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Wie im zweiten Frühling. Eine Liedergeschichte zu „Es tönen die Lieder“

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Für Ihre Beschäftigungsangebote mit Senioren und Menschen mit Demenz im Frühling haben wir zu dem bekannten Frühlingslied bzw. Kanon „Es tönen die Lieder“ eine kostenlose Liedergeschichte geschrieben. Lesen Sie die Geschichte in Ihren Aktivierungsangeboten vor und singen Sie mit den Senioren an den angegebenen Stellen das Lied „Es tönen die Lieder“.

Wie im zweiten Frühling. Eine Liedergeschichte zu „Es tönen die Lieder“

Harald konnte es kaum glauben. Auf seine alten Tage hatte er sich wirklich noch einmal richtig verliebt. Terese hieß seine Angebetete, sie hatten sich einfach in der Straßenbahn kennengelernt, obwohl sie gar nicht auf der Suche nach neuen Partnern waren. Harald fuhr oft mit der Straßenbahn. Und so kam es, dass er und Terese sich regelmäßig morgens auf dem Weg in die Stadt in der Straßenbahn getroffen hatte.
Für Harald war es sofort klar, dass Terese etwas ganz besonderes sein musste…

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

Irgedwann hatte er seinen ganzen Mut zusammengenommen und Terese angesprochen. Sie unterhielten sich über Gott und die Welt und auch Terese schien Harald gerne in der Straßenbahn zu treffen. Doch irgendwann, und zwar eigentlich genau an der Haltestelle „Bahnhofstraße“, musste Terese immer aussteigen. In der Nähe der Haltestelle wohnte ihre Tochter, die Terese jeden Morgen besuchte, um auf ihre Enkel aufzupassen. Immer wenn Harald Terese in der Bahn sah, ging ein Kribbeln durch seinen ganzen Körper. Von Kopf bis Fuß. Und stieg sie aus, verfinsterte sich seine Mine und er hatte den Rest des Tages schlechte Laune…

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

Eines Tages geschah etwas Merkwürdiges. Harald sah schon die Haltestelle „Bahnhofstraße“ kommen und war gerade dabei, das Gespräch langsam zu beenden und sich von Terese zu verabschieden – aber sie stieg gar nicht aus. Terese lächelte den verdutzten Harald an. „Ich hab den Vormittag frei, mein Enkel geht jetzt in den Kindergarten. Wollen wir einen Kaffee trinken gehen?“ Harald wusste gar nicht, wie ihm geschah. Natürlich wollte er! Er musste sich dreimal räuspern, ehe er ein leises „Ja, gerne“ stotterte.

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

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Aus dem einen Kaffee wurde ein ganzer Vormittag. Aus dem einen Vormittag wurden mehrere. Irgendwann traute Harald sich, Terese zu fragen, ob sie nicht mit ihm Tanzen gehen würde. Terese nahm die Einladung gerne an. An diesem Abend tanzten sie – bis ihnen die Füße wehtaten. Und für Harald war es der schönste Abend seit langem…

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

Terese und Harald waren nach kurzer Zeit ein richtiges Paar geworden – mit allem drum und dran. Sie lachten zusammen, weinten zusamen, unternahmen Ausflüge, besserten ihre Tanzkünste in gemeinsamen Tanzstunden auf, machten Spaziergänge in der Natur, lasen zusammen, und machten einfach das, woran sie Freude hatten.
Aus ihrem ersten gemeinsamen Kaffee war ein richtiges Ritual geworden. Fortan gingen sie jeden Morgen zur Straßenbahnhaltestelle und fuhren zusammen in das besagte Café, um dort einen Kaffee zu trinken.

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder,
es spielet der Hirte
auf seiner Schalmei:
La la la la la la la,
la la la la la la la.

Und Harald war sich sicher: Das musste der zweite Frühling sein!

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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