten.

Von da an weiß ich, dass es bis zum Frühlingsbeginn nicht mehr lange dauert. Und ich freue mich. Ja, ich freue mich sehr auf das, was uns die blauen Krokusse für das neue Jahr ankündigen…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Frühlingsanfang

Der verschlafene Garten im Winter

Verschiedene Frühlingboten

Lieblingsblumen

Gartenarbeit im Frühling

Schnee – früher und heute

Eine breite Auswahl an Gedichten für den Frühling finden Sie unter dem Stichwort Frühlingsgedichte.



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