Sozialdienst leiten im Altenheim. Was gehört dazu?
Der Sozialdienst ist ein zentraler Bereich im Altenheim. Er sorgt für mehr als nur Beschäftigung. Er begleitet, strukturiert, fördert und stärkt den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner. Doch wer leitet den Sozialdienst? Und was bedeutet das in der Praxis?
In diesem Beitrag erfahren Sie, was es heißt, den Sozialdienst im Altenheim zu leiten und was Sie dafür mitbringen sollten.
Was macht der Sozialdienst?
Im Sozialdienst geht es meist um die soziale, emotionale und kulturelle Begleitung der Menschen im Heim. Die Mitarbeitenden im Sozialdienst gestalten Gruppenangebote, führen Einzelgespräche, organisieren Feste, beraten Angehörige und begleiten Einzüge. Die Leitung des Sozialdienstes ist dafür verantwortlich, dass diese Aufgaben gut koordiniert, sinnvoll geplant und fachlich abgesichert sind.
In manchen Einrichtungen ist der Sozialdienst gar nicht für die alltägliche Betreuung der Senioren zuständig, sondern übernimmt vor allem organisatorische und verwaltende Aufgaben. Dazu gehören zum Beispiel die Begleitung beim Einzug, die Kommunikation mit Angehörigen, Behörden oder Ärztinnen sowie die Koordination sozialer Hilfen. In solchen Fällen ist die soziale Betreuung klar getrennt vom Sozialdienst organisiert. Sie wird dann häufig unter einem anderen Namen geführt, etwa als begleitender Dienst, kultureller Dienst oder auch unter hausinternen Bezeichnungen.
Wir beziehen uns in diesem Artikel auf Sozialdienste, die für die alltägliche Betreuung der Senioren zuständig sind.
Typische Aufgaben der Leitung im Sozialdienst
Wenn Sie den Sozialdienst im Altenheim leiten, übernehmen Sie viele verschiedene Aufgaben. Die Aufgaben unterscheiden sich von Einrichtung zu Einrichtung. Die folgenden Aufgaben sind Beispiele:
- Sie planen und organisieren Angebote
- Sie schreiben Wochen-, Monats- und Jahrespläne
- Sie entwickeln Konzepte und sichern deren Umsetzung
- Sie begleiten Mitarbeitende fachlich und organisatorisch
- Sie führen Dienstbesprechungen
- Sie sind Ansprechpartner für Angehörige und Kooperationspartner
- Sie bereiten Prüfungen mit vor
- Sie arbeiten mit der Pflege, der Einrichtungsleitung und der Heimaufsicht zusammen
Kurz gesagt: Sie sorgen dafür, dass die soziale Betreuung professionell aufgestellt ist.
Wer darf den Sozialdienst leiten?
Die Leitung des Sozialdienstes wird meist durch eine Fachkraft der sozialen Betreuung übernommen. Dies können zum Beispiel sein:
- Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten
- Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
- Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
- Erzieherinnen und Erzieher
- Pflegefachkräfte
- andere vergleichbare Berufe
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ihre berufliche Ausbildung als Fachkraft anerkannt wird, fragen Sie bei der Heimaufsicht in Ihrer Region nach. Dort bekommen Sie eine klare Auskunft. Eine Betreuungskraft nach § 43b erfüllt diese Voraussetzung in der Regel nicht. Es gibt in der Praxis allerdings auch Fälle, in denen Nicht-Fachkräfte Leitungsverantwortung übernehmen.
Gut vorbereitet mit Weiterbildung
Wenn Sie bereits eine passende Grundqualifikation haben, aber sich auf eine Leitungsaufgabe vorbereiten möchten, hilft eine gezielte Fortbildung weiter.
Im Online-Intensivlehrgang „Leitung der sozialen Betreuung“ lernen Sie:
- wie Sie Teams führen
- wie Sie Konzepte entwickeln
- wie Sie Prüfungen begleiten
- wie Sie rechtlich sicher arbeiten
- und wie Sie Ihre Rolle als Leitungskraft ausfüllen
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Fazit
Den Sozialdienst im Altenheim zu leiten ist eine verantwortungsvolle und sinnvolle Aufgabe. Sie gestalten den Alltag aktiv mit, begleiten Menschen fachlich und stärken den sozialen Bereich in der Einrichtung.
Mit der passenden Qualifikation und einer guten Vorbereitung sind Sie bereit für diesen wichtigen Schritt.






