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Sommergeschichten für Senioren. Wie war das noch mit den Bienen?

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In dieser Sommergeschichte für Senioren geht es um das Thema Bienen. Im Anschluss bieten sich Gespräch über Kindheitserinnerungen und um Bienen an. Wer hatte Angst vor Bienen? Wer wurde als Kind gestochen? Wer mag Honig und welche Gerichte können damit verfeinert werden? Bringen Sie ggfs. verschiedene Honigsorten zum Kosten mit…

Sommergeschichten für Senioren. Wie war das noch mit den Bienen?

Mona und Phillip waren den Sommer über fast nur im Garten. Sie schaukelten, spielten im Sand, pflückten Gänseblümchen und Erdbeeren, halfen beim Gemüse ernten oder kickten den Ball über die Wiese. Phillip hatte Schulferien und deshalb musste Mona auch nicht in den Kindergarten gehen. Über sechs Wochen hatten die beiden nun Zeit, gemeinsam zu spielen. Oft kamen auch Freunde aus der Nachbarschaft zu Besuch, um mit den beiden zu spielen.
In diesem Jahr fingen die Ferien für Mona allerdings gar nicht gut an. Als sie gerade dabei war, für ihre Mama einen Strauß Gänseblümchen zu pflücken, passierte es – sie wurde von einer Biene gestochen. In den kleinen Zeh. Mona und ihre Mama saßen über zwei Stunden auf der Terasse und kühlten den kleinen Zeh mit einem kalten Lappen. Fortan war Mona mit den Bienen auf Kriegsfuß. Sie traute sich noch nicht einmal mehr mit Schuhen auf die Wiese. Ihre Mama machte sich große Sorgen, nicht nur, weil ihr langsam die Ideen ausgingen, wie sie ihre Tochter beschäftigen sollte, ohne den Rasen zu betreten. Ihr Vater sah das eher gelassen: „Das wird schon wieder, lass ihr ein bisschen Zeit, Carola. Du wirst sehen, die Zeit heilt alle Wunden.“, versuchte er seine Frau Carola zu beruhigen. Doch die suchte weiter nach Lösungen…
Auf einmal fiel ihr Ingo ein. Ingo wohnte zwei Straßen weiter und war Imker. Von ihm bekamen sie manchmal Honig geschenkt. Den Vorschlag, Ingo einmal zu besuchen, um zu sehen, dass Bienen eigentlich gar nicht böse sind, fand Mona natürlich ganz und gar nicht gut. Phillip hingegen, war natürlich Feuer und Flamme, wurde aber von seiner Mama wieder gebremst. Kurzum, Mama Carola lud Ingo zu einem Eis ein.
Irgendwann erzählte Carola von ihrem Bienenstich, und wie weh ihr Fuß getan hatte. Ingo erzählte, dass er auch ab und an als Kind von einer Biene gestochen wurde, und dass er wüsste wie weh so ein Bienenstich tut. „Die Biene hat dich aber bestimmt nicht gestochen, weil sie ein böses Tier ist. Du wirst wahrscheinlich aus Versehen auf sie drauf getreten sein. Das wird ihr sehr weh getan haben, du bist ja viel größer als so eine kleine Biene, Mona. Und damit sich die kleinen Tierchen wehren können, haben sie eben ihren Stachel.“ Dann erklärte er ihr noch, was es mit dem Gift im Stachel auf sich hat und dass Bienen eigentlich ganz nützliche und fleißige Tierchen sind. Und natürlich, der Honig gemacht wird. Phillip hatte schon ganz rote Ohren vor Spannung. Er wäre am Liebsten gleich mit zum Bienenstock gegangen und hätte sich das Ganze mal aus der Nähe angesehen. Auch Mona fing an, Ingo richtig zuzuhören und lies sich sogar einige Fotos zeigen, die Ingo mitgebracht hatte. Darauf konnte man Bienen sehen, die ganz nah fotografiert worden waren. Mona konnte die kleinen Härchen erkennen, die dünnen Flügel und die Beinchen. Sich eine echte Biene ansehen, wollte sie dennoch nicht.
Dafür wollte sie sich ansehen, wie Ingo den Honig schleudert. Phillip durfte natürlich mitkommen. Sie verabredeten sich für den nächsten Tag, nachdem Ingo mehrmals zugesichert hatte, dass sich dort gewiss auch keine Bienen aufhalten würden.
Als Mona am nächsten Tag mit einem Glas frischem Honig nach Hause kam und erzählte, was Bienen für nützliche und fleißige Tierchen seien, trauten die Eltern ihren Ohren nicht. Fortan besuchten Mona und Phillip Ingo mindestens einmal am Tag. Mona hielt allerdings noch eine Zeit Abstand von den Bienen, bis sie sich gegen Ende der Ferien endlich traute, den Bienenstock auch einmal aus der Nähe anzuschauen.
Und nach den langen Sommerferien bekamen Phillips Klassenkameraden und Monas Kindergartenfreunde spannende Geschichten über Bienen erzählt, und wie eigentlich der Honig gemacht wird…



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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