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Wunschgerichte! Eine Rechengeschichte zu dem Thema Eier

In Annelieses und Walters Küche herrscht reges Treiben. Die Enkelkinder sind da. Und nun soll das Mittagessen vorbereitet werden. Natürlich möchten alle Drei mitbestimmen, was es zu Essen geben soll, und beim Kochen mithelfen. Nach einer kurzen Unterhaltung steht fest, wie das gemeinsame Mittagessen aussehen soll – es gibt Spinat mit Kartoffel und Ei.
So weit, so gut. Das hatte Opa Walter sich schwieriger vorgestellt. Kartoffeln und Eier sind schließlich seine Spezialität. Max nimmt die Eier aus dem Kühlschrank. Max kommt mit seinen sieben Jahren mühelos an das Fach mit den Eiern ran. Er legt die Eier auf die Arbeitsplatte neben den Herd. In einem Moment der Unachtsamkeit rollt das erste Ei an die Kante und fällt auf den Boden. Es zerbricht. Max‘ kleine Schwester Lisa ist gerade dabei, ihre Puppe spazieren zu fahren und fährt aus Versehen mit dem Puppenwagen durch das am Boden liegende Eigelb. Oma Anneliese schaut skeptisch, dann entschließt sie sich, im Esszimmer den Tisch zu decken. Opa lächelt und behält die Ruhe. Erst macht er den Puppenwagen sauber und wischt dann das Eigelb vom Boden.
Als die Kartoffeln im Topf köcheln und der Spinat aufgesetzt ist, fragt er den Jüngsten, Tom, ob er ihm die Pfanne aus der Schublade holen kann. Der Dreijährige weiß genau, was zu tun ist und stellt die Pfanne auf Opas Arm vorsichtig auf den Herd. Mit dem Stiel kommen die Beiden aus Versehen an das nächste Ei. Auch dieses fällt zu Boden. Opa Walter wischt erneut und macht sich dann an die Arbeit, das Rührei vorzubereiten. Max darf dafür acht Eier aufschlagen und mit dem Schneebesen verquirlen. Dabei fällt ihm ein, dass er gar kein Rührei mag. Er isst lieber Spiegelei. Also schlägt der Opa ein weiteres Ei für Spiegelei in eine kleine Pfanne. Neben den beiden Pfannen steht ebenfalls ein Kochtopf mit drei Eiern. Enkelin Lisa mag ihr Ei nur hartgekocht. Der kleine Tom auch. Vorsichtshalber liegt auch noch das Dritte im Topf – man weiß ja nie. Alle Eier sind nun verbraucht.
Als Kartoffeln, Spinat und die Eier endlich fertig sind, sitzen alle am gemütlich gedeckten Esstisch im Esszimmer. Opa Walter ist ein wenig geschafft – lässt es sich aber so gut wie nicht anmerken. Er atmet einmal tief durch und genießt sein Rührei. Oma Anneliese lächelt und streichelt seine Hand. Was soviel heißt wie „Das hast du gut gemacht…“

Wie viele Eier waren zu Beginn der Geschichte im Kühlschrank? (14 Eier)
Wie oft kommt das Wort Ei in der Geschichte vor? (20 Mal)

Noch mehr anregende Ideen mit Konzentrationsübungen für Senioren finden Sie unter dem Stichwort Konzentrationsspiele.



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Fast ein ganzer Apfelkuchen… Eine Rechengeschichte zu dem Thema Schule

Die Pausenklingel ertönt. Die Schüler versammeln sich auf dem Schulhof. Anna, Jochen, Sarah, Jens und Volker treffen sich unter der alten Eiche um zusammen ihre Pausenbrote zu essen. Das Wetter ist herrlich. Die Kinder sitzen mit leichten Jacken auf den Bänken unter dem Baum und genießen die Sonne.
Ein paar Meter neben ihnen spielen ein paar ihrer Klassenkameraden mit Knickern (Murmeln). Anna bewundert die vielen bunten Farben der kleinen Glaskugeln. Die Einfarbigen, das sind die ganz Besonderen. Anna hat nur drei Einfarbige in ihrem Beutel zuhause: eine dunkelblaue, eine grüne und eine weiße. Die drei hütet sie wie ihren Augapfel. Tauschen würde sie sie nie. Und auch beim Spielen bleiben diese ganz besonderen Kugeln in dem Beutel. Sie hat ja noch die anderen. Anna schaut dem Spiel noch ein paar Minuten zu. Dann öffnet sie ihre Brotdose. Sie lächelt. Ihre Mutter hat ihr Äpfel mitgegeben. Vier Stücke von den Süßen. Genüsslich beißt sie in das Erste hinein. Der Apfel schmeckt wunderbar! Jochen hat auch gerade einen Apfel im Mund. Er hat nur zwei Stücke in seiner Dose – dafür aber sehr große. Verträumt schaut er den größeren Jungen beim Fußball-Spielen zu. Er wünscht sich sehr, irgendwann auch dazuzugehören.
Anna hat schon die Hälfte ihrer Apfelstücke aufgegessen, als ihr auffällt, dass Sarah und Jens auch Äpfel in ihren Dosen haben. Sie grinst: „Schaut mal, mit den vielen Äpfeln könnten wir einen leckeren Apfelkuchen belegen!“. Die Kinder schauen sich an. Und es stimmt. Bisher war es den anderen noch nicht aufgefallen. Sie alle haben neben den belegten Broten Äpfel in ihren Dosen. Sarah und Jens haben jeweils vier Apfelstücke. Volker zählt sechs schmale Stücke. Seine Mutter meint es immer gut mit ihm. Wenn sie die Stücke schmaler schneidet, habe er mehr davon. Volker ist das egal, er mag sowohl große als auch kleine Apfelstücke.
Die fünf essen ihre Pausenbrote und ihre Apfelstücke auf und stellen ihre Brotdosen auf die Mauer neben dem Zaun. Bevor es wieder in die Klassen geht, spielen sie noch eine Runde Fangen. Jens ist der erste Fänger…

Wie viele Apfelstücke haben die Kinder insgesamt in ihren Brotdosen? ( 20 Apfelstücke)
Wie oft kommt das Wort Apfelstücke in der Geschichte vor? (Vier Mal)

Passende Übungen zur Förderung der Konzentration finden Sie in unseren Konzentrationsspielen.



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Mehr Nadeln als im Kurzwarenladen. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Handarbeiten

Das Sticken ist Juttas größte Leidenschaft. Angefangen hat sie damals, als die Kinder noch klein waren. Zum Hobby wurde es aber erst richtig, als die Beiden aus dem Haus waren. Seitdem sitzt sie fast jeden Abend in ihrem Lieblingssessel und fertigt Stickereien an. Für Karten, Wandbilder, Tischdecken, Kissenbezüge, und, und, und… Am liebsten schaut sie ihre Decken und Kissenbezüge aus Hardanger-Stickerei an. Die zu Sticken dauert allerdings immer sehr lange. Dafür sind die fertigen Stücke aber umso schöner!
Heute Abend sitzt Jutta wieder in ihrem Sessel. Sie stickt an einer Hochzeitskarte. Der Sohn ihrer besten Freundin Rita heiratet am kommenden Wochenende. Auf dem Stickbild stehen eine Braut und ein Bräutigam nebeneinander. In der Mitte leuchtet ein rotes Herz. Unter den beiden liegen zwei goldene Ringe. Das Herz und die Brautleute sind schon fertig gestickt. Jutta hat gerade das goldene Garn aus dem Nähkorb genommen, als ihr auffällt, dass ihre Nadel heruntergefallen ist. Mal wieder…
Sie beugt sich vor und streicht mit der flachen Hand über den Teppich. Prompt hat sie zwei gefunden. Für Jutta ist das kein Wunder. Liegen doch die Hälfte aller ihrer Sticknadeln auf dem Fußboden, in den Sofaritzen oder unter den Kissen. Ihr Mann Klaus sagt immer, dass man in ihrem Wohnzimmer ein besseres Angebot aus dem Nähsortiment findet als in jedem Kurzwarenladen. Und irgendwie hat er damit sogar Recht.
Gedankenversunken streicht Jutta mit der rechten Hand über das Sofa. Dort liegt noch eine Nadel. Sie legt sie in das lilafarbene Kästchen und schaut jetzt kurzerhand in den Ritzen nach. Wenn sie schonmal dabei ist…
In den Sofaritzen findet sie insgesamt fünf Sticknadeln und zwei Einfädelhilfen. Langsam füllt sich das Nähkästchen wieder. Jutta schaut noch einmal über den Teppich. Eine weitere Nadel fällt ihr ins Auge. Mehr findet sie nicht. Sie setzt sich in ihren Sessel und beginnt, den goldenen Faden in die Nadel einzufädeln. Als sie gerade mit dem Sticken beginnen möchte, kommt Klaus ins Wohnzimmer. Grinsend hält er ihr zwei Nadeln hin. „Stickst du jetzt auch schon in der Küche?“, fragt er mit schelmischem Unterton. Jutta stutzt. Das kann sie sich nun wirklich nicht erklären. Klaus legt die Nadeln in das Kästchen und fügt hinzu: „Na, solange wir Hausschuhe tragen, kann uns ja nichts passieren!“. Mit einem Augenzwinkern verschwindet er wieder in die Küche…

Wie viele Nadeln haben Jutta und Klaus an dem heutigen Abend gefunden? (Elf Nadeln)
Wie oft kam das Wort Sticken in der Geschichte vor? (Drei Mal)

Das Handarbeiten war und ist oftmals noch bei den heutigen Senioren eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Unsere Bastelideen und -anleitungen für das Basteln mit Senioren finden Sie unter Basteln mit Wolle.



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Großreinemachen. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Werkzeuge

Greta putzt heute das Haus. „Großreinemachen“ sagt sie dazu. Schon als sie Hans gestern von ihrem Plan erzählt hat, bekam der ein mulmiges Gefühl im Bauch und sagte zu sich: „Da störe ich ja doch nur. Ich muss mir schleunigst etwas einfallen lassen, damit ich ihr bloß nicht in die Quere komme… Oder sie noch daran denkt, mich mit einzubinden“.
Er überlegte. Nach drei Minuten hatte er die Lösung. „Keller!“, rief er. Greta schaute ihn fragend an. „Ich räume den Keller auf. Der hat es bitternötig. Kein Werkzeug liegt mehr an seinem Platz.“ Greta guckte zuerst etwas misstrauisch. Dann lächelte sie. „Und du weißt, worauf du dich da einlässt? Der Keller ist wirklich sehr unaufgeräumt…“. „Ja, ja,“, antwortete er ihr und war schon auf dem Weg nach unten. Als er vor dem Chaos stand, wurde Hans kurzerhand wirklich etwas komisch im Bauch. Er fing sich jedoch schnell wieder.
Über Nacht hat er sich ein paar Gedanken gemacht, wie er an das Aufräumen herangehen soll. Jetzt sitzt er am Frühstückstisch und ist voller Tatendrang. Zwei Schluck Kaffee und die letzte Seite der Tageszeitung fehlen noch, dann möchte er sich ans Werk machen. Genauer gesagt ans Werkzeug. Im Hintergrund füllt Greta gerade ihren ersten Eimer mit Wasser.
Im Keller angekommen, stolpert er kurzerhand über die Astschere. Das laute Fluchen verkneift er sich. Er wäre ja ohnehin selbst Schuld an der Misere. Hans schlängelt sich an Brettern und Kisten vorbei zu seiner Werkbank. Hier fühlt er sich immer wohl. Da er aber schon lange nichts mehr gewerkelt hat, hat er es mit der Ordnung auch nicht so genau genommen. Er streicht über seine Werkzeugkiste und legt den Schlosserhammer hinein, die Beißzange und die drei Schraubendreher. Außerdem den Messschieber, den Seitenschneider, den Spannungsprüfer und das scharfe Messer. Er schaut sich um. Die Tischplatte kann man nun wieder sehen. Auch drei Zollstöcke kommen noch zum Vorschein. Zufrieden legt er sie an den ihnen zugewiesenen Platz.
Dann sind die Bretter an der Reihe. Hans schaut sich alle an und entscheidet, dass er sie noch gebrauchen kann. Allerdings sortiert er sie nach Größe und lehnt sie an die Wand. So hat er gleich mehr Platz auf dem Fußboden.
Nach drei Stunden sieht der Keller schon viel besser aus als vorher. Und das Werkzeug ist ordentlich aufgeräumt. Hans ist sogar ein wenig stolz auf sich und findet, er habe ein Bier verdient. Zufrieden steigt er die Kellertreppe hinauf. Er möchte gerade in Richtung Küche gehen, als Greta ihm entgegenkommt: „Ach wunderbar, du bist schon fertig? Die Teppiche hängen über der Stange im Garten. Bist du so lieb?“, und ihm den Teppichklopfer in die Hand drückt…

Wie viele Werkzeuge werden in der Geschichte genannt? (Dreizehn Werkzeuge, inklusive der drei Zollstöcke)
Wie oft kommt das Wort Werkzeug in der Geschichte vor? (Drei Mal)

Schöne und beliebte Ideen für das Gedächtnistraining mit fitteren Gruppen finden Sie auch in unseren Rätseln der Reihe Um die Ecke gedacht.



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Der größte Wunsch. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Haustiere

Suchen Sie sich eine der Aufgaben unter der Rechengeschichte aus und bitten Sie die Senioren, während des Vorlesens ganz genau hinzuhören, damit sie die Frage am Ende der Geschichte beantworten können. Lesen Sie die für die Aufgabe wichtigen Stellen besonders betont vor.
Besonders fitten Gruppen können Sie die Aufgaben auch erst nach dem Vorlesen stellen. Für diese Gruppen eignen sich im Gedächtnistraining zusätzlich die Rätsel aus unserer Reihe Um die Ecke gedacht.

Der größte Wunsch. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Haustiere

Judith wünscht sich schon sehr lange ein Haustier. Am liebsten einen Hund. Oder eine Katze. Einen Stall voller Kaninchen könnte sie sich aber auch gut vorstellen.
Ständig versuchen die Eltern ihrer Tochter zu erklären, dass ein Haustier auch mit viel Arbeit verbunden ist. Ein Hund muss öfter am Tag Gassi gehen. Eine Katze zu halten bedeutet, regelmäßig das Katzenklo sauber zu machen und darauf zu achten, dass sie sich mit ihren Krallen nicht in den Vorhängen verfängt oder am Sofa kratzt. Und Kaninchen brauchen immer einen Käfig mit frischem Heu und Stroh.
Judith findet das gar nicht schlimm. Sie ist davon überzeugt, dass sie sich gut um ihr Haustier sorgen wird. Und so lässt sie nicht locker und fragt fast jede Woche einmal, wann sie denn endlich ein Haustier bekommen darf.
Ein paar Tage vor ihrem siebten Geburtstag ist es dann endlich soweit: Ihre Eltern gehen mit ihr in eine Tierhandlung. Judith darf sich ein Tier aussuchen, das in einem Käfig gehalten werden kann. Ein Hund wäre ihr zwar lieber gewesen, aber sie versucht, sich das nicht anmerken zu lassen. Hinterher überlegen ihre Eltern es sich noch anders…
Als sie die Tierhandlung betreten, kommt Judith aus dem Staunen nicht mehr heraus. So viele Tiere! Fische gibt es dort, Vögel und sogar Schlangen. In einem großen Kleintiergehege sitzen Kaninchen und Meerschweinchen. In einem Käfig daneben flitzen Mäuse um die Wette. Und in einem weiteren Käfig schlafen zwei Hamster. Judith kann sich gar nicht sattsehen. Ihre Eltern stehen lächelnd daneben. Obwohl ihre Mutter ehrlich gesagt ein wenig unsicher ist, für welches Tier sich Judith entscheiden wird.
Am Ende ist die Entscheidung getroffen. Es sollen Kaninchen sein. Judith bekommt zwei: ein Braunes und ein Schwarz-weiß geflecktes. Dazu kaufen sie einen Futternapf und eine Flasche, aus denen die beiden trinken können. Einen Käfig brauchen sie nicht. Bei Oma und Opa steht noch ein Käfig, den Opa damals selbst gebaut hatte – für die Kaninchen ihrer Mutter. Da war sie ungefähr so alt wie Judith heute. Darin können die Kaninchen wohnen. Judith kann es gar nicht abwarten, den beiden ihr neues Zuhause zu zeigen…

Wie viele verschiedene Tierarten sieht Judith in der Tierhandlung? (Sieben verschiedene)
Wie viele Hamster schlafen in ihrem Käfig? (Zwei Hamster)
Wie viele Kaninchen bekommt Judith zu ihrem siebten Geburtstag geschenkt? (Zwei Kaninchen)
Wie oft taucht das Wort Haustier in der Geschichte auf? (Vier Mal)



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Auf Gleis 11 fährt ein… Eine Rechengeschichte zu dem Thema Züge

Lesen Sie die Geschichte im Gedächtnistraining vor. Betonen Sie die entsprechenden Stellen, auf die es bei der Beantwortung der Frage ankommt, besonders deutlich.
Die Konzentrationsübung wird leichter, wenn Sie sich nur auf eine Aufgabe beziehen und wenn Sie diese bereits vor dem Vorlesen stellen.

Auf Gleis 11 fährt ein… Eine Rechengeschichte zu dem Thema Züge

Mit einem kräftigen Windstoß fährt ein ICE in den Bahnhof ein. Kalle weicht einen Schritt zurück. Der Zug wird langsamer, bis er endlich zum Stehen kommt. Fahrgäste steigen mit ihren Koffern aus ihren Abteilen aus. Und neue steigen dazu. Nach fünf Minuten fährt der ICE wieder ab.
Kalle wartet auf seinen Bruder Lutz und seine Schwägerin Anna. Die beiden kommen Lore und ihn über das lange Wochenende besuchen. Da der Zug der beiden verspätet ist, hat Kalle Zeit, das Treiben im Bahnhof und an den Bahnsteigen ein wenig zu beobachten. Er ist gerne an Bahnhöfen. So gerne, wie er auch mit dem Zug verreist…
Es dauert nicht lange und dem ICE von vorhin folgen zwei Regionalbahnen, die fast zeitgleich auf seinem und dem Nachbargleis ankommen. Kalle bekommt eine leichte Gänsehaut. Schön sieht’s aus, wie die Züge einfahren.
Eine Durchsage ertönt. Die vertraute Frauenstimme informiert die Reisenden über ihre Anschlussmöglichkeiten. Nach wenigen Minuten fahren die Regionalbahnen weiter. Diesmal allerdings nicht parallel. Kalle schaut sich die Fahrgäste an. Einige werden von Freunden oder ihren Familien am Bahnsteig abgeholt. Andere rauschen gleich mit ihren Koffern weiter, um die Anschlusszüge zu erreichen. Er guckt auf seine Armbanduhr. „Langsam könnte der Zug aber eintreffen…“, murmelt er.
Da ertönt eine weitere Ansage. Allerdings nicht die erhoffte. Die Durchfahrt eines Güterzuges wird bekannt gegeben. Wieder tritt Kalle einen Schritt zurück. Schon bald spürt er einen heftigen Luftstrom. Mit unzähligen Waggons rauscht der Güterzug an ihm vorbei.
Danach herrscht für einen Moment lang Ruhe. Die meisten Reisenden sind weitergezogen. Noch etwa ein Dutzend warten jetzt auf den langersehnten ICE. Und da, tatsächlich, ertönt die Ansage. Schon bald darauf fährt der beeindruckende ICE in den Bahnhof ein. Es dauert ein wenig, bis Kalle seinen Bruder und seine Schwägerin entdeckt. Doch auf einmal sieht er ein aufgeregtes Winken. Da sind sie!
Noch während sie sich begrüßen, fährt der ICE auch schon wieder weiter…

Wie viele Züge sieht Kalle während seines Aufenthalts am Bahnhof? (Fünf Züge)
Wie oft kommt das Wort ICE in der Geschichte vor? (Sechs Mal)
Wie oft ertönt die Ansage auf dem Bahnsteig? (Drei Mal)



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Mit dem Fahrrad zum Eissalon. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Eis

Suchen Sie sich zu Beginn eine der unten stehenden Aufgaben aus und bitten Sie die Senioren, auf die jeweiligen Details zu achten. Lesen Sie die Rechengeschichte langsam vor. Betonen Sie die Wörter, auf die es ankommt, besonders deutlich.
Fitteren Gruppen können Sie erst die Geschichte vorlesen und im Anschluss die Frage stellen, wie viele Kugeln Eis die Damen insgesamt bestellt haben…

Mit dem Fahrrad zum Eissalon. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Eis

Sieglinde, Claudia und Renate kennen sich schon seit fast fünfzig Jahren. Die drei sind früher zusammen in die Schule gegangen und haben sich seitdem nie aus den Augen verloren. Regelmäßig treffen sich die drei. Dann gehen sie in der Stadt zusammen bummeln, unternehmen Ausflüge oder verabreden sich zum Klönen bei Kaffee und Kuchen in der Konditorei.
Heute sind die Schulfreundinnen mit dem Fahrrad unterwegs. Das Wetter ist herrlich. Die Sonne scheint und die Luft wird von einer lauen Brise erfrischt. Renate kennt eine schöne Strecke durch die Felder. Gemütlich radeln sie so durchs Grüne, bis sie die Eisdiele im Ortskern zwei Dörfer weiter erreichen. Schon beim Anblick der großen, gut gefüllten Eiswaffel über dem Eingang des Eissalons läuft Claudia das Wasser im Mund zusammen. „Jetzt kommt so eine zuckersüße Stärkung aber gerade recht!“, sagt sie schmunzelnd. Die anderen beiden nicken zustimmend, während sie ihre Fahrräder zusammenschließen.
Sieglinde ist die Erste an der Eistheke. Sie mag es, dort die Eissorten zu studieren. Sieglinde probiert mit Vorliebe immer andere Eissorten aus und findet schnell etwas, was ihr heute schmecken könnte. Während sie zum gemeinsamen Tisch geht, schauen Claudia und Renate schon gebannt in die Eiskarte. Sieglinde setzt sich zu ihnen und schwärmt: „Ich weiß schon, was ich nehme. Hier gibt es selbstgemachtes Walnusseis mit großen Nussstücken…“
Die Bedienung kommt. Die drei schauen sich zustimmend an – ja, sie wissen, was sie bestellen wollen. Claudia bestellt einen Schwarzwaldbecher. Renate hat Lust auf einen Eiskaffee mit Vanilleeis. Sieglinde möchte eine Kugel Pfirsicheis, eine Kugel Waldfrucht und zwei Kugeln von dem verlockenden Walnusseis haben – mit Sahne.
Keine zehn Minuten später stehen drei traumhaft verzierte Eisbecher auf dem Tisch. In Renates Eiskaffee schwimmen zwei große Kugeln Vanilleeis. Und auch der Schwarzwaldbecher sieht verlockend aus. Claudia probiert sich durch eine Kugel Vanilleeis, zwei Kugeln Schokoladeneis und eine Kugel Stracciatella. Es schmeckt großartig!
Noch lange sitzen sie in der Sonne und genießen das schöne Wetter… Und sie sind sich einig: hierher kommen sie bestimmt nochmal wieder!

Wie viele Eiskugeln haben die drei insgesamt gegessen? (Zehn Kugeln)
Wie oft kam das Wort „Eis“ in der Geschichte vor? (16 Mal)
Wie viele Kugeln Vanilleeis haben Claudia und Renate zusammen gegessen? (Drei Kugeln Vanilleeis)

Mehr Material für das Gedächtnistraining mit Senioren finden Sie in unseren Rätselfragen.



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Konzentrationsgeschichte: Marken finden! Ein tolle Idee für das Gedächtnistraining

Lesen Sie die Geschichte langsam vor. Bitten Sie die Teilnehmer alle Markennamen zu notieren, die sie gehört haben. Sammeln Sie anschließend die gefundenen Markennamen. Lesen Sie Sätze in denen Markennamen vorkommen, die nicht gefunden wurden noch einmal langsam vor.

Frau Antje
geht gerne spazieren und nimmt immer ihre liebste Tasche mit. Die Tasche hat einen großen Henkel und lässt sich daher gut tragen. Heute geht sie zusammen mit Meister Proper spazieren. Auf der Wiese im Park sehen die beiden einen Ritter Sport machen. „Seltsam,“ wundert sich Frau Antje „ich habe noch nie einen Menschen in Rüstung Sport machen sehen.“ „Ja!“ entgegnet Meister Proper „das wirkt gar nicht ganz Real“.

Das Paar geht in einem gemächlichen Tempo weiter und trifft den Jägermeister. „Guten Tag Herr Jägermeister!“ grüßt Frau Antje „Ach hallo, Frau Antje. Du sollst mich doch beim Vornamen nennen!“ entgegnet dieser. „Mach ich Otto,“ lacht Frau Antje und wundert sich wo Meister Proper geblieben ist. Sie entdeckt ihn auf dem Boden. Er ist auf einer Bananenschale ausgerutscht und mit dem Kopf in einer Matschpfütze gelandet. „Jetzt siehst du eher aus wie ein Schwarzkopf, als wie ein Meister Proper!“ amüsiert sich Frau Antje und holt eine Flasche Selters aus ihrer Henkeltasche. Mit dem Wasser wäscht sich Meister Proper provisorisch den Kopf. Er möchte aber trotzdem gerne nach Hause und die beiden verabschieden sich.

 



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