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sitzen tanzen kein Problem

2×7 Bewegungslieder und Sitztänze

Autor: Vera Kern
Verlag: Neukirchener Aussaat

Inhalt

sitzen tanzen kein Problem*. Das Buch „sitzen tanzen kein Probem“ von Vera Kern ist sehr klein und beinhaltet Anleitungen zu 12 Bewegungsliedern, viele der Lieder sind kirchlichen Ursprungs. Zu den Liedern sind jeweils die passenden Noten abgedruckt.

Autorin

Vera Kern ist ehrenamtlich in der Seniorenarbeit tätig. Sie ist Mitglied des Bundesverbandes Seniorentanz, leitet drei Seniorentanzgruppen und ist Organistin und Chorleiterin.

Höhen und Tiefen

Das „Buch“ „sitzen, tanzen kein Problem“ von Vera Kern ist eher ein Heft. Man findet darin eher Bewegungslieder als „klassische“ Sitztänze. Die Bewegungen orientieren sich an den Texten der Lieder und sind einfach nachvollziehbar. Die meisten der Lieder haben einen kirchlichen Ursprung und werden daher eher kirchlich orientierten (evangelisch) Gruppenleitungen und Senioren bekannt sein. Zwei bekannte'(und nicht kirchliche Lieder), die in dem Buch enthalten sind, sind „Bruder Jakob“ und „Froh zu sein bedarf es wenig“.

Fazit

Dadurch, dass sich die Bewegungen an den Texten orientieren, sind sie leicht nachzumachen. Durch die kirchliche Orientierung ist das Buch eher für kirchliche Gruppen geeignet und enthält für nicht-kirchliche Gruppen nur wenige Anregungen. Der niedrige Preis von knapp 5 Euro, erklärt sich dadurch, dass das Buch sehr klein und dünn ist.

Das Buch jetzt bei Amazon bestellen!*

Noch mehr kostenlose Anregungen für Bewegungseinheiten mit Musik finden Sie in unserer Rubrik Bewegungslieder .

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Die besten Bewegungsgeschichten von Mal-alt-werden.de in einem Buch

Die Singliesel Mal-alt-werden.de-Edition

Geschichten zum Bewegen*. So heißt der erste Band der SingLiesel Mal-alt-werden.de-Edition. Die Kooperation mit dem SingLiesel-Verlag bei diesem Projekt hat es uns nun endlich möglich gemacht, dass wir Ihnen unsere Beschäftigungs- und Aktivierungsmaterialien auch in Buchform zur Verfügung stellen können. In Band 1 haben wir 28 Bewegungsgeschichten zusammengestellt, mit denen Sie Bewegungsangebote für Senioren und Menschen mit Demenz kreativ und anregend gestalten können.

Bewegungsgeschichten als Gruppenangebot

Besonders in den Bewegungsangeboten für Senioren und Menschen mit Demenz ist es wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Teilnehmenden wohlfühlen, und das Angebot gleichzeitig so zu gestalten, dass möglichst viele Senioren mitmachen können. Dabei müssen in Gruppenangeboten sowohl die kognitiven Veränderungen der Teilnehmer beachtet werden, als auch die physischen bzw. motorischen Einschränkungen im hohen Alter. Eine Gratwanderung, die aber gut gelingen kann!
Bewegungsgeschichten sind für diese Art von Aktivierungsangebot besonders dankbar. Die in diesem Buch abgedruckten Geschichten lassen sich ganz leicht und individuell an die vorhandenen Ressourcen der teilnehmenden Senioren anpassen. Zu jeder Geschichtenkategorie finden Sie die passenden Tipps für die Praxis und Ratschläge für die Umsetzung der Gruppenangebote in einer Einführung am Anfang eines jeden Kapitels.

28 Bewegungsgeschichten. Ganz klassisch, mit Tüchern oder vollem Körpereinsatz

Die 28 Bewegungsgeschichten haben wir in drei Kategorien unterteilt:

  1. Bewegungsgeschichten mit Tüchern
    Für diese Variante der Bewegungsgeschichten benötigen Sie für jeden Teilnehmer ein oder mehrere farbige Tücher. Alternativ sind Servietten auch immer eine gute Ergänzung, die man leicht mitnehmen kann. In der Kapiteleinführung stellen wir Ihnen mehrere Möglichkeiten vor, wie Sie die Tücher innerhalb der Geschichten einsetzen können bzw. wie Sie die Übungen schwieriger oder leichter gestalten können.
    Am Anfang jeder Geschichte finden Sie eine Übersicht über die benötigten Tuchfarben und die entsprechenden Signalwörter. Die Signalwörter, bei denen Bewegungen stattfinden, sind im Text ebenfalls farbig markiert.
  2. Klassische Bewegungsgeschichten
    Hier werden Bewegungen gemacht, die das Geschehen in den Geschichten untermalen. Im Buch finden Sie dafür viele passende Vorschläge, die sich mit Senioren gut umsetzen lassen. Natürlich können Sie oder auch die Senioren das Vorgelesene aber auch selbst interpretieren und eigene Bewegungen zu den Geschichten machen. Dabei werden sowohl die Vorstellungskraft als auch die Assoziationsfähigkeit gefördert.
    Bei der Umsetzung der Bewegungsgeschichten in der Praxis ist es sinnvoll, wenn man als Gruppenleitung die Geschichten möglichst frei vortragen und die Bewegungen mitmachen kann. So kann man möglichst viele Senioren motivieren, mitzumachen, und vor allem auch den Blickkontakt zu den einzelnen Teilnehmern aufrecht erhalten.
  3. Bewegungsgeschichten rund um Körperteile
    Wie auch bei den klassischen Bewegungsgeschichten benötigen Sie bei dieser Variante keine zusätzlichen Materialien. Das einzige Werkzeug ist der eigene Körper. In diesen Geschichten sind zahlreiche Körperteile und Organe versteckt, die es gilt herauszuhören. Wird ein Körperteil genannt, wird es von allen Senioren bewegt (sofern es ein bewegliches Körperteil ist). Auf die Organe und andere nicht-bewegliche Körperteile kann man gut mit dem Finger zeigen. Mit den Augen kann geblinzelt werden, die wird Nase gerümpft, die Zunge herausgestreckt oder die Stirn kraus gezogen. Auch hier haben Sie alle Möglichkeiten bei der Umsetzung, die den Fähigkeiten Ihrer Gruppenteilnehmer entsprechen.

Das ist Wichtig!

Besonders in der Seniorenarbeit ist es wichtig, auf die körperliche Einschränkungen der teilnehmenden Senioren zu achten. Wichtige Informationen zu gesundheitlichen Einschränkungen (auch die kognitiven), künstlichen Gelenken und ärztlichen Empfehlungen finden Sie in der stationären und ambulanten Seniorenarbeit überlicherweise im Stamm- bzw. Berichteblatt. Grundsätzlich sollte von Dreh- und Rotationsbewegungen bei der Arbeit mit älteren Menschen abgesehen werden.

Und darum geht’s

Inhaltlich finden sich hier viele Themen aus der Biografie der heutigen Senioren wieder. Zum Beispiel nehmen wir Sie in einer Geschichte mit auf eine Reise durch ein Sonneblumenfeld, klären den Unterschied zwischen Rot- und Weißwein, fahren zur See, sind Schaffner für einen Tag, feiern einen runden Geburtstag, füttern Vögel, machen eine Autofahrt und erklären, wie es sich anfühlt, wenn man zwei linke Hände hat. Eine kleine Portion Humor bringt eine angenehme Leichtigkeit in die Bewegungsgeschichten, bei denen das Zuhören und Bewegen einfach viel Freude macht!

Das Buch jetzt bei Amazon bestellen!*

In dieser Reihe sind ebenfalls die Titel „Mitsprechgedichte„, „Geschichten zum Vorlesen und Mitsingen„, „Reimrätsel“ und „Kurzaktivierungen“ erschienen.

Menschen mit Demenz verstehen

Bewegung baut Brücken

Autorin: Marianne Eisenburger
Verlag: Vincentz

Inhalt

Menschen mit Demenz verstehen* ist ein Buch zum Thema Kommunikation bei Demenz, das über alternative Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen informiert. Die Autorin Marianne Eisenburger schreibt über Bewegung bzw. die Psychomotorik als Kommunikationsmittel, die helfen kann, mit den Betroffenen in Kontakt zu treten und so leichter Zugang zu ihrer Lebenswelt zu erhalten. Das Buch gliedert sich in einen theroretischen Teil und einen Teil mit pracktischen Anregungen für den Alltag.

Höhen und Tiefen

Einen Zugang zu Menschen mit Demenz finden – das stellt viele Mitarbeiter in der Seniorenarbeit und auch die Angehörigen täglich vor große Herausforderungen. Marianne Eisenburger zeigt in ihrem Buch „Menschen mit Demenz verstehen. Bewegung baut Brücken“ eine alternative Möglichkeit vor, wie man mit den Betroffenen in Kontakt treten kann, und zwar durch Bewegung. Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil geht es um die innere Haltung, mit der wir demenziell veränderten Menschen begegnen sollten. Um diese Menschen begleiten zu können, sollte man die Krankheit, das Verhalten der Betroffenen und die indiviuellen Bedürfnisse verstehen. In Kontakt treten kann man dann über alternative Kommunikationsformen – jenseits von Sprache und Kognition. Auch hier stehen natürlich Werte wie Wertschätzung, Empathie und das Beachten der Gefühle der Erkrankten im Mittelpunkt.
Marianne Eisenburger zeigt die praktischen Möglichkeiten zur Unterstützung der Betroffenen und zur Kontaktaufnahme durch die Psychomotorik im zweiten Teil des Buchs auf. Da Bewegung viel mit Wahrnehmung zu tun hat, werden die Sinne alleine durch die Bewegung schon aktiviert. Mit weiteren Sinnesangeboten zum fühlen, schmecken, hören oder sehen gelingt eine Kontaktaufnahme. Im Praxisteil findet man einige Anregungen und Beispiele für den Pflege- und Betreuungsalltag mit demenziell veränderten Menschen. Fallbeispiele veranschaulichen den Einsatz und die exemplarische Wirkung der Methode. Obwohl das Taschenbuch nur 49 Seiten hat, findet man alles, was für eine wertschätzende Begleitung demenziell veränderter Menschen wichtig ist. Besonders die innere Haltung ist für die Autorin maßgeblich in der Demenzbegleitung. Unserer Meinung gelingt ihr die Vermittlung dieser Haltung durch ihren Schreibstil und die zahlreichen Fallbeispiele sehr gut, veständlich und nachvollziehbar. Besonders für Menschen, die gerade beginnen mit Menschen mit Demenz zu arbeiten, kann das Buch eine Unterstützung sein. Es kostet zur Zeit 13,80 € und ist im Vincentz-Verlag erschienen.

Fazit

„Menschen mit Demenz verstehen“, so heißt das Buch von Marianne Eisenburger und genau das ist auch ihr Anliegen, das sie in diesem Werk vermittelt. Sie zeigt Methoden auf, wie man Menschen mit Demenz auf Augenhöhe und wertschätzend begegnet. Eine wirksame Möglichkeit ist dabei die Psychomotorik, die eine Kontaktaufnahme und Kommunikation ohne Sprache und Kognition ermöglicht. Für Mitarbeiter in der Demenzbegleitung zu empfehlen, besonders für Berufsanfänger in der Pflege und Betreuung.

„Menschen mit Demenz verstehen“ jetzt direkt auf der Verlagsseite von Vincentz ansehen*

Oder bei Amazon bestellen!*
Thalia*

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Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte für ältere Menschen. Unsere Buchvorstellung

Kurze Geschichten zum Mitmachen und Bewegen

Bewegung muss Spaß machen! Besonders Bewegungsangebote für ältere Menschen sollten so konzipiert sein, dass die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt des Geschehens steht. So schafft man die besten Vorraussetzungen, möglichst viele Senioren zu erreichen.
In unserem Beschäftigungsalltag mit Senioren und auch demenziell veränderten Menschen machen wir immer wieder gute Erfahrungen mit Bewegungsübungen, die in Geschichten und Gedichte eingebettet sind. Aus diesen Erfahrungsschätzen heraus ist nun unser Buch Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte für ältere Menschen* entstanden, dass wir Ihnen hier kurz vorstellen möchten. Das Buch ist Anfang 2018 im SingLiesel-Verlag erschienen.

40 Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte: Humorvoll, warmherzig und biografieorientiert

In diesem Praxisbuch finden Sie 40 Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte, die speziell für Bewegungsangebote mit älteren Menschen entwickelt worden sind. Sie eignen sich sowohl für Senioren mit motorischen als auch für Teilnehmende mit kognitiven Einschränkungen. Die Themen wurden so gewählt, dass sie in die Biografie und die Lebenswelt der heutigen Senioren passen. So wird zum Beispiel von einer ganz besonderen Tanzstunde erzählt, von der Apfelernte, von Liebeskummer, Geburtstagsfeiern, einem Zirkusbesuch, der Leidenschaft zum Schuhplattlern, einem Arztbesuch oder vom fleißigen Handwerken.
Die Geschichten beinhalten einige humorvolle Elemente und sind mit Witz und viel Charme geschrieben – eben genau die richtige Mischung, um eine angenehme Atmosphäre in Bewegungsrunden zu schaffen. Humor schafft Leichtigkeit. Und das ist die beste Vorraussetzung, um sich mit Freude zu bewegen.
Aber auch hier darf man natürlich gerne in persönlichen Erinnerungen schwelgen. So erinnern einzelne Geschichten an die erste Liebe, den kindlichen Wunsch nach weißer Weihnacht, die anspruchsvolle Schwägerin, Kuchenbacken mit den Enkelkindern, turbulenten Autofahrten, und, und, und…

Und so kommt Bewegung ins Spiel

Die Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte im Buch sind mit unterschiedlichen Bewegungselementen ausgestattet. Daher haben wir die Texte in fünf Kapitel unterteilt. Die meisten lassen sich ohne zusätzlichen Aufwand sofort umsetzen, lediglich bei den Geschichten und Gedichten mit Tüchern bzw. dem großen Schwungtuch benötigen Sie die entsprechenden Materialien.

  1. Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte mit textuntermalenden Bewegungen
    Hier wird der vorgelesene Text mit passenden Bewegungen untermalt, die ganz natürlich aus dem Text hervorgehen. Besonders demenziell veränderte Menschen können hier intuitiv mitmachen.
  2. Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte mit Tüchern
    Bei dieser Variante werden zu Beginn ein, zwei oder drei Signalwörter festgelegt, zu denen jeweils ein Tuch bzw. zwei Tücher von den Senioren hochgehalten werden. Hier wird entweder ausschließlich mit Farben als Signalwörter gearbeitet oder mit festgelegten Begriffen, denen eine bestimmte Tuchfarbe zugeordnet wird.
  3. Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte mit Namen von Körperteilen
    Diese Geschichten und Gedichte sind fast immer ein Highlight in unseren Bewegungsrunden. Hier wurden die Namen von Körperteilen eingearbeitet, die im Verlauf der Geschichten passend bewegt werden sollen. Was ich nicht gut bewegen lässt, wird gerümpft, gekräuselt oder einfach mit dem Finger gezeigt. Bei dieser Übung wird neben der Konzentration auch die Koordination trainiert. Und sie macht wirklich Freude.
  4. Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte mit Signalwörtern
    Bei dieser Variante der Geschichten und Gedichte werden verschiedene Bewegungen ihren Signalwörtern zugeordnet. Wird das Signalwort bzw. werden die Signalwörter im Text vorgelesen, sollen die entsprechenden Bewegungen dazu ausgeführt werden.
  5. Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichte mit einem Schwungtuch
    Zu guter Letzt kommt das Schwungtuch zum Einsatz. Hier ziehen alle Senioren sozusagen „an einem Strang“, denn es gilt, das Schwungtuch gemeinsam passend zur Geschichte bzw. zum Gedicht zu bewegen.

Tipps zur Umsetzung in der Praxis

In unserem Buch erhalten Sie zusätzlich zu den 40 Bewegungsgeschichten und Bewegungsgedichten ausführliche Beschreibungen zu den einzelnen Konzepten. Es lassen sich alle Übungen sowohl an Gruppen mit „fitteren“ Senioren als auch an Teilnehmer, die an einer Demenzerkrankung leiden, anpassen. Die entsprechenden Tipps für die Praxis finden Sie in der jeweiligen Kapiteleinführung.

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Beweglichkeit bis ins hohe Alter…

Im Gespräch mit Ute Lantelme über Bewegungsübungen für Senioren und Bettlägerige

Hallo Frau Lantelme, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Ich interessiere mich schon mein Leben lang für die ganzheitliche Begleitung und Zusammenarbeit mit Menschen jedes Alters. Das versuche ich in den verschiedenen Bereichen, in denen ich arbeiten durfte und darf, einfließen zu lassen. Ich habe Journalismus, Sprachwissenschaft und Wirtschaftsinformatik studiert und habe drei Kinder, die mich auf Trab halten und einen kleinen Hund, der mich ordentlich zum Schwitzen bringt. Nicht ganz frei von „Alterserscheinungen“ besuche ich Gymnastikkurse aller Art und probiere immer wieder gerne an mir selber aus, was gegen Schmerzen hilft und was Spaß macht.

Sie haben gemeinsam mit der Physiotherapeutin Frauke Schneider das FRAUTE-Konzept für die Altenpflege entwickelt. Wie kam es zu dieser gemeinsamen Entwicklung und was sind die Inhalte und Ziele des Konzepts?

Frau Schneider und ich kennen uns über die AbenteuerKinderWelt-Kurse, die sie bei mir besucht hat. Ich arbeitete in der Zeit gerade an einem Buchprojekt mit Bewegungsspielen für Kleinkinder. Dabei hat mich Frau Schneider fachlich beraten. Uns hat diese Zusammenarbeit sehr viel Freude gemacht und als der Verlag uns das Projekt „Bewegungsförderung für Bettlägerige“ vorschlug, haben wir nicht lange überlegt und uns in die Arbeit gestürzt. Zunächst waren wir unterwegs und haben den Alltag in der Seniorenpflege recherchiert. Wir haben ganz wunderbare Menschen kennengelernt, die uns inspiriert haben. Auf dieser Grundlage ist das FRAUTE-Konzept entstanden.
Ein zentraler Punkt für uns ist der respektvolle und achtsame Umgang miteinander und der Spaß und die Freude am Tun. Mit unseren Praxistipps und Übungen wollten wir die Umsetzung dieser Herangehensweise auch in stressigen Alltagsmomenten erleichtern.

Warum ist Bewegung für Senioren so wichtig?

Bewegung ist für Menschen wichtig, egal in welchem Alter. Nicht umsonst ist der enge Zusammenhang zwischen Verstand und Bewegung in unserer Sprache so deutlich erkennbar: Etwas begreifen – etwas verstehen – auf dem Laufenden sein usw. Für die geistige Fitness und das körperliche Wohlbefinden ist Bewegung unerlässlich. Mit dem Alter kommen u.U. Bewegungseinschränkungen, mit denen die betroffenen Menschen umgehen müssen. Die vorhandene Beweglichkeit zu stärken und möglicherweise zu erweitern ist das Ziel. Dabei ist es ganz wichtig, sich von dem Gedanken an sportliche Höchstleistungen zu lösen. Viel wichtiger ist es, bei sich selbst zu sein, zu spüren, wie gut es tut, z.B. die Organfaszien durch tiefe Bauchatmung zu lösen und durch Gespräche und gemeinsames Lachen eine gute Zeit zu verbringen.

Was sollte man bei der Gestaltung von Bewegungseinheiten für Senioren beachten? Wie sollten die Übungen aufgebaut sein?

Bei der Gestaltung der Einheiten sind mehrere Aspekte zu beachten:

• die (körperliche) Verfassung meiner Teilnehmenden
• die Ausstattung an meinem Einsatzort
• gesundheitliche Einschränkungen, die Einfluss auf die Übungsauswahl haben
• abwechslungsreiches Angebot

Bei den Übungen können Sie sich an die Anleitungen in unserem Kartenset halten. Wichtig ist, dass Sie anfangs über die Sportassoziationen eine gute Beziehung zu Ihren Teilnehmenden aufbauen und auch zwischen den Teilnehmenden fördern. Seien Sie offen und lassen Sie zu, dass sich die Gespräche frei entwickeln. Führen Sie dann die Gruppe mit den Worten „Und jetzt probieren wir gemeinsam aus, wie sich das praktisch anfühlt.“ entspannt zur Übung hin. Eine sehr fitte Gruppe denkt sich vielleicht nach einiger Zeit Varianten aus und spinnt die Sportassoziationen weiter. Eine andere Gruppe muss möglicherweise etwas gebremst werden, weil der Ehrgeiz zu groß ist und einige Teilnehmer unter Leistungsdruck geraten. Sie sollten immer Varianten vorschlagen, damit diejenigen, die weniger bzw. mehr können in ihrem Level bleiben können. Sie selber führen die Übung dann im Wechsel in den angebotenen Varianten durch.

Viele der Senioren, die wir begleiten, sind bettlägerig und/oder haben erhebliche Einschränkungen in ihrer Bewegungsfähigkeit.
Welche Möglichkeiten gibt es, immobile Menschen dennoch zu fördern?

Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass wir uns bei Bewegung davon lösen müssen immer im Großen zu denken. Ein bettlägeriger Mensch wird keinen „Hampelmann“ springen. Wir müssen uns bewusst sein, was für den einzelnen Menschen wichtig ist. Zum Beispiel die Dehnung und Belüftung der Organe. Das erreichen wir durch eine tiefe Bauchatmung. Das ist auch eine Bewegungsübung. Oft fühlen sich bewegungseingeschränkte Menschen auch hilflos und abhängig. Wenn die Bewegungsübungen sie dabei unterstützen, dem Pflegenden beim Waschen oder Anziehen entgegenzukommen (drehen, Arm heben, damit unter den Achseln gewaschen werden kann etc.), erhöhen wir die Eigenständigkeit des Betroffenen.

Aufbauend auf das FRAUTE-Konzept haben Sie mit Frau Schneider im Verlag an der Ruhr ein Karten-Set mit Bewegungsübungen für die Altenpflege veröffentlicht.
Würden Sie uns daraus eine (oder auch mehrere ;-)) Übungen vorstellen?

Die Übung „Gelber Ball“ kann sowohl im Sitzkreis als auch bei Bettlägerigen eingesetzt werden. Sie finden Sie im Kartenset Sitzgymnastik mit Senioren. Bewegungsübungen für die Altenpflege*, Verlag an der Ruhr 2017. Wir assoziieren zunächst die Sonne mit dem gelben Ball. Egal wie das Wetter ist, wir haben „die Sonne“ in der Hand. Im Sitzkreis wird der Ball ringsherum weitergereicht, mit dem Bettlägerigen wird der Ball hin und her gegeben. Na, spüren Sie schon, wie die Sonne Ihre Hände wärmt? Im Sitzkreis erreichen die Sonnenstrahlen jetzt nach und nach auch den bewegten Rücken und den Oberkörper. Merken Sie, wie sich die Brustwirbelsäule durch die Drehbewegung lockert? Diese Übung führen Sie 6-8-mal links herum und dann in die andere Richtung. Mit dem Bettlägerigen ändert sich der Ablauf wie folgt: Sie nehmen den Ball an der rechten Bettseite entgegen, gehen um das Bett herum und geben ihn auf der linken Bettseite wieder ab. Das machen Sie 4-6-mal in die eine, dann in die andere Richtung. Haben Sie einen Schrittzähler? Dann kommen Sie heute locker auf ihr Schrittziel…!

Damit Sie und Ihre Teilnehmenden bei dieser Übung richtig in Schwung kommen, singen Sie dazu unser kleines Lied. Die Melodie „Von den blauen Bergen kommen wir“ ist den meisten bekannt und zaubert das eine oder andere Lächeln auf die Lippen. Und mit Musik geht sowieso alles besser.

Gelber Ball
Einen gelben Ball haben wir hier
Und du übergibst ihn gleich zu mir.
Dabei drehst du dich nach links,
Ja, die Wirbeldrehung bringt’s.
Einen gelben Ball haben wir hier.

Bei Rechtsdrehung ändern Sie den Text in Zeile 3 und 4 viel folgt:
Dabei drehst du dich nach rechts,
Ja, die Wirbeldrehung ächzt.

Würden Sie uns vielleicht eine kleine Geschichte oder Anekdote erzählen, die verdeutlicht, was Sie mit Ihrer Arbeit erreichen können?

Mit fällt bei der beschrieben Übung mit dem gelben Ball ein, dass ich, nachdem ich einige Tage schwere Überzeugungsarbeit mit den Bettlägerigen leisten musste, sich die Stimmung plötzlich gedreht hatte. Die Patienten haben gespürt, dass es ihnen leichter fiel sich im Bett selbstständig zu drehen. Und es war wie als ob sie sich verabredet hätten, mich herauszufordern. In mehreren Zimmern wollten sie gar nicht mehr mit der Übung aufhören und ließen mich einen gefühlten Halbmarathon um die Betten drehen. Solche Erlebnisse sind echte Glückmomente und inspirieren mich ungeheuer.

Was wünschen Sie sich von der Zukunft?

Ich wünsche mir noch viele gute Ideen, die ich mit alle den wunderbaren Menschen, die ich bei meiner Arbeit kennenlernen durfte und darf, teilen darf.

Herzlichen Dank, Frau Lantelme!!!

Zur Internetseite von Ute Lantelme: www.abenteuerkinderwelt.de
Zur Buchvorstellung: „Sitzgymnastik mit Senioren: Karten-Set mit Bewegungsübungen für die Altenpflege“

Bewegungsspiele für Senioren

Autorin: Tina Pfitzner
Verlag: Limpert

Inhalt

Bewegungsspiele für Senioren* ist ein Buch mit Bewegungsspielen für ältere Menschen aus dem Limpert Verlag. Es richtet sich an Trainer und Übungsleiter aus dem Seniorensport und Menschen, die in der Seniorenarbeit tätig sind.
Zu den rund 90 Bewegungsspielen für ältere Menschen in diesem Buch gehören Aufwärmspiele, Ausdauerspiele, Koordinationsspiele, Kooperationsspiele, Geschicklichkeitsspiele, Merk- und Denkspiele und Abwärm- und Entspannungsspiele.

Höhen und Tiefen

Tina Pfitzner ist seit über 25 Jahren als Übungsleiterin im Breitensport tätig und hat entsprechende Erfahrungen in dem Bereich. Sie arbeitet außerdem als Dozentin für Pflegeberufe und als Referentin für Themen rund um Gesundheitsförderung, Sturzprophylaxe und Gedächtnistraining für ältere Menschen. In ihrem Buch „Bewegungsspiele für Senioren“ stellt sie rund 90 Bewegungsspiele für die Seniorenarbeit vor, die durch zahlreiche Varianten ergänzt werden. Jedes der Spiele ist übersichtlich in die Unterpunkte Zielsetzung, Material, Organisation, Spielidee, Variantionen und Hinweise gegliedert. In einer Einführung werden dem Leser wichtige Grundlagen für die Umsetzung von Bewegungseiheiten mit Senioren, die Gestaltung von Bewegungsspielen und das Spielen mit älteren Menschen an sich vermittelt. Außerdem weist die Autorin auf Risiken und Gefahren bei Bewegungsspielen mit Senioren hin – und wie man sie beachtet und Unfällen vorbeugt. Besonders hervorzuheben ist, dass die Autorin die Fähigkeit besitzt viele Dinge konkret zu benennen und auf den Punkt zu bringen. So findet man in dem Buch viele Informationen, Tipps und praktische Ideen für die Umsetzung von Bewegungsspielen mit Senioren – und das übersichtlich und kompakt. Der Preis von zur Zeit 14,95 € ist hier durchaus angemessen!
Die Gruppenleitung sollte jedoch schon Erfahrungen in Bewegungseinheiten mit Senioren gesammelt haben, es ist kein Buch für Anfänger. Und es sollte auch gesagt werden, dass die meisten Spiele eher für körperlich und kognitiv fittere Teilnehmer konzipiert sind, da sie im Stehen gespielt werden. Es eignet sich also auch gut für Seniorensportgruppen. Man kann die Bewegungsspiele aber durchaus auch selbst abwandeln. Die Spiele an sich gefallen uns gut! Sie sind abwechslungsreich, ganzheitlich konzipiert und kreativ und ansprechend gestaltet. Diejenigen, die eine Übersicht über die Trainingsziele haben möchten, finden dazu am Ende des Buchs eine Übersichtstabelle.

Fazit

Das Buch „Bewegungsspiele für Senioren“ aus dem Limpert Verlag beinhaltet rund 90 kreative und unterhaltsame Bewegungsspiele für ältere Menschen, die beispielsweise in Seniorensportgruppen und mit fitteren Teilnehmern in stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtungen umgesetzt werden können. Das Buch profitiert von den Erfahrungen der Autorin, sowohl im sportlichen Bereich als auch in der Seniorenarbeit.

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Thalia*

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Bewegungshäppchen

Alltagsmobilität täglich individuell fördern

Autorin: Bettina M. Jasper
Verlag: Vincentz

Inhalt

„Bewegungshäppchen*“ von Bettina M. Jasper ist ein Buch mit praktischen Tipps, Übungen und Anleitungen für die Integration von kurzen, regelmäßigen Bewegungsübungen in den Pflegealltag. Das Buch beinhaltet 60 Übungsbeispiele für die Einzelbetreuung, zum Teil eignen sich die Bewegungsübungen auch für demenziell veränderte Menschen. Formulierungshilfen für die Dokumentation runden den praktischen Begleiter ab.

Höhen und Tiefen

Wie man es von Bettina M. Jasper gewohnt ist, sprießt das Buch vor alltagsnahen Bewegungsübungen, die im Pflege- und Betreuungsalltag gut und mit weng Aufwand umzusetzen sind. „Bewegungshäppchen“ beinhaltet 60 Übungen für Senioren, die ganz individuelle Ziele verfolgen. Vom Erhalt der Gelenkbeweglichkeit, über die Kräftigung der Muskulatur, der Erweiterung des Bewegungsausmaßes bis hin zur Verbesserung des Sitzgleichgewichts oder der Gehfähigkeit, werden hier viele Übungsbeispiele vorgestellt.
Gegliedert ist jede Übung in die Punkte 1. Material, 2. Aufgabe, 3. Beachten, 4. Trainingsschwerpunkte und 5. Formulierungs-Vorschlag. Die Beschreibungen sind prägnat, kurz, aber gut zu verstehen und leicht umzusetzen. Viele Übungen beinhalten zudem noch Adaptionsvorschläge oder Möglichkeiten, wie man verschiedene Schwierigkeitsgrade aufbauen kann.
Das Konzept ist brilliant und leicht nachzuvollziehen: Durch regelmäßige, kurze Bewegungsübungen die Beweglichkeit im Alltag, und somit die Selbstständigkeit fördern und unterstützen. Lieber öfter und kürzer, als einmal in der Woche für eine halbe Stunde. Man muss nur die Möglichkeiten und Kapazitäten haben, dieses Konzept umzusetzen. Frau Jasper beschreibt die praktische Umsetzung mit viel Leichtigkeit und versucht, zu einem Umdenken zu motivieren. Dies muss allerdings langsam gehen. Man wird nicht sofort alles, und schon gar nicht mit jedem Patienten/Bewohner/Gast/Angehörigen…, umsetzen können. „Bewegungshäppchen“ bietet aber viele Ideen, die auch Nicht-Fachleute gut umsetzen und nach und nach in den Alltag integrieren können. Das handliche Format in der Spiralbindung ist hier durchaus sinnvoll und gut durchdacht: jede Übung passt genau auf eine Seite und ist übersichtlich gestaltet. So hat man immer die Möglichkeit, auch zwischen den Übungen nochmal einen kurzen Blick in das Buch zu werfen.

Fazit

„Bewegungshäppchen“ von Vincentz ist ein praktischer Begleiter für die Seniorenarbeit mit 60 kurzen Übungen, die sich schnell und gut umsetzen und in den Pflege- und Betreuungsalltag integrieren lassen. Auch mit Übungen für Menschen mit Demenz.
Der Grundgedanke, der dem Buch bzw. den Übungen zugrunde liegt, ist die Förderung der Selbstständigkeit älterer Menschen durch regelmäßige und kurze Bewegungs- und/oder Kräftigungsübungen, die einfach in den Alltag eingebaut werden und auch alltagsnahe Ziele verfolgen.

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Bewegungsspiele für Senioren, die Spaß machen

Die schönsten Bewegungsspiele – mit vielen Varianten – verständlich beschrieben

Autorin: Sabine Hermann
Verlag: SingLiesel

Inhalt

In Bewegungsspiele für Senioren, die Spaß machen* stellt Sabine Hermann die schönsten Bewegungsspiele für Senioren und Seniorengruppen vor. In dem Buch findet man Bewegungsgeschichten und Spiele zum Aufwärmen, Kreisspiele, Bewegungen und Spiele am Tisch, Rhythmus und Tanz in der Gruppe, Bewegungsspiele für größere Räume oder Turnhallen, Kopoperationsspiele, Spiele und Bewegungsimpulse im Freien und Atem- und Entspannungsübungen. Alle Bewegungsspiele sind in ihrer Intensität variabel zu gestalten und die meisten auch im Sitzen sowie im Stehen durchführbar.

Höhen und Tiefen

Im Mittelpunkt dieses Buchs stehen der Spaß und die Freude an Bewegung. Und das wird dem Leser schon beim ersten Durchblättern deutlich. Das Buch ist freundlich gestaltet und zu vielen Bewegungsspielen gibt es Fotos, die die Gruppenleitung beispielhaft in Gruppen- oder Einzelsituationen mit einer Seniorin zeigen.
Die in die Spiele integrierten Übungen fördern die Beweglichkeit, die Koordination, Kraft, Ausdauer und vor allem den Kontakt und die Kommunikation unter den Mitspielern. Die Spiele an sich können an verschiedene Fähigkeiten der Teilnehmenden angepasst werden. Für jede Spielidee gibt es mindestens je eine schwierigere und eine leichtere Variante. So können die Spiele sowohl von fitten Seniorensportgruppen als auch von Bewegungsrunden in Altenpflegeheimen oder in der Betreuung zuhause gespielt werden. Schön sind die kreativen gestalterischen Ideen der Bewegungsspiele und die Geschichten, in die manche Bewegungen eingebettet sind.
Der Materialaufwand hält sich dabei wirklich in Grenzen, benötigte Materialien und der zeitliche Rahmen werden stets zu Beginn angegeben. Im Anhang gibt es noch eine Nähanleitung für ein Boccia-Säckchen und Bastelanleitungen für ein selbst gemachtes Regenrohr, eine Rassel und Kastagnetten.
Beim Lesen des Buchs und anhand der schönen Spielideen erkennt man schnell, dass Sabine Hermann mit viel Leidenschaft und Leichtigkeit bei ihrer Arbeit ist. 29,95 € sind nicht ganz günstig, dem Umfang und Inhalt des Buches aber angemessen!

Fazit

„Bewegungsspiele für Senioren, die Spaß machen“, erschienen im SingLiesel-Verlag, ist ein motivierendes, kreativ gestaltetes Buch mit Bewegungsspielen, die viel Freude an Bewegung vermitteln. Es eignet sich sowohl für Seniorensportgruppen als auch für Bewegungsrunden in der ambulanten oder stationären Altenpflege.

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Schauen Sie sich hier auch das Interview mit Sabine Herrmann zum Thema Bewegungsspiele für Senioren an

Bewegen, Trainieren, Denken

So fördern Sie Heimbewohner optimal

Autorin: Bettina M. Jasper
Verlag: Vincentz

Inhalt

Bewegen, Trainieren, Denken*. In ihrem Buch macht Bettina M. Jasper mit dem Satz ‚Raus aus dem (Roll-)Stuhl, rein ins selbstbestimmte Leben‘ Programm. Sie zeigt Gründe, Möglichkeiten und Wege auf, warum und wie insbesondere ältere Menschen zu mehr Bewegung kommen sollen – und können. Weiter beantwortet sie die Fragen, was Bewegung mit Selbstständigkeit und vor allem Zufriedenheit zu tun hat, und wie man durch Bewegung das Gehirn trainieren kann.

Höhen und Tiefen

In „Bewegen, Trainieren, Denken“ finden Sie zahlreiche praxisorientierte Beispiele für Möglichkeiten, mit denen Sie Bewegung in den Alltag von Pflegeheimbewohnern bringen können. Ob in der Einzelbetreuung, in Gruppenangeboten, Übungen mit oder ohne Materialien, Bewegungsspiele, Bewegung in der Natur oder einfach kleine regelmäßige Bewegungen, die man in den Tagesablauf integriert – die Ideen sind vielfältig und lassen sich gut und flexibel in den Alltag einbauen.
In einem ausführlichen theoretischen Teil erklärt Bettina M. Jasper gut und leicht verständlich, auch anhand von vielen Beispielen, wie Bewegung und die Leistungen unseres Gehirns zusammen hängen. Und wie Beweglichkeit die Zufriedenheit und die Selbstständigkeit fördert. Sie erklärt weiter, dass die Bewegung an sich schon ein wirksames Gehirntraining ist und warum die Einladung zum Gedächtnistraining öfter abgelehnt wird als die Einladung zu Bewegungsrunden.
Das Buch hält ein gutes Gleichgewicht zwischen dem theoretischen Hintergrundwissen zu den Auswirkungen von Bewegung auf unser Gehirn und praktischen Tipps für die Integration von Bewegung in den Heimalltag. Viele der Übungen und Anregungen lassen sich übrigens auch gut in den Alltag zuhause einbinden. Es ist für alle, die mit Menschen mit körperlichen Einschränkungen arbeiten, oder Menschen mit Demenz betreuen ein guter Begleiter mit vielen praktischen Anregungen für den Alltag. Der Materialaufwand ist hierbei gering, oft werden auch Naturmaterialien in die Aktivierungen mit einbezogen, die gleichzeitig die Wahrnehmung der Senioren anregen.

Fazit

Wenn Sie auf der Suche nach gezielten Bewegungsübungen für Senioren sind, die gleichzeitig die Gehirnaktivität steigern, dann sind Sie hier richtig. Das Buch richtet sich speziell an Mitarbeiter und Betreuende in der stationären und ambulanten Seniorenarbeit. Viele Ideen lassen sich aber auch in der häuslichen Betreuung gut umsetzen.

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In Bewegungsrunden aktivieren

Ideen und Anregungen aus der Psychomotorik

Autorinnen: Marianne Eisenburger, Elisabeth Gstöttner, Thesi Zak
Verlag: Vincentz

Inhalt

„In Bewegungsrunden aktivieren“ ist ein Buch, das sich mit einem ganzheitlichen Bewegungskonzept für ältere Menschen befasst, der Motogeragogik. Die Bewegungsübungen und -anregungen sind für Seniorengruppen konzipiert, lassen sich aber auch einfach in die Einzelbetreuung übertragen. Thematisch drehen sich die ausgearbeiteteten Übungsstunden rund um die Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Für jede Jahreszeit finden Sie in dem Buch 12 Themengebiete mit zahlreichen Anregungen und Beispielen.

Höhen und Tiefen

Wer ganzheitlich mit älteren Menschen arbeitet oder arbeiten möchte, für den kann dieses Buch eine gute Begleitung und hilfreiche Unterstützung sein. Und auch Menschen, die mit Menschen mit Demenz arbeiten, können daraus viele Anregungen entnehmen, die sich praktisch gut umsetzen lassen. Die benötigten Materialien lassen sich recht kostengünstig beschaffen und können vor allem immer wieder verwendet werden.
Im Mittelpunkt der motogeragogischen Arbeit stehen die Senioren selbst, alle Übungen gehen von den persönlichen Fähigkeiten der Teilnehmer aus. In unterschiedlicher Gewichtung werden die Körpererfahrungen, die Wahrnehmung, die soziale Interaktion, die Entspannungsfähigkeit, die Kommunikation, das sensomotorische Handeln oder der Umgang mit verschiedenen Materialien gefördert.
Die Übungen bzw. Angebote zu den verschiedenen Themen sind vielfältig, beinhalten Anregungen für passende Materialien, Liedvorschläge, Wahrnehmungsübungen, Angebote zur Entspannung, feinmotorische Übungen, Gedächtnisübungen und vieles mehr.
Aus der umfassenden und übersichtlichen Einführung bekommt man die nötigen Grundlagen und das praktische Handwerkszeug für die Durchführung der Bewegungsrunden. Alle vorgestellten Übungen lassen sich unabhängig von den anderen in Angebote für Senioren und Menschen mit Demenz integrieren.

Fazit

Ein wirklich zu empfehlendes Buch für alle, die ganzheitlich arbeiten. Die jahreszeitlich abgestimmten Bewegungsangebote, Wahrnehmungsübungen, Ideen, Gedächtnisübungen, und viele mehr eignen sich sowohl für demenziell veränderte Menschen als auch für ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Alle Übungen können in der Gruppe oder in der Einzelbetreuung durchgeführt werden.

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Thalia*

Unter dem folgenden Link finden Sie außerdem einige weitere Bücher rund um Bewegung und Motorik vom Vincentz-Verlag, die wir Ihnen schon einmal kurz vorgestellt haben.

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