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Der Winter ist vergangen. Ein Bewegungslied im Frühling

Auch wenn es noch nicht ganz soweit ist, möchten wir mit diesem Bewegungslied schon einmal ein paar Frühlingsgefühle bei Ihnen einkehren lassen. Wir haben die ersten vier Strophen des Frühlingsliedes „Der Winter ist vergangen“ mit passenden Bewegungen untermalt, die von älteren Menschen gut nachgemacht werden können.
Unter dem Beitrag finden Sie zusätzlich die Melodie des Liedes, mit der Sie den Gesang begleiten können. Diese können Sie kostenlos abspielen und anhören. Das Bewegungslied kann sowohl für Gruppen mit Teilnehmern im Sitzen eine schöne Bewegungsanregung sein, als auch für Senioren, die noch gut stehen können.

Der Winter ist vergangen. Ein Bewegungslied im Frühling

1. Der Winter ist vergangen
– die Hände vor dem Körper öffnen, die Handflächen zeigen dabei nach oben –

Ich seh des Maiens Schein
– mit dem Kopf nicken –

Ich seh die Blümlein prangen
– beide Hände wie eine Schale formen, in der eine Blüte liegt, die fiktive Blüte anschauen –

Des ist mein Herz erfreut
– beide Hände auf die Brust legen –

So fern in jenem Tale
– mit dem Zeigefinger in die Ferne zeigen –

Da ist gar lustig sein
– im Takt klatschen –

Da singt die Nachtigalle
– eine Hand hinter ein Ohr legen –

Und manch Waldvögelein
– mit beiden Armen seitlich Flügelschlagen imitieren –

2. Ich geh den Maien hauen
– pantomimisch einen Baum mit einer Axt schlagen –

Wohl durch das grüne Gras
– Beine und Füße auf der Stelle so bewegen, als würde über eine Wiese gehen –

Schenk meinem Buhl die Treue
– die Hände so öffnen, als würde man jemandem ein Geschenk überreichen –

Die mir die Liebste was
– beide Hände übereinander auf die Brust legen –

Und ruf, dass sie mag kommen
– die Hände zu einem Trichter um den Mund formen, dabei nach oben blicken –

wohl an dem Fenster stahn
– einen Fensterrahmen in die Luft malen –

Empfangen den Mai mit Blumen
– jemandem einen fiktiven Blumenstrauß überreichen –

Er ist gar wohlgetan
– freundlich nicken –

3. Und als die Allerliebste
– ein Herz in die Luft malen –

sein Reden hatt gehört
– mit dem rechten Zeigefinger an das rechte Ohrläppchen tippen –

da stand sie Traurigliche
– durch ein fiktives Fenster schauen, die Arme af einem „Fensterbrett“ abstützen –

und sprach zu ihm ein Wort
– den rechten Zeigefinger heben –

„Ich hab den Mai empfangen
– ein fiktives Geschenk annehmen –

mit großer Würdigkeit!“
– die rechte Hand aufs Herz legen –

Er küßt sie an die Wangen
– sich selbst einen Kuss auf den linken Handrücken geben –

war das nicht Ehrbarkeit?
– freundlich mit dem Kopf nicken –

4. Er nahm sie sonder Trauern
– die rechte Hand ausstrecken, als würde man jemanden zum Tanzen auffordern –

in seine Arme blank,
– beide Arme um den eigenen Körper legen –

der Wächter auf den Mauern
– wie ein Soldat gerade stehen –

hob an sein Lied und sang:
– mit beiden Händen einen Trichter um den Mund formen –

Ist jemand noch darinnen,
– ein Fragezeichen in die Luft malen –

der mag jetzt heimwärts gehen.
– auf der Stelle gehen –

ich seh den Tag aufdringen
– eine Hand an die Stirn schützend über die Augen legen und in die Ferne schauen –

wohl durch die Wolken schön.
– mit beiden Zeigefingern eine Wolke in die Luft malen –

Die Melodie der ersten vier Strophen von „Der Winter ist vergangen“ als MP3-Download

*Bewegung*

Jetzt kommen die lustigen Tage – Ein Bewegungslied

Dies ist ein Bewegungslied zu dem bekannten Volkslied „Jetzt kommen die lustigen Tage“. Die Bewegungen können sowohl mit fitten Senioren als auch mit demenziell veränderten Menschen umgesetzt werden. Die Anzahl der untermalenden Bewegungen kann dabei beliebig variiert werden – je nachdem welche Ressourcen die Teilehmenden Ihres Gruppenangebotes haben. Manchmal genügt auch eine Art Bewegung pro Strophe, die dann beliebig wiederholt wird.

Jetzt kommen die lustigen Tage – Ein Bewegungslied

1. Strophe

Jetzt kommen die lustigen Tage,
Schätzel, ade,

– Mit einem Arm oder beiden Armen winken –

und das ich es dir auch gleich sage,
es tut mir gar nicht weh.

– Den Kopf schütteln –

Und im Sommer,
da blüht der rote, rote Mohn

– Mit dem rechten Zeigefinger auf die einzelnen Mohnblumen im Feld zeigen –

und ein lustiges Blut
kommt überall davon.
Schätzel ade, ade, Schätzel, ade!

– In weiten Bewegungen winken –

2. Strophe

Im Sommer, da müssen wir wandern,
Schätzel, ade,

– In weiten Bewegungen winken –

und küssest du gleich einen andern,
wenn ich es nur nicht seh.

– Eine Hand vor die Augen halten –

Und seh ich’s im Traum,
so red‘ ich mir halt ein,

– Die Hände mit den Handflächen nach innen aufeinanderlegen und an die Wange legen (schlafen) –

ach, es ist ja nicht wahr,
es kann ja gar nicht sein.
Schätzel ade, ade, Schätzel, ade!

– In weiten Bewegungen winken –

3. Strophe

Und kehr ich dann einstmals wieder,
Schätzel, ade.

– In weiten Bewegungen winken –

So sing ich die alten Lieder,
vorbei ist all mein Weh.

– Eine Hand aufs Herz legen –

Und bist du mir gut
wie einstmals im Mai,

– Alle Teilnehmer nehmen sich an die Hand –

so bleib ich bei dir
auf ewige Treu.
Schätzel ade, ade, Schätzel, ade!

– In weiten Bewegungen winken –



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Anna und die Frühlingsgefühle. Eine Liedergeschichte zu „Veronika, der Lenz ist da“

„Veronika der Lenz ist da“ ist wohl mit der bekannteste Schlager der Comedian Harmonists, die vor allem zu Beginn der 1930er Jahre große Erfolge feierten. Zusammen mit dem Lied „Wochenend und Sonnenschein“ bildete „Veronika der Lenz ist da“ oft das Eröffnungsprogramm auf Konzerten des beliebten Männerquintetts.
Wir haben zu „Veronika der Lenz ist da“ eine Liedergeschichte geschrieben, mit der der beliebte Schlager und auch ein paar Frühlingsgefühle Einzug in Ihre Beschäftigungsangebote halten werden…
Den Liedtext zu „Veronika der Lenz ist da“ können wir Ihnen aus urheberrechtlichen Gründen an dieser Stelle leider nicht zur Verfügung stellen. Sie können sich ihn aber hier ansehen.

Singen Sie an den angegebenen Stellen im Text der Geschichte gemeinsam mit den Senioren den Refrain von „Veronika der Lenz ist da“

Anna und die Frühlingsgefühle. Eine Liedergeschichte zu „Veronika, der Lenz ist da“

Anna konnte es kaum glauben. Überall um sie herum kehrte der Frühling ein, und vor allem die Frühlingsgefühle nahmen ihren Lauf. Sie selbst hatte nichts mehr am Hut mit der rosaroten Brille. Sie wollte keine Schmetterlinge mehr im Bauch haben und auch kein Herzklopfen mehr im Angesicht ihres Liebsten. Anna und Frank hatten sich zwei Wochen zuvor gemeinsam dafür entschieden, getrennte Wege zu gehen. Und das war gut so, dachte sie bis dahin. Alleine die um sie herum schwärmenden Verliebten machten ihr schlechte Laune…

Veronika…

„Wer war eigentlich diese Veronika?“, fragte sie sich immer, wenn sie das Lied im Radio hörte. Und zu ihrem Missfallen spielten es die Rundfunkanstalten in den letzten Wochen auch viel zu oft – in Annas Augen jedenfalls. Annas Gesichtsausdruck wurde von Tag zu Tag grimmiger. Sie ärgerte sich über ihre Freunde, die nur noch als Pärchen anzutreffen waren und gleichzeitig über sich selbst: Schließlich war wieder einmal eine Beziehung in die Brüche gegangen. Wie sollte sie nur jemals wieder glücklich werden?

Veronika…

Anna ging viel spazieren, sie streifte durch die Wälder und konnte die Ruhe auf den einsamen Feldwegen sehr genießen. Nach einigen Tagen sah sie aber auch dort nur noch Frühlingsgefühle umherspringen und durch die Lüfte flattern. Die Schmetterlinge veranstalteten Paartänze und die Kaninchen hüpften zu zweit über die Wiese. Die Eichhörnchen spielten fangen und sogar die Bienen und Hummeln fanden in den bunten Blüten der Blumen am Wegesrand einen ebenwürdigen Partner…

Veronika…

Annas beste Freundin Vera fragte sie eines Tages, ob Anna nicht vielleicht doch ein wenig Liebeskummer hatte? Und sie sich eventuell doch noch einmal mit Frank aussprechen wollte. Anna verneinte das gewiss und bat Vera doch bitte kein Wort mehr über Frank zu verlieren…
Vera erfüllte ihr diesen Wunsch und die beiden machten einen langen Spaziergang. Am Ende lud Vera Anna in die Milchbar im Dorf ein. Kaum hatte Anna einen Schluck getrunken, ertönte auch schon wieder dieses Lied…

Veronika…

Als Anna gerade aufstehen wollte, um dem Lied zu entkommen, stand auf einmal Frank vor ihr. Es traf sie wie der Schlag. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. „Hallo Anna, ich…“, begann Frank seinen Satz. Doch Anna wollte nichts hören. Als sie ihm das gerade sagen wollte und ihm dafür in die Augen schaute – da wars um sie geschehen. Ihr Herz klopfte, Schmetterlinge tanzten in ihrem Bauch und alles, was sie sagen wollte, war auf einmal aus ihrem Kopf verschwunden…

Veronika…

Anna war kurz verunsichert. Waren das etwa Frühlingsgefühle? Oder gehörte sie doch mehr zu Frank als sie gedacht hatte? Sie wusste nicht warum, aber sie setzte sich mit ihm zusammen an einen Tisch. Dann redeten sie bis in den Abend hinein. Am Ende entschieden beide, ihrer Liebe noch einen Versuch zu schenken. Und wer weiß? Vielleicht haben ja die Frühlingsgefühle der großen Liebe hier ein wenig auf die Sprünge geholfen…

Veronika…



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Briefe an die Mutter oder Die große Liebe. Eine Liedergeschichte zu dem Volkslied „Kommt ein Vogel geflogen“

Dies ist eine Liedergeschichte zu dem bekannten Volkslied „Kommt ein Vogel geflogen“. Lesen Sie die Geschichte in Seniorengruppen vor und singen Sie an den angegebenen Stellen das Lied. Da „Kommt ein Vogel geflogen“ ein recht kurzes Lied ist, haben wir uns dafür entschieden, jedesmal beide Strophen singen zu lassen.

Briefe an die Mutter oder Die große Liebe. Eine Liedergeschichte zu dem Volkslied „Kommt ein Vogel geflogen“

Hans war ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er lebte in einer großen Stadt, verdiente gutes Geld und war rundum zufrieden. Genau das hatte er sich erträumt als er damals in die Lehre gegangen war. Das einzige was ihm fehlte, war eine Frau. Und zwar nicht nur, weil die Wohnung in der er lebte, einfach zu groß für nur eine Person gewesen war.
Nein. Er dachte, dass es an der Zeit war, auch eine Familie zu gründen. Bis dahin war seine Mutter eine enge und liebe Begleiterin für ihn gewesen. Aufgrund der Entfernung zu seinem Heimatdorf konnten sie sich allerdings nicht oft sehen. Umso öfter schrieben sie einander Briefe…

Kommt ein Vogel geflogen,
setzt sich nieder auf mein‘ Fuß,
hat ein‘ Zettel im Schnabel,
von der Mutter ein‘ Gruß.

Lieber Vogel, flieg‘ weiter,
bring ein‘ Gruß mit und ein‘ Kuss,
denn ich kann dich nicht begleiten,
weil ich hier bleiben muss.

Hans lernte tatsächlich eine Frau kennen. Sie hieß Julia, hatte braunes Haar, rehbraune Augen und war eine Seele von Mensch. Hans war so glücklich wie noch nie zuvor…
Und weil er so glücklich war, vergaß er auf einmal, seiner Mutter Briefe zu schreiben. Auch als diese schon drei Briefe hintereinander geschrieben hatte um sich zu erkundigen, ob es ihrem Jungen gut ging. Eines Tages fand er aber doch die Zeit, um endlich auf ihre Briefe zu antworten…

Kommt ein Vogel geflogen…

Lange hatte er überlegt, ob er seiner Mutter schon von Julia schreiben sollte. Er wollte iihr nicht vor den Kopf stoßen. Schließlich sollte sie nicht denken, dass er keine Zeit mehr für sie haben würde. Womit sie aber wahrscheinlich recht hatte – er hatte ja wirklich weniger Zeit zum Schreiben.
Da er aber von nichts anderem zu Berichten wusste als von seiner großen Liebe, nahm er den Stift in die Hand und stellte Julia kurzerhand seiner Mutter vor…

Kommt ein Vogel geflogen…

Hans war gespannt auf die Antwort. Und auch ein wenig beunruhigt. Würde sich Mutter darüber freuen? Julia schlug ihm vor, doch einfach gemeinsam seine Mutter zu besuchen. „Es fühlt sich meist besser an, jemanden persönlich kennen zu lernen!“, sagte sie. Hans war verunsichert. Noch nie hatte er eine Frau seiner Mutter vorgestellt. Wie das wohl ausgehen würde?
Schon drei Tage später kam ein Brief von seiner Mutter zurück. Ein wenig nervös war er schon als er den Brief öffnete. Julia schaute gespannt zu als er die Zeilen las. Als er fertig war hob er den Kopf – und strahlte sie an: „Sie freut sich!“
„Na schau“, entgegnete Julia und lächelte „dann steht ja einem Besuch nichts mehr im Wege!“
Schnell schrieb Hans einen Brief zurück…

Kommt ein Vogel geflogen…

Und schon bald besuchte Hans nach langer Zeit wieder einmal sein Heimatdorf. Mit Julia an seiner Seite. Seine Mutter begrüßte beide mit einer stürmischen und festen Umarmung. Als sie Julia in den Armen hielt flüsterte sie ihr ins Ohr: „Endlich hat Hans seine große Liebe gefunden. Das wurde auch wirklich Zeit!“ Uns sie fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Vielleicht muss ich dann jetzt endlich nicht mehr so viele Briefe schreiben…“



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Wie im zweiten Frühling. Eine Liedergeschichte zu „Es tönen die Lieder“

Für Ihre Beschäftigungsangebote mit Senioren und Menschen mit Demenz im Frühling haben wir zu dem bekannten Frühlingslied bzw. Kanon „Es tönen die Lieder“ eine kostenlose Liedergeschichte geschrieben. Lesen Sie die Geschichte in Ihren Aktivierungsangeboten vor und singen Sie mit den Senioren an den angegebenen Stellen das Lied „Es tönen die Lieder“.

Wie im zweiten Frühling. Eine Liedergeschichte zu „Es tönen die Lieder“

Harald konnte es kaum glauben. Auf seine alten Tage hatte er sich wirklich noch einmal richtig verliebt. Terese hieß seine Angebetete, sie hatten sich einfach in der Straßenbahn kennengelernt, obwohl sie gar nicht auf der Suche nach neuen Partnern waren. Harald fuhr oft mit der Straßenbahn. Und so kam es, dass er und Terese sich regelmäßig morgens auf dem Weg in die Stadt in der Straßenbahn getroffen hatte.
Für Harald war es sofort klar, dass Terese etwas ganz besonderes sein musste…

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

Irgedwann hatte er seinen ganzen Mut zusammengenommen und Terese angesprochen. Sie unterhielten sich über Gott und die Welt und auch Terese schien Harald gerne in der Straßenbahn zu treffen. Doch irgendwann, und zwar eigentlich genau an der Haltestelle „Bahnhofstraße“, musste Terese immer aussteigen. In der Nähe der Haltestelle wohnte ihre Tochter, die Terese jeden Morgen besuchte, um auf ihre Enkel aufzupassen. Immer wenn Harald Terese in der Bahn sah, ging ein Kribbeln durch seinen ganzen Körper. Von Kopf bis Fuß. Und stieg sie aus, verfinsterte sich seine Mine und er hatte den Rest des Tages schlechte Laune…

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

Eines Tages geschah etwas Merkwürdiges. Harald sah schon die Haltestelle „Bahnhofstraße“ kommen und war gerade dabei, das Gespräch langsam zu beenden und sich von Terese zu verabschieden – aber sie stieg gar nicht aus. Terese lächelte den verdutzten Harald an. „Ich hab den Vormittag frei, mein Enkel geht jetzt in den Kindergarten. Wollen wir einen Kaffee trinken gehen?“ Harald wusste gar nicht, wie ihm geschah. Natürlich wollte er! Er musste sich dreimal räuspern, ehe er ein leises „Ja, gerne“ stotterte.

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

Aus dem einen Kaffee wurde ein ganzer Vormittag. Aus dem einen Vormittag wurden mehrere. Irgendwann traute Harald sich, Terese zu fragen, ob sie nicht mit ihm Tanzen gehen würde. Terese nahm die Einladung gerne an. An diesem Abend tanzten sie – bis ihnen die Füße wehtaten. Und für Harald war es der schönste Abend seit langem…

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

Terese und Harald waren nach kurzer Zeit ein richtiges Paar geworden – mit allem drum und dran. Sie lachten zusammen, weinten zusamen, unternahmen Ausflüge, besserten ihre Tanzkünste in gemeinsamen Tanzstunden auf, machten Spaziergänge in der Natur, lasen zusammen, und machten einfach das, woran sie Freude hatten.
Aus ihrem ersten gemeinsamen Kaffee war ein richtiges Ritual geworden. Fortan gingen sie jeden Morgen zur Straßenbahnhaltestelle und fuhren zusammen in das besagte Café, um dort einen Kaffee zu trinken.

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

Und Harald war sich sicher: Das musste der zweite Frühling sein!



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Frühlingslieder: Verheddert! Ein Arbeitsblatt für das Gedächtnistraining

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Lösung des Arbeitsblattes:

Alle Winter tun schon weh
Winter ade Scheiden tut weh
Alle Vögel sind schon da

Im Tönen der Bauer
Es tönen die Lieder
Im Märzen der Bauer

Bei dem Arbeitsblatt sind immer zwei Frühlingslieder durcheinandergewürfelt worden. Die Aufgabe der Senioren ist es, herauszufinden, welche Frühlingslieder sich hinter der Neuschöpfung verbergen. Wir haben extra bekannte Volkslieder ausgesucht, damit sich die Übung für das Gedächtnistraining in der Praxis gut umsetzen lässt.

Trotzdem zu schwer? Wenn die Gruppenleitung das Lied, welches nicht gefunden wird, kurz ansummt, geht mit Sicherheit ein „AHA“ durch die Reihen und alle haben ein Erfolgserlebnis. Viel Spaß beim Rätseln!



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Karl und Emil. Eine Liedergeschichte mit Kuckucksliedern

Singen Sie bei dieser Liedergeschichte an den angegebenen Stellen die erste Strophe des entsprechenden Kuckucksliedes. So fern die Gruppe es wünscht, kann auch das gesamte Lied gesungen werden. Stöbern Sie auch in unseren anderen Geschichten für Senioren .

Karl und Emil

Karl kam heute Mittag mit einem finsteren Gesichtsausdruck aus der Schule nach Hause. Als seine Mutter in fragte, was ihn so bedrückte, bekam sie keine Antwort. Karl ging in sein Zimmer und blieb dort einige Zeit. Seine Mutter kannte das schon. Und so wusste sie auch, dass Karl schon zu ihr kommen würde, wenn er ihr etwas erzählen wollte. Meist brauchte er nur ein wenig Zeit, um seine Gedanken zu ordnen.
Und so war es auch. Als seine Mutter gerade damit beschäftigt war, den Garten für die bevorstehenden ersten Frühlingstage vorzubereiten, kam Karl raus und setzte sich auf seinen Lieblingsplatz im alten Apfelbaum. Da dieser noch keine Blätter hatte, konnte er sich bequem auf den unteren Ast setzen. Er war der Dickste und Stärkste von allen. Wenn Karl nur so im Garten war, wenn er nachdenken musste oder er sich über etwas besonders freute, saß er immer dort und konnte in Ruhe seinen Gedanken nachgehen…

Auf einem Baum ein Kuckuck,
simsaladim bamba saladusaladim,
auf einem Baum ein Kuckuck saß.

Ohne dass seine Mutter ihn danach fragte, begann Karl zu erzählen. Sie hielt mit der Gartenarbeit inne und hörte ihm zu. Er hatte sich in der Schule furchtbar mit Emil gestritten. Emil war Karls bester Freund. Schon seit dem Kindergarten waren die beiden unzertrennlich, gingen durch dick und dünn. Nun war wohl wieder so ein Moment, in dem ihre feste Freundschaft auf die Probe gestellt wurde:
In der Schule gab es die Mathematik-Arbeiten zurück. Karl hatte eine bessere Zensur bekommen als Emil. Obwohl Emil den Unterrichtsstoff viel besser verstanden hatte als Karl. Karl sagte wohl so etwas wie, er habe Glück im Unglück gehabt, ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn usw… Er erzählte weiter, dass er wohl erst zu spät bemerkt habe, dass Emil über seine eigene Zensur sehr enttäuscht und ihm gar nicht nach Scherzen zumute war. Doch da war es leider schon zu spät. Mit einem Mal flogen die Fetzen, und es wurden von beiden Dinge gesagt, die Karl für seine Mutter lieber nicht wiederholen wollte. Im Streit sind sie dann auseinander gegangen. Seie Mutter sah, wie Karls Augen feucht wurden, und er tat ihr in diesem Moment schrecklich Leid…

Der Kuckuck und der Esel,
die hatten einen Streit:
Wer wohl am besten sänge,
wer wohl am besten sänge
zur schönen Maienzeit,
zur schönen Maienzeit.

Sie überlegte dann und hatte einen Vorschlag: „Warum gehst Du nicht noch einmal zu Emil, und erzählst ihm das, was Du mir gerade erzählt hast – dass es Dir sehr Leid tut und dass Du in der Freude über Deine gute Zensur zu spät bemerkt hast, wie schlecht es Emil geht“. Karl brummelte etwas wie: er habe es doch schon versucht und das habe ja sowieso keinen Zweck mehr…
Doch schließlich überredete ihn seine Mutter, es noch einmal zu versuchen. Schließlich habe Emil nun auch ein wenig Zeit zum Nachdenken gehabt. Sie bereitete einen Rucksack mit Apfelschorle, Plätzchen und einer Picknickdecke für die Beiden vor. Ihrer Idee, mit Emil in den Wald zu gehen und ein Picknick zu machen, kam er gerne nach. Ein bisschen mulmig war ihm aber dennoch zumute. Er hoffte so sehr, dass Emil ihm verzeihen würde…

Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen –
Frühling, Frühling wird es nun bald!

Am Abend kam Karl mit einem glücklichen Grinsen zurück nach Hause. Er umarmte seine Mutter fest und dankte ihr für das leckere Picknick. Dann erzählte er ihr, dass auch Emil sich bei ihm entschuldigt hatte und die Sache wohl schnell wieder gut gewesen und vergessen war. Im Wald hatten sie einen neuen Baum gefunden, auf dem sie wunderbar klettern konnten. Er sollte von nun an ihr Lieblingsbaum sein. Die Freude über die Freundschaft der Beiden überwiegte Gott sein Dank, sonst hätte sich Karls Mutter wahrscheinlich wieder Sorgen um die beiden gemacht. Tief im Inneren sagte sie sich aber: „Die beiden geben schon aufeinander acht! Und sie werden auch in diesem Jahr wieder gemeinsam einen wunderschönen, aufregenden Frühling erleben!“



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Nun will der Lenz uns grüßen: Als Bewegungslied

Bewegungslieder kommen bei vielen Senioren gut an. Wir haben ein bisschen mit dem Frühlingslied „Nun will der Lenz uns grüßen“ herum experimentiert und dazu ein kleines Bewegungslied entwickelt. Da das Lied auch in der Arbeit mit Menschen mit Demenz eingesetzt werden soll, haben wir entschieden, dass die Bewegungen sich in der zweiten Strophe wiederholen. Die Bewegungen orientieren sich also nicht direkt am Text des Liedes. Es lohnt sich die Bewegungen vor dem Singen des Bewegungsliedes einmal ohne Musik zu üben.

Anleitung für die Bewegungen mit Text

Nun will der Lenz uns grüßen, von Mittag weht es lau,
Auf dem Platz marschieren
aus allen Ecken sprießen
Mit dem rechten Arm von der Körpermitte aus einen großen Halbkreis nach rechts malen
die Blumen rot und blau.
Mit dem linken Arm von der Körpermitte aus einen großen Halbkreis nach links malen
D’raus wob die braune Heide
sich ein Gewand gar fein
Beide Arme waagerecht vor dem Körper ausstrecken, von links nach rechts schwenken und die Fingerspitzen dabei bewegen
und lädt im Festtagskleide
zum Maientanze ein.
Beide Arme waagerecht vor dem Körper ausstrecken, von unten nach oben schwenken und die Fingerspitzen dabei bewegen

Waldvöglein Lieder singen, wie ihr sie nur begehrt,
Auf dem Platz marschieren
drum auf zum frohen Springen,
Mit dem rechten Arm von der Körpermitte aus einen großen Halbkreis nach rechts malen
die Reis‘ ist Goldes wert!
Mit dem linken Arm von der Körpermitte aus einen großen Halbkreis nach links malen
Hei, unter grünen Linden,
da leuchten weiße Kleid‘!
Beide Arme waagerecht vor dem Körper ausstrecken, von links nach rechts schwenken und die Fingerspitzen dabei bewegen
Heija, nun hat uns Kinden
ein End‘ all‘ Wintersleid.
Beide Arme waagerecht vor dem Körper ausstrecken, von unten nach oben schwenken und die Fingerspitzen dabei bewegen



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„Es tönen die Lieder“ als Bewegungslied für die Seniorenarbeit

Das Volkslied „Es tönen die Lieder“ hat einen sehr kurzen Text. Es wird meistens als Kanon gesungen und der Text wird immer wieder wiederholt. Auch wenn man „Es tönen die Lieder“ als Bewegungslied umsetzt, kann man daraus einen Kanon machen. Das ist allerdings wirklich nur in Gruppen mit sehr fitten Teilnehmern, die auf der Suche nach einer Herausforderung sind, empfehlenswert. Für Gruppen mit Menschen mit Demenz ist das gleichzeitige Singen und Bewegen Herausforderung genug. Häufiger wiederholen sollte man das Lied allerdings trotzdem, sonst ist es sehr schnell zu Ende. Dadurch bleiben auch die Bewegungsabläufe besser hängen und das Bewegen zu Musik macht viel mehr Spaß!

Anleitung zu textuntermalenden Bewegungen zu dem Lied „Es tönen die Lieder“

Es tönen die Lieder,
Hände hinter die Ohren halten
der Frühling kehrt wieder,
Beide Arme vor dem Oberkörper ausstrecken (Handflächen nach oben) und dann einladende Bewegungen hin zum eigenen Körper machen
es spielet der Hirte
Fiktiv die Umrisse eines Hutes auf dem eigenen Kopf zeichnen
auf seiner Schalmei.
Mit den Händen eine fiktive Schalmei festhalten und spielen
Tralalalalalalalala, tralalalalalalala.
Die Unterarme vor dem Körper umeinander kreisen lassen

So vereinfachen Sie das Bewegungslied

Das Bewegungslied ist, besonders dadurch, dass es häufig wiederholt wird, auch für viele Menschen mit Demenz noch umsetzbar. Wenn Sie es dennoch für Ihre Teilnehmer vereinfachen möchte, können Sie wie folgt vorgehen und nur jede zweite Bewegung durchführen (die Bewegung muss dann natürlich länger durchgeführt werden.

Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder,
Beide Arme vor dem Oberkörper ausstrecken (Handflächen nach oben) und dann einladende Bewegungen hin zum eigenen Körper machen
es spielet der Hirte auf seiner Schalmei.
Mit den Händen eine fiktive Schalmei festhalten und spielen
Tralalalalalalalala, tralalalalalalala.
Die Unterarme vor dem Körper umeinander kreisen lassen



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Frühlingslieder: Mit Musik Frühlingsgefühle wecken

Frühlingslieder gibt es einige und im Frühling gehören diese Lieder selbstverständlich mit in die Seniorenarbeit und die Aktivierung von Menschen mit Demenz. Vögel, Blumen und Liebe, das sind die Themen um die sich die Texte von Frühlingsliedern drehen. Tolle Themen, wie wir finden! Wir haben eine Liste mit bekannten Frühlingsliedern für Sie zusammen gestellt. Mit diesen Liedern, können Sie sich und die Senioren wunderbar auf den Frühling einstimmen:

  1. Alle Vögel sind schon da
  2. Alles neu macht der Mai
  3. Der Kuckuck und der Esel
  4. Der Mai ist gekommen
  5. Der Winter ist vorüber
  6. Die Luft ist blau
  7. Die Vogelhochzeit
  8. Es tönen die Lieder
  9. Grüss Gott, du schöner Maien
  10. Im Märzen der Bauer
  11. Jetzt fängt das schöne Frühjahr an
  12. Komm lieber Mai
  13. Kuckuck rufts aus dem Wald
  14. Kommt ein Vogel geflogen
  15. Nicht lange mehr ist Winter
  16. Nun will der Lenz uns grüßen

Wenn Ihnen weitere Volkslieder zu dem Thema Frühling einfallen, sind Sie herzlich eingeladen einen Kommentar am Ende des Beitrags zu hinterlassen!

Schlager rund um den Frühling

Doch nicht nur Volkslieder finden in der Jahreszeit Frühling ein dankbares Thema. Auch in Schlagern wird das Thema Frühling gerne verarbeitet und diese Schlager lassen sich natürlich auch wunderbar als Frühlingslieder in der Seniorenbetreuung nutzen. Beispiele für Schlager zum Thema Frühling sind: Tulpen aus Amsterdam, Blau blüht der Enzian oder Veronika der Lenz ist da.

Machen Sie doch mal eine kurze Ideensammlung mit den Senioren zu dem Thema Frühlingslieder. Bestimmt fallen den Senioren noch mehr schöne Lieder rund um diese erfrischende Jahreszeit ein!

Was man mit Frühlingsliedern alles anstellen kann…

Es gibt unzählige Möglichkeiten Frühlingslieder in der Arbeit mit Senioren und Menschen mit Demenz einzusetzen. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem kleinen Rätsel rund um Frühlingslieder? Viele der Frühlingslieder, wie zum Beispiel im Märzen der Bauer, lassen sich auch wunderbar als Bewegungslied umsetzen. Besonders beliebt sind auch unsere Liedergeschichten, bei denen die Lieder nicht einfach nur gesungen werden, sondern die einzelnen Strophen in eine Geschichte eingebettet werden. Hier finden Sie eine Liedergeschichte zu dem Lied „Wenn ich ein Vöglein wär“. Die Titel von Liedern und natürlich auch von Frühlingsliedern, lassen sich auch auf ähnliche Arten und Weisen einsetzen wie Sprichwörter. Man kann sie zum Beispiel nach Lust und Laune verdrehen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Auch in diesem Frühling, werden wir wieder viele Beiträge und Ideen rund um Frühlingslieder für Sie vorbereiten. Um über neue Beiträge mit den verschiedensten Inhalten für die Seniorenarbeit und die Arbeit mit Menschen mit Demenz auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir Ihnen unseren Newsletter zu bestellen und uns bei Facebook zu besuchen.



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